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Praxis im eigenen Haus

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  1. #1
    GastHemmingen
    Gast

    Praxis im eigenen Haus

    Hallo,

    ich habe folgendes Problem:

    Meine Frau ist Physiotherapeutin und sie möchte sich für ihren Start in die Karriere einen eigenen Praxisraum einrichten.

    Das sie eine eigene Toilette für ihre Patienten haben muss verstehe ich ja noch. Nach Rückfragen bei unserem Zuständigen Bauamt sagen die dort, das wir erstens einen Antrag auf Nutzungsänderung stellen müssen. Den kann aber nur ein Architekt stellen.

    OK der war da hat sich das alles angesehen und meint wir müssten laut der neusten Verordnung nun die entsprecheden Türen behindertengerecht ausbauen.

    Also 90cm Türbreite. Wer kann mir diese Bauverordnung nennen, und wann diese in Kraft getreten ist.

    Vielen Dank für Eure/Ihre Mithilfe
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  2. Praxis im eigenen Haus

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  3. #2
    Baufuchs
    Gast

    Entsprechende

    Vorschriften finden sich in den Landesbauordnungen der einzelnen Bundesländer.
    Welches Bundesland?
    Mal am Rande: Was sagt denn der Architekte, der sich die Räumlichkeiten angesehen hat zu der betreffenden Vorschrift?
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  4. #3

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    34,325

    Was soll denn 90 cm Türbreite bedeuten...

    Lichtes Rohbaumaß wäre 88,5 cm. Oder 1,01 m, aber das gibt mehr als 90 cm Durchgang. Und stehen tuts in div. Normen und Vorschriften.
    Aber manchmal kann man ja auch über Ausnahmen mit den Damen und Herren reden.
    Denn was nützen Rolli- gerechte Türen ohne Rampe/Aufzug und Behinderten WC usw.
    Andererseits denke ich mir, als Physiotherapeutin sollte man eh mit Rolli-gebunden Patienten rechnen - und die kommen mit "normalen" Türen (88,5 cm) nun mal nicht klar!! Zumindest wenn die Finger beim Durchqueren der Türen heile bleiben sollen.
    Ich würde mal eine saubere Beratung und Planung auch in der Hinsicht empfehlen.
    MfG
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  5. #4

    Registriert seit
    11.2004
    Ort
    Saarland
    Beruf
    architekt
    Beiträge
    4,217
    § als beispiel einer LBO
    § 48 Barrierefreie Zugänglichkeit und Benutzbarkeit bestimmter baulicher Anlagen

    (1) Folgende bauliche Anlagen oder Teile baulicher Anlagen müssen von Behinderten, besonders Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrern, sowie alten Menschen und Personen mit Kleinkindern ohne fremde Hilfe zweckentsprechend besucht und benutzt werden können:

    1. Büro- und Verwaltungsgebäude, Gerichte, soweit sie für den Publikumsverkehr bestimmt sind,
    2. Schalter und Abfertigungsanlagen der Verkehrs- und Versorgungsbetriebe sowie der Banken und Sparkassen,
    3. Theater, Museen, öffentliche Bibliotheken, Freizeitheime, Gemeinschaftshäuser, Versammlungsstätten und Anlagen für den Gottesdienst,
    4. Verkaufsstätten,
    5. Schulen, Hochschulen und sonstige vergleichbare Ausbildungsstätten,
    6. Krankenanstalten, Praxisräume der Heilberufe und Kureinrichtungen,
    7. Tagesstätten und Helme für Behinderte, alte Menschen oder Kinder,
    8. Altenwohnungen, in Gebäuden mit nicht mehr als zwei Vollgeschossen jedoch nur Altenwohnungen im Erdgeschoss,
    9. Sport-, Spiel- und Erholungsanlagen, soweit sie für die Allgemeinheit bestimmt sind,
    10. Campingplätze mit mehr als 200 Standplätzen,
    11. Geschosse mit Aufenthaltsräumen, die nicht Wohnzwecken dienen und insgesamt mehr als 500 m2 Nutzfläche haben,
    12. öffentliche Bedürfnisanstalten,
    13. Stellplätze oder Garagen für Anlagen nach den Nummern 1 bis 11 sowie Parkhäuser. Eine dem Bedarf entsprechende Zahl von Einstellplätzen oder Standplätzen muss für Behinderte hergerichtet und gekennzeichnet sein.

    (2) Bahnsteige der Bahnen des öffentlichen Personenverkehrs müssen für die in Absatz 1 genannten Personen ohne fremde Hilfe erreichbar sein und eine Höhe haben, die ihnen das Ein- und Aussteigen soweit erleichtert, wie dies die auf der Bahn verkehrenden Fahrzeuge zulassen.

    (3) Die Absätze 1 und 2 gelten nicht, soweit wegen der Eigenart oder Zweckbestimmung der baulichen Anlage oder des Teils der baulichen Anlage nicht damit zu rechnen ist, dass Behinderte, alte Menschen oder Personen mit Kleinkindern sie besuchen oder benutzen werden. Im Übrigen können Ausnahmen zugelassen werden, soweit wegen schwieriger Geländeverhältnisse oder ungünstiger vorhandener Bebauung die Anforderungen der Absätze 1 und 2 nur mit unverhältnismäßigem Mehraufwand erfüllt werden können.
    der paragraf ist nicht zu verwechseln mit der in der din verankerten vorschriften für die barrierefreiheit.
    viele bauämter sind der meinung die din hier voll umgesetzt sehen zu wollen
    FALSCH!
    schreiben er jeweiligen minister in den bundesländern haben bestätigt, daß die vorschrift darauf hinauszielt - im falle von temporärer behinderung eines nutzers, dieser ohne hilfe in seine nutzungseinheit gelangt.
    jedoch kann es bei ihnen anders aussehen wenn ständig mit gehbehinderten menschen zu rechnen ist. dann wird die vorschrift ein muss für die ganze praxis.
    am besten mit ihrem gewerbeamt sprechen und sich beraten lassen, die kommen notfalls auch vorbei und geben tips.
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