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Wasser unterm Estrich nach Kernbohrung - Maßnahmen zur Sanierung?

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  1. #1

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    Wasser unterm Estrich nach Kernbohrung - Maßnahmen zur Sanierung?

    Hallo, ich habe schon ein bisschen im Internet herumgesucht, was in unserem Fall vielleicht helfen würde, aber so richtig fündig bin ich nicht geworden. Wenn unser Problem schon irgendwo behandelt wurde, sorry, dann sind wir einfach dankbar für den Link. Unser Problem:

    Unsere Kellerwände sind am unteren Ende streckenweise feucht und nun wg. wärmeren Temperaturen auch schimmelig. Nur so haben wir die Feuchte auch erst bemerkt. Zunächst sind wir von einem Lüftungsfehler oder Restfeuchte in Bauteilen ausgegangen. Es scheint aber stattdessen, dass der Grund für die Feuchte darin zu finden ist, dass die Kernbohrung für die Hausanschlüsse NACH dem Verlegen des Estrichs erfolgt ist (vor ca. 5-7 Wochen). Das ganze Wasser, das zum Kühlen bei der Kernbohrung verwendet wurde, ist nun wohl unter dem Estrich und zieht sich über den Kapillareffekt in den Putz und die Wände hoch.
    Was uns besonders erfreut, ist, dass uns keiner von diesem Ereignis in Kenntnis gesetzt hat und auch jetzt die Begeisterung für rigorose Trocknungsmaßnahmen verhalten ist. Erst sollte nur gelüftet werden. Nunn sollen am Montag Trocknungsgeräte aufgestellt werden. Allerdings sind wir nicht überzeugt, dass diese oberflächliche Maßnahme dem Wasser unterm Estrich zu Leibe rückt - die Wände wird man wohl trocken kriegen, aber für wie lange? Wenn wir dann eingezogen sind, geht der ganze Spaß doch wieder von vorne los, wenn das Untergrundwasser noch da ist!
    In 8 Wochen soll die Abnahme sein. Sollte man nicht auch Maßnahmen einleiten, die den Estrich trockenlüften? Anbohren und die Dämmung unterm Estrich belüften?
    Hat hier jemand eine Ahnung, über welche Anzeichen man das Ausmaß des zu behebenden Schadens abschätzen kann, oder an welchen Zeichen man sicher ablesen kann, ob der Estrich nun trocken ist?
    Wir sind sehr erschrocken und brauchen dringend einen Fahrplan für die nächsten Wochen.
    Vielen Dank für Eure Antworten!

    Chris
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  2. Wasser unterm Estrich nach Kernbohrung - Maßnahmen zur Sanierung?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von T9-Liebhaber
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    Sie sollten auf jeden Fall

    entsprechende Massnahmen einleiten.
    Hier wurde ein ähnliches Thema erst kürzlich behandelt.

    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=10148

    Von alleine trocknet die Feuchtigkeit in der Regel nicht ab.
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  4. #3

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    Hallo Gast,
    hat die Bohrarbeiten niemand überwacht?
    Ist die Kernbohrung von innen oder außen gemacht worden? Falls von außen, halte ich es für ziemlich unmöglich, dabei mit dem Wasser die Estrichdämmung volllaufen zu lassen....Dafür kann man schön die Kellerabdichtung beschädigen.
    Falls von Innen: Was waren das für "Spezialisten"? Soetwas geht auch mit geregelter d.h.gedrosselter Wasserzufuhr, und mit etwas Folie an die Wand geklebt damit das Wasser in einen druntergestellten Eimer läuft! Auch ohne Folie geht sowas mit relativ wenig ablaufendem Wasser, jedenfalls säuft dabei keine Dämmung ab.
    Sind die nassen Wände unmittelbar an die Bohrstelle angrenzend?
    Schon mal an undichte Leitungen oder eindringendes Grundwasser gedacht?
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  5. #4

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    Hallo!
    Wir haben mal mit Spezial-Mikrowellengeräten einen Estrich wieder trocken bekommen. Macht da warm, wo noch Feuchtigkeit sitzt.
    Bauaustrocknungs-Firmen etc. fragen.

    Es gibt wohl auch Messgeräte , die Feuchtigkeit ohne Bohren anzeigen können (Kugelkopf, ev. el. Absorption bei 2,4GHz). Sicher nicht so genau wie eine Bohrung. Aber mal eine Karte des Estrichs und der angrenzenden Wände machen kann nicht schaden.

    Gibt es eigentlich "Färbemethoden" bei eindrigendem Wasser?
    (I.e.: ich verteile bei Regen vor dem Haus ein bisschen biologisch abbaubarer Farbe, die ich chemisch im Schadensbereich nachweisen könnte.)

    Wenn einmal Schimmel da war, ist sicher ein Lufttrockner über längere Zeit, auch nach der Behebung des akuten Schadens, eine lohnende Investition. Wenn das nicht eine eh' vorhandene Wohnraumbelüftung mit Wärmepumpe mit erledigt.
    Ich wollte schon mal zwei Feuchtesensoren (Conrad.de Bausatz), einen für drinnen, einen für draußen, so mit einer Regelung verarbeiten, dass ein Steuerausgang eine Zwangsbelüftung (Dunstabzugshaube o.ä.) anstellt, wenn es sich "lohnt" zu lüften, wenn also die Luft von draußen nach Anwärmung auf das Innenraum-Temperaturniveau, noch Feuchtigkeit aufnehmen kann. Bzw. wichtiger ist es noch, dass eben keine Luft von draußen (ohne laufenden Trockner) hereinkommen kann, die auskondensiert (Tomatenwetter im Sommer etc.). Bei dem Bausatz war eine Anleitung zur Herstellung definierter Luftfeuchten per geschlossenem Luftraum über gesättigten Salzlösungen verschiedener reiner Salze (NaCl, KaCl etc.) dabei. Damit kann man auch einfache Hygrometer mit ein paar Eichpunkten versehen.

    Viel Erfolg bei der Ursachen-Suche!

    Fedor.
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  6. #5
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    Gast
    1.Loch in Estrich schlagen, um zu prüfen ob Dämmung/Beton feucht ist
    Wenn Ja, Dämmschichttrocknung unverzüglich einleiten.
    Wenn nein, sind evtl. nur die Wände betroffen dann unverzüglich Luftentfeuchtung einleiten und klären woher die Feuchtigkeit kommt

    2. von Schimmel befallener Putz abklopfen und erneuern, dabei am besten Atemschutz tragen

    3. Den Sachverhalt bei der Abnahme schriftlich festhalten und am besten eine Sicherheit einbehalten, solange die Angelegenheit nicht vollkommen geklärt ist.
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  7. #6
    Avatar von T9-Liebhaber
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    na ja spezi estrichmeister....

    beim nächsten mal vielleicht, erst mal den Beitrag richtig durchlesen!

    "Wasser unterm Estrich nach Kernbohrung - Maßnahmen zur Sanierung?" steht schon im ersten Satz des Beitrags.

    "1.Loch in Estrich schlagen, um zu prüfen ob Dämmung/Beton feucht ist", ich dachte das Mittelalter ist vorbei ---> Kernbohrung hört sich schon besser an.
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7
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    Maßnahmen wurden von Baufirma eingeleitet,

    morgen sind es zwei Wochen, dass die Dämmschichttrocknung durchgeführt begonnen wurde. Wir (und andere) leeren fleißig die Entfeuchtergeräte. Eines der beiden bei uns aufgestellten Geräte produziert nach wie vor ca. 20 Liter Wasser am Tag. Gibt es, trotz des Feuchtigkeitseintrags von außen bei dem wärmeren Wetter jetzt, eine Menge Wasser, die "normal" ist, d.h. auch bei bereits ausreichend trockener Dämmschicht produziert würde? Welche Grenzwerte für die "Digits", die die Fachtrockner mit ihren Messgeräten messen, sind denn nun die richtigen - einer sagt 20, der andere 30? Wir hatten zw. 50 und knapp 80 vor zwei Wochen, und der Tag der Beurteilung auf Beendigung der Maßnahme steht bevor.

    Danke aber in jedem Fall all Ihren hilfreichen Antworten!

    MfG Gast_123
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  10. #8
    Avatar von T9-Liebhaber
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    das wasser in den kondensern

    sagt im endeffekt sehr wenig aus. Entscheidend sind die Messwerte anhand der Messgeräte.
    Sind bei der Estrichtrocknung Messpunkte in den Ecken angebracht, an denen der Trocknungserfolg gemessen werden kann?
    "Digits" wird zum Beispiel von der vom Gann-Messgerät angezeit. Dies wird verwendet um zum Beispiel Feuchtigkeit durch Fliesen zerstörungsfrei zu messen. Keinesfalls könnte man es verwenden, um festzustellen ob die Dämmschicht trocken ist!! Die Gann geht max. 3cm in die Tiefe. 30 digits wären schon gut.
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