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Badenplatte unter Haus und Dopppelgarage Thermisch trennen ja oder nein?

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  1. #1

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    Badenplatte unter Haus und Dopppelgarage Thermisch trennen ja oder nein?

    Hallo,

    ich muss entscheiden, ob Haus und Garage eine Gemeinsame Bodenplatte bekommen oder ob sie Thermisch getrennt werden.

    Angedacht vom Architekten ist eine thermische Trennung.

    Haus Bodenenplatte auf 20cm Glasschaumschotter.
    Garagen Bodenplatte auf 10-15cm Schotter 8/16.
    Die Normalen Hauswände sind aus 42,5cm T9 Steinen.
    Im Bereich der Garage würde das Haus eine 24er HLZ und die Garage eine 17,5er HLZ bekommen.
    Da es ein Hang Grundstück ist ist das EG und die Garage auf 2 Seiten komplett im Erdreich also wie ein Keller und auf den Restlichen Seiten komplett aus der Erde herausen.
    Haus ohne KFW aber mit guter Dämmung.

    Der Ausführende Rohbauer meinte, dass es zu unterschiedlichen Setzungen zwischen Haus und Garage kommen könnte.
    Aufgrund der 20cm Glasschaumschotter unter dem Haus und den 10-15cm Schotter unter der Garage.
    Weiterhin ist eine spezielle Dichtung notwendig, um den Spalt zwischen beiden Bodenplatten sicher abzudichten. In meinem Fall ist diese L-förmig. Da die Garage L-förmig am Haus anliegt, kosten dafür sind ca 300-400€.
    Weiterhin könnte es sein, das die Abdichtung des Garagenvordaches aufwändiger wird. Da die Garage entlang der Hauswand keine Attika besitzt. Die Dachabdichtung muss also so an der Hauswand befestigt werden, dass so sie bei Setzungen nicht belastet wird.
    Alternativ schlägt er eine gemauerte Attika mit 17,5er HLZ vor. Kosten ca. 135€. Beim Dachaufbau verursacht die zusätzliche Attika natürlich zusätzliche kosten z.B Spenglerarbeiten.

    Er schlägt eine Gemeinsamme Bodenplatte auf 20cm Glasschaumschotter für Haus und Garage vor.
    Der Mehrpreis für den Glasschaumschotter ist 959€ wenn man berücksichtigt, das Schotter, L-fömige Dichtung und die zusätzliche Attika entfällt. So kann eine optisch unschöne unterschiedliche Setzung der beiden Baukörper vermieden werden. Weiterhin kann dann die gemeinsamme Wand als 42,5er T9 ausgebildet werden was keinen Preisunterschied macht. So dass der U-Wert der 7m Wand deutlich verbessert wird. Die Garagendecke errhält eine Gefälledämmung im Bereich der Wand ist der mittlere U-Wert 0,27.

    In der Garage wird in beiden Fällen ein Estrich auf 10cm Dämmung verlegt.

    Was ist die Sinnvollere Lösung in Bezug auf Kosten, Wasserdichtigkeit und Energieeinsparung?
    Thermische Trennung oder gemeinsame Bodenplatte mit 20cm Glasschaumschotter darunter.
    Wie hoch ist die Gefahr von Setzungen der Baugrund ist fester Keuper, so dass die Setzung nur im Glasschaumschotter entsteht?
    Um wieviel kann sich der Glasschaumschotter mehr Setzen unter dem Haus mit EG und OG als unter der einstöckigen Garage?


    Danke für die Tipps im vorraus.
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  2. Badenplatte unter Haus und Dopppelgarage Thermisch trennen ja oder nein?

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  3. #2

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    Hallo,

    ohne Zeichnungen von beiden Ideen finde ich das schwierig.
    Was versteht dein Architekt unter einer thermischen Trennung?
    Da gibt es eine eigenständige Ausführung der beiden Bodenplatten oder aber
    auch ein z.B. Schöck Isokorb.
    Wieso ist in der Garage eine Dämmung mit Estrich angedacht?
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  4. #3

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    Es kommt auf den Boden an. Neigt er zu Setzungen oder ist es ein kiesiger Sand.

    Bei einem bindigen Boden wird eine durchgehende Platte wegen der unterschiedlichen Belastungen auch zu unterschiedlichen Setzungen bzw. Zwangsspannungen führen. Irgendwann gibt irgendwas nach.

    Ob Glasschaumschotter eine sinnvolle Lösung ist, wird von einigen Fachleuten bestritten.

    Besonders natürlich von den Vertretern der Schaumglasplatten. Ob es der Versuch zu einem Auftrag oder echte Besorgnis ist, möchte ich nicht beantworten.
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  5. #4
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    Zitat Zitat von Andybaut Beitrag anzeigen
    Hallo,

    Was versteht dein Architekt unter einer thermischen Trennung?
    Da gibt es eine eigenständige Ausführung der beiden Bodenplatten oder aber
    auch ein z.B. Schöck Isokorb.
    Es sind zwei eigenständige tragende Bodenplatten ohne Verbindung zueinander angedacht.
    Es sind ansonsten keine Fundamente drunter.

    Den Estrich mache ich rein, da ich die Garage auch als Werkstatt und Partyraum nutzen möchte. Es werden Fließen verlegt. Heizen werde ich wahrscheinlich elektrisch da ich nicht immer heizen werde. Weiterhin ist es Preisgünstiger, wenn beide Bodenplatten auf der gleichen Höhe liegen.
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  6. #5
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    Zitat Zitat von petra345 Beitrag anzeigen
    Es kommt auf den Boden an. Neigt er zu Setzungen oder ist es ein kiesiger Sand.
    Es ist Keuperboden, also sehr fest und felsartig, der Wird sich nicht setzen. Wenn sich was setzt ist es der Glasschaumschotter und der 8/16er Schotter.
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  7. #6

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    zwei Bodenplatten ohne Fundamente an der Treffstelle?
    Kommt mir komisch vor, aber sicher denkbar.

    Also wenn das alles gedämmt ist, dann würde ich die Bodenplatte durchlaufen lassen und gut ist.
    Das ist in jeder Hinsicht konstruktiv der sichere Weg.
    Der Energieverlust, ja, der wird schon bestehen, aber wenn es kein KfW Haus ist.
    Da würde ich mir keinen Kopf drumm machen.
    Dusche einmal die Woche eine halbe Minute kürzer, das spart vermutlich mehr ein ;-)
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