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  1. #1

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    Richtige Gründung bei Sandboden und drückendem Wasser

    Baugrube seit 14 Tagen offen. Beim Graben der Fundamente war plötzlich Wasser 20cm unter Baugrubensohle. (Baugrubensohle: schwach kiesiger, feinsandiger, schwach grobsandiger Mittelsand,
    Bodengutachter rät: Bauwerksabdichtung nach DIN 18195, Teil 6, zeitweise aufstauendes Sickerwasser) Bauunternehmer rät: Folie + 10cm Perimeterdämmung + Fundamentplatte. Dem Architekten trauen wir nicht mehr, da er bereits mehrmals gegen DIN und Stand der Technik geplant hat.

    Meine Vorstellung nach dem Durchlesen einer Reihe von Beiträgen in Ihrem Forum: Keine Folie und keine Perimeterdämmung unter der Sohle sondern:

    1.Boden verdichten
    Frage: Wie wird das gemacht? Ist dies bei dem Boden erforderlich?
    2. Sauberkeitsschicht 10cm (2x 3cm Überdeckung + 3,5cm Fundamenterder) aus Magerbeton
    Frage: Kommt in diese Sauberkeitsschicht eine Bewehrung? Wenn nicht, wie wird der Fundamenterder dann verlegt?
    Frage: lt. DIN 18195, 5.2 sollte die Abdichtung "im Regelfall??" auf der dem Waser zugekehrten Bauwerksseite angeordnet werden. Das wäre doch hier auf der Sauberkeitsschicht unter der Sohlplatte???

    Bisher war ich der Meinung es ginge so weiter:
    3. Folie auf die Sauberkeitsschicht zur Reduzierung des Frühschwindens
    4. Auf diese Folie eine 2. Folie zur Verbesserung der Gleitfähigkeit.
    Frage: Was für Folien? Wird die Folie am Rand bündig abgeschnitten?
    5. Bodenplatte erstellen.
    6. Auf die Bodenplatte und deren Rand kommt eine 2K-Dickbeschichtung
    7. Poroton Außenwände Planstein T14 werden auf die Dickbeschichtung gemauert.
    8. Hohlkehle wird erstellt und nach Herstellervorschrift mit Dickbeschichtung behandelt.
    9. 2k-Dickbeschichtung außen auf die Kellerwand.
    10. Perimeterdämmung auf die Dickbeschichtung.
    Frage: Gibt es für den Lastfall eine Empfehlung für die Art der Perimeterdämmung?

    Wenn Ihr als Experten unter den Bodenverhältnissen bauen würdet, würdet Ihr den Aufbau auch so wie von mir beschrieben wählen? Wieviel wäre eine weiße Wanne eigentlich prozentual günstiger? Viel Text, aber vielleicht für Euch einfache Fragen.

    Grüße in die Runde von
    Tommy
    Geändert von Tommy (12.05.2003 um 09:49 Uhr)
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  2. Richtige Gründung bei Sandboden und drückendem Wasser

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    MB
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    Nochmal von vorne

    Boden verdichten (wie man das macht, sollte der Inhaber des Verdichters wissen).
    Folie
    Sauberkeitsschicht B15, 5 cm, unbewehrt (wie soll die auch reinpassen?)
    Schweißbahn G 200 s4 auf die Sauberkeitsschicht alternativ Selbstklebebahn. Am Rand überstehen lassen.
    Folie (Gleitfolie, damit die Schweißbahn nicht kaputt geht)
    Beton
    Schweißbahn seitlich hoch.
    Wände mit Kaltselbstklebebahn, zugelassen für nicht stauendes Wasser oder Schweißbahn, 2 Lagen G 200 S4
    Drainanlage
    Kies- oder Sandschüttung.
    Problem: Dickbeschchtung und Schweißbahn vertragen sich nicht. Und schon mal versucht, Dickbeschichtung auf die Sauberkeitsschicht aufzutragen? Und dann NICHT zu zerstören, wenn der Beton kommt?
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  4. #3
    Themenstarter

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    Fundamenterder

    Der Fundamenterder muß doch in die Sauberkeitsschicht, unter der keine Folie sein darf, wegen der Erdung. Daher hatte ich die Sauberkeitsschicht mit 10cm angegeben.

    Drainage darf nicht eingesetzt werden, da nicht auszuschließen ist, daß der Grundwasserspiegel bis zum Drainagerohr ansteigt oder darüber und eine künstliche Absenkung des Grundwasserspiegels nicht erlaubt ist. Außerdem müssen wir 10m weiter versickern und würden nur einen ewigen Kreislauf in Gang setzen.

    Der Tip mit Beton auf Sauberkeitsschicht war gut. Habe mich bei Remmers informiert. Die schreiben vor, daß auf die bewehrte Sauberkeitsschicht eine PE-Folie kommt und darauf ein Estrich, dann erste der Beton.

    Scheint mir reichlich aufwendig zu sein. Werde mich wohl doch noch mit Schweißbahnen anfreunden müssen.
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  5. #4
    MB
    Gast

    Bahnen

    Wenn Grundwasser vorliegt, bleiben sowieso nur weiße oder schwarze Wannen. Zu weißen Wannen ist hier schon viel geschrieben worden, das lasse ich hier mal aus.

    Schwarze Wanne geht im Prinzip genauso wie oben geschildert. Ach ja, Drainanlage war ehh Quatsch, ist mir versehentlich reingerutscht, weil ich gerade ein Gutachten drüber geschrieben habe (Ds Forum nehme ich als Entspannung beim Schreiben von Gutachten).

    Alternativ geht aber auch EPDM (www.secucell.de oder so ähnlich).
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    Ausrufezeichen den Architekten

    traun Sie nicht mehr ??? ..."aber" der Bauunternehmer darf die Baugrube 14 Tage vorher ausheben bevor er mit den Fundamentbuddeln beginnt ??? ... ja denn Bauunternehmer würd ich gleich als erstes zum Teufel haun ... wenn ich ne Grube öffne dann sollte binnen ein paar Tagen die Sohlplatte erstellt sein !!!! ... Stichwort aufgeweichte Böden (!)
    -
    beim ganzen Aufbau mach ich eh ein riesen Fragezeichen:

    a.) Fundamente und Perimeterdämmung wie soll das im Fundamentbereich funktionieren ??? warum nicht ne statische Platte ????
    -
    b.) Bauunternehmer rät "Perimeterdämmung auf Folie" = Murks da gehört ne Sauberkeitsschicht (wie erwähnt) dazu (!)
    -
    c.) Fundamenterder hau ich in die Bodenplatte und erde sie über Rundstahlerdung
    -
    d.) T14 gut ... Druckfestigkeit des T14 ?? Aussteifende Wände ??
    Statik vorhanden ????
    -
    e.) Perimeterdämmung unter Bodenplatte würd ich persönlich "NIE" mehr wieder machen ... und dann aber auch kein Mischmasch wie ungedämmte Fundamente bzw. gedämmte Bodenplatte ... wenn schon ne Dämmung unter der Bodenplatte dann MB´s Foamglas
    -
    f.) Abdichtung nach Din 18195 *achselzuck* für des schwarze Zeug MB fragen persönlich würd ich Ihnen ne weisse Wanne verpassen


    MfG
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  7. #6
    MB
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    Weiß aus Schwarz

    Ne weiße Wanne aus nem schwarzen Bundesland

    Nee, im Ernst, mir ist völlig Wurscht, ob die Wanne schwarz oder weiß ist. Richtig geplant (!!!!!!!!!) und ausgeführt muß sie sein.
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  8. #7
    Themenstarter

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    Mißverständnis

    Herr Thalhammer. Als Laie ist es für mich schwierig das präzise auszudrücken, worauf es ankommt.

    Statt der geplanten Streifenfundamente mit Kies/Drainage, darüber Perimeterdämmung darüber Betonboden, riet der BU aufgrund des nahen Grundwassers, die Streifenfundamente wegzulassen, ebenso Kies und Drainage. Dämmung blieb und eine statt 15cm nun 22cm starke durchgehende Bodenplatte. Wird vom Statiker gerade neu gerechnet. Auch die Druckfestigkeit des T 14 wird überprüft.

    Wie oft führen Sie die Rundstahlerdung aus der Bodenplatte heraus in die Erde? Die Erdung soll auch als Blitzschutzerdung vorbereitet werden, falls dies irgendwann von der Feuervers. gefordert wird, da auf den Keller ein Holzhaus kommt.

    mfg
    Tommy
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  9. #8
    Avatar von bauhexe
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    22cm Bodenplatte im Wasser??? brrrr
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  10. #9
    MB
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    Schwarz

    Bei 22 cm geht nur noch schwarze Wanne. Bei weißer Wanne ist 25 cm Minimum. Aber warum nicht gleich richtig?

    Drainung macht im Grundwasser wenig Sinn. Kies allerdings auch nicht. Höchstens wegen der Verdichtung. Aber Kapillare im Grundwasser brechen ist nicht so prickelnd.
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  11. #10

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    Blitzschutz

    Wenn der Fundamenterder später Blitschutzaufgaben übernehmen soll, schon eine Blitzschutzfirma ins Boot holen. Denn bei Blitzschutz ist nicht nur der Aufbau vorgeschrieben (wie beim Fundamenterder) sondern auch die Unterschreitung bestimmter Erdungswiderstände. Und das kann aus der Ferne nicht beurteilt werden.
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  12. #11
    Gast
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    Es geht noch weiter

    jetzt sagt der Architekt, wenn wir die schwarze oder auch weiße Wanne wählen, gelten Entwässerungsleitungen, die in das Fundament führen immer als undicht. Wir haben trotz der Tiefe noch freies Gefälle zum Kanal und verwenden als Rückstauschutz für WC im Keller einen Staufix von Firma Kessel. die Abwasserleitung führt in die ca. 22cm dicke Bodenplatte.

    Wenn die Aussage des Architekten stimmt, brauche ich auch noch eine Hebeanlage.

    Außerdem meine er, bestünde bei dem T14 Poroton-Mauerwerk und unseren Wasserverhältnissen (aufstauendes Sickerwasser) die Gefahr, daß der Keller aufschwimmt, weil er zu leicht wäre.

    @Ebel: Danke für den Hinweis!

    Gruß Tommy
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  13. #12
    MB
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    Hä?

    Den kapiere ich nicht:
    ".... Jetzt sagt der Architekt, wenn wir die schwarze oder auch weiße Wanne wählen, gelten Entwässerungsleitungen, die in das Fundament führen immer als undicht...."

    Wie kommt der denn darauf ???
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  14. #13
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    4 Ecken hat ein Haus

    wenigstens im groben sprich 4 mal zieh ich die Erdung raus ... natürlich sollte den letzten Meter das PVC vom Rundstahlerder entfernt werden.
    -
    22cm Bodenplatte ich weiss nicht das hier noch knickrig ausgeführt wird ... bei uns werden solche Bodenplatten immer in 30cm WU-Konstruktion samt Statik ausgeführt ... klar iss ne Sauberkeitsschicht drunter und der Boden dürfte die Lasten schon gleichmässig abtragen "ABER" andererseits steht ein Haus mit ner gescheiten Last auf dieser Bodenplatte.
    -
    "OK" Dämmung und starke Bodenplatte ohne Fundamente geht in Ordnung wenn der Statiker dazu sein segen gibt ... persönlich würde ich trotzdem zu Foamglas tentieren iss ne Gefühlsache wie gesagt auf der Dämmung steht das ganze Haus (!)
    -
    Aufstauendes Sickerwasser und der Keller soll aufschwimmen ???? ... jetzt schlägts "ABER" 13 "nö" also ehrlich selbst bei ner Holzständerbauweise kommen genügend Ablasten zustanden.

    MfG
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Danke

    für Ihre Einschätzungen. Werde mir einen unabhängigen "Sachverständigen" suchen, der mir zumindestens beratend zur Seite steht.

    Gruß Tommy
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  17. #15
    MB
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    Wie viele noch?

    Wie viele unabhängige Sachverständige brauchen Sie denn noch? Sind die hier anwesenden nicht genug? Soll es ein "dreckiges Dutzend" werden?
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