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  1. #1
    Altbaubewohner
    Gast

    Frage Kältebrücken und nasse Wandecken

    Hallo zusammen;
    ich habe ein Problem mit einem Zimmer in einer Altbauwohnung. Das Haus ( Mehrfamilienhaus - ich im 4. OG ) ist von 1908 und scheint noch keine besondere Aussendämmung zu haben. Nachdem in meiner Wohnung die "alten" einfach verglasten Fenster entfernt und neue "super-isolations" Fenster eingebaut wurden, habe ich nun in einem Raum das Problem das sich im Winter an einer Wandecke, also Wand und Deckenbereich, Feuchtigkeit niederschlägt. Die Raumtemp. liegt immer so zwischen 18-20 Grad, die Wandecke ist aber immer ziemlich kalt und früher oder später auch nass. Die nass-kalte Ecke zieht sich so ca. 15-20 cm vom Eckpunkt in alle Richtungen, danach ist die Wand wieder warm und vor allem trocken.

    Durch mehrmaliges tägliches stosslüften und heizen bekomme ich das Thema leider nicht in den Griff.

    Nun meine Frage...soll ich in irgendeiner Art & Weise innen isolieren? Wenn ja - welche Tipps hättet Ihr da parat?

    Ach so...von aussen ist zumindest alles dicht...sagt die Hausverwaltung und eine Baufirma die mal von aussen geschaut hat.

    Danke für Eure Hilfe...
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  2. Kältebrücken und nasse Wandecken

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Da müsste man ...

    ... erstmal einen Grundrissausschnitt haben um zu sehen, wo im Gebäude diese Ecke genau liegt.
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  4. #3
    Bauexpertenforum
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    Neue Fenster

    führen in Altbauten oft zu Problemen! Da kaum ein Mensch es schafft so zu lüften um die Rel. Luftfeuchte wieder in einen nicht an der Oberfläche niederschlagenden Taupunkt zu bekommen wird es die Probleme weiter geben! auch bei Dämmung an den Innenwände, wird sich das Problem "NUR" auf die Deckenübergänge und angrenzenden Bauteile verlagern! Ein Vorschlag wäre einen Datenloger zu installieren, der während der Heizperiode Raumtemperatur, Oberflächentemperatur des Bauteils sowie die Rel. Luftfeuchte über einen längeren Zeitpunkt aufzeichnet und speichert. Es gibt für solche (nicht seltenen) Fälle spezielle Fensterlüfter die nachträglich in die Fensterelemente montiert werden und für regelmäßige Frischluftzufuhr/Luftaustausch sorgen. Innendämmung wie gesagt eher nicht oder warum trägt selbst ein Schaf die Wolle außen? (Zieht meist wirklich nur weitere Probleme nach sich)
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  5. #4
    Altbaubewohner
    Gast

    Icon1 So sieht es circa aus...

    ...habe mal versucht Euch das mit meinem Laienhaften Zeichenvermögen darzustellen. Ganz grob handelt es sich um ein "gekipptes-L":

    !AUSSEN ist hier!

    +++++Fenster ++++
    AUSSEN + < nass&kalt > +
    & + +
    BALKON + +
    + +
    + INNEN ist hier +
    + +
    ++++++++++++++ + +
    + +
    + INNEN ist auch hier +
    + +
    +++++++++++++++++ TÜR ++++++

    Könnt Ihr damit etwas mehr anfangen? Wie schon beschrieben...nur da wo die< & > bei "nass&kalt" hinzeigen ist es auch nass & kalt.

    Habe ich das richtig verstanden...von Innenisolierung ratet Ihr ab? Wie kann ich denn, ausser mit diesen Fenster-Extra-Lüftern, diesem Problem ein Ende bereiten? Habt Ihr eventuell noch Vorschläge?

    Vielen Dank & Gruß aus Hamburg;
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  6. #5
    Altbaubewoner
    Gast

    Die erste Zeichnung....

    ...ist für die Tonne....Dank dem Zeilenumbruch den diese Homepage etwas anders setzt als man es sich denkt. ;-)
    Denkt Euch einfach die . als freien Raum und stellt Euch ein "L" als das Zimmer vor...ist zwar spiegelverkehrt...lässt sich aber nicht anders darstellen. Auf der Höhe links und rechts von "nass&kalt" bilden sich oben an Decke/Wand diese kalten und nassen Stellen. Ich hoffe nun das es ein bißchen verständlicher aussieht. Daaanke nochmal für Tips!!!!

    +++ FENSTER +++++
    +.......nass&kalt......+
    +.........................+...A
    +.........................+...U
    +.........................+...S
    +........INNEN ........+...S
    + ........................+...E
    +.........................+...N
    + ........................+++++++
    + ........................+
    +.........................+
    ++++++ Tür ++++++++++++
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  7. #6
    Avatar von Lukas
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    Hallo Volker.

    Was willstn da noch mit nem Grundriß?
    Das ist Bauphysik vom Feinsten.

    Früher schlug sich das Tauwasser an der Einfachverglasung nieder und wurde im günstigen Falle im Wasserkasten gesammelt.

    Heute, mit dichten, supidämmenden Fenstern kann der Kondensibus nur auf die nächste, nun kälteste Fläche ausweichen, die Wand.

    Noch Fragen??

    Gruß Lukas
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  8. #7
    Altbaubewohner
    Gast

    Okay, das habe ich verstanden....

    ...das Wasser "möchte" gerne an den kältesten Ort im Zimmer. Das scheint also die Wandecke zu sein.

    Was kann ich aber nun tun ( ausser alte/undichte Fenster einsetzen ) um dem Problem Herr zu werden?

    Mehrmaliges stosslüften klappt nicht, vom ständigen "gekippt lassen" der Fenster wurde mir auch abgeraten - muß ich denn dieses Problem nun so hinnehmen, weil es eine Altbauwohnung ist?

    Kann ich aktiv nichts tun?

    Danke für kurze Rückinfo....
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  9. #8
    Bauexpertenforum
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    ich hab

    docg aktiv was geschrieben!
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  10. #9

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    Hallo,
    es gibt 2 möglichkeiten, die eine ist den Taupunkt zu verschieben, die andere ist für ausreichend zu- und abluft sorgen auch "zwangslüftung" genannt.
    Hinter Taupunktverschiebung verbirgt sich eigentlich Dämmmaßnahmen.
    Vobei ich mich erstmal frag würde woher die Feuchtigkeit kommt. Ist die Feuchtigkeit nur Benutzerabhängig ?
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  11. #10

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    @altbaubewohner

    Baujahr 1908? Ich hatte in meiner Albauwohnung (Bj. 1921) im 4 Stock Aussenwände von ca. 40 cm Wandstärke. Ist das bei Dir ebenso, oder 'Leichtbauweise'? Bei dicken Wänden im Altbau ist es ausserst unwahrscheinlich, daß sich Tauwasser niederschlägt - auch mit dichten Kunststoffenstern.
    Grundsätzlich ist - wie hier schon beschrieben - der Grund für Nässe und Kälte die an dieser Stelle kondensierende Warmluft. Aus meiner jetzigen Erfahrung (aktuelle Sanierung eines Einfamilienhauses) sollte als erstes folgendes überprüft werden: Ist der Putz an der AUSSENSEITE des Gebäudes an besagter Stelle beschädigt? Risse? Locker? Läuft dort evtl. eine (Ab-)Wasserleitung?
    Ich hatte nach Einbau von Kunstoffenstern in meinem Haus eine einzige Stelle wo sich Feuchte gebildet hatte. Grund war beschädigter Aussenputz (hinter der Dachrinne/Ableitung!) und nicht sauber mit Mörtel verfugte Ziegelsteine/Mauerwerksriss. Dadurch war an dieser Stelle ein erhöhter 'Luftzug' von innen nach aussen und die Luft kondensierte an der (durch Feuchte von aussen zusätzlich) kühlen Wand.
    Nach Ausstemmen/sauberem Einmörteln der Steine und Neu-Verputzen
    war das Problem behoben. Bevor also von Innen mit großem Aufwand gedämmt wird, solltest Du erst einmal Ursachenforschung betreiben.
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  12. #11
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    Also

    @derEngel...

    einer der häufigsten Schadenfälle innerhalb der Sanierung ist Kondensatbildung an Außenwänden NACH einbau neuer Fenster. Durch die vorherigen (nicht ganz dichten) Fenster konnte ein Luft und aomit Feuchtigkeitsausgleich stattfinden. Nach Einbau erhöht sich meist die rel Luftfeuchte im Raum, wobei die Kondenswasserbildung weit aus schneller passiert. Beispiel: Lufttemperatur jeweils 22 Grad. Luftfeuchtigkeit 60%> kondenswasserbildung an Oberflächen bei Oberflächentemperatur 12,5 Grad, bei 70% ist schon ab 16,2 Grad damit zu rechnen.
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  13. #12
    Avatar von Hundertwasser
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    Möglichen Schimmel beseitigen, Wand trocknen und eine Isoliertapete aufkleben. Darüber kann dan tapziert oder gestrichen werden. Damit erreichst du eine signifikante Erhöhung der Oberflächentemperatur und Tauwasser ist passe'.

    Ist allerdings nur die zweitbeste Lösung. Eine Außendämmung wäre wesentlich besser, aber da muss der Hausbesitzer ran.
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  14. #13

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    @robby

    Zitat Zitat von Robby
    @derEngel...

    einer der häufigsten Schadenfälle innerhalb der Sanierung ist Kondensatbildung an Außenwänden NACH einbau neuer Fenster. Durch die vorherigen (nicht ganz dichten) Fenster konnte ein Luft und aomit Feuchtigkeitsausgleich stattfinden. Nach Einbau erhöht sich meist die rel Luftfeuchte im Raum, wobei die Kondenswasserbildung weit aus schneller passiert. Beispiel: Lufttemperatur jeweils 22 Grad. Luftfeuchtigkeit 60%> kondenswasserbildung an Oberflächen bei Oberflächentemperatur 12,5 Grad, bei 70% ist schon ab 16,2 Grad damit zu rechnen.
    D'accord, das ist mir schon klar. Trotzdem: sobald eine 'Schwäche' im Mauerwerk existiert (und gerade Eckbereiche sind dafür -im Altbau- 'oft' prädestiniert, z.B. Risse durch mangelhaften Verband/Mörtelung, Putzschäden und eindringendes Wasser, schleichende 'Frostsprengung')
    wird die Warmluft genau an diesen Stellen kondensieren. Ich habe ja auch nicht behauptet, daß eine Innendämmung -um den Taupunkt zu verschieben- nichts bringt, sondern daß vor einer solchen Maßnahme überprüft werden sollte , ob nicht evtl. ein (von aussen relativ simpel zu erkennender) Mauerwerkschaden vorliegt.
    gruß,
    def
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Bauexpertenforum
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    Richtig

    aber bei Innendämmung an einem "RICHTIGEN" Altbau gibt es schnell größere Probleme bei flankierenden/angrenzenden Bauteilen z.B. der Decke! hier wäre durch Innendämmun der Wand das Problem im Eckbereich direkt größer als zuvor!
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  17. #15

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    @ Noch ein paar mehr Info´s...!

    Hallo nochmal;
    ich habe mir Eure Tips zu Herzen genommen. Hier nochmal ein paar Resultate:
    AUSSEN: Direkt an der "nassen Ecke" läuft eine Regenrinne und ca. alle 2 Meter sind die Halteschrauben der Rinne in der Wand. Leider kann ich nicht erkennen ob die alle okay sind...bin ja im 4 OG. Desweiteren habe ich einen "Riß" in der Wand entdeckt. Ich stelle ein Foto dazu ein. Der läuft direkt an der anderen Wand die auch "kühl&feucht" aber nicht so nass wie die Ecke ist. Dem Hausverwalter habe ich das gezeigt - der meinte es wäre nur ein "Oberflächenschaden" der keine Einwirkung auf das Mauerwerk hat.
    Was meint Ihr? Gibt es so etwas? "Oberflächenschaden" ohne Auswirkung??? Als Anmerkung...vor 2 Jahren wurden alle Risse in der Fassade ausgebessert und die Fassade komplett gestrichen. Darf dann schon so "Riß" kommen??? Ein Foto lade ich jetzt hoch...leider kann man nur den "Riß" erkennen..der zieht sich über mind.1 Meter quer über die Aussenwand. Zur "Tiefe" kann ich leider nichts sagen...da komme ich nicht dran, geht man aber mit einem Zollstock drüber, dann "spürt" man schon deutlich eine Kante oder auf jeden Fall Unebenheit in der sonst glatten Wand.
    Danke & schöne Grüße aus Hamburg...
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