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Wie muss fachgerecht bemaßt werden?

Diskutiere Wie muss fachgerecht bemaßt werden? im Forum Praxisausführungen und Details auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Wie muss fachgerecht bemaßt werden?

    Wenn ich ganz tief in meinen Erinnerungen wühle nach dem, was ich zum technischen Zeichnen gelernt habe, meine ich, dass die Positionen von Innenwänden immer von außen (Außenmauerwerk als Aufhänger) bemaßt werden. Das heißt, eine Bemaßung, die sich stattdessen an einem Fenster orientiert, ist nicht normgerecht und ist im Fall eines Widerspruchs unterzuordnen.

    Stimmt das so?
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  2. Wie muss fachgerecht bemaßt werden?

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von Bruno
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    Nein. An Widerspruchsregeln werden schon höhere Anforderungen gestellt. Zuerst gilt eine vertraglich vereinbarte Regel wie z.B. in § 1 VOB/B, dann der Rechtsgrundsatz, dass eine präzisere Klausel der allgemeinen vorgeht. Irgendwelche nicht als Vertragsbestandteil vereinbarten DIN-Normen zum Technischen Zeichnen erfüllen m.E. nicht die Anforderungen an Widerspruchsregeln.
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  4. #3

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    Wie wärs mal...

    mit nem Scan der zeichnung und Markierung der fraglichen Maße/Maßkette.
    Mfg
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  5. #4
    Themenstarter

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    Es geht darum, dass die Küche ursprünglich 410cm groß war. Daran wurde auch nie etwas geändert. Geändert hatte sich die Fensterbreite. In diesem Zusammenhang änderte der Architekt die Zeichnung und trug dort die Bemaßung 46.5 rein.

    Nun ist die Küche 403.5 groß. Der Architekt meinte, das käme ja hin, wenn man 496 minus 46.5 und der Wandstärken rechnet.

    Wir haben aber wie gesagt die Wand immer ausdrücklich an Ihrer Position belassen. Die Position der Wand in der Zeichnung hat der Architekt nicht geändert. Zeichnung und Bemaßung stimmen somit nicht mehr überein. Wir haben natürlich nicht 496 minus 46.5 minus Wandstärken usw. nachgerechnet. So ist uns der Widerspruch nicht aufgefallen. Zumal mir auch nicht ganz klar war+ist, wo genau die Bemaßung da anfangen soll, wie dick die Wand inkl. Isolierung ist usw. Die Bemaßung der Küche selber ist nur auf der Orginal Din A0-Zeichnung des Architekten zu sehen und auf dem uns vorliegenden Ausschnitt nicht.
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  6. #5
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Mit diesem Ausschnitt ...

    ... kann man dazu nix anfangen. Die 4,96 sind für den Maurer genauso unbrauchbar, weil er ja noch keine Dämmstärke zum Messen hat - daher die zusätzliche Angabe 46,5 von der 10er Wand.

    Woher kommen denn dann nun eigentlich die 4,10m ?
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  7. #6

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    Vermaßung

    Moin!

    So weit ich weiß, gibt es keine "Norm" für ausreichende Vermaßungen. Diese müssen halt ausreichend und erschöpfend sein, so daß der Handwerker damit sein Werk einwandfrei ausführen kann. Eine Wand von der Außenkante zur Öffnung zu vermaßen ist schon i.O., dies bezieht sich allerdings nur auf die Öffnungen (Türen, Fenster). Zusätzlich sollten natürlich alle Raummaße in einer weiteren Maßkette irgendwo ablesbar sein. Es ist sicher nicht sehr gut, wenn man Raummaße nur durch Subtraktion verschiedener Maßketten ermitteln kann!

    Ist denn das Rohbaumaß der Küche nirgendwo abzulesen gewesen? Wäre nicht gut. Dennoch: Der Architekt schuldet den Erfolg ergo die Richtigkeit seiner Planung. Kommt er auch ohne dieses maß aus...nun gut...das ist dann vielleicht nicht unbedingt "vollständig vermaßt", wenn es aber zum Erfolg führt...warum nicht!? Wenn nun aber nicht...ja dann...

    Thomas
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  8. #7
    Baufuchs
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    Totto

    schreibt, dass die Vermaßung der Küche im Originalplan vorhanden ist.
    Geht man davon aus, dass dort die Küche mit L = 4,10m vermaßt ist und lediglich eine Verbreiterung der Türöffung gewünscht war, liegt ein Fehler vor.
    Der Architekt hätte darauf hinweisen müssen, dass die gewünschte Änderung (so wie er sie vorgenommen hat) eine Verringerung des Raummaßes zur Folge hat.
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  9. #8
    Themenstarter

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    Gestern fiel uns noch ein weiterer Punkt auf:

    Beziehen sich Fensterbemaßungen nicht auf die Maueröffnung bzw. Rohbaumaß? Dann wäre die Zeichnung nämlich richtig!

    496 - 10 (Dämmung) - 17.5 (Wand) - 10 (Innenwand) - 46.5 = 412

    Das wäre GENAU das, was wir haben wollen!
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  10. #9
    Baufuchs
    Gast

    So

    wie Sie es jetzt rechnen wäre links auf Außenkante (Dämmung) und rechts auf Rohbau (Mauerwerk) vermaßt. Das macht man nun gar nicht.
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  11. #10

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    @alle,

    wenn mich meine rheumatischen Augen nicht ganz täuschen, ist die Bemaßung 4,96 m von Außenkante Dämmung zu Außenkante Dämmung, wohingegen die 46,5 cm von der Außenkante Dämmung noch einige cm von der Dämmung entfernt sind.

    Die Rechenkette sieht also so aus:

    496 - 10 (Dämmung) - 17.5 (Wand) - 10 (Innenwand) - 46.5 – 10 (Reststück zwischen 46.5 und Ende Dämmung außen) = 402

    Und damit sieht man wieder mal, was eine gute Bemaßung ausmachen kann.

    mfg
    OM
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  12. #11
    Baufuchs
    Gast

    Das

    kommt dabei heraus, wenn man Maße nur "umkratzt" und nicht wirklich die Zeichnung ändert.
    Wäre es einem BT/GU passiert, hätte es geheißen "kommt eben dabei heraus, wenn man an der Planung spart!"
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  13. #12

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    @ Baufuchs...

    Wir SIND bei einem BT/GÜ/GU
    MfG
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  14. #13
    Baufuchs
    Gast

    Na

    so was aber auch......
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Themenstarter

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    Ob BT oder nicht, macht doch im Prinzip keinen Unterschied, oder?

    10cm Überstand der Dämmung kann aber nicht sein. Es muss weniger sein, wieviel geht aus der Zeichnung nicht hervor. Genausowenig wie die Dämmstärke auf der anderen Seite. Also kann man uns doch nicht unterschieben, wir hätten die Verschiebung der Wand genehmigt!
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  17. #15
    Baufuchs
    Gast

    @totto

    Beitrag 7 noch mal lesen.
    Außerdem: Was sagt denn der Architekt zum Raummaß in seinem A0 Plan von 4,10m und der nun entstandenen Veränderung?
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