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  1. #1

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    Mängel bei Fenstereinbau in Altbausanierung!

    Hallo zusammen,

    im Rahmen einer Kernsanierung unseres Altbaus wurden auch neue in einer RAL-Farbe lackierte Alufenster eingebaut. Die Fenster wurden ohne jegliche Transportverpachung auf der Baustelle angeliefert und eingebaut. Dementsprechend weisen sie neben Schleifspuren auch an vielen Stellen deutliche Kratzer auf, die bis auf die weiße Grundierung durchgehen. Außerdem scheint mir auch der Einbau nicht korrekt vorgenommen. Da eine wärmedämmende Fassade neu vorgesetzt wird, wurden auch die Fenster vorgesetzt um flächenbündig mit der Fassade abschließen zu können. Alle Fenster sind nur seitlich mit Winkeln an der Fassade verschraubt. Aus meiner Sicht kann dies kaum ausreichen, um die eigene Last zu tragen. Eine Abdichtung mit Windpapier ist auch nur rechts und links passiert, oben und unten an den Fenstern ist eine entsprechend breite Öffnung. Wir haben sofort beim Fensterbauer interveniert und uns neben den technischen Mängeln auch darauf berufen, dass wir neue Fenster bestellt haben und keine verkratzten. Diesbezüglich hat sich der Fensterbauer zu dem Vorschlag durchgerungen, uns 5% Rabatt einzuräumen. Dies stellt mich aber nicht annähernd zufrieden. Leider ist unser Architekt auch keine große Hilfe, da er meint, es handele sich nur um einen optischen Mangel, der die Funktion der Fenster nicht beeinträchtige und wir könnten deshalb die Abnahme nicht verweigern.

    Wer kann uns einen guten Rat geben, wie wir hier verfahren sollen? Vielen Dank für Eure Tips!
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  2. Mängel bei Fenstereinbau in Altbausanierung!

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von Olaf (†)
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    So recht habe ich das jetzt nich verstanden,

    wo die Fenster denn nun sitzen - a) vollständig in der noch einzubauenden Dämmung oder b) doch im Mauerwerk, aber dort eben bis zur Kante vorgesetzt?
    1. Ich gehe mal davon aus, dass der Fensterbauer weiß, wie er die Fenster befestigen muss. Hast Du dennoch Bedenken wegen der Tragfähigkeit der verwendeten Winkel, lass Dir den Nachweis führen, dass es reicht.
    2. Archi hat recht, wenn er sagt, dass Du wegen der Optik die Abnahme nicht verweigern kannst. Was Du machen kannst ist ein Einbehalt bis zur Abstellung der Mängel - bis zum 3-fachen des Aufwands, der nötig ist. Keine Ahnung per Ferndiagnose wieviel das ist, reicht ausbessern oder muss komplett neu lackiert werden? Am besten Du fragst mal einen Maler. Wenn er Dir 5% bietet, dürfte der Aufwand wohl eher bei 10% liegen . Aber nix genaues weiß man nich
    3. Anders ist das wohl mit der inneren Abdichtung - die gehört ringsrum (2 Seiten deutet wohl darauf, dass Einbauvariante b) zutrifft). Hier würde dann schon ein wesentlicher Mangel, der die Funktion des SYSTEMS Fenster beeinträchtigt, vorliegen, Abnahmeverweigerung möglich.

    Mein Gott, manche lernen es nie (siehe Punkt 2). Ich will ja gar nicht von Handwerkerehre und so sprechen, aber entweder ich biete dem Kunden was, was andere nicht oder ich besser mache, oder eben nich. Unverständlich, dass er die Mängel nicht abstellt. Dann braucht man aber nicht darüber zu resonieren, dass fremde Handwerker und Billigheimer über meinen Markt hereinfallen. So hat er Geld eingebüßt UND ZUSÄTZLICH noch einen unzufriedenen Kunden zurückgelassen, der ev. jemanden kennt, der auch mal Alu-Fenster braucht.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Nachtrag:
    Da offenbar nicht klar ist, wie die Fenster eingebaut sind und ich es auch nicht wirklich gut beschreiben kann, poste ich einfach mal einen Auszug aus der Ausschreibung, damit Ihr euch ein Bild davon machen könnt. Vielleicht hat ja auch noch sonst jemand einen Hinweis, da die Ausschreibung für mich in vielen Punkten doch eher wie ein böhmisches Dorf aussieht:

    Fenster 1885 * 1635 mm Rahmen aus Aluminium

    1 St Fenster als Einfachfenster für Isolierverglasung, Einbau vor der tragenden Konstruktion im Abstand von 60mm, Einbau im Erdgeschoss, lichtes Rohbaumass (B*H) 1885mm * 1635mm, zweiteilig, ein Teil feststehend, ein Teil beweglich, Öffnung als Drehkippflügel, Beschläge verdeckt, Hersteller/Typ FSB Nr. 3476, Edelstahl oder gleichwertiger Art, Hersteller/Typ.....vom Bieter einzutragen; Erzeugnis: sapa, Ausführung gemäss Zeichnung, technische/statische und bauphysikalische Anforderungen an die Gesamtkonstruktion: Windlast DIN 1055-4, 0,6 kn/m2, max. Durchbiegung der freitragenden Rahmenteile 1/300 * L, zwischen gegenüberliegenden Scheibenkanten max 8mm, Fugendurchlässigkeit und Schlagregendichtheit DIN 18055, Beanspruchungsgruppe A, Wärmeschutz nach DIN 4108 und Wärmeschutzverordnung, äquivalenter Wärmedurchgangskoeffizient keq 1,2 W/m2K, Gesamtenergiedurchlassgrad in % 52, Rahmen aus Aluminium-Strangpressprofil DIN EN 755 und DIN 17615, Profilsystem sapa E 75 oder gleichwertiger Art, Profilsystem.....vom Bieter einzutragen, mit Unterbrechung der Wärmebrücke, Rahmenmaterialgruppe 1 DIN 4108-4 einschl. Flügelrahmen außen flächenversetzt, mit Pfosten, Eckverbindung der Rahmen mechanisch, Rahmenoberfläche anodisch oxidiert DIN 17611 - E6 chemisch vorbehandelt, pulverbeschichtet, Farbton RAL 5002 u-marin, Flügelrahmenoberfläche wie Rahmen, pulverbeschichtet, Farbton RAL 5002 u-marin, Befestigungsuntergrund Mauerwerk, aus Bimsstein, weitere Anforderungen: Dichtungsprofil DIN EN 12365-1 im Falz, aus EPDM, Glashalteprofil aus Aluminium, verdeckt befestigen, Rolladenführungsschienen aus Aluminium, witterungsseitig, Verglasungssystem DIN 18545-3, Vf3.
    Liefern und fachgerecht einbauen, einschließlich umlaufender Anschluss an Dichtungsebene der Fassadenkonstruktion (Unterspannbahn).

    So, das war der Ausschreibungstext, auf den sich dann alle anderen Fenster beziehen!

    Gruß mike04
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  5. #4
    Avatar von Olaf (†)
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    So?

    Und wo hatter jetzt rumgedichtet?
    Wobei ich sagen muss, dass ich die Ausschreibung beeindruckend finde, auch wenn ich die Einbauart noch nicht verstanden habe :-(. Kriegt man als Fb selten zu Gesicht.
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  6. #5
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Da oben steht ...

    ... "Einbau vor der tragenden Konstruktion im Abstand von 60mm". Ist doch eigentlich klar.

    Aber nur klar beschrieben. Warum aber 60mm vor der Wand ist mir nicht klar.
    Bei Passivhäusern mit WDVS ist der Regeleinbau vor der Wand - o.k. Aber bündig - Außenkante Mauerwerk = Innenkante Fenster.
    Aber hier? Wie will ich das denn dicht kriegen? Ich denke mal, da hat irgendeiner was verwechselt. Wer hat denn diese Ausschreibung vorgegeben? Der Fensterbauer selbst?
    Und wie stark soll die Fassade gedämmt werden?

    @Olaf
    ... zu Deiner Skizze sach ich mal nix .
    Geändert von VolkerKugel (†) (28.07.2006 um 18:33 Uhr) Grund: nicht zu verkneifender Nachtrag
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  7. #6
    Avatar von Olaf (†)
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    Aja,

    tragende Konstruktion gleich Mauerwerk, also vor Mauerwerk. Ergibt sich die Frage an den Fragesteller: Ja, wie hätte er es dann machen sollen außer mit "Winkeln".
    Aber die Beschreibung der Abdichtung leuchtet mir nicht ein: Anschluss an die Dichtebene der Fassadenkonstruktion - Unterspannbahn Öem, kann mir das mein einer mal erklären?
    Ich les da nix von WDVS - da steht was von Fassadenkontruktion, also aus meinem Unverständnis heraus ne vorgehängte Fassade. Kannste nich mal ein Detail zeigen, ich wills doch bloß verstehen!
    Warum 60 mm in der Luft? Der Planer will die Fenster außenbündig mit der Fassade ham. Steht doch da. Das fachliche dazu macht Ihr jetzt aber unter Euch aus.

    @ Volker Steht doch da, kann doch nicht nicht zu verstehen sein

    Olaf
    Geändert von Olaf (†) (28.07.2006 um 20:17 Uhr) Grund: Retourkutsche
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