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Bodenplatte und Katastrophe?!

Diskutiere Bodenplatte und Katastrophe?! im Forum Beton- und Stahlbetonarbeiten auf Bauexpertenforum.de


  1. #1
    Bauherr_
    Gast

    Bodenplatte und Katastrophe?!

    Hallo Experten.

    Unser kleines Häuschen wird auf Streifenfundamenten unter den tragenden Wänden und einer 15cm starken (nur kontruktiv bewehrten) Bodenplatte gebaut.

    Die EG-Wände stehen da schon drauf.

    Nun wurde mehr oder weniger durch Zufall folgendes festgestellt und durch Bohrungen bestätigt:

    1. Die gesamte Platte ist nur zwischen 11-13 cm dick.
    2. Ein Streifenfundament ist ca 40 cm neben der eigentlich geforderten Stelle, d.h. Die mittlere Hauswand steht komplett neben dem Fundament, was eigentlich diese Lasten abtragen sollte.

    Keiner der bei mir tätigen "Experten" hat es gemerkt:
    Bauleiter, Baubetreuer und auch der Prüfstatiker, der die Fundamente abgenommen hat waren anscheinend in der Lage ein Maßband zu bedienen.
    Und ich Depp habe es nicht getan weil ich als Laie an so eine Schlamperei gar nicht gedacht habe. Nun ja einem der nachfolgenden Gewerke kam da etwas spanisch vor und so ist es zum Glück jetzt noch aufgefallen..

    1. Wie soll ich mich verhalten?
    2. Kann man so etwas überhaupt noch sanieren oder hilft hier nur vollständiger Rückbau und Neubeginn?

    Danke im voraus für Eure/Ihre Hilfe

    Karl-Heinz
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  2. Bodenplatte und Katastrophe?!

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Hallo

    ich habe mich so über diesen ausführung hier
    aufgeregt die genau so wie bei Ihnen beschrieben ausgeführt wurde.
    Aber naja die TWP geben sowas vor es sollte funktionieren.
    Konstruktiv kann man auch anders machen,bewehrte Fundamente (ca 200 € mehr) und 5 cm dickere Bodenplatte (ca. 300 € mehr)und man hat die stabilität um das 300 fache hergestellt(meine meinung).

    In ihren fall muß auf jeden fall der statiker nochmal alles berechnen.Eine Rückbau halte ich für sinnvoll.Es sei den man wird die Geschoßdecke anders Rechnen das sie nur auf die unterfundamentierte innenwände aufliegt kann sehr umständlich und teuer werden und ob das überhaupt geht.
    Hier wird Ihnen kaum einer helfen können seien sie Aber froh wen Ihnen eine statiker vor ort helfen kann ohne das eine Rückbau erfolgen muß.
    Mfg.
    Yilmaz
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  4. #3
    Bauexpertenforum
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    @Yilmaz

    Es ist nicht immer unbedingt nötig alles zu überschreiten! Es ist lediglich dafür Sorge zu tragen das ein stabiles Gesamtwerk hergestellt wird. Ich wunder mich ja das in manchen Bundesländern diese Arbeiten ohne Statik ausgeführt werden dürfen!
    Du läßt dein Auto ja auch nicht 20 mal zusätzlich lackieren weils besser ist oder? ;-)

    In dem Fall kann nur ein Baustop mit Prüfstatik des Istzustandes helfen.
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  5. #4
    Baueherr_
    Gast

    war mit Statik

    @Robby
    Die Statik und der Fundamentplan lag vor. Dieser ist durch den vorgeschriebenen Prüfstatiker auch geprüft worden und die Ausführung vor Ort entssprechend unserer regionalen Vorschriften abgenommen worden. Anscheinend hat er aber nur die Dimensionen der Fundamente überprüft, nicht aber die Abmessungen und die richtige Lage.

    Gibt es theoretische Sanierungsmöglichkeiten? Bspw Aufscheiden der Platte im fraglichen Bereich, Auschachten und Giessen eines neuen Streifenfundamentes oder ist so etwas bspw. nicht möglich, da die Platte ja nie wieder einen sauberen Verbund bekommt.

    Karl-Heinz
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  6. #5
    Bauexpertenforum
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    Das ist

    natürlich von hier aus schwer zu sagen. Es gibt Möglichkeiten für kraftschlüssiges verbinden. Aber hier liegt ja noch mehr im Argen. Dicke der Bodenplatte? Lage der Bewehrung korrekt? Wie siehts dann mit den Grundleitungen aus? usw usw... Wie gesagt Der Statiker muß hier ein komplexes Lösungskonzept erarbeiten für das er nachher auch gerade stehen kann!
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    @Robby

    Es ist eine Frage der Preis-leistungsverhältniss.
    Wen ich für 20 € mehr meine Auto lackieren kann damit der 20 Jahre länger hält warum soll ich das nicht tuen?
    Wen in diesem Fall die Bodenplatte 5 cm dicker wäre und anständig bewehrt wäre würde man vieleicht ohne weiteres weiterarbeiten können.
    Aber ich will nicht wissen was die sanierung/Rückbau/neubau jetzt kostet 10-20-30 tausend €uro?
    Ich hoffe Ihr versteht was ich meine.
    Schöne Grüße.
    Yilmaz
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  8. #7

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    Verstehen ja...

    aber die dickere BoPla muß der Bauherr bezahlen, die Sanierung der/die Dussel, der falsch gemessen hat/haben.
    Und an die Mehrkosten durch Zeitverzögerung, Zinsen und Ärger denkt doch keiner.
    MfG
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  9. #8
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Also grundsätzlich ...

    ... neige ich ja auch mehr zur Ansicht von Yilmaz. Nützt hier nur nix mehr, das berühmte Kind liegt ja bereits im ebenso berühmten Brunnen.

    Ich frage mich nur, wer das wie gemerkt hat nach Fertigstellung der Bodenplatte. "Einem der nachfolgenden Gewerke kam das spanisch vor."

    Frage: wie weit ist denn der Bau überhaupt schon gediehen .
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  10. #9

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    Vielleicht bogenförmige Rissbildung aus absackender Wand und Bildung von Entlastungsbögen .
    Mfg
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  11. #10
    Bauherr_
    Gast

    ...

    @ Herr Kugel

    Die Außenmauern sind fertiggestellt. die Innenwände sind angesetzt.

    Wie ist es aufgefallen:

    Da sind mehrere Umstände zusammengekommen.
    zunächst fiel auf, daß die Maßkette der Ausführungsplanung für ein Fenster einen Fehler hatte. Ich war zufällig auf der Baustelle als die Maurer dies bemerkten.
    Also wurde diskutriert was wir nun tun. Da es sich bei dem Raum um eine WC handelte, spielte bei der Fensterpositionierung auch das Waschbecken und das WC eine Rolle. Dabei fiel auf, dass der WC Anschluss beim markieren der Wand nicht an der Wand sondern faktisch mitten im Raum stand. Aus meiner Erinnerung (später Fotokontrolle) stand das WC-Rohr aber direkt neben dem Fundament, so dass auch die Wand ziemlich genau danebenstehen müsste..... und so gingen bei uns die "Fragezeichen auf". Also RS mit dem Bauleiter und Kontrollbohurng veranlasst. Wenn ich den Versatz des Fundamentes so betrachte sieht es für mich so aus, als wenn es korrekt vermesen wurde und dann aber anstatt links vom Maßpunkt fälschlicherweise rechts vom Maßpunkt geschachtet wurde.

    Karl-Heinz
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  12. #11
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Erstmal Danke ...

    ... für die Erläuterung.

    Der - wirklich gutgemeinte - Rat kann hier nur lauten:
    Schnellstens einen unabhängigen Experten vor Ort hinzuziehen, der Planung, Berechnung und Ausführung überprüft und Sanierungsvorschläge machen kann. Auf den Kosten dafür werden Sie kaum sitzenbleiben.

    Sanierungsvorschläge von hier aus zu machen ist nicht möglich - da spielen noch viel zu viele noch unbekannte Randbedingungen mit (z.B. wohin jetzt mit der WC-Entwässerung).
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  13. #12
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    Also

    auch wenn die Bopl. dicker währe, soll in diesem Fall die Lastabtragung aus tragenden Wänden Nicht über die Bodenplatte geschehen sondern über Fundamente! Wenn die Fundamente Nicht da sind wo sie sein sollten ist es falsch! Punkt. Ob die Bewehrung der Platte dicker oder nicht wäre, spielt keine Rolle! Dafür gibts Statiken und Fundament- Ausführungspläne. Hier handelt es sich ganz enfach um einen Ausführungsfehler wenn die Fundamente richtig geplant aber falsch ausgeführt worden sind.
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  14. #13
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    is das in brandenburg oder in hessen?
    öffentlich bestellter prüfingenieur oder prüfender statiker?
    bauleiter - wessen bauleiter? der der baufirma?
    baubetreuer - wie oft auf der baustelle?
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von bauhexe
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    ihr könnt jetzt alle eine runde "schwarzer peter" spielen, denn keiner wird freiwillig sagen, dass es seine schuld war, oder wenn es um eine schnelle lösung gehen soll dann findet doch eine lösung:
    mein vorschlag:
    der statiker rechnet,
    der architekt/bauleiter klärt im amt die neuen höhen,
    der bu verstärkt die bopla
    und der bauherr zahlt den mehrbeton.
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  17. #15
    Bauexpertenforum
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    Also

    @Yilmaz Würde das Haus mit der geplanten/gerechneten Statik 20 Jahre kürzer Standsicher bleiben? Wer garantiert das ??

    Im o.g. Fall muß man auch bei Aufbeton berücksichtigen das die Lastabtragenden Fundamente immer noch nicht da sind wo sie sein sollten.
    Deswegen nachmal STATKER zur Überprüfung des Ist - Zustandes.

    Welches Rechtsverhältnis liegt hier vor??? BT???

    Auch wenn hier aufgeschnitten, aufbetoniert und weiß was noch gemacht wird sollte man wie vor angemerkt die anderen Baulichen Maßnahmen (Ein****sstufe/n), Traufhöhen, Firsthöhen berücksichtigen. Hier würde Aufbeton nämlich bedeuten:Abriss des vorhandenen Mauerwerks, jetzige Bopl. dient nur noch als Sauberkeitsschicht und tragende Bodenplatte mit entsprechender Bewehrung drauf! Hierbei sind andere Dinge wie höhere Lichtschächte usw. noch unberücksichtigt. Und eine neue Statik der Bopl. wird immer noch benötigt.
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