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Thema: Neue Fassade

  1. #1

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    Neue Fassade

    Hallo zusammen,

    ich habe folgendes Problem :


    Ich habe an meinem Wohnhaus u.a. die Fassade mit einem WDVS versehen lassen. Dazu gehört auch der neue Putz und der Anstrich.

    Nun war es leider so, das nach Fertigstellung des Putzes deutlich sichtbare Unregelmässigkeiten im Putz zu sehen waren. Z.t. war das Armierungsgewebe zu sehen , an machen Stellen war der Putz viel zu grob , an anderen Stellen viel zu Flach , diverse Kanten waren nicht gerade.

    Ich rief der ausführenden Firma an, sie möge dies korrigieren, was das auch ohne Probleme begonnen wurde. Soweit das dann für mich sichtbar war, war es dann ok.

    Es kam der Anstrich und danach wurde das Gerüst abgebaut. Der nächste Schreck : Die Stellen die durch das Gerüst verdeckt waren , sahen z.t. Schlimmer aus als zuvor !!!. Es waren u.A. deutlich Absätze horizontal zu sehen.

    Also nochmal angerufen, der Chef der Firma sah diese Stellen auch sofort und behob diese Probleme selber .

    Nun muss ich aber nach der Trocknungszeit sagen, das meine neue Fassade, die ausschiesslich durch diese Fachfirma erstellt wurde, sehr Wolkig aussieht, d.H es sind deutliche Schatten zu sehen.

    Diese "Wolken" sind mit UND ohne Streulich zu sehen. Mit Steulicht ist es sogar so, dass ich auf der ganzen Fasade den vertikalen Verlauf der Armierungsbahnen sehen kann ( erhöhung an den Überlappungsstellen )

    Des weiteren ist die Putzoberfläche nicht homogen, es war ein 2er Putz bestellt ( Weiss angestrichen ) , aber anhand der mit vorliegenden Putzmuster habe ich Stellen die wie ein 4er Putz aussehen und wieder stellen die wie ein 1er oder 0.5 Putz aussehen ( fast Glatt ) . Dieses Problem ist an der ganzen Fassade zu sehen.

    An verschiedenen Stellen ist auch eine Art Quermuster zu sehen ( laut Ausführender Firma ist das von der Putzmaschine ).

    Zwei Stellen an der Unterseite des Fassade ( zum Boden hin ) sind derart uneben , das dies sofort auffällt , das eine ist eine Delle von ca. 5 mm und das andere eine Beule von ca. 6 mm .

    Die Putzanschlüsse an den Simsen sind sehr unsauber verarbeitet und das Kompriband ist teilweise zu sehen .

    Ich habe den Chef der ausführenden Firma nochmals Vorort kommen lassen und meine Bedenken und Sorgen mit dieser Fasade mitgeilt. Er ist nur noch zu minimalen Änderungen bereit und erkennt aber auch an , das die Fassade nicht 100% ist. Er bietet mir 500 € Nachlass an .

    Durch die Art der Verarbeitung ( der Chef hat nachträglich gesagt , das es mit der Putzmaschine wohl Probleme gab, und dadurch der Putz nicht gleichmässig aufgetragen wurde) und auch durch die sichtbaren Armierungs-Stösse habe ich jetzt auch Bedenken , was die Grund und Deckputzdicke angeht.

    Ich bin nicht bereit dies mit einem Rechnungsanzug zu akzeptieren.

    Ich kann doch diese Fassade so nicht Abnehmen ?


    Wie sehen Forumsteilnehmer diese Sache ?
    Wie soll ich hier nun vorgehen ohne gleich nen Anwalt oder das Gericht zu beschäftigen.

    Vielen Dank vorab für Ihre Bemühungen .

    PS.:
    Das verwendete WDVS ist STOTherm Classic mit 12 cm Neowall Platten.
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  2. Neue Fassade

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  3. #2

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    hallo hoehrle

    was für ein oberputz wurde bei dir verarbeitet?
    körnung?
    putzweise?

    um genaue aussagen treffen zu können wären bilder nicht schlecht...

    mfg benny
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo Benny,

    Kornstärke ist 2,0 mm
    Putzweise ist Kratzputzstucktur
    Putz ist StoSil AP K ( Deckputz auf Silikatbasis )

    Hier die Bilder :








    Danke nochmals vorab .


    Gruss HOehrle
    Geändert von hoehrle (25.09.2006 um 10:40 Uhr)
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  5. #4

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    Optik

    Eins passt nicht zusammen, nämlich Sto-Therm-Classic und als Oberputz Sto-Sil. Wurde das wirklich so eingebaut?

    Bei den dünnschichtigen Beschichtungssystemen, hier 2mm Armierungsschicht und 2mm Oberputz sind die einzelnen Gewebebahnen fast immer - mehr oder weniger deutlich - zu erkennen. Sprich: Das ist nicht gleich ein Mangel.

    Es gibt ein Merkblatt in dem die visuellen "Anforderungskriterien" an Putzoberflächen zusammengestellt sind.
    Bezugsquelle: www.stuckateur.de. - wird man wohl bestellen und bezahlen müssen -

    Für Anforderungen an die Ebenheit gilt die DIN 18202.

    Im vorliegenden Fall kann bisher, wie Benny bereits schrieb, nicht viel gesagt werden. Bilder wären eventuell hilfreich, falls auf denen was brauchbar dargestellt werden kann.

    Gruß Michael

    *Albstadt ist nicht weit von Meßstetten, oder?. Sachverständiger vor Ort, falls noch nicht über der Altersgrenze?: Herr Erhard Fischer, Stuckateurmeister & ö.b.u.v.S.
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  6. #5

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    Bilder

    Ich kann nur auf Bild1 was erkennen, was mir von Weitem und auf Anhieb auffällt.

    -Beiträge ändern ist ja ok, aber so weit zeitversetzt ist das doch *******(die Sternle habsch gleich selbst geschrieben, so dass die zensur net einzugreifen brauchte )
    Während ich hier Unterlagen wälzte kamen die pics *grummel.

    Gruß Michael
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  7. #6
    Themenstarter

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    Sorry, das die Bilder dauerten, alleine das Hochladen dauerte ...

    Also Angeboten wurde StoTherm Classic.
    Als dann die Platten kamen, wasen das dann plötzlich Neowall Platten, auf nachfrage wurde wir Mitgeteilt, das Orginal Sto Platten nicht lieferbar waren, aber sie NeoWall Platten von Sto genau so eine Zulassung haben ( habe ich nicht nachgeprüft, da die Firma mir versicherte , daß das passt.

    StoSil habe ich vom Putzmuster das mir vorliegt. Ob das so verbaut wurde,m kann ich jetzt so nicht sagen. Ich werde der Firma die entsprechenden Unterlagen anfordern.

    Wenn das so ist, das bei dieses System die Gewebesösse zu sehen sind, ist das dann nicht etwas, was die Firma mir VOHER hätte sagen können oder sogar müssen ?
    NACHTRÄGLICH sagte mir der Chef er Firma, das mit einem 2er Putz und einer Weissen Farbe Wolken immer zu sehen sind. Er hatte aber ausdrücklich den 2er Putz empfohlen.

    Das mit dem Sachverständigen macht sicherlich Sinn, gibt es im Umkreis vom Albstadt noch mehr Sachverständige, die ich mal Kontaktieren könnte ?

    Gruss HOehrle
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  8. #7

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    Jetzt geht es los,

    An was man alles so denken soll und es dem "Interessenten" erklären/sagen soll...

    Davon leben dann die Sachverständigen und Juristen und es werden Bücher darüber verfasst...

    Mehr Sachverständige? Innung/Handwerkskammer. Hab halt DEN "empfohlen" dessen "Wort" auch Gewicht hat, bei Handwerkern und "Justiz".
    Vielleicht könnte auch mal "jemand" von sto das Ganze anschaun - bevor es das große Geld kostet. Die Hersteller sind inzwischen ganz fix wenn es um "Reklamationen" an Ihren "Produkten" geht.

    Wie war denn die "Auftragskonstellation"? Auftraggeber = Bauher oder gabs nen GU oder BT? Wer hat ausgeschrieben/geplant?

    Mein Vorschlag: Mit dem Handwerker ausmachen, dass sich das der "gute Mann" von sto mal ansehen soll, im Beisein des Bauherrn. Irgendwie n Protokoll dazu. Wenn es dann weitergehen sollte würde ich im Gespräch den ö.b.u.v.S. ins Spiel bringen. Wer den beauftragt/bezahlt sollte auch ausgemacht werden. Wer 100% im Recht ist zahlt nix bis zu wer 0% im Recht ist zahlt alles?

    Gruß Michael

    *Mensch Leid, schwädazt normal mitnandr.

    Sto verwendet bei seinen systemen auch die Neowall, soweit ich weiß. Das muss kein Streitpunkt werden. Fehler des AN wäre dann lediglich, wenn er die Platten nicht über sto bezogen hat. Da kann er trotz gleicher Platte n Problem kriegen. Wobei hier dann fast schon Haarspalterei betrieben würde, zumindest solang die Dämmplatten keinen Schaden verursachen.
    Geändert von MichaelG (24.09.2006 um 13:08 Uhr) Grund: Die Platten
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  9. #8

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    NACHTRÄGLICH sagte mir der Chef er Firma, das mit einem 2er Putz und einer Weissen Farbe Wolken immer zu sehen sind. Er hatte aber ausdrücklich den 2er Putz empfohlen.

    also das stimmt so nicht ganz: bei fachgerechter verarbeitung sind weder die gewebestösse ( bei der zementfreien armierung von sto-therm-classic eine kunst für sich)noch eine starke wolkenbildung zu sehen,das ist zwar bei der verarbeitung etwas zeitintensiver (man muss halt die platten auch mal mit ner langen setzlatte kontrollieren und ggf planschleifen)

    aber auch der oberputz ist eine riesen schlamperei,auf dem ersten bild könnte man meinen das er stellenweise nur angespritz aber nicht gerieben wurde...

    wurde das wdv system von einem stuckateur oder malerbetrieb angebracht?
    Geändert von benny (24.09.2006 um 13:23 Uhr) Grund: frage
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  10. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  11. #9
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    bei der Beauftragung war lediglich die Firma und ich beteiligt.

    Ich hatte mit 3 Firmen , von denen ich die bisherigen Arbeiten und/oder die Inhahaber kannte, Angebote mit gleichen Grundlangen ( Pläne und Anfordeungen des Energieplanern Dämmung 12 cm WLG35 ) eingeholt.

    Der Auftrag ging nicht an den billigsten, sondern an die Firma , die für mich das schlüssigste Angebot und auch die ( wie ich damals dachte ) die optimale Beratung geboten hatte.

    Der Betrieb ist ein Malerbetrieb, das aber auch WDVS Verarbeitet und nach schon viele Verarbeitet hat.


    Dürfen die Armierungsstösse auch nicht bei Steu- oder Streiflicht su sehen sein ? Dies ist da sehr massiv zu sehen.


    Gruss

    HOehrle
    Geändert von hoehrle (24.09.2006 um 13:43 Uhr)
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  12. #10
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    Also , folgendes kann ich mittlerweise Berichten :


    ich habe der Ausführenden Firma ein Fax geschickt und habe die Abnahme verweigert und die Schlussrechnung abgelehnt. Die Einschaltung eines Sachverständigen angekündigt, und einen Vertreter der Herstellerfirma gefordert.

    Den Sachverständigen habe ich dann auch gleich heute morgen kontaktiert und auch die Herstellerfirma. nachdem der Termin festgelegt wurde, habe ich der ausführenden Firma nochmals angerufen und mit dem Chef selber gesprochen und ihm die Lage nochmals erklärt.... und siehe da >>> die ausführende Firma wird die Arbeiten kostenfrei für mich nochmal komplett ( Gerüst / Grundputz / Deckputz/Farbe) nochmals ausführen, diesmal unter Aufsicht und Mitarbeit des Chefs selber. Der Gutachter und die Herstellerfirma kommen dennoch mit dem Chef der Ausführenden Firma zusammen an die Baustelle , da laut Sachverständiger die Sanierung eines WDVS sehr heikel sein kann. Im Ergebniss könnte es dann passieren, das das Optisch danach war gut ist , aber Technisch nicht mehr in Ordnung.

    Die Firma erhält nach Bestätigung der kostenlosen Ausführung und einer Ausführungsbürgschaft der Bank ( Auf Anraten des Sachverständigen und mit Einverständiss des Unternehmers ) seine vereinbarte Entlohnung zu 100% .
    Zum einen trifft es dann den Unternehmer nicht gleich doppelt, zum anderen stehe ich dann nie unter Verdacht, das ganze nur zu machen , um Kosten nachträglich einzusparen uder drücken zu wollen.

    Ich Danke daher alle hier beteiligten , namentlich MichaelG und Benny für ihre tatkräftige und kunstruktive Unterstütung .

    Und MichaelG hatte in der Tat Recht , alleine die Nennung des Sachverständigen Herr Erhard Fischer, Stuckateurmeister & ö.b.u.v.S. hatte Wunder bewirkt .... sowohl bei der Ausführenden Firma sowie beim Hersteller

    Echt Klasse ,
    so macht das ganze wieder Spass , und ich kann auch wieder schlafen ( nach etlichen Schlaflosen Nächten )


    Gruss
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