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  1. #1

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    Frage Frage zu Bodengutachten

    Hallo zusammen,

    wir haben heute das Bodengutachten für unser Grundstück erhalten und ich habe dazu ein paar Fragen.

    Der Boden ist wie folgt:
    Schichtung 1: 0,2-0,3 m u. GOK - Mutterboden - Schluff, schwach tonig, schwach sandig bis sandig, humos
    Schichtung 2: 0,9 - 1,8 m u. GOK - Löß/Decklehm - Schluff, sandig bis stark sandig, schwach kiesig und Sand, schluffig, schwach kiesig
    Schichtung 3: 5 m u. GOK - Löß - Schluff, feinsandig und Feinsand, schluffig

    Grundwasser: bei der Untersuchung nicht angetroffen, Wasserschwankungen und Kapilarwassersaum nach Starkregenereignissen beachten, dann kurzfristige, vollständige Porenwassersättigung bis GOK, Schichtwasser innerhalb des Löß entsprechend der Niederschlagsentwicklung, Versickerung kaum möglich.

    Gründungsempfehlung: Austausch des Mutterbodens und sehr weicher Böden im Planum durch verdichtungsfähiges Füllmaterial

    Bauwerksabdichtung: Abdichtung nach DIN 18195 Teil 4 mit Dränage möglich, empfohlene Abdichtung nach DIN 18195 Teil 6.

    Was bedeutet das genau für uns - wir werden auf jeden Fall den Boden austauschen und eine dickere Kiesschicht unter der Bodenplatte legen wegen der Stabilität. Ansonsten wollten wir laut DIN 18195 Teil 4 mit Dränage bauen - ist denn nun das Bauen nach Teil 6 notwendig und was bedeutet das genau?

    Vielen Dank für die Antworten vorab!
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  2. Frage zu Bodengutachten

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    die angaben reichen auf keinen fall aus, um eine gründung oder abdichtung zu planen - auch wenn es fachleute geben mag, die damit zufrieden sind ..
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  4. #3
    Bauexpertenforum
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    Was sagen Ihre Planer dazu?

    Wie das ganze geometrisch zu verstehen: Oberboden 30cm - Austausch des Oberbodens unter Bodenplatte und dann Abdichtung gegen Wasser oder Drainage?

    Und über die Gründung sagt das ganze nix?!?
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  5. #4
    Avatar von Jürgen Czech
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    Frage

    Im Bodengutachten müssen noch weitere Angaben vorhanden sein (Gründung über Fundamente oder Gründungspaltte, in welchem Niveau und mit welcher Bodenpressung bzw. Bettungsmodul bei einer Platte)?

    Wo sind denn weichplastische Schichten vorhanden (geht aus der Schichtbeschreibung nicht hervor)?

    Ist ein Keller vorgesehen und in welcher Tiefe liegt die UG-Sohle?

    Sind Angaben zur erforderlichen Dicke des Kies-Bodenaustausches gemacht worden?

    Hinsichtlich der Abdichtung hat es sich der Bodengutachter leicht gemacht: Grundwasser hat er keins erbohrt aber, weil bindiger Boden, kann dieser bei starken Niederschlägen bis zur GOK wassergesättigt werden (!)
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  6. #5
    Themenstarter

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    Hi,

    also ja wir werden einen Keller bauen.

    Zur Gründung steht folgendes im Gutachten:

    Empfehlungen Gründung:

    Gründung über Bodenplatte
    Gründungshorizont: Schicht 3

    Sauberkeitsschicht: > 0,30 m

    Material: verdichtungsfähiges korngest. Mineralgemisch: Kiessand (GW) 0/45 o. ä.; Frostschutzqualität

    Stärke der Einbaulagen: maximal 20 cm

    Verdichtungsanforderung: Dieses Polster ist mittels leichtem Plattenrüttler zu verdichten, um eine Beeinträchtigung des unterlagernden
    Bodens zu vermeiden. (Verdichtunggrad DPr > 97%)

    Zusatzmaßnahmen: Austausch des Mutterbodens und sehr weicher Böden im Planum bzw. der Böden entsprechend der
    Höhenanordnung des Gebäudes und umgehender Ersatz durch lagenweise einzubringendes verdichtungsfähiges
    Füllmaterial entsprechend Höhenanordnung des Gebäudes

    Geotextil: erforderlich (Klasse 4, > 1,0 m nach innen einschlagen)

    zul. Bodenpressung: σ < 150 kN/m²
    Bettungsmodul: kS = 11 MN/m³

    max. Setzungen: s = 1,0 - 1,5 cm max. Setzungsdifferenz: s < 0,5 cm (Bezug: Bauwerksbreite ca. 10 m)

    Reichen die Infos oder braucht ihr noch was um das Bodengutachten zu bewerten. Wir sind einfach der Meinung das hier eine weiße Wanne unnötig ist weil es kein drückendes Grundwasser gibt, genau so will unser Bauträger aber bauen....

    Danke schonmal!
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  8. #6
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    kann es sein, dass im 1. beitrag eine bodenschicht fehlt?

    die zul. pressungen sind vermutlich kein problem.
    wie der tragwerksplaner mit der (schlechten) bettung und den setzungsanforderungen (sowas sucht man meist vergeblich) umgeht, wird sich zeigen.
    bei kompaktem baukörper mags ohne verrenkungen machbar sein - und wer verrenkt sich schon gerne?
    bei stark "individuellen" grundrissen droht zahlendreherische rabulistik, um die wünsche des baugrundgutachters zu erfüllen.

    welche abdichtung hier überhaupt notwenig ist, erschliesst sich mir nicht. wasserstände? bodendurchlässigkeit?
    ich würde aber eine WW jeder drän-und-zauberkonstruktion vorziehen.
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  9. #7
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    Hey,

    ks = 11 MN/m³ ist doch wie Weihnachten bei der Bodenpressung (ich schlag mich andauernd mit 5-8 rum ).

    Ich würde den Baugrundgutachter da noch löchern, der hat da irgendwie mit seinen Setzungen geschraubt.

    Nun es fehlt Schicht 1,8-5,0m. Was ist das ... bei den Werten?

    Was mich immer noch irritiert, wie der immer auf den Mutterbodenaustausch kommt. Weil eigentlich logo, aber hat der so schlechte Erfahrungen mit seinen Konsorten gemacht?

    Also Ich tendiere da gen: Abdichtung gegen zeitweise aufstauendes Wasser - schwarz . Das ganze Gezurre mit ordentlicher WW und Bauträger ...:Roll
    Klar ohne die Dränungsaktion.
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