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Entschädigung wegen Verzug bei Austausch fehlerhafter Teile?

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  1. #1

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    Entschädigung wegen Verzug bei Austausch fehlerhafter Teile?

    Hallo.

    Bei unserem Bau offenbart sich ein weiteres Problem. Es wurde eine Aufsparrendämmung einer namhaften deutschen Firma verbaut. Der Aufbau besteht von innen nach außen aus einer Faserzementplatte, Alukaschierung, PUR-Schaumdämmung, Alukaschierung und Polymerbahn. Die Dämmung wird als eine Platte geliefert die so wie sie ist, direkt auf den Sparren (ohne zusätzliche Schalung) verlegt wird. Die Platten sind mit Nut und Feder wärmebrückenfrei verbunden. Nun besteht folgendes Problem. Beim verlegen lagen die Platten absolut eben. Mit der Zeit verziehen sich die Platten aber und so sind an den Fugen mittlerweile Höhenunterschiede von bis zu 5mm entstanden. Es weiß keiner so recht woran es liegt. Kann eigentlich wegen Nut und Feder auch gar nicht sein. Ist aber trotzdem so. Feuchte und Trocknung dürfen dem Material, laut Hersteller, nichts anhaben. Verdrehte Sparren sind aber auszuschließen. Der Hersteller vermutet den Fehler bei sich und sucht nach Möglichkeiten. Er hat mir heute mitgeteilt, dass er einen Austausch in Betracht zieht. Das Dach ist fertig eingedeckt.

    Grundsätzlich ist das ja kein Problem. Ein bestehender Mangel wird behoben.

    Ende der Woche wollten aber die Innenputzer vertragsgemäß anfangen. Der Putz geht aber bis an die Dämmung. Wenn die Dämmung ausgetauscht werden würde, wäre es absoluter Quatsch zu putzen. Wenn die Putzer aber jetzt nicht anfangen können, gibt das ne Verzögerung von wenigstens 4 Wochen weil sie andere Aufträge und Urlaub dazwischen haben. Außerdem sind sie stinkig weil ich drei Tage vor Beginn der Putzarbeiten anrufe und sage dass es sein kann dass wir vermutlich erst mal nicht putzen können. Mal abgesehen davon, dass der gesamte Bau sich verzögert.

    Was ist mit der Verzögerung? Kann ich dafür Ersatz fordern? Wenn ja, wie viel?

    Wie es nun genau weiter geht erfahre ich morgen Abend. Da kommt der Herr vom Hersteller noch mal. Bis dahin müsste ich wissen ob ich für den Verzug was abziehen kann oder ob das üblich ist.

    Danke für Eure Tipps!
    Gruß
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  2. Entschädigung wegen Verzug bei Austausch fehlerhafter Teile?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Wieso....

    sollte man nicht putzen können, wenn die Dachdämmung ausgetauscht wird?????
    Zur Faserzementplatte muss ein Kellenschnitt rein, dann kann man die auch sauber lösen.
    So what?
    MfG
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  4. #3
    Themenstarter

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    Theorethisch ja aber wie siehts praktisch aus?
    Kellenschnitt ist klar. Wenn beim drauflegen der neuen Platte irgendwo an die geputzte Wandecke angestoßen wird fällt es wieder ab. Das passiert mit 100%iger Sicherheit. Ich war dabei wie die jetzigen Platten verlegt wurden. Die Platten sind ziemlich groß und unhandlich. Das bleibt nie und nimmer ganz.

    Gruß
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  5. #4

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    Na und...

    dann wird ein bissel nachgeputzt.
    Ist einfacher und preiswerter als alles in Lauerstellung zu stellen.
    MfG
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  6. #5
    Bauexpertenforum
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    Was hälste von:

    1. Hersteller darauf hinweisen, daß und warum der Innenputz jetzt gemacht werden muß.

    2. Wenn es zu Schäden am Putzanschluß zu den Faserzementplatten kommen sollte, daß der Hersteller der Aufdachkonstruktion einzustehen hat.

    Dann weiß er, was ihm blüht, wenn er nicht sorgfältig arbeitet.

    Mangel scheint zu sein, daß die Dämmung einen Herstellunngsfehler hat ( Schrumpfen ).
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  7. #6

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    Mcih würde ja mal der Dämmplattenhersteller interessieren.....aber namen sollen ja keine in solchen Fällen genannt werden. Ich vermute mal die gelben.
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  8. #7
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Gelb ...

    ... sind die PUR-Platten alle .
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  9. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  10. #8
    Themenstarter

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    Danke erst mal!
    Ich hab mit dem Putzer gesprochen. Das Silo ist bestellt und es wird auf jeden Fall geputzt. Wie weit werden wir sehen.

    @Eric
    Heute kommt der Herr von der Herstellerfirma, da werden wir über alles reden.
    Über den Mangel weiß ich nichts genaues. Beim ersten Termin wurden Fotos gemacht und die Chargen Nrn. aufgeschrieben.
    Bei Anlieferung der Dämmplatten hat es mehrere Tage stark geregnet. Ein Dach wurde sofort eingebaut, die Platten konnten schnell ihre Oberflächenfeuchte wieder los werden(sind kaum verzogen bis ca. 2mm). Das andere Dach wurde erst 1 1/2 Wochen später gemacht(4-5mm verzogen). Bis dahin lagen die Platten auf ner Palette im Regen. Die Platten die ganz oben lagen sind am meisten verzogen. Ich vermute das hier die Ursache liegt. Laut Hersteller dürfte die Nässe nichts ausmachen. Er hätte so etwas auch noch nie gesehen. Ist aber bemüht das Problem zu lösen.
    Wenn da was schrumpft, was schrumpft? Der PUR-Kern oder die Faserzementplatte.
    @carpe Das Logo ist gelb glaub ich. Da gibts auch diese Österreichische Stadt...

    Ehrlich gesagt graut es mir bisschem vor dem Austausch. Was da alles dran hängt. Ich würde großflächiges Spachteln bevorzugen aber ein Bekannter Trockenbauer meint dass hier keiner Gewährleistung geben würde was spätere Rissbildung angeht. Also vielleicht doch den großen Akt des Wechselns in Kauf nehmen? Wenn mich das zeitlich wirklich nicht bremst wäre es ja nicht so tragisch. Die Ziegel und alle anderen Teile werden vom ab und wieder anbauen aber auch nicht besser. Ganz zu schweigen von der Rundumlaufenden Sichtschalung und den Orthbrettern die teilweise abgenommen werden müssen. Reinregnen darf es auch nicht mehr denn die Therme und was weiß ich noch alles stehen schon drin.

    Ach mann. Warum kann das nicht einfach mal klappen.

    Gruß
    Ich werde berichten was das Gespräch mit dem Hersteller ergeben hat.
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  11. #9
    Themenstarter

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    Das Gespräch mit dem Hersteller...

    Es kamen zwei Herren. Der eine war der Vertreter für unseren Bereich der andere hieß genauso wie die Firma welche die Dämmung produziert. Nach Blick auf die Homepage muss es sich um einen der beiden Geschäftsführer handeln. Wir haben uns geeinigt das Dach zu zu lassen. Der Hersteller will nachbessern. Das heißt: Die Fugen sollen aufgefräst werden, mit Gewebe überspachtelt und danach soll die komplette Fläche mit Panzergewebe überspachtelt werden. Wir werden heute mit dem Trockenbauer abklären ob das so möglich ist und er Gewährleistung dafür übernimmt. Ohne Gewährleistung muss eine andere Möglichkeit her.
    Mit den gespachtelten Fugen sieht die Sache natürlich anders aus als ursprünglich geplant. Die Fugen sollten sichtbar sein und die Platten nach Herstellervorgabe einfach nur gestrichen werden. Das Fugenbild hätte gut zur Komplettansicht gepasst. Ich habe angedeutet dass ich hierfür einen geringen Teil der Kosten für die Dämmung, die ja nicht gerade billig ist, abziehen zu müssen. Ich glaube angenehm war denen die Sache nicht aber so etwas muss ja irgendwie geklärt werden. Ich hoffe nur dass die vorgeschlagene Lösung auch wirklich funktioniert.
    @Ralf D.
    Ich habe auch mit den Putzern gesprochen nachdem sie gestern ebenfalls vor Ort waren. Nach deren Aussage wäre ein Anschluss an die Platte in jedem Fall zerstört worden wenn die Platten abgenommen würden. Trotz Kellenschnitt. Wenn die Platten noch mal abgenommen worden wären, hätten Sie nicht geputzt. Der Putzer sagte wörtlich "Ich Putz doch nicht was, wo ich genau weiß dass es hinterher wieder kaputt gemacht wird."
    Zum Glück besteht das Problem nicht und es kann mit dem Putz losgehen.

    Gruß
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