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Thema: Dachstuhlholz

  1. #1

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    Dachstuhlholz

    Hallo,

    wir hatten für den Dachstuhl S10 Holz ausgeschrieben. Nun sind wir an der Überlegung, ob wir kammergetrocknetes oder Konstruktionsvollholz (KVH) verwenden sollten.

    S10 hat lt. Aussage unseres Zimmeres eine Restfeuchte von 30%
    kammergetr. Holz nur 15%

    Da wir eine Zwischensparrendämmung machen, werden wir kein KVH wg. der Sicht benötigen. Jedoch wäre es schon sehr schade, wenn sich die sichtbaren Sparren und Pfetten bei einem S 10 Holz verziehen und aufbrechen würden, da dies ja von aussen sichtbar ist und nicht schön aussieht. Alternative wäre somit das kammergetrocknete Holz. Jedoch meinte unser Architekt, dass dann die Zeit vom Aufmessen bis zum Aufrichten länger dauern würde, da erst nach dem Aufmaß das Holz in die Trocknungsanlage kommt.

    Wie sind Eure Erfahrungen bzw. welches Holz mit welcher Restfeuchte bauen die Experten vorrangig ein.

    DANKE
    Friese
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  2. Dachstuhlholz

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  3. #2

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    Hallo,

    also in dem Betrieb, wo ich arbeite (Zimmerei), wird für aussenliegende Sparren immer KVH genommen! Wir empfehlen den Leuten auch für den gesamten Dachstuhl KVH, so weit es die Dimensionen zu lassen, sonst BSH. Was für ein Unterdach bekommst du (Folie, DWD)? Bei DWD würde ich kein Bauholz nehmen, gibt später oft Probleme oder wenn Bauholz dann keine DWD Platten.

    LG
    Karin
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  4. #3

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    Kvh - 0

    Bezüglich sichare Sparren,

    habe KVH = Konstruktionvollholz verwendet
    auch hier sind kleine Risse und ein gewisses verdrehen ist eingetreten, was erlaubt ist.
    Noch besser soll hier BSH sein.
    Aber mehr Info zum Holz bei KVH.de


    THFJAW
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  5. #4
    Themenstarter

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    Unterdach

    Danke für die Info - heisst das, dass dann die gesamten Sparren in KVH sind ?
    Was bedeutet BSH und DWD ?
    Unser Unterbau sieht wie folgt aus:
    Sparrenstärke: 20 cm
    Rockwol WLG 035
    Folie
    Rigipsplatten
    auf den Sparren: 52 mm Isolair

    DANKE
    Friese
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  6. #5

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    Nur mal so nebenbei,
    alles mit Holzeinbaufeuchten über 20% (besser 15+-3) ist murks und nicht Stand der Technik. Widerspricht im übrigen auch diversen Normen, siehe DIN 1052, ATV DIN 18334...
    Das das Holz erst nach dem Aufmass in den Trockner kommt ist Unsinn. Die wenigsten Zimmereien trocken selbst, ist absolut nicht wirtschaftlich.
    Holz ist eine Handelsware und wird nicht erst auf Bestellung "gefällt".
    KVH ist beinahe schon muss, für alle Bauteile. Rissen und evtl. Verformungen können immer auftreten, man kann diese mit der Wahl des Holzes und richtigen Einbau aber minimieren.
    Dimensionsabhängig sollte BSH verwendet werden. Das verhält sich diesbezüglich zwar noch günstiger, ist allerdings auch teurer.
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  7. #6

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    BSH - Brettschichtholz
    DWD - Diffusionsoffene Wand- und Dachplatte (Holzweichfaserplatte)

    Das mit der Folie (Luftdichte Ébene? Dampfbremse oder Dampfsperre?) würde ich nochmal überdenken, insbesondere diese direkt unter der GK anzubringen. Sollte mindestens noch eine Unterkonstruktion zwischen Luftdichtung und GK sein. Das verhindert unnötige Durchdringungen und ungewollte Beschädigungen.
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  8. #7
    Themenstarter

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    Ich hatte die Dachlatten zwischen Dampfsperre (glaube ich - muss noch mal nachsehen) und Rigipsplatten vergessen.

    Kann ich unter Brettschichtholz verstehen, dass der Sparren aus einzelnen zusammengeleimten Brettern besteht ?

    Dann wäre kammergetrocknetes Holz das gleiche wie Bauholz, nur mit weniger Restfeuchte: ca. 15% +/- 3%. Das habe ich auch schon in einer DIN gelesen.

    DWD: Das haben wir ja dann, da auf das Dach Isolairplatten kommen sollen. Unser Dachdecker würde aber lieber PU Platten mit 8 cm montieren. Aber ich denke, dass der sommerliche Hitzeschutz mit Isolair besser ist, als PU Dämmung - obwohl diese einen besseren WLG hat.

    Was meinen Sie dazu ?

    DAnke
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Friese
    Ich hatte die Dachlatten zwischen Dampfsperre (glaube ich - muss noch mal nachsehen) und Rigipsplatten vergessen.
    Besser wäre eine UK mit Latten. Dampfsperre ist auch unnötig, kann im Gegenteil zu Problemen führen. Dampfbremse ist evtl. empfehlenswert.
    Kann ich unter Brettschichtholz verstehen, dass der Sparren aus einzelnen zusammengeleimten Brettern besteht ?
    (Vereinfacht) Exakt.
    Dann wäre kammergetrocknetes Holz das gleiche wie Bauholz, nur mit weniger Restfeuchte: ca. 15% +/- 3%. Das habe ich auch schon in einer DIN gelesen.
    Das Ausgangsmaterial ist das gleiche . Hinzu kommen noch einige Sortierkriterien. Hat im Ganzen noch ein paar mehr Vorteile, vom Holzschutz bis zum Quell/Schwindverhalten.
    DWD: Das haben wir ja dann, da auf das Dach Isolairplatten kommen sollen.
    DWD ist wie Isolair eine Produktbezeichnung, Wobei es Isolair in unterschiedlichen Stärken gibt.
    Unser Dachdecker würde aber lieber PU Platten mit 8 cm montieren. Aber ich denke, dass der sommerliche Hitzeschutz mit Isolair besser ist, als PU Dämmung - obwohl diese einen besseren WLG hat.
    PU ist sehr diffusionsdicht, der Energieaufwand zur Herstellung ist hoch...
    Über den sommerlichen Wärmeschutz kann man sich ab einer gewissen Dämmstärke sicherlich streiten (Thema gab es schon mal hier). Ich würde mich nicht von Isolair o.ä. abbringen lassen.

    Grüße
    R.J.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von R.J.
    Das das Holz erst nach dem Aufmass in den Trockner kommt ist Unsinn. Die wenigsten Zimmereien trocken selbst, ist absolut nicht wirtschaftlich.
    Holz ist eine Handelsware und wird nicht erst auf Bestellung "gefällt"
    Aber auf Bestellung geschnitten.
    Bauholz S10 getrocknet hat wahrscheinlich kaum einer auf Vorrat liegen und wird fast immer nach Liste geschnitten.
    Zwischen Bestellung und Lieferung liegen da meistens 10 Tage - 2 Wochen.

    Falls also die Auftragsvergabe zu kurzfristig fällt dann wird wohl Kvh Nsi die beste Wahl sein. Wenn genug Zeit vorhanden, dann geht auch Bauholz S10 trocken.
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  11. #10
    Themenstarter

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    Danke für die Infos:

    Wir werden jetzt KVH Nsi verwenden. Lt. Zimmerer liegt der Feuchtegehalt auch hier bei ca. 15% - ist das richtig?

    Die Isolairplatten werden wir bzw. unser Dachdecker in der Stärke 52 mm verlegen.

    Warum wäre eine Dampfbremse besser als eine Dampfsperre ?

    Danke
    Friese
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11

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    Die Holzfeuchte sollte in Bereich 15% liegen.

    Mit einer Dampfbremse bekommst du u.U Probleme, weil z.B.:
    die eben sehr dampfdicht ist, fehlerhafte Anschlüsse führen hier schnell zu konvektiven Feuchteschäden. Im Sommer kann/kommt es zur Umkehrdiffusion kommen, d.h. innen ist`s kälter aus draußen und in in der Luft gespeicherte Feuchtigkeit kondensiert in deine Konstruktion, weil diese durch die Dampfsperre nicht nach innen wegdiffundieren kann. Das ganze kann sich über Jahre (oder auch ganz schnell) aufsummieren und Schäden verursachen.
    Also: Möglichst diffusionsoffen aber trotzdem luftdicht bauen.

    gutes Gelingen
    R.J.
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  14. #12
    Themenstarter

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    Vielen herzlichen Dank für die Anmerkungen und Ratschläge.

    Wir werden KVH und eine Dampfbremse verwenden.

    Sg
    Friese
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