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  1. #1

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    Dachflächenfenster feucht bei dichter Dampfsprre (BD-Test)

    Liebe Forumsteilnehmer,

    wir haben zwei Dachflächenfenster, die im Winter bei unter 5 Grad in der Nacht schwitzen und das Wasser tropft auf unsere Holztreppe. Die Dampfsperre ist mit einem Bloower-Door Test getestet worden. Die Dämmung ist Iso-Floc. Über den Sparre liegen Holzweichfaserplatten.

    Ich hatte das Problem im letzten Jahr dem Dachdecker geschildert und der sagte damals, dass wenn es wieder schwitzt, dann würde es jemanden von Velux kommen lassen. Jetzt sagte er mir gestern, das Problem liege wahrscheinlich an der schlecht angeschlossenen Dampfsperre. Ich wieß ihn auf den BD_Test hin. Darauf erwiderte er, das wäre trotz BTTest schon öfters passiert.

    Der Dachdecker befindet sich noch in der Gewährleistungsfrist, wogegen die Dämmfirma und die Innenausbaufirma inzwischen aus der Gewährlleistung raus sind.

    Hier meine Fragen:
    1. woran kann es liegen, dass das Fenster schwitzt, wenn die Dampfsperre i.O. ist. Unsere Feuchtigkeit im Haus liegt im normalen Bereich (Hygrometer: 40 - 50)?
    2. Soll ich dem Dachdecker offiziell meinen Gewährleistungsanspruch geltend machen?
    3. Was kann man tun, um das Problem zu beseitigen (Vorschlag des Dachdeckers: Ziegel abnehmen, Platten einschneiden und von außen schauen, ob gut gedämmt und die Sperre richtig sitzt): Kosten sollte ich übernehmen!

    Vielen Dank für Ihre Antworten!

    Ihr W. Doerks

    (P.S. gleiche Frage im Baunet gestellt!)
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  2. Dachflächenfenster feucht bei dichter Dampfsprre (BD-Test)

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  3. #2
    Avatar von Karin K.
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    Vorsicht ich bin Laie, aber wir hatten das Thema gerade mit unseren Architekten.

    Unsere Architekten hatten das Problem auch bei einem anderen Bauvorhaben, dort haben sie jemand von Velux kommen lassen. Ergebnis war, dass die Fenster im Daemmwert (besonders Randverbund und Einbau) einfach zu schlecht sind, dadurch ist der Temperaturunterschied lokal sehr hoch (Kaeltebruecke) und die Feuchtigkeit schlaegt dort nieder. Fazit war fuer uns die neuen "Energy Star" Fenster einzubauen um die Temperaturdifferenz gering(er) zu halten.
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  4. #3

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    Zuerst Fragen..

    ...wie alt ist der Neubau?
    Warum ist der Dachdecker noch in der Gewährleistung, die anderen nicht mehr?
    -Bauträgerhaus, Gu, Gü, Architekt?
    Fragen deshalb, weil in der Regel Anschlußfehler der Dampfsperre an das Dachfenster sich relativ schnell nach Bezug zeigen, Fehler am Dachfenster selbst auch nach späterer Zeit aufkommen können.
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  5. #4
    Themenstarter

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    2003

    Vielen Dank für Ihre Nachfrage:

    Baujahr 2002/2003 Einzug Nov. 2003, da trat das Problem im Winter bei unter 5 Grad auf. Wir dachten, dass das Haus noch zu feucht ist und haben Hygrometer aufgestellt. Diese zeigten 50 - 60 an. Inzwischen sind wir darunter, aber Problem bleibt.
    Das Haus wurde im Rohbau, Dach, Klinker mit einem Architekten gebaut. Danach haben wir die Ausschreibungen übernommen. Die Dachrechnung ist vom März 03 (fünfjährige Gewährleistung vereinbart).
    Dampfsperre und Innenverkleidung vom Trockenbauer (rechnung 06/03); Zellulosedämmung von anderer Firma (Rechnung 03/03), Blower-Door Test (23.5.03) von weiterer Firma(23.5.03) => Gewährleistung nach VOB (war damals doch 2 Jahre oder gilt die Verlängerung der G-frist auf 5 Jahre auch für Altverträge?)

    Vielen Dank für Ihre Antworten
    Ihr W. Doerks
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  6. #5
    Baufuchs
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    Die

    VOB 2002 wurde im Bundesanzeiger am 29.10.2002 bekanntgemacht. Gewährleistungsfrist ab VOB/B 2002 = 4 Jahre.
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  7. #6
    Themenstarter

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    Hört sich gut an!

    Das hört sich gut an. Dann sind ja alle noch in der Gewährleistungsfrist.
    Wie gehe ich jetzt am besten vor? Bei allen Beteiligten das Problem per Einschreiben Rückschein ansprechen und um Beseitigung bitten? Es steht so ja noch nicht fest, wer für den Mangel verantwortlich ist.
    Vielen Dank für Ihre Antworten.
    Ihr W. Doerks
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  8. #7

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    Erstmal die frage...

    wo dröppts denn. Innen am Flügelrahmen oder aus der Verkleidung????
    MfG
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  9. #8
    Themenstarter

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    Das Wasser sammelt (Kondensiert) sich in den beiden unteren Ecken der Scheibe im Flügel.
    Die Tropfen fallen dann von den beide 1 cm breiten Holzkante der Fensterrahmen nach unten (ist ja auch der tiefste Punkt).
    Vielen Dank für Ihre Nachfrage.
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  10. #9

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    Senf

    also mir erscheint das logisch, dass an der nicht sorptionsfähigen (kalten) Glasscheibe Tauwasser ausfällt. Oder versteh ich da was falsch?

    Mehr heizen (unter den Fenstern) geht nicht?



    MfG Michael
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  11. #10
    Themenstarter

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    Nach meiner Ansicht sollte die Scheibe so gut isoliert sein, dass auf der Innenseite gerade kein Tauwasseranfall entsteht!

    heizen geht nicht, da fenster im Dachgeschoß-Treppenhaus des EFH, heizkörper wäre im Keller. Wenn noch mehr geheizt würde, müßte doch der Tauwasseranfall sogar noch steigen oder nicht?
    Vielen Dank für Ihre Antwort
    Ihr W. Doerks
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  12. #11

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    aha

    also die Physik mit seinen Ansichten auf den Kopf stellen konnte mal Einstein...
    Deshalb beweisen sie mal theoretisch w.z.b.w. lieber Herr Doerks.

    Sorry ich kann hier jetzt keinen Temperaturverlauf und kein Glaser-Diagramm darstellen. Aber Ihre Aussage is nicht richtig... .

    MfG Michael

    Ein Fall für Brunos Bildchen?
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  13. #12
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    Ich lass mich gerne belehren!
    Was ich verstanden hatte war bisher, dass Tauwasseranfall entsteht, wenn die feuchte warme Luft an einem kalten Gegenstand abkühlt und dort kondensiert. (gleich gibt es ein kaltes Bier mit gleichem Effekt!)
    Deshalb sollte man dafür sorgen, dass die Luft nicht zu feucht ist (häufig lüften). => unsere Hygrometer zeigen 40 - 50 an.
    Gleichzeitig sollte man möglichst wenig (am besten keine!)Baukörpergegenstände haben, die kalt sind und auf denen es kondensieren kann (hierzu zählen doch die Fenster) => sprich die Vermeidung von Kältebrücken.
    Das heißt für mich, dass wenn es im Haus nicht zu feucht ist, dann darf es auch keinen Tauwasseranfall geben oder es existiert eine Kältebrücke!?!
    Stelle ich damit die Physik auf den Kopf????
    Vielen Dank für Ihre Antworten
    Ihr W.Doerks
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  14. #13
    Avatar von Karin K.
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    Wie gesagt, die Aussage von Velux war eindeutig, dass Aufgrund der schlechten Daemmeigenschaften am Randverbund und im Anschlussbereich bei den normalen Dachfenstern es durchaus "normal" sei, dass das Wasser dort kondensiert (bei entsprechendem Verhaeltnis von Aussentemperatur und Luftfeuchtigkeit). Der Randverbund von Fenstern stellt immer eine Kaeltebruecke dar im Verhaeltnis zu einer normal bis gut gedaemmten Wand. Selbst die neuen Thermix Abstandhalter sind im Vergleich zu einer Wand noch ein Schwachpunkt und die sind bestimmt nicht in einem normalen Dachfenster eingebaut.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Selbsttest

    na dann füllen sie mal 5 grad kaltes Bier ins Glas. Wenn das nu bei 20? Grad Celsius Raumtemperatur außen anläuft (dicker Krug oder dünne Pilstulpe?) stellt sich noch die Frage nach dem Fensterglas, U-Wert?

    Der U-Wert wird bei 1,6 oder so liegen. Wäre es ne verputzte Wand hätten Sie ohne zu Lüften ganz schnell ein Schimmelproblem... (Typischer U-Wert der 60er und 70er Jahre, wenn da neue/dichte Fenster reinkommen ham die Leute oft das weiße Pferd in Grün und Schwarz, schlimmstenfalls sogar in Rot auf der Tapete).

    Wie geschrieben, ich kann hier nix brauchbares berechnen(Programm aufm Rechner im büro) aber das muss irgendwann Tauwasser aufm Fenster-glas ergeben.

    MfG Michael
    Geändert von MichaelG (17.08.2006 um 20:49 Uhr) Grund: Bunter
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  17. #15
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Hallo Herr Doerks ...

    ... machen Sie doch mal bitte den Flügelrahmen auf und schreiben mal ab, was da alles an Typenbezeichnung steht. Wäre schon wichtig.
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