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  1. #1

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    Kfw Förderung bzw. Berchnung der EnEV

    Hallo Zusammen,

    ich möchte ein EFH mit dem T8 ohne Keller und Holzheizung bauen.
    Mein Ziel ist nicht unbedingt eine Kfw 40 oder 60 zu bekommen, wenns klappt wäre es aber schön.
    Unser Kaminkehrer könnte die Berechnung durchführen, allerdings gäbe es für die Kfw 40 Förderung keine genauen Richtlinien, aus der ersichtlich ist welche U-Werte die Wände, Fenster, Dach oder Bodeplatte... nötig sind, um die Förderung zu erreichen. Ausserdem weiß ich noch nicht, welche Holzscheitelheizung ich einbauen werde.
    Gibt es trotzdem Richtwerte die man erreichen sollte?
    Ich habe mir auch schon einige Berechnungsprogramme runtergeladen, bin aber nie auf ein vernüftiges Ergebnis gekommen. Da wird zum Beispiel nicht berücksichtigt, wenn man die Frotstschürze dämmt. Laut unserem Architekten sollte man das aber machen, damit die Kälte nicht so leicht seitlich unter die Bodenplatte kommt.
    PS: unser Architekt macht leider keine EnEV-berechnung
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  2. Kfw Förderung bzw. Berchnung der EnEV

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von Bruno
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    Bauteilwerte sind nirgendwo vorgeschrieben. Mit 36,5 cm T8 (U=0,20), 20 cm Dämmung im Dach (U=0,20), 10 cm Dämmung auf der Bodenplatte (U=0,30) und Fenstern mit normalem Isolierglas (Ug=1,1 -> ergibt U Fenster von ca. 1,4) sollte KfW 60 drin sein, Heizung mit erneuerbaren Energien vorausgesetzt.

    Die Sockeldämmung wird indirekt berücksichtigt. Das Beiblatt 2 der DIN 4108 schreibt sie vor, und nur bei Einhaltung der Details des Beiblatts 2 darf man den halbierten Wärmebrückenzuschlag für das gesamte Haus ansetzen. Ansonsten heißt es überall ca. 15% besser dämmen um auf den selben Transmissionswärmeverlust zu kommen.
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von Bruno
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    Faustformel zum Rumspielen:
    (Voraussetzung: Primärenergiebedarf ist < 60 kWh/m²a und damit nicht das k.o.-Kriterium, mit erneuerbarer Energie gut zu erfüllen)

    zulässiger mittlerer U-Wert des Gebäudes nach EnEV: 0,50 (ca., abhängig von der Gebäudegeometrie)
    zulässiger mittlerer U-Wert des Gebäudes für KfW60: 70% hiervon = 0,35 (ca., s.o.)
    abzüglich halbierter Wärmebrückenzuschlag von 0,05: 0,35-0,05 = 0,30

    Die 0,30 sind das Ziel.

    Der mittlere U-Wert errechnet sich so:
    für jedes Bauteil U-Wert und Fläche a ermitteln
    alle Produkte U*a addieren
    Bodenplatte zusätzlich mit Faktor 0,6 multiplizieren (geringerer Verlust an Erdreich)
    durch Gesamtfläche teilen

    Beispiel:
    180 m2 Wand U=0,20 = 180*0,20 = 36
    130 m2 Dach U=0,20 = 130*0,20 = 26
    40 m2 Fenster U=1,4 = 40*1,4 = 56
    100 m2 Bodenplatte U=0,30 = 100*30*0,6 = 18
    Summe: 36+26+56+18 = 136
    Gesamtfläche: 180+130+40+100 = 450
    mittlerer U-Wert: 136/450 = 0,30

    KfW60 überschlägig knapp erreicht

    Das Ziel für KfW 40: 55% des nach EnEV zulässigen mittl. U-Werts, also:
    0,55*0,50 - 0,05 (Wärmebrückenzuschlag) = 0,225
    Dafür muss wesentlich besser gedämmt werden.
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  5. #4

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    Ich schließe mich meinem Vorredner an: KfW-60 sollte mit einem T-8 eigentlich locker drin sein. Kommt der nicht sogar auf eine Dicke von 42 cm mit U 0,18? Wenn der Kaminkehrer die Berechnung vorschlägt, dann muss er doch auch über entsprechende Software verfügen und über das Wissen, dass die EnEV keine U-Werte vorschreiben KANN, weil ja viele Faktoren eine Rolle spielen. Riesenhütten mit günstiger Bauform benötigen z.B. weniger Dämmung als kleine, verwinkelte Bungalows, um gleiche Transmissionswärmeverluste pro qm zu erreichen.

    Wenn eine Holzheizung geplant ist, wird der zulässige Primärenergiebedarf sowieso unterschritten. Gilt auch für ne Wärmepumpe.

    Unabhängig von KfW-Förderung: Ich halte es auf jeden Fall für sinnvoll, mindestens den KfW-60-Standard anzustreben.

    Gruß, Peter
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  6. #5
    Avatar von bauhexe
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    ich würd an der stelle von mpe1 mal zu einem archi oder bauing gehen, anstatt zum kaminkehrer ich weiß ja nicht ob der auch was vom mauerwerk, kellerdämmung und dachaufbau versteht? ...schuster bleib bei deinen leisten!!!
    macht der kamienkehrer den nachweis auch unter berücksichtigung der tau- und verdampfungsperiode, tragfähigkeit....
    ich hab auch schon kfw 60mit einem T14 hingebracht . ist eben eine frage der planung und des gesamtkonzeptes
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  7. #6
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    Da mein Architekt leider keine Berechnung durchführt und unser Kaminkehrer die Berechnungen durchführen darf, hatte ich ein Beratungsgespräch. Allerdings hatte der bis dato nur renovierte Häuser durchgerechnet, bei denen bereits alles vorgegeben war. Nachdem ich aber mit dem T8 (42,5) bauen will stellt sich die Frage was ich jetzt beim Dach (Aufdach oder zwischen den Sparren) bzw. bei den Fenstern ... mache. Wie gesagt ich will natürlich so gut wie möglich dämmen, allein um zukünftig möglichst wenig zu heizen. Allerdings stellt sich immer die Frage, ob die Kosten das Ergebnis rechtfertigen bzw. ob es mehr Sinn macht das Dach besser zu Isolieren bzw. hochwertigere Fenster zu nehmen.
    Aber wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, würde sich für mein geplantes Haus von 9x14 (ganz einfach ohne irgendeinen Firlefanz) folgende Situation ergeben:
    248 m2 Wand U=0,18 = 248*0,18 = 44,64
    130 m2 Dach U=0,20 = 130*0,20 = 26
    40 m2 Fenster U=1,4 = 40*1,4 = 56
    126 m2 Bodenplatte U=0,30 = 126*0,30*0,6 = 22,68
    Summe: 149,32
    Gesamtfläche: 544
    mittlerer U-Wert: 149,32/544=0,27
    Zumindest weiß ich jetzt wo ich schrauben kann (Dach, Bodenplatte oder Fenster) und welche Auswirkungen es hat
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  8. #7
    Bauexpertenforum Avatar von Bruno
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    Wenn es Richtung KfW 40 gehen soll, könnte ein Aspekt noch interessant sein: der Einzelnachweis von Wärmebrücken, nebst sauberer wärmebrückenarmer Detailplanung natürlich. Der pauschale Wärmebrückenzuschlag von 0,05 auf den durchschnittlichen U-Wert des Hauses wird hier durch den wahren Gesamteffekt der Wärmebrücken ersetzt und kann ggf. bis in die Nähe von Null reduziert werden.

    Das bringt genauso viel Verbesserung wie z.B. der Einbau von Passivhausfenstern statt normaler Fenster, zumindest rechnerisch, worauf es beim KfW-40-Antrag aber ankommt. Beim diesem Einzelnachweis kann man dann exakt nachvollziehen, wie sich eine Frostschürzendämmung auswirkt, und den "Lohn" dafür ernten.

    Ist nur etwas aufwändig zu rechnen und man muss schauen, ob das Honorar dafür über bauliche Einsparungen beim Dämmen wieder reinkommt.
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  9. #8
    Avatar von Olaf (†)
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    1,4 für die Fenster..

    ist rausgeschmissenes Geld. Mit nem guten System schaffste locker 1,3 wenn nicht gar 1,2 ohne das es die Welt kostet und OHNE Passivhauselementen.
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  10. #9

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    Hallo !

    Passend zum thread-titel hätte ich auch noch ne Frage, auf die mein Statikus und ENEV-Nachweis-Ersteller keine Antwort wusste.
    Folgende Situation:
    - gut gedämmte Außenhülle
    - Gesamtheizwärmebedarf < Lüftungsverluste
    - gutes Lüftungsgerät mit 89% WRG , Primärhilfsenergiebedarf umgerechnet < 2 Kwh/m²
    - nach Abzug der Lüftungsverluste unter Berücksichtigung der Rückgewinnung ist der Heizwärmebedarf knapp unter Null
    Jetzt die eigentliche Problemstellung:
    Ist KFW 40 bereits mit Wassererwärmung mit Direktstrom (DEH) erreicht
    (12,5 x 3 + 2 = 39,5 kwh/m²Primärenergiebedarf )?
    Oder muss eine Heizung mit entsprechendem Hilfsenergiebedarf in der Berechnung enthalten sein, was die ganze Geschichte über den Grenzwert drückt?
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  11. #10
    Avatar von JDB
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    Wegen der diversen MMR machmal bitte 'nen eigenen Thread auf.
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11

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    Heizwärmebedarf unter Null? Das bedeutet, Ihr Haus produziert kraft seiner Anwesenheit Wärme. Herzlichen Glückwunsch!
    Im Ernst: Wenn sich die energetische Qualität in Richtung Passivhaus bewegt, taugt die EnEV-Berechnung nicht mehr so recht zur Erfassung. Hier nimmt man dann das Passivhaus-Rrojektierungspaket. Gibt`s beim Passivhausinstitut in Darmstadt.
    Ansonsten würde ich einfach nochmal richtig rechnen lassen.

    Zur Heizung: Beim niedrigen Heizenergiebedarf eines Passiv-/KfW-40-Hauses ist es kein Problem, unter den Primärenergie-Grenzwerten zu bleiben. Richtige Technik vorausgesetzt. Beispielsweise mit einer kleinen Wärmepumpe, die dann auch das Wasser wärmt. Braucht weniger Primärenergie als der DEH. Eine so genannte Haustechnikzentrale (effiziento, tecalor, alpha innotec) würde auch passen.
    Oder planen Sie das Haus als totales Passivhaus, also ganz ohne Heizung?

    Gruß, Peter
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  14. #12

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