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Krebs Gefahr von Eternit-Fassaden bzw. von Eternit verkleideten Häusern? Ja oder nein

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  1. #1

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    Idee Krebs Gefahr von Eternit-Fassaden bzw. von Eternit verkleideten Häusern? Ja oder nein

    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier in diesem Forum. Der Grund ist ziemlich banal: Es geht um eine akute Bautechnische Frage:

    Wir haben eine neue Traum Wohnung gemietet und werden jetzt in den kommenden Wochen dort einziehen. Allerdings hat das ganze eine kleine Schattenseite, die mich ein wenig beunruhigt. Das Haus, welches direkt an dem Gebäude anliegt, ist mit diesen grottenhäslichen Ethernet-platten verkleidet.

    Die einen sagen, dass von dem Gebäude eine Gefahr ausgehen würde, die anderen sagen nein. Ich bin ziemlich verunsichert. Was denkt ihr über diese Ethernietverkleideten Gebäude? Geht von ihnen durch „Verwitterung“ eine akute Asbest-Krebs Gefahr aus oder nicht?

    Krebs Gefahr von Eternit-Fassaden bzw. von Eternit verkleideten Häusern? Ja oder nein?

    Gruß
    Martina
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  2. Krebs Gefahr von Eternit-Fassaden bzw. von Eternit verkleideten Häusern? Ja oder nein

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  3. #2
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Dazu ...

    ... müsste man erstmal das Baujahr des Hauses wissen.

    Früher war´n die Eternit-Platten asbesthaltig - heutzutage sind sie´s nicht mehr.

    Nachtrag:
    Und selbst wenn´s asbesthaltige wären passiert gar nix, solang´ sie friedlich an der Wand hängen. Erst wenn sie abgenommen/bearbeitet werden, sind besondere Schutzmaßnahmen erforderlich.
    Geändert von VolkerKugel (†) (08.08.2006 um 21:30 Uhr) Grund: Nachtrag
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  4. #3

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    Nein,
    und wenn die Eternitplatten auch Asbest enthalten sollten, besteht auch nur dann eine Gefährdung, wenn die Platten bearbeitet(bohren, sägen, schneiden) werden.
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  5. #4
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    Zitat Zitat von VolkerKugel
    ... müsste man erstmal das Baujahr des Hauses wissen.

    Früher war´n die Eternit-Platten asbesthaltig - heutzutage sind sie´s nicht mehr.

    Nachtrag:
    Und selbst wenn´s asbesthaltige wären passiert gar nix, solang´ sie friedlich an der Wand hängen. Erst wenn sie abgenommen/bearbeitet werden, sind besondere Schutzmaßnahmen erforderlich.

    Das Gebäude ist in den 1965 Gebaut worden. Die Ethernietplatten kamen, laut Aussage der Eigentümerin, 1976 dran. Nun sagte mir ein guter bekannter vom Fach ( Architekt ), dass nicht alle Verkleidungen, die nach Eternit aussehen würden, auch welches wären. Asbest Ethernietplatten hätten damals einiges mehr gekostet als herkömmliche Glasfaserplatten.

    Wie ist es mit den Phasern, die sich durch Verwitterung von den Platten allmählich lösen ( Von den Kanten )?
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  6. #5

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    Nur keine Panik!

    Asbest ist - in rauhen Mengen 'genossen' - zwar schädlich, aber die Eternitfassade beim Nachbarn ist wesentlich gesünder als die Teilnahme am Straßenverkehr.
    Hauptbetroffene von dem asbestinduzierten Lungenkrebs waren einmal die Abfüller in den Herstellerwerken, die zum Teil ohne Atemschutz in den Asbestwolken standen, und die Verarbeiter von sog. Spritzasbest, einer eher lockeren asbesthaltigen Masse, die zu Feuerschutzzwecken vor allem in größeren Gebäuden in die Zwischendecken, Ausfachungen etc. gespritzt wurde. In dem Spritzasbest sind die Fasern nur sehr schlecht gebunden und lösen sich daher leicht. Im Eternit ist das Zeug sehr fest gebunden (*soll* ja halten!), die Faserbelastung durch die Fassade, zumal die vom Nachbarn, ist vernachlässigbar.

    Grüße
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  7. #6

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    Eternit...

    (Nicht Ethernet - das gehört in den Combjuder) mit Asbestfaser ist am Nachbarhaus so harmlos oder gefährlich wie zwei Strassen weiter. Und im Zwei-Strassen-Radius werden Sie fast überall in Städten alte, frei bewitterte Eternit-Teile haben (oder Toschi-Rohr oder Promabest oder....)
    Es gibt nicht ohne Grund keine Sanierungspflicht für solche Flächen. WENN das Zeugs demontiert wird, ist auch kein besonderer Schutz für die Anlieger notwendig.
    MfG
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  8. #7

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    ETHERnit ist doch ein nettes Mischwort - zumal oben auch von "Phasern" statt "Fasern" die Rede ist. War phasern nicht eine Dematerialisierungsmethode bei Star Trek?
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  9. #8
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    Zitat Zitat von tp17
    ETHERnit ist doch ein nettes Mischwort - zumal oben auch von "Phasern" statt "Fasern" die Rede ist. War phasern nicht eine Dematerialisierungsmethode bei Star Trek?
    Nicht doch tp17, es war die Walther P99 DAO, die wurde zu jener Zeit fälschlicher Weise als Phaser benannt und ist heute meine neue Dienstwaffe. Sie liegt gut in der Hand und lässt sich hervorragend bedienen, allerdings klappt das mit dem Dematerialisieren noch nicht ganz. Soll aber noch werden.

    Aber gut ob jetzt nun Phasen oder Faser sich von einer Platte lösen, gemeint ist das, was sich da ablöst von den Platten und die frage wurde gestellt, ob das schädlich oder gar gefährlich sein könnte. Offenbar nicht und ich kann jetzt beruhigt in meine neue Wohnung ein ziehen. Dennoch, wer Hinweise bezüglich dieser Eternit-platten hat: Bitte hier posten.

    Ich habe heute erfahren, dass weniger als die hälfte dieser Platten, auch Asbesthaltig sind. Jedoch sagte mir der Architekt, dass dies ältere Zahlen sein, die er auch nicht mehr überprüfen könnte. Tja, vielleicht weiß ja jemand hier ob da was dran ist und wie man das feststellen kann, ob denn nun diese Platten Asbesthaltig sind oder nicht?
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  10. #9

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    Irgendwie...

    kann man/frau sich Probleme auch herbeizaubern, oder.
    Sicher können sie eine Abklatschprobe von der Fläche ziehen (lassen) Aber erstens (das sollten SIE wissen) müssten Sie dazu fremdes Eigentum angehen (Das Nachbardach) und zweitens, was ändert das Wissen, ob da nun Asbest drin ist oder nicht. Oder glauben Sie uns allen nicht, wenn wir sagen, das Zeugs auf Nachbars Dach ist nicht gefährlich für Sie? Wollen Sie unbedingt ein gefühltes Risiko heraufbeschwören, in dem Sie feststellen, das da Asbest drin ist?
    So ganz versteh ichs nicht, ehrlich.
    MfG
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  11. #10
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    Ot

    Das ist wie mit dem E-Wellen Smog. Kommt ne Mobilfunkantenne in der Nachbarschaft aufs Dach ist das Geschrei groß, obwohl man sich den Mikrowellenbrenner per Handy seit Jahren direkt ans Hirn hält.

    Zu Asbest: Es gibt Gefahren mit dem Zeug. Aber nicht in allen und jedem Fall. Solange man/frau es in Ruhe läßt - kein Thema. Man sollte halt "keinen Staub aufwirbeln". Immer locker bleiben.
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  12. #11
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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer
    kann man/frau sich Probleme auch herbeizaubern, oder.
    Sicher können sie eine Abklatschprobe von der Fläche ziehen (lassen) Aber erstens (das sollten SIE wissen) müssten Sie dazu fremdes Eigentum angehen (Das Nachbardach) und zweitens, was ändert das Wissen, ob da nun Asbest drin ist oder nicht. Oder glauben Sie uns allen nicht, wenn wir sagen, das Zeugs auf Nachbars Dach ist nicht gefährlich für Sie? Wollen Sie unbedingt ein gefühltes Risiko heraufbeschwören, in dem Sie feststellen, das da Asbest drin ist?
    So ganz versteh ichs nicht, ehrlich.
    MfG
    Nein, deswegen bin ich ja hier. Ich selber habe andere Kenntnisse und Sie hier andere und ich vertraue einfach mal, was mir hier gepostet worden ist. Mann macht sich halt sorgen, zumal ich Mutter von drei Kindern bin.

    Nun gut, wir ziehen da ein und fertig. Das Problem sind eben solche, die einen ganz schön verrückt machen können, wenn Sie verstehen was ich meine. Also die Platten an Nachbarn Haus stellen kein Problem dar, solange man diese nicht bearbeitet oder bricht. Für mich ist das Thema hiermit schon fast durch.

    Vielen Dank an alle!
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  13. #12

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    Ich bin....

    Vater dreier Kinder und an unserem Anbau sind Faserzementplatten angebracht, die dem Bj nach wohl auch Asbest enthalten werden. Ich habe mir beim Erwerb Gedanken über eine ggf. nötige Entsorgung gemacht, aber nicht mal ansatzweise Sorgen um unsere Gesundheit oder die unserer Kinder.
    Da ist - wie bei vielen Gefahrstoffen - auch viel Hysterie im Spiel.
    MfG
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  14. #13
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer
    Vater dreier Kinder und an unserem Anbau sind Faserzementplatten angebracht, die dem Bj nach wohl auch Asbest enthalten werden. Ich habe mir beim Erwerb Gedanken über eine ggf. nötige Entsorgung gemacht, aber nicht mal ansatzweise Sorgen um unsere Gesundheit oder die unserer Kinder.
    Da ist - wie bei vielen Gefahrstoffen - auch viel Hysterie im Spiel.
    MfG
    Ja, das ist mir bekannt: Wird schon nichts passieren oder wahrscheinlich nichts oder noch besser: vermutlich wird schon nichts passieren. Ich bin da etwas praktischer, aber das liegt vielleicht auch an meiner Arbeit. Ich mag Dinge die Greifen, ich muss wissen was los ist. Zwar nicht immer, aber bei bestimmten Dingen, will ich es schon genau wissen.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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  17. #15

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    Sorry...

    aber so nicht, Martina.
    Ich hoffe nicht oder betrachte das Thema nach dem Motto "Alles wird gut, man muß nur den Kopf in den Sand stecken" oder "Wenn ichs nicht seh, siehts mich auch nicht"
    N E I N ! !!
    Ich habe mich mit den Risiken sehr bewusst (u.a. weil ich Promabest in der Lehre noch auf der Kreissäge geschnitten habe) auseinandergesetzt.
    Nur habe ich versucht, die Argumente zu werten und nicht das laute Heulen.
    *****
    Aber es gibt im Leben nun mal nicht nur schwarz und weiss, sondern ne Menge Grautöne (und manchmal sogar Farbe).
    Es wird Dir - und allen anderen - niemand beweisen können, daß das Zeugs nebenan NICHT gefährlich ist, weil Asbest grunsätzlich ein Risikopotential hat. Das Problem oder besser in diesem Fall Euer Vorteil ist aber, daß sich schon Asbestfasern von dem Zeugs lösen können, nur niemand sicher sagen, ob die in Eurer Lunge ankommen und wenn, ob Sie dort Schaden anrichten.
    Mich erinnert diese Debatte an die probiotischen Jogurt Drinks mit irgendwelchen Super-Bakterien.
    Ja, die sind drin im Jokurt, ja die sind im menschlichen Darm, ja sie fördern dort die Verdauung und die Gesundheit! ABER: Von einer Million Baterien in so einem Drink überleben die Reise durch den Menschen bis zu Ihrem "Einsatzort" ein paar Hundert Bakterien, die dort den Bestand von zig Millionen "unterstützen" sollen.
    Dito mit Asbestfasern - die Fasern, die vom Dach nebenan kommen. Sie fallen neben den zig Hundert, die schon in der Luft sind, gar nicht auf und beeinflussen nichts. Erst wenn es die letzte Asbestquelle in weitem Umkreis ist, macht es Sinn sich über die Gefährdung Gedanken zu machen - oder auch nicht, weil so wenig Fasern freigesetzt werden.
    ****
    Noch etwas: Ich bin rd. 20 jahre meines Lebens unter einem Dach aus asbesthaltigen Schindeln aufgewachsen - ohne das ich, meine Eltern oder unsere Nachbarn davon Schaden genommen hätten.
    ****
    Aber wenn Hysterie ins Spiel kommt, helfen Argumente nicht mehr.
    ich habe mal behauptet (und dazu stehe ich) wenn ich in einer Schule das Wort Asbest ausspreche, in der nicht eine einzige Faser vorhanden ist, zeigt innerhalb des nächsten 1/4-Jahres ein Teil der Lehrer vermeintliche Syptome einer Asbestose - funzt aber garantiert auch mit anderen Berufen.
    MfG
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