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Elektrohausanschluss und die Kosten

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  1. #1

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    Elektrohausanschluss und die Kosten

    Guten Morgen an alle die auf einen weiteren kuschelig warmen Tag warten!

    Ich habe am Samstag den Vertrag für meinen Elektroneuanschluss zugeschickt bekommen.

    Bei den Anschlusskosten sind zwei Positionen aufgeführt:
    1 Erdkabelanschluss (neubau, 4x50 mm²) 983,-
    2 Inbetriebsetzung bis Zählereinrichtung 45,-

    plus Steuer.

    Das Erdkabel ist freigelegt, der Graben ist auch offen. Bis zum Anschlusspunkt (da wo der Zähler hinkommt) sind es ca. 6 m. Für die Durchführung wurde ein Leerrohr eingebaut was auch frei liegt.
    Aus meiner Sicht ist jetzt der Aufwand 1. Muffe setzen (Sofern nicht die Muffe und das Kabel vom Baustrom benutzt werden kann. Lang genug wäre es.) 2. ca. 1,50 Kabel durch das Leerrohr schieben, 3. Hauptsicherungskasten setzten. 4. Zähler setzen.

    Hab ich was vergessen? Ich bin kein Elektriker. Ich bin der Meinung dass ist bisschen viel für die zu erbringende Leistung.
    Der Baustromanschluss hat inkl. Anfahrt, Muffe setzen, Zähler in den Baustromkasten setzen ca. 150,- gekostet. Warum ist der Hausanschluss so viel teurer?

    Ich werde später dort anrufen. Vielleicht hat ja eine/r von euch eine Argumentationsgrundlage für mich.

    Danke!
    Gruß
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  2. Elektrohausanschluss und die Kosten

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  3. #2
    Avatar von RolSim
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    Sicher ist das nicht "günstig" aber haben Sie eine andere Wahl ?

    Wehe dem der abhängig von Monopolisten ist. Und überhaupt sind
    Sie noch günstig weggekommen.

    Unser Hausanschluß (11 mtr Kabel) hat 2.400.-- (T)euros gekostet.
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  4. #3
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    Das sind Pauschalen. Welcher Versorger rechnet nach Aufwand ab? Und wenn es dann aufwendig wird beschwert sich wieder jemand.
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  5. #4

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    Hi!

    Freu Dich doch eher...

    Mein Hausanschluss kostet 2483,- brutto.

    Gruß Rene'
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  6. #5

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    Lächeln freu Dich...

    ich habe gerade letze Woche mein Angebot erhalten:

    Es werden 6 m Kabel benötigt.

    790,00 Baukostenzuschuß
    1400,00 Anschlußkosten
    89,00 Kleinkram
    ------
    2279,00 + Steuer :-((
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  7. #6
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    Telefonat mit dem Versorger zeigt...

    das in der Gesamtsumme für den Erdkabelanschluss, der bei 1 - 30 m pauschal abgerechnet wird, auch pauschale Kosten für Erdarbeiten in Höhe von 380,- Euro enthalten sind. Diese 380,- Euro werden nicht berechnet wenn keine Erdarbeiten anfallen. Dann sieht die Sache wieder freundlicher aus.

    Warum können die Monopolisten diese Preise festlegen wie sie wollen? Gibt es da kein Kontrollorgan?

    Gruß
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  8. #7

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    Zitat Zitat von surfrichter
    ...Warum können die Monopolisten diese Preise festlegen wie sie wollen? Gibt es da kein Kontrollorgan?

    Gruß
    "Die Preise festlegen wie sie wollen" ist halt eine Definitionssache. Wenn der Monopolist bei etwaigen Kontrollen nachweisen bzw. vorlegen kann, dass die Kosten für die Errichtung oder Herstellung so hoch sind wie sie eben sind, dann ist es eben so.

    Wie soll nun einem Unternehmen vorgeschrieben werden, dass die Preise zu senken sind. Ein Unternehmen muss Kostendecken agieren und Schluss aus fertig.

    Das einzige wäre der Wegfall der Monopolstellung. Aber daraus entsteht bei den Versorgern meistens Chaos (zu viel Wettbewerb und daraus resultierend mangelnde Qualität) und das will der Staat verhindern.
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  9. #8

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    Moin,

    die Preise sind keineswegs "frei nach Schnauze" kalkuliert und im Allgemeinen nicht Kostendeckend!

    Erstmal: Da für jeden Anschluß ein eigenes Aufmaß. Bodenuntersuchungen usw. technisch gar nicht machbar bzw. viel zu aufwendig/zu teuer wäre, gibts halt Pauschalen. Hier "gewinnt" der, wo man 30 Meter durch gewachsenen Fels muß bzw. Straßendurchörterungen oder Mastabspannungen nötig sind und wer nur 3 Meter bindigen Boden hat, der "verliert" halt.....

    ..zusätzlich gibts heutzutage (fast) immer einen sog. BKZ (Baukostenzuschuß), der die Aufwendungen im vorgelagerten Netz kompensiert. Da ist in einem Neubaugebiet z.B. ein zusätzlicher 20kV-Trafo nötig, oder das "gesamte" Ortsnetz muß verstärkt werden, weil mit drei zusätzlichen Häusern der extreme Lastfall nicht mehr passt...

    ..diese Aufwendungen sind mit den "normalen" Strompreisen kaum jemals wieder reinzukriegen und deshalb kosten HA soviel Geld.

    Gruss
    Sven
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  10. #9

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    die Preise sind keineswegs "frei nach Schnauze" kalkuliert und im Allgemeinen nicht Kostendeckend!
    Hallo! Komm zurück in die Realität..... Dein Horrorszenario existiert 1/1000.

    Wie gesagt kostet mein Hausanschluss 2483€ brutto und wird in 4 Wochen ausgeführt. Mein Nachbar hat das selbe bezahlt und seinen Anschluss schon bekommen.

    3 Tage (!!!!) a' 7 Stunden haben zwei Leute rumgepimmelt (sorry!) um einen Stromkabel zu verlegen und an der Hauptleitung anzuschliessen.Der Graben Haus/Straße war bauseits schon fertiggestellt und wurde vom Bauherr anschliessend in Eigenleistung verfüllt.

    Was soll daran nicht "Kostendeckend" sein?

    In der freien Wirtschaft wäre das eine Sache von maximal 5-6 Stunden für einen Mann gewesen.

    Da für jeden Anschluß ein eigenes Aufmaß
    Wo soll das denn passiert sein? Ich musste jede Menge Zeichnungen,Schnitte und Grundrisse des Architekten und (beglaubigte!) Katasterauszüge mit einreichen. Anhand dessen war im Grunde alles klar, aber trotzdem bestand man wehement auf einen Ortstermin.
    Nachdem sich der Abgesandte kurz alles angesehen hatte sein Kommentar " Das können wir so machen".

    Soweit die Realität.


    Gruß Rene'

    PS:
    ..diese Aufwendungen sind mit den "normalen" Strompreisen kaum jemals wieder reinzukriegen

    **hust**... Dazu schreibe ich besser nix, sondern jeder soll sich seinen Teil zu den Gewinnen die die Stromanbeiter jedes Jahr (steigernd!!) einfahren denken.
    Geändert von Rene' (24.07.2006 um 23:14 Uhr)
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  11. #10
    Avatar von RolSim
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    Zitat Zitat von S.Oertel
    ..diese Aufwendungen sind mit den "normalen" Strompreisen kaum jemals wieder reinzukriegen und deshalb kosten HA soviel Geld.
    Soso - und warum steigern dann die Stromkonzerne jährlich ihre Gewinne ??

    Und die Jungs von EON Bayern (sorry, sind ja Erfurter Subunternehmer)
    waren bei mir in 4 Stunden fertig. Und für meine bauseitige Erstellung des
    Kabelgrabens hat mir EON "großzügig" 11 EUR je Meter vergütet.
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  12. #11

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    Sacht ma - gehts noch?

    Nein - ich bin nicht das "nette" EVU von nebenan! Ich bin auch keineswegs erfreut, daß ich nächsten Monat ~2200 EUR für meinen HA bezahlen darf.

    Klar ist auch, daß EVU keine Wohlfahrtsunternehmen sind und ebenso wie andere Giganten (Versicherungen usw....) ihre Gewinne maximieren, indem sie trotz excellenter Erträge ihre Subs knebeln und seit über 10 Jahren massiv Personal abbauen.

    Fakt ist aber auch, daß ein HA nicht nur aus 5 oder 20 Metern Kabel besteht, sondern eine vorgelagerte "Infrastruktur" braucht, die es natürlich nicht umsonst gibt. Und runtergerechnet auf den einzelnen Anschluß ist das definiv nicht Kostendeckend!

    Ich kenne auch Gegenbeispiele. Bei einem Freund von mir (hat auf dem Lande gebaut - Einzelgrundstück) war inclusive: Mast und Freileitungsanschlüsse am Haus demontieren, Mast zurückbauen, neuen Mast außerhalb Grunstücksgrenze setzen, abspannen, Erdkabel, Straße durchörtern - es waren insgesamt 23 Meter und er hat auch nur die Pauschale gezahlt....

    3 Tage (!!!!) a' 7 Stunden haben zwei Leute rumgepimmelt (sorry!) um einen Stromkabel zu verlegen und an der Hauptleitung anzuschliessen.
    Und was hat das mit dem EVU zu tun? Das ist auch nur ein armes Schwein von Sub, der offensichtlich überfordert war und dafür auch nur ein paar karge Mäuse kriegt...
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  13. #12

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    Zitat Zitat von S.Oertel
    ...
    Fakt ist aber auch, daß ein HA nicht nur aus 5 oder 20 Metern Kabel besteht, sondern eine vorgelagerte "Infrastruktur" braucht, die es natürlich nicht umsonst gibt. Und runtergerechnet auf den einzelnen Anschluß ist das definiv nicht Kostendeckend!
    ...
    Welche Verbindung besteht denn zwischen dem Stromnetz und dem Hausanschluss im Bezug auf die zu entrichtenden Anschlussgebühren? Keine!!!

    Für die Nutzung der Infrastruktur zahlt man wohl extra. Und zwar durch die monatlichen Grundgebühren und durch jede einzelne Kwh die man verbraucht. Oder glaubst du, dass ein Infrastrukturunternehmen das Netz ausschließlich über die Anschlussgebühren finanziert. Wach auf!

    Zu dem musst du unterscheiden zwischen dem Übertragungsnetzbetreiber und den Stromlieferanten. Das sind zwei Paar Schuhe.

    Die Netzgebühren werden von "oben" nach "unten" durchgereicht und dann vom Stromlieferanten eingezogen, der diese dann wieder nach "oben" schiebt. Wenn du Wert darauf legst, kannst du auch zwei Verträge abschließen. Einen für den gelieferten Strom und den zweiten mit dem Netzbetreiber.
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  14. #13

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    ups

    habe vergessen mit anzuführen, dass dies alles nur für Privatkunden zutreffend ist. Bei den Industriekunden wird anders abgerechnet. Aber dies ist hier ja irrelevant.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Wach auf!
    Ich liebe so sachliche Diskussionen!

    Bitte ankreuzen:
    [ ] ich habe nicht gelesen, was S.Oertel geschrieben hat
    [ ] ich habe das zwar gelesen, aber nicht verstanden

    Nochmal: Es war nirgends die Rede von Betrieb/Instandhaltung/Entstörung. Das sind die ganz normalen Aufgaben, die mit den Stromkosten abgegolten sind (und zwar mit reichlich Marge!).
    Es geht um Baumaßnahmen, die Leistungserhöhend wirken und das ist jeder neue HA, jede neue Nachtspeicherheizung, Wärmepumpe usw...
    ...indirekt zieht das immer eine Leistungserhöhung und damit Baumaßnahmen im vorgelagerten Netz nach sich. D.h. bei 20 zusätzlichen HA kann ein neuer 20kV-Trafo nötig werden, Ortsnetze müssen verstärkt werden und irgenwann braucht man auch mal ein neues UW oder eine neue Freileitung. Das sind riesige Investitionen!
    Diese Aufwendungen sieht der Bauherr natürlich nicht und empört sich drüber, daß "sein" Stromversorger für 3 Stunden Arbeit und 50 EUR Material Unsummen an Anschlußgebühren verlangt...
    ..andersrum kann man ja kaum den ersten 19 Parteien den Anschluß zum Selbskostenpreis bauen und Nr. 20 muß den neuen Trafo bezahlen..

    Die logische Konsequenz wäre hier eigentlich die Frage: "Wie kommt der Kunde dazu, dem Stromversorger sein Netz zu bezahlen?"
    Hier ist aber jede Diskussion müßig, denn das ist eine politsche Entscheidung - genau wie die Entscheidung der Politiker das "Tafelsilber" zu verscherbeln, denn die großen EVU waren früher überwiegend in öffentlicher Hand und die Überschüsse flossen nicht in die Taschen einiger weniger (völlig verarmter! ) Aktionäre....
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  17. #15

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    Hallo Herr Oertel,

    ich bitte meinen Kommentar zu streichen. Dies war so nicht beabsichtigt und führt, wie sie es schon sagen, zur Unsachlichkeit.

    Dennoch kommen wir wohl nicht auf einen gemeinsamen Nenner. Die Investitionen, die in die gesamte Infrastruktur gesteckt werden, werden durch die regionalen (Stadtwerke) und überregionalen (E-on) Versorger wieder "eingesammelt", und dies über die Abrechnungen für Strom, Grundgebühren und Nutzungsentgelt für die Leitungen. Der Versorger bleibt auf KEINEN Kosten sitzen. Er legt alles um. Dies kann er und macht er, weil ihm eine Versorgungspflicht aufelegt wurde. Und die Gebühren, die für einen HA eingetrieben werden, sind nur ein willkommenes Zubrot für die jeweiligen Anbieter. (Noch. Die Liberalisierung des Netzes, nicht die des Marktes, sollte das unterbinden)

    So wie ich ihre Aussagen interpretiere, werden die Investitionen in leistungserhöhende Baumaßnahmen über die HA-Gebühren refinanziert. Dies stimmt nicht. Die Einnahmen daraus würden das Investitionsvolumen niemals decken. Aber es wird durch die Anbieter suggeriert das es genau so sei. Die Gewinne eines lokalen Versorgers generieren sich nicht aus dem Verkauf von Strom. Sie kommen fast einzig und allein aus dem Netz. Dies kann auch ganz klar aus veröffentlichten Geschäftsportfolios von Versorgern (sofern sie diese veröffentlichen) herausgelesen werden.

    Aber sie haben vollkommen Recht. Es handelt sich um politische Entscheidungen, die in die richtige Richtung gehen/gingen, aber von den EVU "missbraucht" werden. Wobei hier eine deutliche Trennung von Übertragungsnetzbetreibern und Verteilungsnetzbetreibern vorgenommen werden muss.
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