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Wie stark muss die Armierung sein?

Diskutiere Wie stark muss die Armierung sein? im Forum Außenwände / Fassaden auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Wie stark muss die Armierung sein?

    Wir haben ein WDVS mit 10 bzw. 14cm Styropor auf Bims. Davor soll ein mineralischer Putz.

    Die Armierungsarbeiten haben gerade begonnen. Dabei ist uns aufgefallen, dass der Armierungsmörtel ziemlich dünn aufgetragen ist, so dass man sogar das Gewebe noch sehen kann. Auf den uns vorliegenden Info-Broschüren zu dem Thema sieht es aus, als müsste die Schichtdicke wesentlich größer sein.

    Wieviel muss denn nun da drauf?
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  2. Wie stark muss die Armierung sein?

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  3. #2

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    Das is so ne Sache

    Wieviel muss denn nun da drauf?
    Welches System und von welchem Hersteller? Wenn das bekannt ist kann man das in den technischen Unterlagen/Zulassungen nachschauen.


    MfG Michael
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  4. #3
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    Das weiß ich leider (noch) nicht.

    Gibt es denn Systeme, wo die Armierung so dünn aufgetragen wird?
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  5. #4
    Avatar von Hundertwasser
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    Normalerweise ungefähr 3-4 mm. Dabei muss das Gewebe im äußeren Drittel der Armierungsmasse liegen und soll vollständig überdeckt sein.
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  6. #5
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    Danke !

    Ich werde mal jemanden vorbeischicken, der die Leute des Stuckateurs vor Ort anspricht. Dann erfahre ich hoffentlich auch welches System verbaut wird.
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  7. #6

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    5 mm

    Hallo Hundertwasser...
    mineralisches System... also eher 5-6mm anstatt 3-4, wobei
    Hundertwasser auch recht hat einige Hersteller lassen auch dünnere lagen zu.

    JEDOCH: "Mineralisch" ist traditionell eher dem Stuckateur zuzuordnen und diese bevorzugen etwas größere Stärken.

    PS.: Neue DIN das gewebe gehört jetzt in die obere Hälfte.
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  8. #7
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    Zum Putz habe ich herausgefunden, dass er sich
    Weber star 223 nennt und 3mm-Körnung hat.

    Kann da jemand was zu sagen?

    Wie können wir feststellen, ob die Armierung stark genug ist?

    Momentan kann man nur folgendes sehen: Die Armierung ist an einigen Stellen leicht zu sehen. Aber flächendeckend ist die Überdeckung der Armierung so dünn, dass man die Kästchenstruktur im Armierungsmörtel noch erkennen kann. Ist das normal oder beweist das eine zu dünne Schichtdicke des Armierungsmörtels?
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  9. #8

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    Weber&Broutin

    http://www.weber-broutin.de/Servlet/...2565819&id=572
    ist der Oberputz.

    Und der Armierungsputz? z.B. Weber.Therm303, da sind aus der Rückrechnung knapp 4mm zulässig.

    Dass man an einzelnen Stellen des Gewebe erkennen kann würde mich nicht stören.

    Dass die Gitterstruktur vom Gewebe erkennbar ist stellt keinen Mangel dar. Ist dann, wenn die Auftragstärke ausreichend ist und offensichtlich das Material nicht zu dünn in der Konsistenz war, ein Zeichen dafür, dass das Gewebe im "oberen Bereich" der Armierungsschicht liegt.
    Farbe des Armierungsmörtel. Eher Grau oder eher weiß?

    Feststellen der Schichtdicke nur durch öffnen oder wie?

    Ganz "Genaue" könnten noch die Herausgabe der Lieferscheine verlangen...
    Hmm.

    Gruß Michael
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  10. #9
    Themenstarter

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    Der Armierungsputz ist wie Du schon sagtest Weber.Therm303, glaube ich. Farbe ist sehr helles grau.

    Hängt die erforderliche Schichtdicke nicht von dem Untermaterial (in diesem Fall recht "weiches" Styropor") ab?

    Was die Schichtdicke betrifft, will ich die Kontrolle nicht übertreiben so von wegen Lieferscheine und so. Wenn jemand unabhängiges (wie Du) mir bestätigt, dass nichts auf einen Fehler hinweist, bin ich ja schon zufrieden. Es gibt noch genug andere Probleme
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  11. #10

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    Bin ich der Papst?

    Totto, ich war nicht dabei. 4mm von 2,5mm durch Inaugenscheinnahme zu unterscheiden, dazu braucht es ein geübtes Auge, weil 4mm sind ja auch schon recht wenig. Mit ***** arbeiten wir da im Dünnschichtbereich mit 6-7mm. Mach mal nen "Daumendruckversuch". Bei einer mineralischen Beschichtung, sollte sich beim Drücken mit nem Daumen nicht allzuviel "eindellen" lassen. Zumindest sollte es für den Drückenden nicht "federnd wirken". Allerdings kann ich Dir nu nicht sagen mit wieviel Newton Du da drücken sollst. Theoretisch könnte man das auch mit Gerätschaften messen, aber der Aufwand is groß und es kann ja auch richtig ausgeführt sein. Irgendwo steht auch wieviel "Druck" die Fassade aushalten muss - ehrlich gesagt weiß ich das aber nu au net ausm Stegreif.

    Gruß Michael
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  12. #11
    Avatar von Hundertwasser
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    Die erforderliche Schichtdicke der Armierung hängt vom System ab. In der Bauaufsichtlichen Zulassung des Systems steht auch entweder die Mindestschichtdicke oder der Mindestverbrauch (daraus lässt sich wiederum die Schichtdicke berechnen) des Armierungsmörtels. Also: den Handwerker fragen und ggf. die bauaufsichtliche Zulassung zeigen lassen.
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  13. #12
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    Hallo nochmal!

    Dass der Papst hier mitschreibt, hätte ich jetzt auch nicht erwartet

    Den Daumendruckversuch haben wir schon gemacht. Es lässt sich auf jeden Fall ohne extrem starken Druck eindellen (geschätzt 0.5-1mm). Und die Delle federt auch sofort wieder zurück, also nicht grundlegend anders als bei normalem Styropor.

    Zur Schichtdicke: Auf der Herstellerseite steht 3mm planer Untergrund und dann das Armierungsgewebe in den Putz eindrücken.
    Kommt man so auf die "mindestens 4mm"?

    @Hundertwasser
    Was meinst Du denn mit "System"? Das Dämmmaterial ist weißer, relativ grobkörniger Styropor (Korngröße ca. 3mm). Armierung und Putz die genannten Weber-Produkte.

    Kann mir irgendjemand einen Tip geben, wie ich letztlich beurteilen kann, ob die Armierung so in Ordnung ist? Vielleicht einfach einen örtlichen Stuckateur oder Maler das vor Ort untersuchen lassen?
    Geändert von totto (21.09.2006 um 09:36 Uhr)
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  14. #13
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    Was mir gerade eingefallen ist: Kann man nicht mit einem 5mm-Bohrer einfach eine kleine Bohrung machen? Dann sieht man doch, wie dick die Armierung ist.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von Hundertwasser
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    Hallo totto,
    da die Ferndiagnose doch sehr schwierig ist würde ich empfehlen, einen Handwerker oder besser, einen Gutachter der Innung die Sache ansehen zu lassen.
    Mit System meine ich das Wärmedämmverbundsystem als solches.
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  17. #15

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    Specht

    Vielleicht hast Du ja das Glück und ein Specht sucht deine Fassade heim. Der macht Dir dann diese Löcher....

    Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, was arbeitest eigentlich Du?

    Du hast ja mindestens 4, wenn nicht 5 Jahre Gewährleistung, auch auf die Fassadendämmung.

    Wenn die Armierungsschicht zu dünn ist, werden Mängel - in erster Linie "Putzrisse" - in diesem Zeitraum auftreten. Wenn bis dahin nix passiert ist war es ok, wenn nicht greift die Gewährleistung.

    Also Holzauge sei wachsam und beobachte die Fassade nach Winter und im Sommer und nach Regenfällen ganz genau.

    Für den Fall, dass Du dir sicher bist, dass die Armierungsschicht zu dünn ist, ein Urteil dazu im Anhang.

    Frohe Seefahrt oder Mast & Schotbruch?

    Gruß Michael
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