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  1. #1
    Neu_hier
    Gast

    Geschoßdecke nicht abgerüttelt - Baupfusch?

    Hallo,

    ich habe gerade den Tipp bekommen, dass bei meiner Geschoßdecke (Filigrandecke) der Beton nicht abgerüttelt (verdichtet?) wurde - und wahrscheinlich bei der Bodenplatte auch nicht.

    Mir wurde erklärt, dass deswegen Luftblasen im Beton sitzen, die die Bewehrung zum korrodieren bringen und dadurch die Standfestigkeit nicht mehr gegeben ist.

    Das Haus wird von einem GU auf meinem Grundstück gebaut. Der GU ist auch der Architekt und gleichzeitig Bauleiter und zur Zeit im Urlaub. Die Beton- und Maurerarbeiten wurden an ein drittes Unternehmen abgegeben.

    Wie verhalte ich mich jetzt? Baustopp anordnen und Sachverständigen holen?
    Kann man als Laie irgendwie erkennen, ob abgerüttelt wurde?

    Im voraus vielen Dank für eure Antworten!

    Gruß,
    Jörg
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  2. Geschoßdecke nicht abgerüttelt - Baupfusch?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    JamesTKirk
    Gast
    Zitat Zitat von Neu_hier
    Wie verhalte ich mich jetzt? Baustopp anordnen und Sachverständigen holen?
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Hallo

    Der sachverständiger wird da nicht viel machen können der er kann nicht durch beton gucken.Er kann nur Bauherrenbegleitend folgendes machen:

    Betonfestigkeitsprüfüng durchführen.
    Proben zum Betonprüflabor abgeben.

    Mfg.
    Yilmaz
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  5. #4
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    und zum Schluss war´s ein Aaton
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Zitat Zitat von Josef
    und zum Schluss war´s ein Aaton
    @Josef
    was ist ein Aaton?
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  7. #6
    Neu_hier
    Gast
    Danke für die prägnante Antwort :-)

    Ich bitte aber noch um ein paar Erklärungen/Beruhigungen, denn meine Nerven liegen blank, da der Dachstuhl schon drauf ist und heute mit dem Verklinkern angefangen wurde.

    Der Tippgeber (selber Maurer) meinte, ein solcher Mangel könnte zum Abriß des Rohbaus führen, falls der Gutachter eine mangelnde Verdichtung feststellt. Hat er recht?

    Mir ist aufgefallen, dass die Arbeiter die sichtbare Außenseite der Geschoßdecke teilweise mit einer Dichtungsmasse glattgestrichen haben. Ist das normal, oder wird da der Pfusch versteckt?

    Die Decke wurde vor ca. 3 Wochen gegossen. Während die Decke abgestützt war, konnte ich keine Haarrisse in den Filigrandecken sehen. Seit Freitag sind die Stützen weg, und jetzt haben ausnahmslose alle Filigrandecken mehrere, regelmäßig verteilte Risse in Richtung der kurzen Seite.

    Gruß,
    Jörg
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  8. #7
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    @Neu Hier(jörg)

    man kann den beton auch ohne ein Elektrischen Rüttler verdichten wie das bei decken und Sohlplatten gehen soll weiss zwar nicht(duch stochern) aber es ist nicht die sache von sachverständiger sondern von Physiker es muß untersucht werden,
    hört sich vieleicht krass an aber so ein betonprobenprüfung in ein Labor kostet unter 100 euro.
    Hollen sie sich ein bausachverständigen dazu,er wird alles in die wege leiten und Ihnen weiter helfen.

    Mfg.
    Yilmaz
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  9. #8
    D.Eric
    Gast

    selbstverdichtend?

    http://www.readymix.de/beton/selbstv...ton/index.html

    hi Neu_hier,
    vielleicht war es ja auch so was oben.
    Lieferscheine von dem Rohbauerunternehmen vorlegen lassen.
    Viele Grüße
    Eric Deichmann
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  10. #9
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    @Josef
    es hat sich erledigt ich weiß jetzt was Aaton ist

    @D.Eric
    Danke!
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  11. #10
    Neu_hier
    Gast
    @Yilmaz
    Ich könnte auch damit leben, wenn es 1000 Euro kostet. Versuche sofort morgen einen Gutachter zu finden

    @Eric
    Es war bestimmt kein selbstverdichtender Beton. Man kann es sehr gut an der Betontreppe sehen, die sieht seitlich aus wie eine Mondlandschaft


    Gruß,
    Jörg
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  12. #11
    Bauexpertenforum
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    Ein nicht, oder unfachmännisch verdichteter Beton führt erst einmal nicht zum Abriss.
    Zum Abriss führt es nur dann (muss), wenn die Mindestanforderungen an dem Beton nicht vorhanden sind, die Standsicherheit nach einer weiteren Prüfung (der Statik) durch den TWP, anhand der zu liefernden Material Kennwerte nicht mehr ausreichen gewährleistet ist.
    Ob ein Sachverständiger dieses ohne Labor und Prüfkerne erfassen kann, liegt auch an seine Ausrüstung (Yilmaz – was meinst Du wohl was wir alles können)
    z.B. mit einem Rückprallhammer. Ist zwar ausdrücklich nicht zur Bestimmung der Druckfestigkeitsklasse zugelassen, gibt aber einen ersten Hinweis auf die Materialbeschaffenheit.
    Ob hier ein Selbstverdichtender Beton zum Einsatz gekommen ist, kann der Fachmann schon anhand der Oberfläche vermuten – oder ausschließen.

    Was sagt denn der BU?
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  13. #12
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    @Mark

    Zitat Zitat von Carden, Mark
    Ob ein Sachverständiger dieses ohne Labor und Prüfkerne erfassen kann, liegt auch an seine Ausrüstung (Yilmaz – was meinst Du wohl was wir alles können)
    Ich bin beeindruck!
    Die festigkeit lässt sich mit diesen Betonrüttlerförmige Rückprallhammer prüfen aber wie kann man feststellen ob bei der Bodenplatte die erforderliche Betonüberdeckung bei der betonstahl vorhanden ist?
    Jetzt kommst du
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  14. #13
    Bauexpertenforum
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    mit magnetinduktiven Messsystemen

    viel Spaß beim googlen Yilmaz
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Zitat

    Die zerstörungsfreie Lokalisierung der Bewehrung erfolgt mit magnetinduktiven Messsystemen, die die Feststellung der Lage einzelner Bewehrungsstäbe mit hoher Genauigkeit ermöglichen. Die marktüblichen Messsysteme können Bewehrung bis in eine Tiefe von ca. 10 cm lokalisieren.

    Die zerstörungsfreie Messung der Betonüberdeckung der Bewehrung erfolgt mit dem gleichen Messsystem wie die Lokalisierung der Bewehrung. Zur zerstörungsfreien Ermittlung der Betonüberdeckung ist es erforderlich, dass der Durchmesser der Bewehrungsstäbe z.B. aus Planunterlagen bekannt ist.
    ..............

    habe ich danke...
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  17. #15
    JamesTKirk
    Gast
    Zitat Zitat von Carden, Mark
    mit magnetinduktiven Messsystemen

    viel Spaß beim googlen Yilmaz
    Da gibts das Profometer von proceq, das Ferroscan von Hilti und das Lithoscope. Sind aber zerstörungsarme (nicht -freie) Messmethoden, da man an einigen Stellen mal öffnen sollte, um die Ergebnisse zu überprüfen.

    Wenn nicht richtig verdichtet worden ist, müssen Hohlräume in den Betonbauteilen vorhanden sein. Diese lassen sich mit dem Impact-Echo-Verfahren recht gut nachweisen. Eventuell funktioniert auch eine aktive Thermographie zur Hohlstellensuche.
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