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Abdichtung WU-Betonkeller notwendig?

Diskutiere Abdichtung WU-Betonkeller notwendig? im Forum Abdichtungen im Kellerbereich auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Abdichtung WU-Betonkeller notwendig?

    Guten Abend,

    bin gerade in diesen Club eingetreten, da ich derzeit ein paar Problemchen mit meinem Hausbau habe.
    Die Rohbaufirma, die mein von einer Architektin bis Leistungsphase 4 geplantes Häuschen baut und auch die Werkplanung übernahm, erstellte mir einen Keller aus WU-Beton ohne jegliche zusätzliche Abdichtung und Drainage.
    Ein Bodengutachten empfiehlt, eine Abdichtung nach DIN 18195-4:2000-08 in Verbindung mit einer Drainage.
    Ohne diese Drainage eine nach DIN 18195-6:2000-08, wobei der Bemessungswasserstand 0,8 m unter GOK anzusetzen ist.
    Der Keller soll zusätzlich mit 10 cm Perimeterdämmung versehen werde. Ist der Bau mit WU-Beton alleine ausreichend? Zwar steht dies so in der Baubeschreibung, aber auf den Ausführungsplänen hat die Firma selbst ´wasserdichte Kellerwände´ vermerkt.
    Die Firma sagt, WU-Beton alleine sei völlig ausreichend.
    Bitte um Meinungen hierzu?
    Vorab vielen Dank!
    Geändert von Mexx (31.08.2006 um 23:30 Uhr)
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  2. Abdichtung WU-Betonkeller notwendig?

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  3. #2
    Avatar von peterr
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    Toll was man mit WU-Beton so alles machen kann : Fundamente, Decken und auch Skulpturen.

    WU Beton alleine als Abdichtungsmaßnahme zu betiteln, um einen druckwasserdichten Keller zu erhalten, bedeutet garnichts.

    Vergleich : Ich verspreche Ihnen ein dichtes Dach und erkläre hierzu, daß ich als Sparren KV-Holz verwenden werde.


    Wenn der Lastfall nicht angegeben wird, kann auch keiner sagen, was von nöten ist.
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  4. #3
    Baufuchs
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    Mal

    hier lesen, was eine "Weisse Wanne" ist.
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  5. #4
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    ..gehen die Lastfälle nicht aus der DIN 18195 hervor?
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  6. #5
    Avatar von peterr
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    jupp, hast recht!
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  7. #6
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    Nun, das mit den Lastfällen hab ich zwischenzeitlich kapiert. Aber wie soll der Keller gebaut werden. Genügt WU-Beton ohne weitere Maßnahmen? Es ist keine ´Weiße Wanne´. Das hat der Rohbauer zwischenzeitlich selbst zugegeben. Was tun?
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  8. #7
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    Wurde die Sache geplant?

    Entweder WW, Zebrawanne (mit Zulassung) oder Abdichtung nach DIN 18195-4 „Bauwerksabdichtungen; Abdichtung gegen Bodenfeuchtigkeit (Kapillarwasser, Haftwasser) und nichtstauendes Sickerwasser an Bodenplatten und Wänden; Bemessung und Ausführung - 2000/08“ + Dränung nach DIN 4095 „Dränung zum Schutz von baulichen Anlagen - 1990/06" (siehe Bodengutachten), oder Abdichtung nach DIN 18195-6 „Bauwerksabdichtungen; Abdichtung gegen von außen drückendes Wasser und aufstauendes Sickerwasser; - 2000/08“, wobei bei letzteren wohl das aufstauende Sickerwasser maßgeblich ist.
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  9. #8
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    Ups, ist ja ´ne ganze Menge, was da gemacht werden hätte müssen. Das Dumme ist nur, der Keller steht schon. Eben nur in WU-Beton und auf die Außenwände wurde die Perimeterdämmung geklatscht.
    Von der Genehmigungsplanung ausgehend, vergab ich den Auftrag an den Rohbauer, incl. Erstellung der Werk- bzw. Ausführungsplanung.
    Was ich erwartete war in vier Monaten einzuziehen...
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  10. #9
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    Wer hat den

    die Detail- Ausführungsplanung für den BU gemacht?? Er selber wahrscheinlich.
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  11. #10
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    Deitailplanung - wer braucht denn so etwas.
    Für den Auftrag musste nur der günstigste sein (meistens ist das dann auch der billigste)

    Ich habe gelernt, mochte es ja kaum glauben, aber in Bayern bauen die bis zu Dreifamilienhäuser nach dem Gefühl.
    Statik brauchste nicht.
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  12. #11
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    OK.
    Bevor wir jetzt alle Rätselraten.
    Was für ne Bewehrung?
    Fugenbänder Ja / Nein?
    Nachbehandlung Ja / Nein
    Gibt es eine Bewehrungszeichnung - Statik Ja / Nein
    Dicke der Wände / Sohle
    Wie wurden die Wandstärken (Spannstellendurchlässe) ausgeführt?
    Was für ein w/z-Wert hatte der Beton?
    Was für ein Beton? Sieblinie?
    Wie wurde dieser eingebracht?

    Ich könnte hier noch ne halbe Stunde Weiterschreiben, fürchte aber, Sie können mir sowieso nicht antworten – oder?
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  13. #12
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    ...ist wohl so. Hab ja auch was anderes als Baumeister gelernt...Zähle leider zu den durchschnittlichen Menschen, die nicht über die Fähigkeit verfügen, auf allen Sach- und Fachgebieten über Expertenwissen zu verfügen.
    Geändert von Mexx (01.09.2006 um 06:18 Uhr)
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  14. #13

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    Und genau deswegen...

    nimmt sich der nicht-Bewanderte eine(n) Bewanderte(n) als Helfer. Und vergibt die Ausführungsplanung eben nicht an den, der mit der Ausführungsplanung kräftig zur Sanierung seiner Gewinnmarge beitragen kann.
    Ergebnis solchen Denkens -> s.o.
    MfG
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  16. #14
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    Dann würde ich mir jemanden dazu hohlen

    der über das Notwendige Fachwissen verfügt und die bisher erstellten Arbeiten kontrollieren soll.
    Was jetzt dicht ist, muss nicht dicht bleiben.
    Die hygrische Längenänderung (schwinden) wird hier noch einiges bewirken, so das es zu Undichtigkeiten kommen kann.

    Noch läßt sich alles beheben.
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  17. #15
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    Gut, Herr Carden. Ist wohl das Beste. Dachte an einen Kollegen von ihnen, sprich Sachverständigen, der die Sache mal unter die Lupe nimmt und aufzeigt, was zu tun ist.
    Erst mal vielen Dank!
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