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Verfärbungen an Holzfassaden

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  1. #1

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    Verfärbungen an Holzfassaden

    Tag zusammen. Folgendes Szenario:

    Hier in der Gegend stehen zwei Häuser mit einer Aussenverkleidung aus Lärche, die als Stülpschalung gefertigt wurde. Die Oberfläche wurde mit einem Öl, das für Aussenanwendung geeignet sein soll, behandelt.

    Beide Häuser sind baugleich, stehen nebeneinander und sind gleich ausgerichtet. An einem der beiden Häuser stellt man an der Schlagregenseite (West) eine starke Schwarzverfärbung einzelner Bereiche fest. Besonders hiervon betroffen scheinen Flächen zu sein, die vom Spritzwasser, das auf die zinkblechverkleideten Attiken tropft, benetzt werden.

    Der andere Bau, der sogar ein halbes Jahr älter ist, zeigt keinerlei Verfärbungen. Bei genauer Betrachtung hat man den Eindruck, die Oberfläche sei "satter" geölt als die des sich verfärbenden Baus.

    Es sieht aus Schimmelbildung unter der Ölschicht, läßt sich aber nicht abkratzen.

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder Erkenntnisse, das zinkkonterminiertes Spritzwasser zu Verfärbungen / Schimmelbildung führt ? Oder ob es sich um einen Oxidationsprozess zwischen Öl und Zinkspritzwasser oder was immer handeln kann ?

    Freundliche Grüße ! Klaus-Hermann Ries
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  2. Verfärbungen an Holzfassaden

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  3. #2

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    an unserem Haus ist ...

    sibirische Lärche, gehobelt als Keilspundschalung, und dazu völlig unbehandelt dran. Die Schalung wurde Sept/Okt 2002 angebracht. Auch genügend Titanzink haben wir an allen möglichen Stellen. Ein Schwarzverfärbung (Oxidation ) haben wir noch nicht festgestellt. Seltsamerweise schaut die Schalung noch aus wie am ersten Tag.
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  4. #3
    Avatar von MaMa
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    Grübel, grübel

    Also ich würde Oxidationsprozesse schon mal nicht erstrangig sehen. Die hängen von den vorhandenen Gerbstoffen ab und die müßten bei beiden Gebäuden eigentlich gleich/ähnlich sein, wenn beide Lärche verwenden haben. Es sei denn bei dem einen wäre Zinkblech verwendet worden und bei dem anderen (verzinkte) Eisenbleche. Soweit mir bekannt reagiert Gerbsäure nicht mit Zink.
    Dann eher ein Bläuepilz. Ist bekannt mit was für einem Öl die jeweiligen Flächen behandelt wurden? Kann es sein das bei dem einem die Hirnholzkanten mitbehandelt wurden und bei dem anderen nicht? Kann es sein das die angelaufene Fassade länger unbehandelt blieb als die andere? Wurde die besseren Fassadenbretter mit vorbeugendem Bläueschutz behandelt?
    Ich tappe da auch etwas im nebulösen, aber in diese Richtung würde ich zuerst suchen.
    Grüße aus Leipzig von
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  5. #4
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    noch eine idee ...

    sind bei beiden fassaden die bretter gleichsinnig angebracht?

    aus eigener erfahrung:
    schwarzfärbung kann auch ohne "besondere oxidantien" auftreten (lärche, westseite, unbehandelt, kein zink - ruckzuck schwarz) ... muss aber nicht (ostseite, sonst wie vorne - nach jahren fast wie neu)

    da soll man draus schlau werden
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  6. #5

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    Nachdem die Häuser baugleich sind und somit der selben Kontamination unterworfen sind, würde ich diese Ursache eher ausschliessen. Nach meiner Erfahrung hängt die Verfäfbung ausschliesslich vom Grad der Bewitterung ab: daraus ergibt sich als mögliche Ursache eine mangelhafte Wasserableitung aus dem Flachdachbereich bei dem einen Haus.
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  7. #6
    Themenstarter

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    Nachdem ich vorgestern im strömenden Regen da rum sprang war ich gerade nochmal da. Es scheint sich in erster Linie um Flecken infolge von Spritzwasser zu handeln, die besonders da, wo Zink ist, schwarz sind. Aber auch da, wo kein Zink ist, verfärbt es sich.

    Hier ein paar Fotos:

    http://www.khries.de/forumbilder/p4040105.jpg
    http://www.khries.de/forumbilder/p4040106.jpg
    http://www.khries.de/forumbilder/p4040107.jpg
    http://www.khries.de/forumbilder/p4040108.jpg
    http://www.khries.de/forumbilder/p4040109.jpg

    Die Sonne stand falsch, so ganz toll kann man´s nicht erkennen :-(

    Der sich nicht verfärbende Bau hat den Bodenbelag noch nicht liegen und auch keine Zinkattiken.
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  9. #7
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  10. #8

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    Diese (überlebensgroßen!) Bilder zeigen die Schäden durchwegs im Spritzwasserbereich, also würde ich da auch - eine der - Ursachen sehen. Möglicherweise auch im Zusammenhang mit unfachgerecht ausgeführter Hinterlüftung.
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