Ergebnis 1 bis 3 von 3
  1. #1
    Marsl
    Gast

    Ausrufezeichen toiletten-neubau - alte klärgrube entdeckt

    hallo liebes forum...

    ich habe ein kleines oder wohl eher ein großes problem.
    zu erst einmal zu den rahmenbedingungen:
    ich selbst bin student und besitze zusammen mit meiner mutter ein altes umgebindehaus, das so weit ja noch ganz gut in schuss ist. unsre finanziellen mittel sind aber leider sehr begrenzt, da meine mutter arbeitslos ist und ich wie gesagt student bin. ich habe so also ein paar hundert euro zusammen gekratzt und angefangen unsre toilette neu zu bauen, erstmal trockenwand gesetzt, weil da war vorher nur ein holzverschlag, und jetzt haben wir neue wasserrohre verlegt. etwa vor 10 jahren hatte damals mein vater noch den anschluss an die kanalisation gemacht, ich war damals noch recht klein und wusste nicht was da so vor sich ging, das einzige an was ich mich noch errinnern kann ist, das die grube vollständig ausgepumpt wurde und das wir die hauptgrube mit bauschutt zugeschüttet haben, diese grbe befindet sich im hinterhaus, einen kleinem anbau an unserem haus. und wie ich so vermute wurden die ausgänge aus unserem haus nicht versiegelt, also der überfluss. unter unserem klo befand sich noch eine vorgrube, tja und als ich gestern das klobecken versetzt hab traf mich der schlag. eine fließe hob sich und darunter war der alte anschluss der noch aus plumsklozeiten her rührte und natürlich steht jetzt auch noch wasser in der vorgrube. ich vermute das das regenwasser ist, welches ins haus reingedrückt wird. nun bin ich ratlos, was soll/kann ich mit meinen geringen mitteln machen!?

    mfg marcel
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  2. toiletten-neubau - alte klärgrube entdeckt

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von ISYBAU
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    Hallo Marcel, im einfachsten Fall ist die alte Grube nur undicht und es steht Schichtenwasser oder Wasser aus Draiangen in diesem tiefsten "Hohlraum". Hier könnte man dann die Grube "einfach" verfüllen. Natürlich kann es dann immer noch Probleme mit Feuchtigkeit im Keller u.ä. geben. Problematischer wird es, wenn damals vegessen wurde, aller Abwasserleitungen am öffentlichen Kanal anzuschliessen.

    Dann bleibt nur die Wahl, zunächst die tatsächlichen Leitungsführungen und Anschlüsse zu recherchieren. Den Bestand zu recherchieren halte ich in jedem Fall für eine notwendige Massnahme. Die Herkunft des Wassers in der alten "Grube" muß geklärt werden. Mehr kann im Moment aus der Ferne nicht gesagt werden.

    Das einfachste und günstigste wären Fliessversuche. Du könntest als Privatmann z.B. in verschiedene Entwässerungsgegenstände (auch in die Regenfallleitungen) gefärbtes Wasser einleiten und schauen wo es ankommt.

    Tiefbauunternehmen haben meisst etwas Uranin oder sehr wirksame andere Färbemittel. Zur Not kann man sich auch erstmal mit Milch ;-) behelfen. Rotwein wäre zu schade ;-)
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  4. #3
    Avatar von susannede
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    Von der Milch würde ich abraten, das stinkt dann auch wieder...aber mit Lebensmittelfarbe ginge es.

    Soweit ich Dich, Marcel, verstehe, gibt es zwei Gruben, zuerst eine Grube im Haus (über der damals das Plumpsklo war), und dann, außerhalb des Hauses eine eigentliche Hauptgrube, die früher leer gepumpt wurde.

    Kann es sein, dass damals, als die Kanalisation in die Straße kam, der "neue" Anschluß (sprich das Rohr....vermutlich Tonrohr) durch die Grube gelegt wurde, an die Hauswand, hindurch zur Vorgrube?

    Dies ist damals recht häufig gemacht worden, denn sonst hätte man ja die alte Grube abreißen müssen, um an das Durchgangsloch an der Hauswand zu kommen.

    Die Gruben sind dann oft mit Bauschutt verfüllt worden, manche haben sie vorher wenigsten leergeräumt (das Glück war mir beim Ausheben meiner letzten Grube nicht vergönnt...Sch*** ist auch nach 50 Jahren noch Sch***).

    Die Schäden die nun an dieser "Verlegungsart" auftreten können sind:

    1. Bruch des Ton(?)rohrs auf dem Weg zur Aussengrube (Erdreich versifft, Verstopfungen durch Wurzeleinwuchs, Rückstau - und damit irgendwann Flutung der inneren Grube, Durchnässen der Wand).

    2. Bruch des Rohrs in der Grube, weil der Bauschutt sich unterschiedlich gesetzt hat und das Rohr zerdrückt.

    3. Versagen des Durchgangs durch die Hauswand (häufig!) - Bruch, auch oft durch die Setzungen des Bauschutts verursacht.

    4. Eindringen von Schichten-/Regen-/Aussenwasser durch Undichtigkeiten in die hausinnere Grube.

    Momentan kann ich Dir nur raten, die innere Grube auszuheben und zu versuchen, einen provisorisch gebrückten Abgang direkt ins Aussenrohr (Wanddurchgang zu Aussengrube) zu bauen. Dann siehst du schon einmal, ob nach einiger Zeit Wasser aus Erdreich in die Innengrube durchsickert.

    Der zweite Schritt wäre Stück um Stück die Altverrohrung aufzugraben (und die Gruben zu entfernen/abzureißen) und den gesamten Kanalanschluß (mit ordentlicher Dichtung an der Hauswand) neu zu machen.

    Dies ist zwar mit Kraft zu machen, aber ein paar finanzielle Mittel sind doch erforderlich.

    Vielleicht kann ja mal jemand aus der Nähe vorbei schauen, wenn Du Deinen Wohnort schreibst.

    Grüße

    Susanne
    Geändert von susannede (30.09.2006 um 20:12 Uhr)
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