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Vor dem Start ins große Abenteuer....

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  1. #1

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    Vor dem Start ins große Abenteuer....

    Glückauf!

    Ich bin neu in diesem Forum. Meine Partnerin und ich stehen kurz vor dem Start ins große Abenteuer - dem Bau eines Hauses. Im Frühjahr hatten wir ein Baugrundstück in unserer Heimatstadt erwerben können und nun werden wir im Oktober den Planungsstart mit einem kleinen Architekturbüro einleiten. Die beiden Architekten - eine Empfehlung eines alten Schulkollegen, der aus der Immobilienbranche stammt - hatten uns bereits kompetent bei dem Grundstückserwerb beraten und unser Bauchgefühl sagt uns, dass wir mit dem Team eine "Sprache" sprechen.

    Nun meine Frage an die (bau-)erfahrenen "Mitspieler" in diesem Forum:

    Unser zu planendes EFH auf Hanggrundstück soll wohl so rd. 200qm Wohnfläche plus Keller und Doppelgarage erhalten. Wir wünschen uns noch einige Spezialitäten wie Erdwärmefußbodenheizung, "offene" Bauweise mit Galerie im 1. Stock, kombiniert mit einem über zwei Ebenen gehenden Glaseinschnitt in Satteldach und Außenwand, offener Kamin. Da auch die Hanglage des Grundstücks (rd. 5 m Gefälle auf einer Tiefe von 30 m) die Sache aus meiner Laiensicht verkompliziert, frage ich mich, ob wir zusätzlich zu dem Architekten, der neben Planung auch Vergabe und Überwachung übernehmen soll, noch einen Bauberater als Sachverständigen benötigen, der den Handwerkern auf die "Finger" schaut. Oder erübrigt sich das, wenn der Architekt alle Bauphasen begleitet (und haftet)?

    Oder gibt es weitere Tipps, die ich heute, wo noch nichts falsch gelaufen ist, berücksichtigen sollte???

    Vielen Dank für Euren Rat und Grüße aus dem Revier!
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  2. Vor dem Start ins große Abenteuer....

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Das reicht!

    Moin!

    Architekturbüro ist völlig ausreichend! Das sind ja Fachleute. Zudem solche, die sich bei Ihrer (Detail-) Planung was denken. Ein Außenstehender kann daher oft gar nicht überreissen, was sich der Planende bei gewissen Punkten oder Bauabläufen gedacht hat.

    Außerdem: Nun haben Sie ja Jemanden an Ihrer (!!!) Seite, also echten Bauleiter (und keine von einem Bauträger = Arbeitgeber bezahlte Personen, die mehr oder weniger oft und engagiert auf Ihrem Bau herumlungert....). Natürlich können auch echte Bauleiter etwas übersehen oder mal etwas vergessen oder was weiß ich. Im Prinzip haben Sie aber nun (im Grundsatz) das richtige Team an Ihrer Seite.

    Gruß

    Thomas
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  4. #3

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    1

    Genau!

    Hallo Blaumann,

    ich wünsche als Architekt viel Erfolg bei Ihrem BV. Das Team ist absolut das richtige. Sie sollten die richtige Wahl getroffen haben.
    Ein Bausachverständiger (z.B. ein vereidigter Schadensgutachter o.ä.) hilft nicht bei der baubegleitenden Planung / Bauleitung, er würde lediglich in Steitfällen die eine/andere oder beide Seiten vertreten und ist somit vorbereitend nicht erforderlich.
    Bei der Vergabe sollten Sie nicht nur den Preisen trauen, sondern den Referenzen der Firmen.
    Viel Erfolg!
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  5. #4
    Baufuchs
    Gast

    Zu diesem Thema

    wurde hier schon eine Menge geschrieben.

    Als Ergänzung zu den vorherigen Beiträgen mal lesen.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Besten Dank an alle für die schnellen und zielführenden Antworten!
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  7. #6

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    Der Architekt ist immer Diener mehrerer Bauherren

    Zitat Zitat von Blaumann
    Besten Dank an alle für die schnellen und zielführenden Antworten!
    Bei allem Optimismus und Vertrauen sollte man zwei Dinge bedenken.
    1. Der Tag des Architekten hat nur 24 Stunden. Und kein Architekt kann von Ihrem Bauvorhaben alleine leben. Er wird parallel andere Bauvorhaben bearbeiten. Dies bringt immer Konflikte. Und nicht wenige Bauherren wissen, wie hartnäckig telefoniert werden muss, damit das eigenen Bauvorhaben nicht nach hinten verschoben wird.
    2. Es ist bekannt, dass die HOAI nur die Vergütung fixiert, aber nicht den zu erbringenden Leistungsumfang. Sollten Sie hier noch Möglichkeiten der Vertragsgestaltung haben, sollten Sie in Sachen Kostenverfolgung und Terminplanung einige wichtige Dinge festschreiben, z.B. monatliche Fortschreibung der Soll- und Ist-Zustände. Und die Terminplanung sollte auch die Planungsvorgänge und die Ausschreibung und Vergabe umfassen, hier geraten gerade gute Architekten oft zeitlich ins Hintertreffen.

    Viel Erfolg
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  8. #7
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Das ...

    Zitat Zitat von PMT-Wienert
    ... Es ist bekannt, dass die HOAI nur die Vergütung fixiert, aber nicht den zu erbringenden Leistungsumfang.
    ... sieht der BGH aber ganz ganz anders .
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  9. #8
    Avatar von ISYBAU
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    Ich kann einem Baulaien nur dazu raten mit einem Architekten zu planen und zu bauen. Das sind die Profis dafür, auch wenn sie nicht alles wissen können. Aber auch dafür gibt es Fachexperten die für Fachplanungen eingeschaltet werden können. Diese werden leider oft von Architekten eingespart.

    Und ein Häuschen ernährt einen Archtikten eben nicht. Um ein mit einem Angestellten vergleichbares Nettoeinkommen von z.B. 2.000 € zu haben muss ein freier Architekt (je nachdem) 5 - 7.000 € brutto umsetzen. Also wieviele Häuschen muss er pro Jahr bauen ? Und mancher junge Architekt wäre froh er würde über 1.000 € netto pro Monat verdienen. Als Barkeeper hat man mehr Spass und schnell ein höheres Einkommen. Geiz ist geil !
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  10. #9
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von ISYBAU

    "Und ein Häuschen ernährt einen Archtikten eben nicht. Um ein mit einem Angestellten vergleichbares Nettoeinkommen von z.B. 2.000 € zu haben muss ein freier Architekt (je nachdem) 5 - 7.000 € brutto umsetzen. ...Und mancher junge Architekt wäre froh er würde über 1.000 € netto pro Monat verdienen. Als Barkeeper hat man mehr Spass und schnell ein höheres Einkommen. Geiz ist geil !"
    Ich habe auch schon davon gehört, daß es in diesem Berufsstand nicht ganz so leicht ist, an "anderer Leut´" Geld zu kommen. Das geht meinen freiberuflich tätigen Berufskollegen allerdings auch so.

    Beste Grüße
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  11. #10
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Bitte um Befriedigung ...

    ... meiner Neugier :

    Was ist ein freiberuflich tätiger Syndikus ?
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  12. #11
    Themenstarter

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    "Was ist ein freiberuflich tätiger Syndikus ?"

    Hallo,

    ich meinte die "richtigen" Anwälte. Wenn man als "richtiger" (gemeint ist: ausschließlich freiberuflicher) Anwalt nicht gerade in einer Spitzenkanzlei arbeitet, sondern als "Einzelkämpfer" und ohne Notariat, muß man sich für ein einigermaßen gleichbleibend gutes Auskommen heute ganz schön "strecken".

    Für uns Syndikusanwälte gilt dagegen das alte Prinzip "das Hemd ist zwar kurz aber es wärmt".

    Schönes Wochenende!
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  13. #12
    Avatar von ISYBAU
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    Hallo herr blaumann, ich denke die wenigsten unter uns haben auf der einen seite allzuviel für nichs zu verschenken ... und haben auf der anderen seite genug damit zu tun, ihren lebensunterhalt zu verdienen. Juristen und Architekten sind da derzeit in einer sehr ähnlichen und wirtschaftlich schwierigen situation. aber das soll nicht das hauptthema sein. anderen berufsgruppen wird auch nichts geschenkt.

    ich denke, es geht darum, dass es fachleute für bestimmt bereiche gibt (bauplanung, rechtsberatung usw.) die ganz einfach eine wichtige leistung erbringen können und dem bauherren helfen, damit seine investitionen am ende auch das geld wert sind.

    spart man diese leistungen (in grösse von ca. +/-10% der gewerblichen bauleisutngen) ein, dann kann es schnell passieren, dass das bauwerk am ende nicht den möglichen gegenwert aufweist.

    Nutzungsdauer, Funktionssicherheit, Betriebskosten, Die Freude an einem ästhetischen Bauwerk, Wiederverkaufswert usw usw ...

    Es wäre sehr schön, wenn man billig und gut bauen könnte ... aber die praxis sieht leider anders aus ... deshalb kann ich nur dazu raten, den archtiketen nicht einzusparen !!! Ich habe mir auch als Bauingenieur (mit genügend Bauerfahrung auch im Hochbau) einen Archtiekten für mein Haus geleistet und würde es immer wieder tun !!! Es hat sich einfach rentiert, gerechnet ... Aber ich muss auch gestehen, dass ich eine sehr gute Baufirma hatte. Und das gibt es auch noch !
    Geändert von ISYBAU (02.09.2006 um 19:38 Uhr)
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  14. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  15. #13
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von ISYBAU
    spart man diese leistungen (in grösse von ca. +/-10% der gewerblichen bauleisutngen) ein, dann kann es schnell passieren, dass das bauwerk am ende nicht den möglichen gegenwert aufweist.
    !
    Das sehe ich ganz genau so! Ich bin eher bereit, an irgendwelchem Schnickschnack der modernen Einbauküche zu sparen oder die Anschaffung erträumter Designermöbel für die neue Hütte zu "schieben", wenn ich dieses Geld für zusätzliche Beratungsleistungen kompetenter Experten sinnvoll einsetzen kann.

    Ich denke, es macht eben einen großen Unterschied, ob ich mir als Hobbyhandwerker zutrauen, den Keller nach Fertigstellung des Hauses selbst zu fliesen oder anmaße, beispielsweise die Bauüberwachung selbst oder mit sog. "Bekannten" zur Kosteneinsparung darzustellen. Letzteres käme für mich niemals in Betracht.

    Ähnlich sehe ich das bei den zu beauftragenden Handwerkern. Natürlich haben wir ein Budget, welches wir gern beim Bau einhalten möchten und dabeitrotzdem möglichst viele von unseren Wünschen zu verwirklichen suchen. Trotzdem würde ich nicht mit gutem Gefühl den besonders billigen Handwerker auswählen, weil ich immer befürchten würde, zum Schnäppchenpreis auch Zugeständnisse bei der Qualität machen zu müssen und mir möglicherweise einen "Insolvenzkandidaten" einzufangen.

    Bei diesem Stihwort noch eine Frage des Baulaien:

    Ist es bei den großen Gewerken wie Rohbau üblich/durchsetzbar, vom Unternehmer zur Absicherung vor Insolvenz eine Vertragserfüllungsbürgschaft einzufordern? Oder gibt es andere Möglichkeiten, das Risiko des eines unerkannt zahlungsunfähigen Handwerkers für den Bauherren vernünftig abzusichern?

    Beste Grüße an alle Diskussionsteilnehmer!
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  16. #14
    Baufuchs
    Gast

    Zum

    letzen Absatz:
    Es ist durchaus eine legitime Forderung, vom Unternehmer eine Vertragserfüllungsbürgschaft zu verlangen. Ein soventer BU hat damit keine Probleme. Er muss es nur wissen und einkalkulieren.
    Darüber hinaus kann das finanzielle Risiko durch einen vernüftig aufgestellten Zahlungsplan minimiert werden, der Überzahlungen verhindert.
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