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1,5 Geschosser trotz hohem Wohnraumbedarfs im OG möglich?

Diskutiere 1,5 Geschosser trotz hohem Wohnraumbedarfs im OG möglich? im Forum Architektur Allgemein auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    1,5 Geschosser trotz hohem Wohnraumbedarfs im OG möglich?

    Hallo,

    nachdem ich in einem anderen Thema bereits Lagefragen versuche zu erörtern, möchte ich mich an dieser Stelle mit dem geplanten Haus an sich beschäftigen.

    Wir benötigen ca. 170qm WF. Davon allerdings mindestens 80 im OG da dort 4 Räume mit 15qm WF, Flur und Bad (ca. 10qm) Platz finden sollen. Laut B-Plan ist bis zwei geschossiger Bau zugelassen, allerdings sind nur Sattel- und Krüppelwalmdächer mit 22-32 Grad möglich.
    Die Frage, die sich uns nun stellt ist ob ein (uns optisch mehr ansprechender) 1,5 Geschosser mit 32 Grad Satteldach uns 80 qm WF im OG bieten kann, ohne von den Dimensionen und der Ästhetik des Baukörpers oder des Drempels völlig aus dem Ruder zu laufen. Oder macht hier wirtschaftlich und wohngefühlsbezogen nur ein Zweigeschosser Sinn?

    Ein Keller ist nicht geplant.

    Von Wohnraum erweiternden Maßnahmen wie Erker, Frontspießen oder Gauben wollten wir zunächst absehen, da deren Kosten meistens nicht im wirtschaftlichen Verhältnis zur Wohnflächenerweiterung steht, oder?!
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  2. 1,5 Geschosser trotz hohem Wohnraumbedarfs im OG möglich?

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  3. #2

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    Wenn der Bebauungsplan einen Zweigeschösser zuläßt, hat man so gesehen mit einem nahezu die Grundfläche des EG bietenden OG kein Problem. Allerdings braucht ein Vollgeschoß bei maximal 32° DN schon einen erheblichen Kniestock. Ein Krüppelwalmdach mit dieser Neigung strapaziert meine Phantasie schon recht arg. Und Krüppelwalm mit Kniestock hätte den Ersten Preis bei der Häßlichkeitskonkurrenz schon so gut wie gewonnen.

    Zitat Zitat von aphel Beitrag anzeigen
    Von Wohnraum erweiternden Maßnahmen wie Erker, Frontspießen oder Gauben wollten wir zunächst absehen, da deren Kosten meistens nicht im wirtschaftlichen Verhältnis zur Wohnflächenerweiterung steht, oder?!
    Das sehe ich ebenso. Ein Zwerchgiebel macht ebenfalls bei 32° DN nur mit viel Kniestock überhaupt Sinn.

    Bei einer DN von 32° wird die 2m-Linie ohne Kniestock nach 3,20 m hinter der Außenwand erreicht. Rechnen wir so ein Haus mit einer Grundfläche von 10 x 12 m mal mit 1m Kniestock unter dem Satteldach, dann hätten wir "nach DIN" im OG 84% der Fläche des EG. Rechtlich klar ein Vollgeschoß - aber sonst ?

    Dein Beispiel von 10,79 x 13,47 m Grundfläche (= 145.34 qm) käme auf 80,68 DIN-qm im OG (nach Abzug für Wände - pauschal mal 20% angenommen - wären das 116 + 64 = 180 qm). Ohne Kniestock gerechnet. Mit Kniestock sind die 80 qm im OG wohl zu schaffen, bei gesamt dann hart an 200 qm.
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  4. #3
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    Vielen Dank für die Überlegungen und Berechnungen. Ich muss mir also nur überlegen, was mir weniger schlecht gefällt: Zwei Geschosse mit flachem Satteldach (passt irgendwie überhaupt nicht in den Norden), oder 1,5 Geschosse mit steilst möglichen Satteldach (32 Grad) und hohem Kniestock, eventuell um die 1,4m um nicht gar zuviel schlecht nutzbare Grundfläche unterhalb der 2m Linie zu haben. Verschafft denn pauschal gesprochen eine Vergrößerung des Baukörpers in der Länge (Traufseite) mehr DIN-qm im OG oder in der Breite (Giebelseite)?
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  5. #4

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    Zitat Zitat von aphel Beitrag anzeigen
    Zwei Geschosse mit flachem Satteldach (passt irgendwie überhaupt nicht in den Norden), oder 1,5 Geschosse mit steilst möglichen Satteldach (32 Grad)
    steilstmögliches Satteldach und 32° klingt ja schon nahe am Widerspruch, mindestens hoch ironisch

    Zitat Zitat von aphel Beitrag anzeigen
    Verschafft denn pauschal gesprochen eine Vergrößerung des Baukörpers in der Länge (Traufseite) mehr DIN-qm im OG oder in der Breite (Giebelseite)?
    Bei gleicher Dachneigung bringt logischerweise mehr Tiefe (auch im Verhältnis) mehr DIN-Fläche, weil das "Mehr" sich ja komplett im >2m hohen Bereich auswirkt. Mehr Firstlänge verlängert den gleichen "Höhenquerschnitt" linear, und damit bleibt es beim Prozentsatz der Flächenausnutzung.

    Aber das ist teilweise nur eine theoretische Frage: würde man daraus die Handlungsanweisung "übersetzen", mehr Tiefe zu bauen, kann das durchaus zu rein nominellem Flächengewinn ohne bessere Nutzbarkeit führen. Raumanordnungen / Treppenlagen sind entscheidender als reine Nominalflächen.

    Und jedes "Mehr" an Haushöhe verschattet ja durchaus auch den eigenen Garten ;-)
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  6. #5
    Themenstarter

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    Oh ja, der Ironie bin ich mir bewusst, allerdings ist diese in Anbetracht des B-Plans traurige Realität.
    Ich werde jedenfalls einmal gucken, ob ich nicht in Musterparks einmal 1,5 Geschosseer mit hohem Kniestock und mäßiger Dachneigung finde um einen äußeren Eindruck und ein Raumgefühl innen zu erlangen. Ich hoffe nur, diese Mischung ist nicht zu exotisch und damit unauffindbar.
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