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Mein Bauleiter hat gekündigt!!!

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  1. #1

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    Mein Bauleiter hat gekündigt!!!

    Ich bin der mit der totalvermurksten Gratrolle
    Ich bin der mit der falschen, und falsch montierten, Dampfbremsfolie.
    Und auch der mit den Fehlern im WDVS.
    Und der mit noch vielen, vielen Fehlern im Sanierungskonzept.

    Schönen Guten Abend an die Forumsgemeinde.

    Vielleicht erinnert sich noch der eine oder andere an mich.
    Meine Dachgeschichte und auch mein WDVSproblem ist noch nicht gelöst.
    Beim WDVS ist noch einiges dazugekommen. Das Gerüst steht immer noch.
    Ich habe einige hundert Stunden mit indirekter "Bauleitung" hinter mir, es geht inzwischen an die Gesundheit.
    95% vom mindestens einhundert Unzulänglichkeiten wurden von meinem echten Bauleiter nicht erkannt, sondern von uns.
    Mit uns meine ich mein Umfeld und EUCH.
    Bestimmt 500/600 Mails geschreiben/gelesen
    Mein Bauleiter hat immer wieder die Mängellisten verzögert und in diesen die Mängel verniedlicht / Verkleinert.
    Vielleicht waren die gewachsenen Beziehungen zu den Handwerkern im Wege.

    Mein Problem ist jetzt, dass mein Bauleiter mir gekündigt hat und ich jetzt rausfinden muss welche Möglichkeiten ich ohne Bauleiter habe, welche Fallen sich auftun können.

    Gibt es die Möglichkeit, dass ein anderer Bauleiter weitermacht?
    Will ein anderer Bauleiter überhaupt so ein Mangelhaufen weitermachen.
    Darf ich ohne Bauleiter weitermachen?
    Wer rechnet KFW ab?
    Wie verhält es sich bei späteren Garantiefällen?
    Das sind nur Beispielfragen.
    Gibt es eine Innung oder ähnliches für Bauleiter?
    An was ist zu denken?

    Wäre lieb wenn Ihr mir einige Sätze dazu schreiben könntet

    Grüß Euch
    der saniergenervte Helmut
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  2. Mein Bauleiter hat gekündigt!!!

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  3. #2

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    3,293
    Hallo,

    wieder mal du :-) mit nem neuen spannenden Fall.
    Ich würde nun erst einmal prüfen ob dein Bauleiter überhaupt Bauleiter sein durfte.
    Darf auch nicht jeder Hanswurst, wenn´s hier vielleicht auch einer war.

    Als nächstest gilt es jetzt die ganz große Dokumentation aufzumachen.
    Das gibt sonst Chaos pur.
    Also welche Leistung ist bis zu welchem Punkt erbracht, was ist abgerechnet, welche Mängel wurden angezeigt, etc. pp

    1
    Ja, ein anderer Bauleiter kann weitermachen. Der jetzige Bauleiter muss seine Bauleitererklärung beim Amt zurückziehen, sonst ist
    er formal weiterhin der Bauleiter und haftbar, falls was passiert
    2
    ob das jemand will? Muss man halt fragen
    3
    Nein. Ohne Bauleitererklärung geht das nicht. Zumindest nicht in BW.

    Glaub ich zumindest :-)
    Ist echt kurios, da in der LBO eigentlich nur drinsteht was ein Bauleiter tun muss, aber nicht was passiert, wenn es keinen Bauleiter gibt.
    Ich vermute mal, dass dann die Haftung direkt auf dich als Bauherr übergeht. Wenn niemand was will und nichts passiert, dann wird es
    wohl eine Ordnungswidrigkeit sein, dass du das ohne Qualifikation selbst tust.
    Wenn was passiert, dann bist du wohl privatrechtlich haftbar und deine Versicherung wird sicher keinen Schaden zahlen.
    Du wärst dann vermutlich ruiniert wenn jemand vom Gerüst fällt und du das hättest verhindern können.
    Ist aber nur eine Vermutung. Belegen kann ich das nicht.

    4
    KfW kommt auf die Förderrichtlinien an. Je nachdem was dort drinsteht. Abrechnen muss man da eher nicht,
    aber halt auf Nachfrage die Unterlagen einreichen. Den ENEV Nachweis hat vermutlich nicht dein Bauleiter sondern
    ein Planer gemacht.
    4
    Gewährleistung und nicht Garantie. Hört sich trivial an, ist aber ein großer Unterschied. Gewährleistung ist ein muss, Garantie eine freiwillige Leistung.
    Die Gewährleistung beginnt in der Regel nach der Abnahme. Die kannst du selbst durchführen, solltest aber einen Fachmann an deiner Seite haben,
    der Dinge entdeckt, die du vielleicht nichts siehst.
    5
    Innung. Schön wär´s :-)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Bauleitung

    Nun aber zum rechtlichen.
    So einen Vertrag kann man in der Regel zwar kündigen, aber nicht einseitig nach Lust und Laune.
    Ist halt ein Vertrag und keine Freundschaft.
    Es ist nun zu prüfen ob er kündigen konnte und ob er dir gegenüber nun Schadensersatzpflichtig ist.

    Das ist alles so weitreichend, dass ich hier nur noch den Weg zum Anwalt sehe.
    Hier ist zu klären,
    durfte er kündigen. Wenn nein, welchen Schaden muss er ersetzen und ist er allen vertraglichen Verpflichtungen nachgekommen.
    Bautagebuch etc. pp

    Was ich tun würde.
    Kurz mal beim Anwalt mit dem Bauleitervertrag vorbeischauen und mich beraten lassen.
    Wenn er nicht kündigen durfte nochmals das Gespräch mit der Pflaume suchen und ihm
    klar machen, dass man das nun vernünftig bis zum Ende gemeinsam durchzieht, auch wenn man
    sich nicht mag und die Sache sauber zu Ende bringt.
    Wenn er das nicht will, ihm erklären was der Anwalt dann mit ihm aufgrund der einseitigen Kündigung tut.

    Auf Baustellen sollte man das so handhaben wenn man sich mal nicht lieb hat:-)
    Arschloch und Vollpfosten sagen und nach ein paar Stunden die Sache sauber weitermachen.
    Das ist halt kein Ponnyhof so eine Baustelle.
    Die meisten kennen das und kommen damit auch ganz gut klar.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo Andy,

    vielen lieben Dank für Deine Ausführungen. Du bist echt der (Ober)Hammer.

    Es ist schon eine verzwickte Situation bei uns. Aber Du hast mir schon die ersten Hinweise gegeben.
    Ich bin jetzt auf der Suche nach einem Rechtsanwalt. Ich werde mich ausführlich informieren müßen.
    Wenn die Sache durchgestanden ist werde ich, hier, mehr schreiben.

    Wenn noch einer Hinweise und Ideen hat, bitte gerne.
    Auch ein Rechtsanwalt weiß nicht immer alles.

    Nochmals vielen lieben Dank
    Helmut
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  5. #4

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    freut mich wenn ich helfen kann :-)
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  6. #5

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    Würde mich auch interessieren ob der Bauleiter einseitig kündigen kann. Oft gibt es ja so schwammige Formulierungen wie "aus wichtigem Grund" oder so.
    Selbst wenn nicht, überlege ich gerade was (Basis BGB) passiert, wenn jemand seine Leistung aus einem gültigen Vertrag nicht erfüllt. Rückabwicklung (wenn möglich)?, Schadensersatz?
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