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  1. #1
    Dominik
    Gast

    Vergelen von undichtem Keller

    Die Situation:
    Wir haben ein inzwischen 2 1/2 jahre altes RMH. Durch die Hanglage wurden die Häuser in Halbstockbauweise gebaut, d.h. ein Kellerraum liegt tiefer als der andere. Trennebene ist die Hausmitte. Weiterhin ist unser Nachbar ca. 30 cm höher. Die Bodenplatte wurde trotz dieses 30 cm Versatzes in einem durchbetoniert. Wu-Beton BG 25, Stärke 25 cm. Die Wände mit Fugenbändern aufgesetzt. Für die WU-Dichtigkeit garantiert der BU, sprich -wie in unserer Region üblich - wurde die Bewehrung geringer als DIN ausgeführt, was bei entsprechender Betoniertechnik zugelassen ist.
    Vor genau 1 Jahr trat nun zunächst bei diesem höher gelegenen Nachbarn ein Wasserschaden auf; später stellten wir einen fest.
    Die gesamte Wand war in Höhe des Versatzes nass und sogar schon schimmelig.
    Angeblich ist der Schaden beim Nachbarn vollständig beseitigt worden, aber bei uns steht nach wie vor die Feuchtigkeit/ das Wasser.
    Nachdem Bauträger und Bauuntenrehmer sich schon vor Gericht streiten, dauerte etwas, bis jetzt mit Abdichtungsmaßnahmen begonnen wurde (juristisch haben wir uns durch ein eigenständiges Beweissicherungsverfahren schon einmal abgesichert, was aber momentan ruht, nachdem der BU willens ist, den Schaden zu beheben).
    Die Wand wurde in diesem Zug teilweise geöffnet. Das Wasser steht darin ca. 5 cm. Verpressen brachte nicht den erkennbaren Erfolg, so dass nun das ganze mit "Vergelen" erfolgen soll.

    Fragen:
    Was ist Vergelen überhaupt ?
    Entsprecht es den Regeln der Technik ?
    Wie lasse ich mir die Kompetenz der ausführenden Firma am sichersten nachweisen ?
    Wer garantiert mir am besten wie lange die Dichtigkeit des Kellers - Vertragspartner ist der Bauträger, der sich aber mangels Kompetenz und Persönlichkeit seine Aktivitäten nur auf sein Konto ausgerichtet hat; verantwortlich für die WU-Dichtigkeit lt. Plan ist der BU; Vergelen wird die Fachfirma für Baudichtigkeit ?
    Gibt es Alternativen ?

    Anmerkung:
    Juristisch ist das Ding schon reichlich verworren. Es gab auch schon mehrere SV, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten aktiv waren, ohne dass eine der beiden Beteiligten (BT/BU) bis heute uns gegenüber den Mangel als Mangel schriftlich bestätigt hätte.
    Leidtragende sind und bleiben wir. Unsere einzige Chance, endlich zu einer technischen Lösung zu kommen, ist ein erträgliches Verhältnis mit dem BU zu pflegen, obwohl er letztlich für den Fehler verantwortlich ist und vielleicht immer noch mehr weiß, als er heute zugibt. Deshalb wollen wir so viel eigenes Wissen wie möglich sammeln, um fachkundige Fragen zu stellen bzw. Antworten einschätzen zu können.
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  2. Vergelen von undichtem Keller

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    bauworsch
    Gast

    Das Vergelen ist so eine Sache

    Ich vermute mal, dass es sich hierbei um eine nachträgliche Vertikalabdichtung von innen handelt?? ( Es wurde von innen ein "Dichtungsgel" durch die Kellerwand gepresst um eine Abdichtungsschicht auf der Kelleraussenwand zu erzeugen ? ) Ich hab sowas mal in Berlin gemacht, wo aufbuddeln nicht möglich war. Dieses Verfahren ist, und auch nur für Abdichtung gegen Erdfeuchte, bedingt tauglich und sautauer. In Ihrem Fall bei WU-Konstruktion ist dies in meinen Augen nicht geeignet. Hier könnte nach meiner Sicht eine äußere Fugenabdichtung mittels Edelstahl- Fugenblechen ( System contec ) und Bentonit- Spachtelmasse funktionieren. Das ist allerdings auch nur 98,5%-ig.
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  4. #3
    Dominik
    Gast

    Das Vergelen ist so eine Sache

    bauworsch (29-05-2002 21:39):
    Ich vermute mal, dass es sich hierbei um eine nachträgliche Vertikalabdichtung von innen handelt?? ( Es wurde von innen ein "Dichtungsgel" durch die Kellerwand gepresst um eine Abdichtungsschicht auf der Kelleraussenwand zu erzeugen ? ) Ich hab sowas mal in Berlin gemacht, wo aufbuddeln nicht möglich war. Dieses Verfahren ist, und auch nur für Abdichtung gegen Erdfeuchte, bedingt tauglich und sautauer. In Ihrem Fall bei WU-Konstruktion ist dies in meinen Augen nicht geeignet. Hier könnte nach meiner Sicht eine äußere Fugenabdichtung mittels Edelstahl- Fugenblechen ( System contec ) und Bentonit- Spachtelmasse funktionieren. Das ist allerdings auch nur 98,5%-ig.
    Eine Außenabdichtung ist auch in unserem Fall nicht möglich, da die Schadensstelle genau unter dem Haus liegt. Sauteuer ist nebensächlich, da die Angelegenheit auf Kosten des Bauunternehmers geht. Interessant wird es jedoch bei der Frage der Eignung. Warum soll Vergelen nicht geeignet sein ?
    Die Wasserlast kommt höchstwahrscheinlich durch die Hanglage und drückendes Schichtwasser. Wie relevant ist es, ob das Wasser noch fließen kann oder "nur" sich staut ?
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