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Wasserschaden im Kellergeschoss, 4 Monate bis zur professionellen Trocknung

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  1. #1

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    Wasserschaden im Kellergeschoss, 4 Monate bis zur professionellen Trocknung

    Hallo allerseits,

    ich möchte Euch Experten hier im Forum um eine Einschätzung bitten.

    Wir interessieren uns für ein Haus, bei dem im letzten Jahr bei einem Unwetter Regenwasser vom Garten über ein Oberlicht in den Keller gelaufen ist.
    Im gesamten Kellergeschoss (95 qm) stand das Wasser ca 10 cm über dem Boden und wurde nach ca 3 Stunden von der Feuerwehr abgepumpt, danach mit Baumarkttrocknern getrocknet.
    Ca. 4 Monate später wurde von den Besitzern bemerkt, dass unter den Fließen noch Feuchtigkeit war und danach erst die Gebäudeversicherung aktiviert.
    Anschließend wurde über 6 Wochen im Vakuumverfahren getrocknet (Sprint), eine Desinfektion z.B. mit H2O2 hat nicht stattgefunden - in den Protokollen ist vermerkt, dass des gesamte Boden unter den Fliesen beim Anbohren voll im Wasser stand.

    Bodenaufbau (nach besten Wissen)
    Weiße Wanne - Styrodur - XtraFloor Dämmrolle - FBH XtraFloor Tackersystem - Heizestrich - Fliesen

    Nun ca. 6 Monate später interessieren wir uns für dieses Haus und überlegen wie wir mit dem Schaden umgehen sollen.
    Die Besitzer haben die oben genannten Informationen bereitgestellt, gestattet aber nicht dass vor einem Verkauf der Boden zur Beprobung angebohrt wird.

    Wie sehen die Experten hier die Schimmelgefahr für das Dämmmaterial?
    Was für Kosten könnten hier auf uns zu kommen?

    Danke für die Hilfe und liebe Grüße!
    Handballspieler
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  2. Wasserschaden im Kellergeschoss, 4 Monate bis zur professionellen Trocknung

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  3. #2

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    Es gibt erst seit kurzem eine Studie, die den Schimmelbefall nach Trocknungen tatsächlich untersucht hat.
    Darin wurde festgestellt, das Dämmschichttrocknungen niemals vollständig erfolgen (meisten wird nach ca. 3 Wochen abgebaut).
    Außerdem wurde in einer anderen Studie der Verlauf des Schimmel - und Bakterienwachstums beobachtet:
    Schon nach 5 Tagen hat sich Schimmel gebildet.

    Das sich also unter der Dämmschicht Schimmel befindet ist unzweifelhaft.
    Wieviel Schimmel kann niemand sagen, auch "anerkannte" Experten nicht.
    Ob- und wenn ja - wieviele Schimmelsporen durch die Rand-Versiegelung austreten (angeblicher Pump-Effekt des Estrichs beim Darübergehen) ist ebenfalls nicht klar.

    Diese Entscheidung kann Dir leider Niemand abnehmen.
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  4. #3
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    Hallo Manufact,

    danke für die schnelle Antwort.
    Ist die Studie online zugänglich? Würde mich sehr interessieren.

    Tatsächlich wurde im konkreten Fall über 7 Wochen getrocknet, mit Endwerten der rel. Feuchte 39 - 68 %

    Ein SV hat uns vorgeschlagen die Dämmschicht über Einleiten von H2O2 Dampf und anschließende Trocknung zu desinfizieren. Kostenpunkt round about 6000 € und damit preiswerter als eine komplette Bodenrestauration.

    Kennt hier jemand die Erfolgsaussichten oder hat eine Meinung zu diesem Verfahren?

    Danke für die Hilfe und liebe Grüße!
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  5. #4

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    Leider nein.

    Diese Desinfizierung wirkt über H2O2 Dampf - nicht über H2O2-Schaum?

    Die von den Bakterien und Schimmel produzierten Toxine sind aber immer noch in der Dämmschicht und diffundieren aus.
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  6. #5
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    Danke für deine Nachricht.
    Kennt jemand anders die Methodik?

    Ich gehe von H2O2 Dampf aus. Auch bei den Toxinen hätte ich gehofft dass diese oxidiert werden und nicht mehr / vermindert chemisch aktiv sind.

    Wie ist denn eigentlich die Dämmschicht in Ihrer Funktion zu beurteilen nach so langer Wasserexposition und eventuelle H2O2 Begasung.
    Kann es hier Folgeprobleme geben weil die Dämmung keine Funktion mehr hat?
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  7. #6

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    H2O2 Kalt- oder Warmvernebelung für Räume (nicht Dämmschicht) ist Stand der Technik, nicht jedoch für Dämmschichten.

    Ich kann leider nur über die Desinfektion mittels H2O2 Schaum Auskunft bez. Toxinabbau und Beständigkeit des XPS geben.

    Falls "Dampf" verwendet wird, könnte es eventuell sein, daß die Firma nicht exakt weiß, was sie tut.

    Schicken Sie mir einfach mal das Angebot per pers. Notiz.
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