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  1. #1

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    WW - Kellerwand aus Beton & Stein

    Hallöchen,

    mein Keller ist als WW und mit Betonwänden geplant.

    Jetzt hat mein Baustoffhändler (ist auch gleichzeitug Bausachverständiger und hat sämtliche DIN auf der Stirn stehen) das Thema Raumklima + Schimmelbildung eingeworfen, da im Keller eine Wohnung vorgesehen ist.

    1)
    Er sprach von einer "Wohnraumverordnung" die eigentlich das vermieten von Wohnraum im Keller bei WW-Betonwänden "verbietet".
    Gibt es sowas?

    2)
    Sein Vorschlag ist folgender Wandaufbau der Kellerwände:

    - ca. 1,25m hohe Betonwände (25cm dick)
    - diese dann innen mit 11,5er Poroton vormauern (auffüllen auf 36,5cm).
    - ab dem 1,25m dann mit 36,5er Poroton (ich glaube T16 wg. Druck) weitermauern.

    Vorteil:
    Unten, wo es zu drückendem Grundwasser kommen kann ist der Beton
    und innen können die Wände mit normalem Zementputz versehen werden, der dann auch die Luftfeuchtigkeit aufnimmt.

    Nachteil => aus meiner Sicht
    ca. 4qm Wohnraum gehen verloren


    Ist das praktikabel?
    (mein Statiker kennt das auch. Der Baustoffhändler hat selbst schon einige Häuser so gebaut)


    Zur Info für die weitere Behandlung der WW:
    - Zw. Kellerbetonwänden und Bodenplatte wird mit Pressschläuchen (Harz) der Fa. Adicon gearbeitet (s. mein anderer Beitrag - http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=11188)
    - Außen wird mit Dichtelin abgedichtet
    (Verkieselung & Schlämme, Voranstrich, Dickbeschichtung + Gewebe in Holkehle, Perimeterdämmung, Delta Geodrain [Noppenbahn mit Flies & Gleitlager])


    3) Alternativhabe ich von Gipskartonverbundplatten mit integrierter Dampfsperre für die Wände gelesen.
    Ist das bekannt? Oder was macht man sonst auf die Betonwände (Kalkzementputz soll wohl nicht reichen, um die Feuchtigkeit aufzunhemen)

    Danke

    Gruß

    Wolfgang
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  2. WW - Kellerwand aus Beton & Stein

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    Jetzt hat mein Baustoffhändler (ist auch gleichzeitug Bausachverständiger und hat sämtliche DIN auf der Stirn stehen) das Thema Raumklima + Schimmelbildung eingeworfen, da im Keller eine Wohnung vorgesehen ist.
    Bausachverständiger ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Sie könnten sich ab heute auch so bezeichnen.

    Wie soll das gehen, daß er " sämtliche DIN auf der Stirn stehen hat "? Gibts dazu ein Foto?

    Entweder Sie haben Ihren Baustoffhändler nicht verstanden oder der redet viel Unfug.

    Bleiben Sie wegen des Lastfalls Grundwasser bei Ihrer Planung ( sichere Weg ). Gegebenenfalls können Sie die Hirngespinste des bausachverständigen Baustoffhändlers nochmals mit Ihrem Archi durchsprechen. Oder reden Sie mit dem nicht mehr?
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  4. #3
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    In Lorsch ...

    ... gilt die HBO, die der Baustoffhändler wohl etwas hinter der Stirn hat.

    Wohnraum im Keller muss - wenn er denn als solcher genutzt werden soll - bestimmte Mindestanforderungen an lichte Höhe und Belichtung erfüllen. Das hat er wohl gemeint. Wenn diese Mindestanforderungen nicht erfüllt werden(können), dürfen Sie den Keller als Wohnraum natürlich selbst nutzen, halt nur nicht vermieten (sonst steht Ihnen der Mieterschutzbund auf der Matte).

    Ansonsten halte ich den Vorschlag des Baustoffverkaufssachverständigen für recht innovativ aber - wie heißt das heute? - nicht unbedingt zielführend.

    Ich wiederhole Erics Frage: wer plant da eigentlich?
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  5. #4
    Avatar von peterr
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    Unfug redet der Herr. Haben selbst eine WW. Innen verputzt mit Gipsputz, Lastfall ist temporär steigenden Grundwasser.

    Was soll das "Vormauern" bringen??? Außer Platzverschwendung nichts gewesen.

    Bei ständig drückendem Wasser lassen Sie die WW von außen noch schwarz abdichten.

    Mehr können Sie nicht machen.

    Lichte Raumhöhe und Fensterflächen einhalten, bei WW wären dann Fensterflächen beim Kellerabgang, oder sehr hochliegend und längs.
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  6. #5
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    @Peterr

    Quatsch!!!

    Eine WW ist dicht und Punkt!!! Eine zus. schwarze Abdichtung hat NICHTS mit der Abdichtung zu tuen!

    Es sei denn hier gibt es einen WU Keller statt WW!

    Und ihren Lastfall kenn ich eigentlich nicht wirklich, denn entweder Kapillarfeuchte/ Sickerwasser oder nicht!

    Drückerndes/aufstauendes Sickerwasser oder eben nicht!!!
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  7. #6
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    dAMIT sIE WISSEN; ÜBER WAS sIE GERADE NACHDENKEN

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  8. #7
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    @Mark

    Mein Kompliment für Deinen nochmals überarbeiteten Aufsatz:

    Sind weiße Wannen oder wasserundurchlässige Bodenplatten ohne weitere Abdichtungsmaßnahmen als anerkannte Regel der Technik anzusehen.
    Eingearbeitet werden könnte noch die Feststellung, daß beim Lastfall Grundwasser mit Perimeterdämmung als " Muß " für eine Nutzung eines Kellers zu Aufenthaltszwecken das Problem über die " Hintertür " geklärt ist. Denn in diesem Falle muß jedenfalls die an den Kelleraußenwänden angebrachte Perimeterdämmung vollflächig verklebt werden, wobei die übliche Verklebung mit KMB zugleich die Abdichtung gegen Dampfdiffusion gewährleistet. Dies stellt auch Oswald ausdrücklich fest.

    Das Fazit sollte nochmals überdacht werden. Die Frage ist, ob höherwertig genutzte Keller in jedem Fall oder in bestimmten Anwendungssituationen nach den aRdT gegen Dampfdiffusion abgedichtet werden müssen. Diese Beweisfrage kannste m.E. nicht umformulieren und dahingehend beantworten, daß der Verzicht in den von den von Dir genannten Anwendungssituationen nicht aRdT ist.
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  9. #8
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    Zitat Zitat von Eric
    @Mark
    Diese Beweisfrage kannste m.E. nicht umformulieren und dahingehend beantworten, daß der Verzicht in den von den von Dir genannten Anwendungssituationen nicht aRdT ist.
    Genauso würde aber das Gutachten ausfallen.
    Gerade erst wieder erlebt.
    Der Planer ist nun dran.
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  10. #9
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    ... und was ist mit dem Raumklima?

    Also hier mal noch einige Infos:

    - WW aus WU-Beton und wie beschrieben umfassender Abdichtung
    - Lastenfall: 2001 stand das Grundwasser ca. 80cm über der Bodenplatte
    => folglich: Lastfall drückendes Wasser ist zu erwarten.

    Meine Frage zielt aber darauf ab, ob bei entsprechender Dämmung etc.
    in einer Kellerwohnung aus WU-Betonwänden inkl. dünnem Innenputz eher mit Schimmelbildung & Nässe zu rechnen ist (ich gehe jetzt mal von eher nicht täglichem lüften aus), als bei einem Keller aus Porotonsteinen und Putz, da diese Wand besser die Feuchtigkeui aufnehmen kann????

    Und was gibts zu meinem 3) zu sagen????????
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  12. #10
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    Wenn von vorneherein, dass Lüften zu unterlassen geplant wird, dann können Sie machen was Sie wollen, es wird Schimmeln.
    3. Was soll das bringen?
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  13. #11
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    =Eric]

    Eingearbeitet werden könnte noch die Feststellung, daß beim Lastfall Grundwasser mit Perimeterdämmung als " Muß " für eine Nutzung eines Kellers zu Aufenthaltszwecken das Problem über die " Hintertür " geklärt ist. Denn in diesem Falle muß jedenfalls die an den Kelleraußenwänden angebrachte Perimeterdämmung vollflächig verklebt werden, wobei die übliche Verklebung mit KMB zugleich die Abdichtung gegen Dampfdiffusion gewährleistet. Dies stellt auch Oswald ausdrücklich fest.

    Sicher hast Du Recht.
    Nur es gäbe hier noch soviel zu zu schreiben, andere Randperimeter gleich mit, dass der Text einfach zu langatmig werden würde.
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