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Granitfliesen auf Estrich mit Fußbodenheizung

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  1. #1
    Bernd007
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    Granitfliesen auf Estrich mit Fußbodenheizung

    Ich will Granitfliesen verlegen, und habe ein ppar Fragen:

    Ich habe einen Awelith-Zement-Estrich ZE 20 (mit PP-Fasern), auf einer 80mm dicken Wärmedämmung EPS 040 DEO.

    1. Muss ich den Estrich abschleifen????
    2. Beim Fliesenverlegen muss ich die Fussbodenheizung einschalten????
    3. Habe einen Fliesenkleber (Flex) für Granit, dass muesste der richtige sein. oder????
    4. Wenn ich im Winter die Fliesen verlege, muss ich die Fussbodenheizung einschalten oder nicht??? (wegen Risse)
    5. Bis zu welche (Innen)Temperatur kann man die Fliesen verlegn ohne dass was passiert????
    6. Zu mit hat einer gesagt, dass sich der Estrich nach einiger Zeit setzt und dann die Fuge von der Sockelleist reisst, Stimmt dass???? (der Estrichleger hat gesagt das dass die richtige Dämmung (Styropor)ist ).


    Danke im voraus
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  2. Granitfliesen auf Estrich mit Fußbodenheizung

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  3. #2
    Avatar von Berni
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    Tach Bernd007,

    Ich habe einen Awelith-Zement-Estrich ZE 20 (mit PP-Fasern)
    Was ist das für ein besonderer Estrich?

    Das richtige Dämmaterial hast Du schon mal.
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  4. #3

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    Hallo,

    1. Zementestrich brauch nicht geschliffen werden, allerdings empfehle ich eine Grundierung
    2. Beim verlegen muss die Fußbodenheizung aus sein, allerdings muss die Fußbodenheizung vor der Verlegung ordnugsgemäß nach Heizprotokoll hochgefahren worden sein.
    3. Hier würde ich nicht sparen, Flex-Kleber für Natursteine ist in Ordnung. Von einem Billigen Baumarktkleber würde ich abraten. Zudem kommt es noch auf die Granitplatten an, ob diese eventuell in der Stärke abweichen. ich empfhele eine Mittelbettverlegung
    4. siehe Pkt 2. wichtig ist, dass der Estrich höchstens eine Restfeuchte hat von 2%, am besten noch weniger und zudem muss er abgebunden haben (4 Wochen warten nach Estrichlegung)
    5. Das steht auf der Gebrauchsanleitung des Klebers.(Verarbeitungstemperatur)
    6. Das Setzen des Estriches ist zwangsläufig so und wird auch passieren.
    Meine Empfehlung ist daher gegen alle Normen verstoßen und die Sockelleisten mit einer waagerechetne Fuge von 5 mm auszufühern und erst nach 12-15 Monaten den Silikon einbringen. Bitte entsprechendes Silikon für Naturstein verwenden. Die RAndfuge zur Wand vom Belag her sollte saubererstellt werden, d. h. ambesten den Randstreifen vom Estrich stehen lassen, damit auch wirklich keine Verbindung zur Wand erstellt wird.

    MfG
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  5. #4

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    zu 6. Mit wieviel mm wird normalerweise die waagrechte Fuge gemacht?????
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  6. #5

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    @Berni:

    Der Estrich (Awelith-Zement-Estrich ZE 20 (mit PP-Fasern) ) war so auf der Rechnung gestanden. Damit können bestimmt Fachmänner was mit anfangen, oder ??? :-)))
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Bernd007 Beitrag anzeigen
    zu 6. Mit wieviel mm wird normalerweise die waagrechte Fuge gemacht?????
    Kommt drauf an, was für ein Sachverständiger das ist..

    Nein, Dehnungsfugen sollten 5 mm haben, allerdings empfehlen mache Experten einen breitere Fuge. Dieses hat zur Folge, dass wenn ich dann Silikon reinspritze der Ausdehnungskoeffizent größer ist und bei einer eventuellen Absackung das Silikon nicht reißen würde.
    Mathematisch ist das sogar richtig, aber sieht absolut daneben aus, wenn ich bedenke, dass ich ca. 1 cm fuge mache und dann noch 5mm absackt, dann habe ich ne Fuge von 1,5 cm...sieht bestimmt super aus.

    es ist zu bedenken, dass bei einer Grantverlegung eine Menge Gewicht hinzukommt und die Setzung des Estrichs entsprechend sein wird.

    Für meinen privaten Fußboden, würde ich sogar nur eine Fuge von ca. 3 mm machen.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Bernd007 Beitrag anzeigen
    @Berni:

    Der Estrich (Awelith-Zement-Estrich ZE 20 (mit PP-Fasern) ) war so auf der Rechnung gestanden. Damit können bestimmt Fachmänner was mit anfangen, oder ??? :-)))
    Die Bezeichnung sagt mir auch nix...
    Allerdings wurden wohl Fasern anstelle von AKS-Matten verwendet.
    Mittlerweile haben siech die Fasern im Estrich durchgesetzt und scheinen wohl auch ihren Zweck zu erfüllen.
    Allerdings sollte beim Oberbelag zwingend daruf geachtet werden, dass entsprechende Dehnungsfugen in der Fläche enthalten sind....

    Dehnungsfugen in der Fläche sollten ab einer Feldröße von 40 m² angelegt werden und ein Feld sollte keine Schenkellänge über 8 m haben.
    So steht es geschrieben, allerdings würde ich diese Maße aus Sicherheitsgründen nicht ausreizen.
    Diese Dehnungsfugen in der Fläche sollten 8 bis 10 mm breit sein.
    Ein Dehnungsfugenprofil ist dort sicher hilfreich.
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  9. #8

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    @Airfux :

    Die Bodenfläche für den Gramitboden beträgt 50m2. Eine Dehnungsfüge ist auch drin.

    Wenn ich die Sockelfliesen direkt auf der Bodenfliese verlege, ohne Fuge, und der Estrich dann noch ca. 8-10mm absackt müsste es doch perfekt sein mit der Fuge (war nur so ein Gedanke)
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  10. #9
    Avatar von Berni
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    Tach,

    Wenn ich die Sockelfliesen direkt auf der Bodenfliese verlege, ohne Fuge, und der Estrich dann noch ca. 8-10mm absackt müsste es doch perfekt sein mit der Fuge (war nur so ein Gedanke)
    Auf solche Gedanken können Laien kommen, wenn Hochbautechniker dazu animieren.

    Zitat Airfux:
    6. Das Setzen des Estriches ist zwangsläufig so und wird auch passieren.
    Der Estrich setzt sich nicht, der verformt sich.
    Setzen kann sich der Gesamtaufbau, in erster Linie ungeeignete oder nicht fachgerecht eingebaute Dämmschichten.
    Estrichverformungen können auch bei Zementestrich nach Fliesenverlegung gering gehalten werden, wenn die Mischungszusammenstellung (möglichst geringes Schwindmaß) stimmt, und der Estrich vor Fliesenverlegung bis auf die Ausgleichsfeuchte im Nutzungszustand austrocknen kann. Dann stimmts auch mit den Silikonfugen, wenn die denn in ausreichender Breite von 10mm angelegt werden.

    Nein, Dehnungsfugen sollten 5 mm haben, allerdings empfehlen mache Experten einen breitere Fuge. Dieses hat zur Folge, dass wenn ich dann Silikon reinspritze der Ausdehnungskoeffizent größer ist und bei einer eventuellen Absackung das Silikon nicht reißen würde.
    Dr Ausdehnungskoeffizient ist Materialbedingt, und bleibt der gleiche.
    Die Dehnfähigkeit von Silikon beträgt etwa 20-25%. Eine 5mm Silikonfuge kann somit nur 1mm Dehnung bis zum Abriss aufnehmen. Bei 10mm sind das immerhin schon 2mm. = 100% mehr.

    Fazit: Je größer der Pfusch bis zur Fliesenverlegung, um so größer auch der Abriss der elastischen Fuge.

    @ Bernd007,
    Der Estrich (Awelith-Zement-Estrich ZE 20 (mit PP-Fasern) ) war so auf der Rechnung gestanden. Damit können bestimmt Fachmänner was mit anfangen, oder ??? :-)))
    So kann man sich irren, bis eben noch dachte ich, mitreden zu können.
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  11. #10

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    Von der Estrichverlegung habe ich wenig Zweifel, das hat bei mir eine Firma gemacht, die bei uns in der Gegend bekannt ist für seine Qualitätsarbeit.
    Die Firma gibts bestimmt schon 30 Jahre, da müssten die eigentlich Fachkompetenz habe.

    Das mit dem setzten (verformen) ist halt bei uns beim Stammtisch mal ein Thema gewesen und jeder hat seine Weissheiten gepretigt.

    Ich kann dann die Dehnungsfuge von der Sockelfliese also 1cm machen?!?!?
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  12. #11
    Avatar von Berni
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    Ich kann dann die Dehnungsfuge von der Sockelfliese also 1cm machen?!?!?
    Richtig!
    Und bedenke nochmals:
    Fazit: Je größer der Pfusch bis zur Fliesenverlegung, um so größer auch der Abriss der elastischen Fuge.
    Da kann der Estrichleger alles richtig gemacht haben, und dann werden die Fliesen zu früh gelegt, das heist, der Estrich ist noch zu feucht.
    Dann bekommst Du mit der Zeit Verformungen und Aufwölbungen mit Rissen, das es nicht mehr schön ist.
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  14. #12

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    Zitat Zitat von Berni Beitrag anzeigen


    Auf solche Gedanken können Laien kommen, wenn Hochbautechniker dazu animieren.
    lol...nicht nur Hochbautechniker sondern auch noch Fliesenleger...!

    Dazu animieren wollte ich nicht und hätte auch davon aberaten.

    Das Schüsseln hätte bei dem richtigen Trocknugsgrad keine große Relevanz mehr. Aber selbst die Restfeuchte von 2% kann Probleme geben, da ja zu bedenken ist, dass der Belag so gut wie keine Diffusion mehr zu lässt und somit sich die Feutigkeit direkt unter der Fliese sammelt und eine Schwindung verursachen kann.

    Das war auch der Grund, warum ich zu 0% tendiere.

    ..und wie schon gesagt, die 3mm sind weder Norm noch sonstwas gerechet...dieses war nur meine eigene Ausführung für mich selbst, da ich bei dem Gewicht von Granit durchaus mit einer Setzung rechnen kann...
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  15. #13
    Avatar von Berni
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    Dazu animieren wollte ich nicht und hätte auch davon aberaten.
    Dann vertragen wir uns wieder.

    Aus der Praxis weis ich, das ein Fußbodenaufbau mit Zementestrich als Lastverteilungsschicht auch so eingebaut werden kann, das eben fast keine sichtbaren Verformungen auftreten brauchen.
    Wenn die EPS DEO 040 vollflächig aufliegt, gegebenenfalls Unebenheiten durch einen gebundenen Ausgleich beseitigt wurden und dann auch noch die Verlegereife abgewartet wird, sind die Verformungen sehr gering.
    Deswegen schrieb ich auch, nach Möglichkeit sollte vor Fliesenverlegung bis auf die Ausgleichsfeuchte im Nutzungszustand getrocknet werden. Dann haste gar kein Schwinden mehr. Aber wer hat Heute noch diese Zeit - oder Lust oder Geld, dies durch zusätzliche Trocknungsmaßnahmen zu erreichen.
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