Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 21

Brief- oder Buchgrundschuld ???

Diskutiere Brief- oder Buchgrundschuld ??? im Forum Baufinanzierung auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

    Registriert seit
    04.2006
    Ort
    Bayern
    Beruf
    Angestellter
    Beiträge
    57

    Brief- oder Buchgrundschuld ???

    Tach zusammen,

    mal an die Finanzspezialisten eine Frage: Was ist nun besser für den Finanzierer - eine Briefgrundschuld oder eine Buchgrundschuld?

    Wie ist das generell?
    Wie ist das später bei evtl. Wechsel des Finanzierungspartner?

    Gruß
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Brief- oder Buchgrundschuld ???

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    10.2005
    Ort
    Hof
    Beruf
    Bürohengst
    Beiträge
    187
    Moin,

    ich bin kein Finanzierungsspezialist, schreib aber trotzdem mal meine Erfahrungen.

    Der finanzierenden Bank ist das vollkommen wurscht!
    Bei der Finanzierung für meinen Neubau hat der Notar dazu geraten, sofern man nicht jedes Jahr die Bank wechseln will, eine Buchgrundschuld eintragen zu lassen. Das wäre billiger als eine Briefgrundschuld. Die Kosten für die Buchgrundschuld sind abhängig von der Höhe selbiger.
    Wenn du die finanzierende Bank wechseln willst, musst du die Löschung der alten und eintragen der neuen Grundschuld bezahlen.
    Wenn du fertig getilgt hast, musst du die Grundschuld löschen lassen. Dazu brauchst du wieder einen Termin beim Notar und bezahlst die Löschung beim Grundbuchamt.
    Um vergleichen zu können, musst du wissen was dieses Pocedere kostet und was die Briefgrundschuld kostet, die du meines Wissens nach, von Bank zu Bank weiterreichen kannst und die du am Ende auch nicht löschen musst. Ich vermute, dass das so ist, weiß es aber nicht sicher.

    Mein Fall:
    Kauf eines alten Mehrfamilienhauses. Teilweise Bankfinanziert. Grundschuld eingetragen. Anfang diesen Jahres getilgt. Die finanzierende Bank hat mitlerweile mit einer Großbank fusioniert. Zuerst hieß es ich könne die Grundschuld stehen lassen falls ich mal wieder einen Kredit auf das Objekt aufnehmen will.
    Jetzt schreibt mir die Bank ich muss die Grundschuld löschen lassen oder eine Gebühr für die treuhänderische Verwaltung bei der Bank bezahlen (2 Jahre 150,-). Löschen kostet bei der Bank 50,-, Grundbuchamt weiß ich noch nicht und da die Bank jetzt weit weg ist muss ich selbst auch noch zum Notar und da vermutlich auch noch mal 50,- bezahlen.
    Könnte sein, dass ne briefgrundschuld billiger kommt. Also genau informieren.

    Gruß
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3

    Registriert seit
    07.2006
    Ort
    Regensburg
    Beruf
    Dipl.-Ing., unabhängiger Finanzierungsbera
    Benutzertitelzusatz
    Kompliziert kann Jeder, wir finanzieren einfach.
    Beiträge
    12

    Kosten muß man erfragen

    "surfrichter" hat recht. Dem Darlehensgeber ist es wurscht.
    Über dies und das kannst Du auch noch mal hier im "Bauherren-ABC" nachlesen: www.afa-berger.de

    Grüße aus dem sonnigen Regensburg
    H.Berger
    (lol, wo in Deutschland ist eigentlich jetzt keine Sonne? Nur unter Wasser?)
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    05.2006
    Ort
    Baden-Württemberg
    Beruf
    Consultant
    Beiträge
    306
    Surfrichter hat nicht in allem Recht, stellt jedoch klar, kein Finanzierungsprofi zu sein. Das bin auch ich nicht, erwarte mir jedoch von einem „unabhängigen Finanzierungsspezialisten“, wie Herr Berger firmiert, daher weitere und vor allem korrekte Angaben zu folgenden Themen:

    1.) Was geschieht bei Wechsel des Finanzierungsgebers, wenn eine Grundschuld ins Grundbuch eingetragen wurde. Welche Möglichkeiten gibt es.

    2.) In diesem Zusammenhang: Ist es notwendig, die bestehende Eintragung löschen zu lassen und um eine neue einzutragen? Gibt es Alternativen, die günstiger sind?

    3.) Muss nach Tilgung des Darlehens die Eintragung gelöscht werden, oder welche Alternativen sind aus welchem Grund sinnvoll?


    Herr Berger, ich persönlich fände es besser, wenn konkrete Fragen eines Fragestellers hier im Forum beantwortet werden, anstatt ihn auf Ihre Homepage zu „locken“. Beantworten Sie die Fragen doch bitte hier, das würde uns allen helfen; auch ich lerne gerne dazu. Danke.

    Klaus
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    07.2006
    Ort
    Regensburg
    Beruf
    Dipl.-Ing., unabhängiger Finanzierungsbera
    Benutzertitelzusatz
    Kompliziert kann Jeder, wir finanzieren einfach.
    Beiträge
    12

    Na dann eben etwas ausführlicher...

    Zu den Fragen von KLAUS.
    1. und 2. Eine etwas kostengünstigere Variante anstatt Löschen, dann wieder Neueintragen wäre, der alte Gläubiger tritt die Grundschuld an den Neuen ab.

    3. Ist ein Darlehen zurückgezahlt kann der Eigentümer die Löschung der Grundschuld vom Gläubiger verlangen. Dies passiert allerdings nicht automatisch. Der Darlehensgeber (Gläubiger) muss eine sog. Löschungsbewilligung abgeben und der Eigentümer der Löschung (beim Notar) zustimmen und den Vollzug beantragen.

    Ggf. ist es aber zweckmäßig, die Grundschuld erst dann löschen zu lassen, wenn sicher ist, dass sie nicht mehr für neue Kredite benötigt wird. Grundschulden sind wiederverwertbar, und mann kann Kosten für eine ggf. Neubestellung einer Grundschuld sparen.

    Ich hoffe damit sind erstmal einige Unklarheiten beseitigt.
    MfG H.B.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6

    Registriert seit
    10.2005
    Ort
    Hof
    Beruf
    Bürohengst
    Beiträge
    187
    Wenn die finanzierende Bank also verlangt dass die Grundschuld gelöscht wird, und für den Fall dass es nicht geschieht eine Verwaltungsgebür für 2 Jahre verlangt, kommt man nicht umhin sie zu löschen und die Kosten dafür zu übernehmen. Die Kosten richten sich dann teilweise wieder nach der Höhe der Grundschuld.

    Kann auch jemand hier sagen wie sich die Kosten der Briefgrundschuld bemessen und ob man diese auch irgendwann wieder löschen muss oder ob es sinngemäß reicht den Brief zu zerreißen. Oder in den Safe zu legen und zu warten bis man wieder einen Kredit aufnehmen möchte?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7
    Themenstarter

    Registriert seit
    04.2006
    Ort
    Bayern
    Beruf
    Angestellter
    Beiträge
    57

    Prima... cirka..

    90 EUR kostet laut einem Rechner im Netz die Erteilung des Grundschuldbriefes - quasi als AddOn?!?!?

    Achtung: Ich Laie und Fragesteller hab mich mal ein bisschen weiter informiert:

    So, die Erteilung eines Grundschuldbriefes hat den Vorteil, dass man bei Ablauf der Zinsbindung, z.B. nach 10 Jahren, sehr sehr einfach einen anderen Finanzierungspartner wählen kann - quasi ohne zum Notar zu gehen und den Grundbucheintrag löschen und neu eintragen zu lassen - somit ein Wechsel des Finazierungspartner durch Briefübertrag möglich ist - also maximale Flexibilität bei der Anschlussfinanzierung - und das für 100 EUR?!?!

    Aber folgende Rechnung zu den Gesamtkosten der Grundschuldeintragung für eine Buchgrundschuld (lt. Rechner im Internet) wie folgt:

    ==========================================
    Notargebühren
    Vollzug des Geschäfts 178,50Euro
    Sonstige betreuende Tätigkeit 178,50Euro
    Beurkundung der Grundschuld/Hypothek 357,00Euro
    Zwischensumme 714,00Euro
    zzgl. 16% MwSt. 114,24Euro
    Summe Notargebühren 828,24Euro

    Grundbuchgebühren
    Eintragung Hypothek/Grundschuld 357,00Euro
    Briefausschluss Hypotheken/Grundschuld 89,25Euro
    Summe Grundbuchkosten 446,25Euro

    Kalkulatorische Gesamtkosten 1.274,49Euro
    ==========================================

    Mit einer Briefgrundschuld kommt bei gleichen Betrag folgendes raus:

    Notargebühren
    Vollzug des Geschäfts 178,50Euro
    Sonstige betreuende Tätigkeit 178,50Euro
    Beurkundung der Grundschuld/Hypothek 357,00Euro
    Zwischensumme 714,00Euro
    zzgl. 16% MwSt. 114,24Euro
    Summe Notargebühren 828,24Euro

    Grundbuchgebühren
    Eintragung Hypothek/Grundschuld 357,00Euro
    Erteilung Hypotheken-/Grundschuldbrief 89,25Euro
    Summe Grundbuchkosten 446,25Euro
    Kalkulatorische Gesamtkosten 1.274,49Euro
    ==============================================

    So, jetzt spukt der Rechner irgendwie bei beiden Rechnungen den gleichen Endbetrag aus

    Schulssfolgerung: Bei mehr Flexibilität gleicher Preis - da nehm ich doch die Variante mit Brief...

    Hallo Experten Könnt ihr das bestätigen ??????
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8

    Registriert seit
    10.2005
    Ort
    Hof
    Beruf
    Bürohengst
    Beiträge
    187
    Wenn das stimmt, dann hat mich der Notar falsch beraten. Dann hätte ich auch die Briefgrundschuld gewählt.
    Wenn dir dann noch die Bank diktiert wann du die Buchgrundschuld zu löschen hast, wäre sie deutlich teurer als die im Brief.

    Gruß
    Ich bin gespannt was die Profis sagen!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9

    Registriert seit
    09.2003
    Ort
    wechselnd
    Beruf
    Bankfachwirt (Honorarberater)
    Benutzertitelzusatz
    Suche hier weder Kundschaft noch Empfehlungen
    Beiträge
    401

    ich bevorzuge Briefgrundschuld

    man kann sie taktisch besser einsetzen.
    Die Gebühren kann man vernachlässigen.
    Die nicht mehr valutierende Grundschuld zu Gunsten der Bank wird zur Eigentümergrundschuld.

    Hat ich bereits vor ein paar Tagen geschrieben, aber mein Beitrag ist im Nirwana verschwunden
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10
    Themenstarter

    Registriert seit
    04.2006
    Ort
    Bayern
    Beruf
    Angestellter
    Beiträge
    57

    Gibts noch...

    andere Bestätigungen - vor allem auch wegen des nicht vorhandenen Preisunterschiedes??

    @Hrn. Witzgall: Danke - hatte auf Ihre Antwort schon gehofft, da ich schon einige Beiträge von Ihnen gelesen habe...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11
    Avatar von Martina72
    Registriert seit
    03.2006
    Ort
    Augsburg
    Beruf
    Banker
    Beiträge
    24
    Ich habe zu dem Thema Grundschuld einen netten Link gefunden: www.sicherungsgrundschuld.de
    Als Nachteile der Briefgrundschuld werden hier aufgeführt
    1. zusätzliche Kosten aufgrund der Brief-Erstellung
    2. erhöhter Aufwand durch die Verwaltung des Briefes
    3. Briefverlust nötigt zu einem Aufgebotsverfahren.
    Unbestreitbarer Vorteil ist, dass die Briefgrundschuld durch Abtretungserklärung und Briefübergabe, also schnell, für Dritte nicht erkennbar, und ohne Grundbuchkosten abgetreten werden kann.

    In der Praxis werden selten Briefe ausgestellt. Ich nehme an, das wird seinen Grund haben.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12

    Registriert seit
    09.2003
    Ort
    wechselnd
    Beruf
    Bankfachwirt (Honorarberater)
    Benutzertitelzusatz
    Suche hier weder Kundschaft noch Empfehlungen
    Beiträge
    401
    Zitat Zitat von Martina72

    In der Praxis werden selten Briefe ausgestellt. Ich nehme an, das wird seinen Grund haben.
    Das ist völlig normal, da durch die Buchgrundschuld auch eine gewisse Kontrolle ausgeübt werden kann.

    Welcher Grundschuldgeber ist schon in der Lage, die ganze Bandbreite an Auswirkungen (auch eventueller) zu kennen, geschweige denn zu überblicken.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13
    Avatar von Martina72
    Registriert seit
    03.2006
    Ort
    Augsburg
    Beruf
    Banker
    Beiträge
    24
    Zitat Zitat von Alfred Witzgall
    Das ist völlig normal, da durch die Buchgrundschuld auch eine gewisse Kontrolle ausgeübt werden kann.

    Welcher Grundschuldgeber ist schon in der Lage, die ganze Bandbreite an Auswirkungen (auch eventueller) zu kennen, geschweige denn zu überblicken.

    Welche Kontrolle kann durch eine Buchgrundschuld, aber nicht auch durch eine Briefgrundschuld ausgeübt werden?

    Welche Auswirkungen?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14

    Registriert seit
    09.2003
    Ort
    wechselnd
    Beruf
    Bankfachwirt (Honorarberater)
    Benutzertitelzusatz
    Suche hier weder Kundschaft noch Empfehlungen
    Beiträge
    401

    freiwillige Spenden ??

    Zitat Zitat von Martina72
    Welche Kontrolle kann durch eine Buchgrundschuld, aber nicht auch durch eine Briefgrundschuld ausgeübt werden?

    Welche Auswirkungen?
    Da ich nur von meinem Wissen und Können leben muß, kann ich leider nicht alles gratis in der Öffentlichkeit zum Besten geben.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    07.2003
    Beiträge
    5,056
    Martina72 = Banker, also stellt sie offenbar Bänke her.

    Oder sind Martina72 und Witzgall etwa Kollegen? Beantwortet man unter Kollegen keine Fragen mehr?

    Was ist der Unterschied: Bei einer Buchgrundschuld ist der Grundpfandgläubiger mit Namen im Grundbuch eingetragen. Ich kann also aus dem Grundbuch ersehen, wer Grundpfandgläubiger ist. Die Briefgrundschuld wird durch Abtretung der Grundschuld und Übergabe des Grundschuldbriefs an einen neuen Gläubiger übertragen. Der Eintragung im Grundbuch bedarf es nicht. Ich kann also durch Einsichtnahme in das Grundbuch nicht erkennen, wer aktuell Grundpfandgläubiger ist. An die Übertragung außerhalb des Grundbuchs knüpfen sich Gutglaubensvorschriften.

    Nicht die Kosten der Ersteintragung sind entscheident, sondern die Kosten späterer Weiterübertragungen. Und die sind, wenn ich mich noch richtig erinnere beim Grundschuldbrief günstiger.

    Eine Grundschuld mit Brief kann der Eigentümer zunächst für sich selbst bestellen ( sog. Eigentümergrundschuld ) und macht sie dann bei Bedarf zu Geld, indem er sie unter Briefübergabe abtritt.

    Ist die gesicherte Schuld bezahlt, kann ich Rückübertragung und Aushändigung des Briefs verlangen. Soweit ich weiß, ist für die Rückübertragung an Schuldner nur die notarielle Beglaubigung der Unterschrift der Bank unter der Rückabtretungsurkunde erforderlich und die kostet vergleichsweise wenig.

    Wenn Witzgall es besser weiß, kann er mich ja korrigieren.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

Ähnliche Themen

  1. Buchgrundschuld
    Von 0815 im Forum Sonstiges
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 22.04.2004, 21:48
  2. Brief an die Berufsgenossenschaft
    Von JDB im Forum Sonstiges
    Antworten: 18
    Letzter Beitrag: 20.12.2002, 02:14