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Außenputz auf T9 - Haarrisse

Diskutiere Außenputz auf T9 - Haarrisse im Forum Außenwände / Fassaden auf Bauexpertenforum.de


  1. #1
    Avatar von Coburger
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    Außenputz auf T9 - Haarrisse

    Hallo,

    unser Bauvorhaben wurde ja mittlerweile abgeschlossen, hier noch mal die Rahmendaten:

    - Rohbau mit Schlagmann T9 von 09-11/2005 (da waren sie noch lieferbar)
    - Dach, Innenausbau etc. 11/2005 - 04/2006
    - Grundputz 04/2006
    - Edelputz 05/2006

    ...der Edelputz ist jetzt das Thema. Verwendet wurde ein mineralischer Hasit Faser Super Leichtputz, der auf hochwärmedämmendes Ziegelmauerwerk abgestimmt ist, Körnung 2 mm. Die Oberfläche des Putzes wurde abgescheibt, um eine möglichst homogene und glatte Optik zu erhalten. Alles schön und gut und sah auch zunächst gut aus und sieht auch immer noch gut aus. Aufgebracht wurde der Putz vielleicht bei 15 Grad Außentemperatur, in der folgenden Zeit gab es wechselhaftes Wetter, nachts wurden auch mal die 0 Grad gekratzt. Auch Niederschlag kam in der Putz-Trockenzeit vor, auch mal heftigerer.

    Kürzlich ist mir aufgefallen, dass der gesamte Außenputz von einem recht engen Netz von Haarrissen durchzogen ist. Man erkennt diese erst so ab 30 cm Abstand. Optisch ist dies nicht störend, aber ich mache mir Gedanken, ob das normal ist oder nicht und wie sich dies auf die Dauerhaltbarkeit des Putzes auswirkt.

    Habt Ihr eine Erklärung für die Entstehung der Haarrisse, z. B. Kombination T9/Putzart oder Wetter in der Trocknungsphase?
    Welche Folgen seht Ihr auf uns zukommen? Beeinflussen die Haarrisse die Dauerhaltbarkeit des Putzes?

    Vielen Dank für Eure Erklärungen vorab.
    Grüße
    Patrick
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  2. Außenputz auf T9 - Haarrisse

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Haarrisse

    sind insbesonders bei dünnschichtigen mineralischen Edelputzen nie auszuschließen...

    Wie war denn der genaue Putzaufbau?

    "Grundieranstrich" auf Unterputz??

    Ist da ein Farbanstrich drauf? Wenn ja, wie (Ausgleichsfarbe, 2maliger oder 3schichtiger Aubau?) wurde der ausgeführt?

    Bei mineralischen Oberputzen mit einer Korngröße kleiner 3mm schreibt die DIN "besondere Maßnahmen" vor.

    Besondere Maßnahme ist eigentlich eine Armierungsschicht mit Gewebeeinlage auf dem Unterputz.

    MfG Michael

    Ergänzungsfrage: Standzeit zwischen Unterputz und Oberputzausführung?
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  4. #3
    Themenstarter
    Avatar von Coburger
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    Putzaufbau

    Hallo Michael,

    danke für die Hinweise ... zu den Fragen:

    Putzaufbau zweischichtig:
    - Armierungsgewebe nur dort wo Bauteilübergänge / Materialwechsel waren, Diagonalbewehrungen an Bauteilecken
    - Unterputz knapp 20 mm
    - Standzeit gut 4 Wochen bei wechselhaftem Wetter
    - Edelputz ca. 3 mm (sandfarben)
    - in den Hauptbereichen ohne weiteren Anstrich, an wenigen Stellen anthrazitfarbener Anstrich als Kontrast (ein Auftrag)

    Genaue Bezeichnung des Putzes: Hasit Faser-Super-Leicht (636) "Hochwärmedämmender, schnellabbindender, faserarmierter Leichtputz für Steine mit einer Wärmeleitzahl ab 0,09 W/(m*K)

    Im Sockelbereich wurde ein "Sperrputz" verwendet und ebenfalls anthrazitfarben angestrichen - in diesem Bereich gibt es an einigen Stellen "Bläschenbildung" und Abplatzen des Sockelputzes - sieht bisher nicht tragisch aus und betrifft jeweils nur ein paar cm.

    Nur wie geht es langfristig weiter, frage ich mich als Laie schon.
    Danke und Grüße
    Patrick
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  5. #4
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    "hmmm"

    sehr ungewöhnlich ... es sei denn:
    .
    in den Hauptbereichen ohne weiteren Anstrich, an wenigen Stellen anthrazitfarbener Anstrich als Kontrast (ein Auftrag)
    .
    um welche Oberflächenfarbe geht´s denn ... wurde der Putz eingefärbt
    oder nach austrocknung gestrichen ? ... mit welcher Farbe ???
    .
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  6. #5
    Themenstarter
    Avatar von Coburger
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    Putzfarbe

    Hallo Josef,

    schön mal wieder etwas von Dir zu lesen ... war in letzter Zeit immer so viel unterwegs und beschäftigt, das ich nicht zum Bauexpertenforum gekommen bin. Soll sich jetzt wieder ändern.

    Also damit Du und alle anderen Leser/innen sich das besser vorstellen können hier ein Foto.

    Der sandfarbene Edelputz kam bereits von hasit in dieser Farbe (bzw. wurde bereits im Silo eingefärbt). Jedenfalls erfolgte kein weiterer Farbanstrich.
    Der anthrazitfarbene Kontrast erfolgte ca. eine Woche später in einem Anstrich.
    Zur gleichen Zeit wurde der Sockel-Sperrputz gestrichen.

    Die Haarrisse sind natürlich im sandfarbenen Bereich auffälliger - im anthrazitfarbenen Bereich kaum zu sehen.

    Vorhin - es dämmerte ja schon - meine ich bemerkt zu haben, dass an geschützten Stellen (Fensterlaibungen) keine Haarrisse sind - das muß ich mir morgen mal genauer anschauen.

    Viele Grüße
    Patrick
    Geändert von Coburger (27.07.2006 um 21:34 Uhr) Grund: Änderung Foto
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    da beisst sich doch was (!)

    Der sandfarbene Edelputz kam bereits von hasit in dieser Farbe (bzw. wurde bereits im Silo eingefärbt). Jedenfalls erfolgte kein weiterer Farbanstrich.
    .
    eingefärbter Putz erfodert einen Egalisationanstrich ... so stets garantiert
    auch in den Hasit Datenblättern !?!
    .
    dunkel Putzflächen neigen sowie zu Rissbildungen da es gerade bei
    diesen Themperaturen enorme Spannungen im Putz herrschen.
    .
    wie lange sind diese Haarrisse ??? ... Hasit = mineralischer Oberputz
    der weisst ohnehin Trocknungshaarrisse auf ... "ABER" mit nem
    Farbanstrich bzw. notwendigen Egalisationanstrich sind die verschwunden ...
    die besagten Haarrisse sind doch seit dem erstellen vorhanden ... sprich
    nicht nachträglich aufgetreten ?
    .
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  8. #7

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    Mein lieber Coburger

    Was jetzt? Oberputz Korn 2mm oder 3mm?

    "Schnellabbindender Unterputz, hmm, hatte der vor Aufbringen Oberputz auch schon "Risse" (Haarrisse/Schwundrisse)?

    Kein Antrich auf dünnschichtigem mineralischem Strukturputz? *Jomei...

    Haarrisse, d.h. Risse im Oberputz sind bis zu einer "Breite" von 0,3mm kein technischer Mangel. Wobei die Risse mit zunehmender Verschmutzung der Fassade immer deutlicher zu sehen sein werden... Und ob nicht an der Rissflanke die Feuchtigkeit nach innen zieht?

    Bilder wären nicht schlecht, falls die was hergeben?

    Wo hört der Haaarriss auf und es ist ein Putzriss?

    In der kommenden neuen DIN 18550 soll drinstehen, dass bei einem Wandbildner wie hier der Wärmeleitgruppe 0,09 auf alle Fälle eine Gewebespachtelung auf den Grundputz muss. Nur die "Steinindustrie" verhindert das seit MONATEN", so dass die neue 18 550 einfach nich rauskommt...

    Optischer Mangel kann bei "Häufung" gegeben sein, allerdings stellt sich die Frage was war bestellt. Wer hat denn das "Angebot/Leistungsverzeichnis" für die Putzarbeiten verfasst?

    Sind Bilder von den abplatzenden Stellen möglich? Sperrputz? Hersteller? Produkt? Anthrazit-Farbe? Hersteller? Produkt?

    MfG Michael
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  9. #8
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    Fotos....

    Hallo Josef und Michael,

    also da bräuchte ich jetzt eine Spezialkamera um Euren Wunsch nach Fotos der Haarrisse zu erfüllen. Mit meiner Digicam habe ich da 0 Chance, gerade probiert. Ich kann höchstens morgen ein paar Fotos von den abplatzenden Stellen machen.

    Michael: Oberputz Korn 2 mm
    Haarrisse bereits im Unterputz habe ich nicht gesehen - lässt sich im Nachhinein natürlich nicht 100% sagen - ich schaue nicht immer aus 20-30 cm Entfernung genau auf den Putz.
    Ich habe den Eindruck, dass die Haarrisse im Nachhinein entstanden sind. Genau kann ich dies leider nicht sagen, denn sie sind mir erst vor ca. 2 Wochen und damit rund 5 Wochen nach Ausführung Oberputz aufgefallen.

    Von einer Häufung der Haarrisse kann mit Sicherheit gesprochen werden. Wie gesagt ist es eine Art Netzwerk, keine langen geraden Risse. Die Risse sind gleichmäßig an ganzen Fassadenseiten zu finden.
    Nach den genauen Produktbezeichnungen des Sperrputzes und des anthrazit-Anstrichs muß ich mich erkundigen ... mehr Infos dazu folgen.

    Bis bald
    Patrick
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  10. #9
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    Nähere Details zum Putz

    Hallo,

    also habe mich beim ausführenden Unternehmen nach den verwendeten Materialien erkundigt und folgende Antwort erhalten:

    ***** prim 1050 Edelputz-Grundierung (30 ltr.)

    Hasit Faser-Super-Leicht 636 15 mm (3,76 to)
    Hasit Leichtsockelputz 625 1,5 mm (0,75 to)

    ***** IP Color 44 K Mineralischer Edelputz 2 mm,
    Kratzputzstruktur, Farbe ***** 2364 (870 kg)

    Egalisierungsfarbe 775 (15 ltr.)

    Daran fällt mir folgendes auf:
    - Grundierung und Edelputz von *****, Rest von Hasit - kann das Problem damit zu tun haben, das verschiedene Hersteller kombiniert wurden?
    - Nur 15 l Egalisierungsfarbe verwendet -> nur Sockelbereich und graue Kontrastbereiche wurden angestrichen, der sandfarbene Putz nicht

    Wie seht Ihr die Situation mit diesen zusätzlichen Infos?

    Danke für Eure weiteren Hinweise und viele Grüße
    Patrick
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  11. #10

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    Hmmm

    hoi Coburger,

    die erste "Aufgabe" bleibt, die Ursache der "Haarrise" festzustellen. Dazu müsste man die zumindest mal gesehen haben. Wie verteilen sich die im Putz/ der Putzfläche? (ob ein noch so gutes Foto das hergäbe?).

    "Haarriss" kann sehr vieles sein. (bleiben es Haarrisse?)
    Frostschaden am Oberputz?
    Schwundrisse im "Bindemittelleim"?(die wären ok)
    Schwundrisse übertragen aus dem Unterputz? Allerdings bei 4 Wochen Standzeit des Unterputz *hmm.
    "Trocknungsrisse", Wind oder zuviel Sonne bei Ausführung...
    "Sackrisse" - Regen auf den frischen Putz oder Nebel...???
    Oder es sind eben gar keine Putzrisse, sondern die "Ursache" ist im Untergrund zu suchen.

    So kommen wir hier nicht weiter...

    Deine Frage zur "Unverträglichkeit" zwischen den Produkten der beiden Hersteller... Solche Kombinationen vermeide ich schon ewig - oder war es nicht schon immer so? - aus meinem Bauchgefühl heraus... und die "Experten" streiten sich und streiten sich und streiten sich...
    Was bei Hasit steht weiß ich nicht, aber bei ***** steht bei den Unterputzen sinngemäß: *...Beschichtung mit *****-Edelputz soundso, soundso oder soundso...

    Die in meinen Augen fehlende "besondere Maßnahme" bei dünnschichtigen mineralischen Oberputzen, die in der DIN gefordert wird lässt mich noch einmal die Frage nach der Verantwortung stellen. Wer hat die Gipserarbeiten geplant/ausgeschrieben? Hat der Putzer darauf hingewisen?
    Dass in der DIN diese Maßnahme gefordert wird hat seinen Grund gerade eben dadrin, dass je "feiner" das Material des Oberputz ist, desto größer ist die Rissanfälligkeit und desto eher sind Risse visuell wahrnehmbar.

    Wieso der mineralische Oberputz nicht zumindest mit einem Ausgleichsfarbanstrich versehen wurde, diese "Frage" von Josef ist auch unbeantwortet. (Dies ist kein MUSS; aber...)

    MfG Michael
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  12. #11

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    hi coburger,

    michael hat recht,ein paar bilder wären nicht schlecht.

    was wurde denn nun im sockelbereich verarbeitet,sperr- oder sockelleichtputz?wie michael und josef auch schon feststellten macht auch mich der
    nicht ausgeführte egalistationsanstrich auf eingefärbtem oberputz stutzig..aber naja
    also wenn man die risse erst bei 30cm abstand erkennt,würde ich auch schwindrisse in der bindemittelschicht des oberputzes vermuten,vorallem weil er nicht gestrichen ist...oder trocknungsrisse durch zu schnellen wasserentzug durch wind,sonne..aber wie gesagt ohne bilder ist es schwer eine konkrete aussage zu treffen...

    auf was für einer basis ist die eg farbe im sockelbereich? hersteller?


    mfg benny
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  13. #12
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    Mehr Infos

    Hallo Michael und Benny,

    vielen Dank für Eure Experten-Tipps. Ich versuche mal die offenen Fragen zu beantworten und Fakten zusammenzufassen:

    - Fotos von den Mini-Rissen kann ich mit der Digicam nicht machen - das Foto zeigt auch bei bester Auflösung nur eine homogene Putzschicht, die Risse sind für eine Fotografie einfach zu dünn
    - Die Risse verteilen sich gleichmäßig auf der Fassade, an gut geschützten Stellen (Fensterbrüstungen, wettergeschützte Seite) gibt es keine - wenige Risse
    - Im Sockelbereich wurde ein Sockelleichtputz verwendet - hier fällt auf, das die - angestrichene - Oberfläche in Anschlußbereichen leicht abbröckelt und scheinbar keinen guten Halt zum Untergrund hat
    - In den Bereichen mit grauem Egalisationsanstrich (Fabrikat: Hasit Egalisierungsfarbe 775 Silikonharzemulsion) sind keinerlei Risse zu sehen, dies spricht natürlich dafür, dass mit einem vollflächigen Ausgleichsanstrich die Risse hätten vermieden werden können
    - Allerdings gibt es einige Brüche im Putz in den grauen Bereichen, gerade im Bereich von Anschlüssen zu Fenstern (siehe Foto)
    - Schwund als Ursache der kleinen Risse ist vorstellbar, außerdem gab es bei der Edelputzausführung auch teilweise stärkeren Wind (unser Haus liegt auf einer Anhöhe) und in den Tagen danach auch mal stärkeren Regen

    Etwas ausholen muß ich zur Ausschreibung der Putzarbeiten. Unsere Architektin hat (fast) immer die Gewerke sorgfältig ausgeschrieben und dazu auch so manche Nachtschicht gemacht und bezüglich Preis/Leistung Enormes geleistet. Die Vergabe der Putzarbeiten erfolgte jedoch - aus welchen Gründen auch immer - recht schnell und "freihändig" - ohne detaillierte Ausschreibung und Anforderung von Vergleichsangeboten. Es erfolgte vor Vergabe eine Baustellenbesichtigung und eine Abstimmung bezüglich der Eignung des Putzes für T9. Hierzu wurde mir durch die Firma auch das Datenblatt des Hasit Faser-Super-Leicht 636 übergeben. Die Auftragsvergabe erfolgte dann schriftlich, allerdings ohne genauere Spezifikation der einzelnen Putzbestandteile im Vertrag.

    Mein Eindruck war bisher, dass wir mit dieser Auftragsvergabe "auf Vertrauensbasis" (so etwas gibt es noch) gut gefahren sind. Jetzt stellt dies für uns natürlich einen Nachteil dar, aber ich hoffe den durch Einsatz meiner Architektin noch ausbügeln zu können.

    Bleiben folgende Fragen:
    - bringt ein nachträglicher Egalisationsanstrich etwas und kann ich diesen fordern?
    - wie seht Ihr die bröckelnden Stellen im Bereich der anthrazitfarbenen Flächen und im Sockelbereich (siehe Foto, sehen jeweils ähnlich aus, meistens Anschlussbereiche)?

    Danke und herzliche Grüße
    Patrick
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  14. #13

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    Antwort-Frage-Antwort

    - bringt ein nachträglicher Egalisationsanstrich etwas und kann ich diesen fordern?
    Dazu gibt es ein "offizielles Merkblatt" *hab ich aber hier zuhause net an der Hand.

    Meine Antwort: Logisch brächte er etwas - grundsätzlich aber nicht wegen der Rissproblematik - aber der Bauherr will/wollte ihn ja gar nicht - bezahlen.

    Die Ausbrüche an den "Anschlüssen", sind das Fenster- oder Türrahmen`oder wie?
    Wenn ja, Holz oder Kunststoff/Metall?
    Nochmal wenn ja, ist da eine Anputzleiste irgendeiner Art eingebaut?

    Bröckelt das einfach so? Ohne mechanisches Zutun?
    Die Stellen sind m.E. auf alle Fälle "nachzuarbeiten".
    Ob einfaches überstreichen da ausreicht?...(alleine der "dunkle" Farbton macht das schon schwierig genug)

    Wieso bleiben eigentlich immer mehr Fragen als Antworten?


    MfG Michael
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Beratung

    Hallo Michael,

    vorab es tut mir leid, wenn mehr Fragen als Antworten bleiben - ist nicht meine Absicht.
    Das ich einen Egalisationsanstrich nicht bezahlen wollte ist nicht unbedingt richtig. Im Grunde habe ich von der Notwendigkeit aber erst hier im Forum etwas erfahren und bin dazu vorher nicht beraten worden.
    Die Ausbrüche an den Anschlüssen sind von selbst entstanden - ohne mechanische Einwirkung. Es handelt sich um Anschlüsse an Aluminiumfenster bzw. Fensterbänke. Anputzleisten wurden gesetzt, ob allerdings auch in diesem Anschlußbereich - muß ich erst herausfinden.
    Also wir werden auf jeden Fall auf ein ordentliches Nacharbeiten der abbröckelnden Stellen hinwirken.
    Zum Thema Egalisationsanstrich muß ich - nach ihrem wohlverdienten Urlaub - mit meiner Architektin sprechen.

    Danke nochmal für die Zeit die Ihr euch nehmt und viele Grüße
    Patrick
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  17. #15
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    Außenputz - mal wieder

    Hallo, aus aktuellem Anlaß muß ich meinen Außenputz-Thread wieder aufgreifen. Anbei findet Ihr drei Fotos, hierzu folgende Anmerkungen:

    - bei bestimmten Wetterlagen bilden sich die gezeigten feuchten Stellen auf dem Edelputz. Deutlich erkennbar sind dann die Mauerwerksstrukturen, die sich darunter abzeichnen sowie der Betonsturz über dem Eckfenster (gut, dass der mehr Restfeuchte hat - wurde vor ca. 14 Monaten erstellt - ist verständlich, das T9-Mauerwerk selbst sollte jedoch sehr trocken sein)
    - bei den aktuell -2 Grad gefriert die Feuchte auf dem Edelputz, wir haben dann zumindest an der Nordseite eine ganz dünne Eisschicht auf dem Putz
    - Sorgen macht mir die erkennbare aufsteigende Feuchtigkeit im grau gestrichenen Sockelbereich

    Wie interpretiert Ihr diese Bilder? Benötigt Ihr noch mehr Infos als in diesem Thread enthalten um das zu beurteilen? Sollte ich mir ernsthaft Gedanken machen und etwas veranlassen?

    Danke für Eure Hinweise und eine schöne Zeit "zwischen den Tagen"
    Patrick
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