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Senkrechter Normverbau

Diskutiere Senkrechter Normverbau im Forum Tiefbau auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Senkrechter Normverbau

    Wo ich jetzt seit ein paar Tagen User in diesem Forum bin und schon einige mehr oder weniger qualifizierte Antworten gegeben habe, muss ich jetzt auch mal was fragen:

    Ich war letztens in der Situation und musste eine Baugrube, Tiefe ca.2,75 m verbauen lassen. Ich organisierte 5 cm Bohlen, Doka-Träger als Riegel und Rundstützen als Steifen. Alles kein Problem, die Baugrube wurde ausgehoben und der senkrechte Verbau eingebaut.
    Nur um den Verbau einzubauen musste in der Grube gearbeitet werden. Ebenso beim Ausbau des Verbaus.
    Wie baut man denn so einen Verbau komplett von ausserhalb ein, ohne einen Mann in die dann noch ungesicherte Grube schicken zu müssen? (Ebenso beim Ausbau)
    Verstanden wo mein Problem liegt?
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  2. Senkrechter Normverbau

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    ja,

    -> Grundbau Handbuch durchsehen.

    Im Prinzip wird der klassische Verbau gesucht: "Berliner-Verbau" Bohlträgerverbau.

    Da kommt so ne 45 to Bohrmaschine, bohrt Löcher, dann Stahlträger rein und dann wieder verfüllt. Sind alle Träger in den Löchern, fängt des Buddeln an. Dabei werden zwischen die Träger Holzbohlen eingebaut, oder Spritzbeton aufgebracht. Je nach Boden und Umgebung in 1 - 1,5 m Abschnitten.

    Es gibt dann noch die eine oder andere Sonderlösung dabei z.B. im Gebäude integriert usw.

    Was Du gemacht hast, war zu steil ausgehoben und nachträglich die steile Böschung gesichert. Und beim Ausbau kommt das Problem oder in der Regel ein paar Jahre später.

    Das Ganze ist immer eine größere Aktion - da geht es ums Geld und es werden die billich-Lösungen gesucht. Oft funktionieren die auch erst mal. Aber auch an später denken, so 2-5 Jahre - Nachsetzungen.
    Ab und an gehts schief, dann kann die Existenz auf dem Spiel stehen.
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    "hmmm"

    das war doch keine Baugrube oder ??? ... eventl. ein Schachtgraben
    oder ne Vorschachtung für Unterfangungsarbeiten ???
    .
    Verstanden wo mein Problem liegt?
    .
    Eigentlich noch nicht weil ich ned weiß zu welchen Zweck bzw.
    wie groß diese Verbaumaßnahme war (!)
    .
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  5. #4
    Bauexpertenforum
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    Josef, ich tippe auf Baugrube. Erst ausgeschachtet und dann gemerkt, dass man die senkrechte Baugrubenwand so nicht stehen lassen sollte

    Und irgendwann muß das zeugs ja wieder raus...
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  6. #5
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    Das war eine Baugrube für ein Fundament. Natürlich keine, die zig Meter lang, bzw. breit war. Halt so eine Breite, dass man noch mit einem senkrechten Normverbau arbeiten kann, also die gegenüberliegenden Baugrubenwände, die dann mit Bohlen verbaut waren, gegenseitig mit Rundsteifen abstützen kann (so wie ein Grabenverbau).
    Aus Platzproblemen konnte halt nicht geböscht werden. Für ein paar Meter so ein Verbau holt man ja kein Großgerät raus (vor allem bei einer zu verbauenden Höhe von 2,60 m) um Träger oder Spundwände zu rammen.
    Also, die Baugrube (bzw. der Graben, ca. 2,50 m breit) wurde ausgeschachtet mit nahezu senkrechter Böschung, die Bohlen wurden vertikal von oben vor die Baugrubenböschung gestellt und jetzt musste halt einer in die Baugrube rein, die Horizontalriegel anlegen und gegenseitig mit Rundstützen aussteifen. Und keiner konnte mir bisher erklären wie ich sowas sukzessive mit dem Aushub einbaue, ohne jemanden in die Grube/Graben schicken zu müssen.
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    "hmmm"

    hab zwar vermutlich immer noch nicht verstanden "aber"
    warum ned mit Kanalverbauelement arbeiten ??? ...
    nehm ich z.b. auch für Unterfangungen die gibt´s in
    allen Größen (!)
    .

    .
    Quelle: http://www.Peter-owl.de ... ne interesante Webseite
    die´s mir bestimmt ned übel nimmt daß ich hier verlinkt habe
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  8. #7
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    Genau das ist dann wohl der gesuchte "Normverbau" für Grabenverbau.
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  9. #8
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    Klar, feine Sache so ein Kanalverbauelement, nur wenn man bei einer Hochbaufirma ist, dann gibt es sowas nicht immer auf dem Bauhof und den passenden Bagger mit Fahrer (wir haben ja mit Minibagger geschachtet) hat man auch nicht vor Ort. Und für ca. 15 qm ist das auch nicht wirtschaftlich sich sowas zu besorgen...
    ich meine einfach einen selbst erstellten Normverbau nach DIN 4124.

    Anhang 10112
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  10. #9
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von RMartin Beitrag anzeigen
    .. Wie baut man denn so einen Verbau komplett von ausserhalb ein..
    ähnlich wie e. berliner verbau mit liegenden füllhölzern?
    von oben nach unten, mit aushubfortschritt immer weiter?
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  11. #10
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    Senkrechter Normverbau

    Also meine Herren (Damen?): mit Verlaub, ich habe den Eindruck, außer dem Fragesteller wusste hier noch keiner der Antwortenden, was ein senkrechter Normverbau überhaupt ist.

    Senkrechter Normverbau ist ein Verbau, der genormt ist und unter bestimmten Rahmenbedingungen ohne statischen Nachweis eingesetzt werden darf. Nix mit Berliner Verbau (=Trägerbohlwandverbau) oder Kanal-Verbauboxen.

    Zur Fragestellung: dieser Verbau wird gemeinsam mit dem Aushub eingebaut, also nicht komplett von außen. Über die festgelegten Rahmenbedingungen ist bei korrekter Ausführung dann sichergestellt, dass er während des Baufortschritts nicht zusammenfällt. Diese sind aber unbedingt zu beachten.

    Erläuternde Texte hab ich mal auf meinen Kopierer gelegt und als pdf-Scan beigefügt.
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  12. #11
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    Ganz so schlimm ist es auch nicht. Inzwischen schon klar, dass er sowas in der "Art" sucht. Nur er hat es nicht ganz so gebaut. und nun wie baut man das dann zurück.

    Aber so ganz klar ist mir auch nicht, was er da nun wirklich gemacht hat. Für ein Fundamentloch einen Graben-Verbau hmm.

    @Manfrd Abt: Dann erklär dem Fragesteller mal ausführlich wie er den Normverbau (mit Holzbohlen und Balken! alte Variante) rückbaut.
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  13. #12
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    na gerne doch

    Zitat Zitat von PeMu Beitrag anzeigen
    @Manfred Abt: Dann erklär dem Fragesteller mal ausführlich wie er den Normverbau (mit Holzbohlen und Balken! alte Variante) rückbaut.
    Einbau war ja schon falsch, da erst geschachtet und dann Verbau eingestellt wurde. Zulässig ist aber nur dem Aushub vorlaufendes oder mit dem Aushub fortschreitendes Einbringen.

    Ausbau ist dann das selbe andersherum:
    1. Verfülllage (30 cm) einschütten
    2. eingebaute Schicht verdichten
    3. Spreizung abschnittsweise entlasten
    4. Bohlen bzw. Kanaldielen stückweise ziehen
    5. Spreizung wieder nachziehen
    6. eingebaute Schicht nachverdichten, um entstandenen
    Hohlraum zu verfüllen
    6. weiter bei 1.

    Und jetzt komm mit keiner mit zu hohem Aufwand, das Verfahren stammt aus einer anderen Zeit mit anderer Produktivität!

    ACHTUNG:von hier aus kann nicht beurteilt werden, ob im hier konkreten Fall der Verbau auch fachgerecht ist, d.h. ob alle Randbedingungen eingehalten sind. Beim Einbau ja schon mal nicht! Deshalb ist das hier nur eine allgemeine Beschreibung, aber kein Freibrief für eigenes Handeln.
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  14. #13
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    Zitat Zitat von Manfred Abt Beitrag anzeigen
    Einbau war ja schon falsch, da erst geschachtet und dann Verbau eingestellt wurde. ...
    siehste, das läßt rätseln. Irgenwie ist man gewohnt zwischen den Zeilen zu lesen, zu vermuten ...

    Und dann liegt man/frau auch mal daneben.

    Und wenn der komisch eingebaut ist, dann muss halt ebenso komisch rückgebaut werden. -> eigentlich kein Normverbau mehr.

    Und ob sein Fundament oder was er da genau eingebaut auch noch stört? hmm weiss im Moment keiner.

    Ich spekulier mal weiter wieder: Da RMartin den Verbau komplett eingebaut hat, bekommt er den auch nur komplett raus -> Risiko sehr groß, dass es nachbricht, da große freistehende senkrechte Bereiche.
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  16. #14

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    @Manfred Abt

    die Punkte 3-4-5 funktionieren am besten wenn die Grubenwand noch von einigermaßen alleine stehenbleibt. Wenn die Grubenwand schon auf den Verbau drückt dann kann man die Spreizung nicht richtig (oder garnicht) entlasten und damit auch die Bohlen nur schwer ziehen. Dabei ist zu beachten das beim ziehen nicht die ganze Aussteifung mit hochkommt.
    Wenn der Ausbau wirklich kritisch ist dann gibt es noch die Möglichkeit die Bohlen von unten Stück für Stück abzuschneiden (30-50 cm) und den Graben sofort wieder um die Höhe verfüllen. Dabei kann man auch die Aussteifung Stück für Stück höhersetzen.
    Das kostet zwar Material, ist aber immer noch besser als das jemand verschüttet wird.

    In den fast 30 Jahren in denen ich nun auf Baustellen im Hoch- und Tiefbau rumturne hab ich ehrlich gesagt noch keinen Normverbau gesehen. Da gibt es schon lange weitaus bessere Lösungen.

    z.B. Sowas http://www.sbh-tiefbautechnik.com/de...odukte-alu.htm . Ist auch von kleineren Maschinen zu bewegen. Erfordert aber eine gewisse Vorplanung.

    damy
    Geändert von damy (28.09.2006 um 14:39 Uhr)
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  17. #15
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    ja, natürlich gibt es was besseres

    und ich hab auch gar nicht gesagt, dass der alte Normverbau hier angebracht war, dass hat RMartin ja für sich selbst geklärt. Ich wollt ja auch schon einen Link zum Kringsverbau reinsetzen, hab mich aber zurückgehalten. Fürs nächste Mal weiß der Fragesteller jetzt, dass "Vorplanung" hier das Zauberwort gewesen wäre. Die ersten Antworten zeigten aber von der Fragestellung ziemlich weit weg.

    Wenn das Setzungsrisiko der umgebenen Oberflächen nicht gerade sehr hoch ist, würd ich in der derzeitigen Situation sowieso verfüllen, das Holz im Boden lassen und nur den obersten Meter abschneiden. Wetten, wenn er nach 20 Jahren nochmal gräbt, findet er noch 99 % vom Holz wieder.

    @PeMu: ich les nicht, dass der Verbau komplett (als Ganzes) eingebaut wurde. Sondern ausgeschachtet mit freistehenden Wänden, dann Bohle für Bohle rein, dann Gurtung, dann Steifen.
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