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Unterfangung

Diskutiere Unterfangung im Forum Baupreise auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Unterfangung

    Hallo,

    ich weiß, ein Forum kann keine Rechtsberatung ersetzen, jedoch hoffe ich, daß der eine oder andere u.U. mit diesem Thema schonmal konfrontiert wurde und entsprechend seine Erfahrungen teilen möchte.

    Es handelt sich konkret darum, wer bei Reihenhäusern eine Unterfangung zu zahlen hat, wenn gleichzeitig gebaut gebaut wird (gemeinsame Vergabe).

    Der ohne Keller (also derjenige, dessen Bodenplatte unterfangen werden muß) - oder der mit Keller (der ja auf dem Grundstück des Nachbarn ohne Keller "buddeln" muß).

    Besten Dank schonmal für eure Infos.

    Gruß,
    Paco
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  2. Unterfangung

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    Ich bin kein Baurechts e xperte.
    Stelle mir das aber so vor.
    Wenn der jenige, der einen Keller baut, nicht bis auf Nachbarsgrundstück abgraben muss, dann braucht der Nachbar auch nicht unterfangen, da er ja auf gewachsenen Boden gründen kann.
    Ergo, ich würde vermuten, dass hier mehr entstehende Kosten, dem zuzuordnen sind, der unterkellert.

    Aber wie gesagt, meine Logik wird immer wieder absurdum geführt.

    jetzt geht schon kein s e x in Baurechts e xperte.
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    ich habs
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  5. #4
    Bauexpertenforum
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    Was die immer für Nebentätigkeiten haben.
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  6. #5
    Christian St
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    grundsätzlich

    ist das Ausheben einer Baugrube mit Arbeitsraum und Böschung eine angenehme Art zu Schachten, aber nicht die Einzige.
    Wenn man den gewachsenen Boden unberührt belassen will, muss halt gespundet werden und das Dichtheitskonzept sowie die Kellerbauart den veränderten Bedingungen angepasst werden. Somit der Ohnekellerbauer einen unberürten Baugrund vorfindet.
    Wenn nicht, dann sollte der Kellerbauer halt die notwendigen zusätzlichen Maßnahmen auch bezahlen.
    Nur meine Meinung.
    Gruss Christian
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  7. #6
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    Ds ganze Thema hatten wir schon mal mit nem Kran.

    -> mal ein paar Infos:
    Annahme Grenzbebauung
    Annahme Bauen in Eigenregie (kein Bauträger)
    ...

    -> Man muss sich über einiges einigen, sonst kann keiner auf der Grenze Bauen.
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  8. #7
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Ich blick´ da noch nicht ganz durch ...

    ... aber das muss nix heißen .

    Wenn Reihenhäuser gleichzeitig in gemeinsamer Vergabe gebaut werden, muss es doch dafür auch eine gemeinsame Planung geben, die diesen Umstand berücksichtigt und vorher geklärt hat .

    Und wenn gleichzeitig gebaut wird, ist´s auch keine eigentliche "Unterfangung", sondern ein "verlängertes Streifenfundament" vor einem WW-Keller (sonst geht´s schon mal gar nicht).

    Geht es hier um die Aufteilung der Kosten bei dem gemeinsamen Auftrag?
    Dann würde ich sagen, jeder bezahlt das, was zum Erreichen des gemeinsamen Ziels (= eine Reihenhausanlage) auf seinem Teilgrundstück verbaut wird.

    Noch eine neugierige Frage:
    Was sind denn die Hintergründe für diese kreative Idee, Reihenhäuser wechselweise mit und ohne Keller zu bauen ?
    Geändert von VolkerKugel (†) (26.08.2006 um 17:08 Uhr) Grund: wg. Neugier
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  9. #8
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    Erstmal Danke für die vielen Antworten und Anregungen.

    Zur Aufklärung:
    Es gibt eine gemeinsame Planung und die sieht nun mal vor, daß wir mit Keller (WW) und der Nachbar ohne Keller (aus Kostengründen) bauen werden. Der Umstand ist derzeit nur seitens des Architekten (ohne Rechtsberatung) und der Arch.-Kammer geklärt worden und demnach sieht es so aus, daß derjenige der den Keller baut für die Kosten der Unterfangung aufkommen muß. Mehr will und kann der Architekt verständlicherweise auch nicht machen.

    Bevor ich jedoch anfange eine Rechtsanwalt hinzuzuziehen, der mir sagt, daß es tatsächlich so ist und die Kosten unnötig in die Höhe treibt, wollte ich über diese Platform in Erfahrung bringen, wie es sonst so gehandhabt wird bzw. ob es bereits einschlägige Erfahrungen oder gar Rechtsprechungen dazu gibt.

    Geht es hier um die Aufteilung der Kosten bei dem gemeinsamen Auftrag? Dann würde ich sagen, jeder bezahlt das, was zum Erreichen des gemeinsamen Ziels (= eine Reihenhausanlage) auf seinem Teilgrundstück verbaut wird.
    Das würde ich persönlich auch so handhaben. Erscheint mir auch am fairsten allen Beteiligten gegenüber, jedoch bezweifle ich, daß unsere Rechtsprechung genauso "denkt". Schlußendlich würde ich doch Teil der Gründung mitbezahlen und das kann es doch nicht sein - oder ?

    Noch eine neugierige Frage:
    Was sind denn die Hintergründe für diese kreative Idee, Reihenhäuser wechselweise mit und ohne Keller zu bauen
    Kosten, die der liebe Nachbar vermeiden will (und wodurch mir Stand heute mehr Kosten entstehen -> wieviel wäre das wohl pi-mal-Daumen bei einer lichten Höhe im Keller von 2,50m ?)

    Gruß,
    Paco

    PS: Anhang im Maßstab 1:100
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  10. #9
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    was heisst "kosten vermeiden"?
    der nachbar muss an der grenze auch auf gründungsniveau keller runter.
    was will er vermeiden?
    gibt´s innovative lösungen?
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  11. #10
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    Zitat Zitat von mls
    was heisst "kosten vermeiden"?
    der nachbar muss an der grenze auch auf gründungsniveau keller runter.
    was will er vermeiden?
    gibt´s innovative lösungen?
    Sorry - war falsch formuliert. Es muß richtig heißen:Er hat das Geld für den Keller nicht und hat sich demnach dagegen entschieden.

    Gruß,
    Paco
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  12. #11
    Bauexpertenforum Avatar von Bruno
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    Ich sehe die Gleichzeitigkeit nicht. Auch bei gemeinsamer Vergabe wird zuerst der Keller gebaut werden. Ich kann mir keinen Bauablauf vorstellen, bei dem in der einen Baugrube auf -3 m eine Bodenplatte entsteht, und daneben gleichzeitig eine auf ±0 m. Somit wäre der Nachbar mit dem nicht unterkellerten Haus später dran und muss tiefer gründen. Eine Unterfangung seines Hauses findet nicht statt.

    Als derjenige, der den Keller baut, würde ich sagen: nur weil du den Keller sparst, soll ich mehr ausgeben. Mehrkosten würden gar nicht entstehen wenn du einen Keller bauen würdest.

    Wenn das Ganze bei der Architektenkammer war und von dort eine Aussage kam, müsste es Rechtsprechung geben. Sonst wäre keinerlei Auskunft gekommen. Ich kenne die aber nicht.
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  13. #12
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Bruno
    Wenn das Ganze bei der Architektenkammer war und von dort eine Aussage kam, müsste es Rechtsprechung geben. Sonst wäre keinerlei Auskunft gekommen. Ich kenne die aber nicht.
    Der Aktenvermerk des Architekten dazu sieht wie folgt aus:

    [...]Herr P. hat, nachdem er eine Recherche durchgeführt hat, rückgerufen und mir mitgeteilt, daß er zu der Überzeugung kommt, daß nach §909 BGB "Vertiefung" derjenige die Kosten zu tragen hat, der den Keller errichten möchte. Auch in den Kommentaren und den Gerichtsurteilen war kein Hinweis zu finden, daß sich dieses Recht durch eine gleichzeitige Bauweise ändern würde.[...]

    Der ohne-Keller-Nachbar hat das natürlich auch bekommen und hält sich zurück...

    Gruß,
    Paco
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  14. #13
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Erstmal ...

    ... und zur Klarstellung: es sind keine Reihenhäuser, sondern zwei Doppelhaushälften. Warum nicht gleich ?

    Ansonsten schließe ich mich Bruno an. Bauen mit Keller ist keine exotische Bauweise. Und wenn man sich - aus Grundstückskostengründen - zur (bis zum Dach deckungsgleichen?) Doppelhauslösung durchgerungen hat, kann man seinen Nachbar nicht dazu zwingen, die weitere Sparmaßnahme (kein Keller) mit zu finanzieren. Sach ich mal.
    Vom § 909 BGB versteh´ ich nix .
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Andersrum denk...

    Nicht der Nachbar ohne Keller VERURSACHT Mehrkosten, sondern die Gründung des Nachbarn auf Kellerniveau SPART Kosten.
    Denn so ohne weiteres darf ich auf Nachbars Grund nicht rumbaggern. Wenn ich auf meinem Grund bleiben will, muss das Erdreich VOR oder BEIM Ausheben abgestützt werden.
    Lassen Sie sich spasseshalber mal die Kosten für einen Berliner Verbau oder andere Stützmassnahmen ausrechnen.
    Die Kosten wollen SIE sparen. Der Nachbar erspart sich "nur" eine Keller.
    Dafür "schädigen" Sie den Nachbarn, in dem Sie einem Teil seines Baugrunds die Tragfähigkeit nehmen.
    Diesen "Schaden" müssen Sie dem Nachbarn ersetzen, damit der nicht schlechter dasteht als vorher.
    ****
    Es handelt sich also um ganz elementare Mathematik: Was ist preiswerter?? Verbau auf eigenem Grund oder Mehrkosten Nachbargründung.
    Wenn Nachbargründung preiswerter ist, haben Sie keinen Nach- sondern einen Vorteil, nämlich eine Kostenersparniss.
    Soooo einfach ist das
    ****
    Mit einer kleinen Einschränkung: Ich habe keine Ahnung, ob ein Gericht meiner Argumentation folgen würde. Aber annehmen würd ichs schon
    MfG
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  17. #15
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von VolkerKugel
    ... und zur Klarstellung: es sind keine Reihenhäuser, sondern zwei Doppelhaushälften. Warum nicht gleich ?
    Doch: es sind Reihenhäuser... ein RMH mit Keller und rechts daneben ein REH ohne Keller (wenigstens das RMH links neben mir baut mit Keller).

    Zitat Zitat von VolkerKugel
    Ansonsten schließe ich mich Bruno an. Bauen mit Keller ist keine exotische Bauweise. Und wenn man sich - aus Grundstückskostengründen - zur (bis zum Dach deckungsgleichen?) Doppelhauslösung durchgerungen hat, kann man seinen Nachbar nicht dazu zwingen, die weitere Sparmaßnahme (kein Keller) mit zu finanzieren. Sach ich mal.
    Ich auch, nur alle anderen Beteiligten (s.o.) sehen das leider anders und berufen sich auf diesen Paragraphen (BGB § 909) -> "Ein Grundstück darf nicht in der Weise vertieft werden, daß der Boden des Nachbargrundstücks die erforderliche Stütze verliert, es sei denn, daß für eine genügende anderweitige Befestigung gesorgt ist."

    Wie auch immer: es bleibt mir der Weg zum Spezialisten (Anwalt für Baurecht) offensichtlich nicht erspart...

    Die Frage der Kosten für die Unterfangung bleibt nachwievor – vielleicht hilft hier der Statiker.

    Ich werde berichten.

    Gruß,
    Paco
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