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  1. #1

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    Reicht Mineralwolle-Dämmung im Sommer - oder zusätzl. Pavatex?

    Hallo,

    wir planen einen Neubau, der eine 20cm Zwischensparren-Dämmung aus Mineralwolle mit WLG 040 haben wird.

    Ein Freund von mir meint, zwecks sommerlichem Wärmeschutz wären zusätzliche Pavatex-Platten unbedingt anzuraten (>=35mm). Mein Bauunternehmer hält die rd. 2.300 Euro für rausgeschmissenes Geld. Kann mir jemand sagen

    - ob die Rockwool-Dämmung im Sommer für angenehme Temperaturen ausreicht?

    - ob eine bessere WLG der Steinwolle im Sommer was bringen würde? oder

    - ob sich die zusätzlichen Pavatex-Platten rentieren?
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  2. Reicht Mineralwolle-Dämmung im Sommer - oder zusätzl. Pavatex?

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  3. #2

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    drinnen wird es mindestens so warm wie die luft, die du zum lüften ins haus lässt. was soll da die dämmung bringen? längere zeit zur Abkühlung?
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  4. #3

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    Hallo,

    gemäß DIN 4108 gibt es einen winterlichen und (!) sommerlichen Wärmeschutz. Warum wohl ?

    Ehe Ihr Bauunternehmer so etwas äußert, sollte er sich kundig machen.
    Sommerlichen Wärmeschutz erreichen Sie nur mit Masse. Dazu gibt es z. B. von der Fa. Heraklith Platten, die raumseitig angebracht werden. Dadurch verzögert sich die Wärmeabstrahlung. Diese Verzögerung sollte so lange sein, dass die Wärmeabstrahlung in der kühleren Nacht erfolgt. Und wenn Sie bei warmen Sommernächten mit geöffneten Fenster schlafen, stört auch die Wärmeabstrahlung in den Raum nicht.
    Auf jeden Fall erreichen Sie damit ein besseres Wohnklima im Sommer.
    Mit freundlichen Grüßen
    Schwabe
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  5. #4

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    Hmm, der Beitrag von Quelle trifft es wohl.
    Sind DFF- (Velux-) fenster in der Dachfläche?
    Gauben? Fenster in Giebelflächen? Die Warme Luft aus dem EG steigt bekanntlich nach - OBEN. In der Theorie ist immer (fast) alles rechnerisch zu machen - die Praxis sieht meist anders aus.

    Würde es nicht machen. Aber wie sieht dein Dach aus???
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  6. #5
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    Hallo zusammen,

    danke für die Antworten, wenn sie auch widersprüchlich sind...

    Das Dach hat einen Zwerchgiebel mit 2 Fenstern an der Südseite, die aber durch Rollos geschützt sind. Die Dachfläche selbst hat keine Gauben, Fenster oder sonstige Öffnungen.
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von stefan ibold
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    kleine hilfestellung

    Moin,

    http://planungsgruppe-dach.de/sommer...tzeschutz.html

    Vielleicht hilft es etwas weiter.

    Grüße
    stefan ibold
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  8. #7
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    Andere Lösung...

    Hallo nochmal,

    wir werden das voraussichtlich anders lösen: statt Mineralwolle packen wir Hanf zwischen die Sparren. Auf die Pavatex-Platten werden wir wahrscheinlich verzichten.

    Hanf hat den Vorteil, dass er 1. mehr Wärme speichern kann als Mineralwolle (knapp das Doppelte), 2. weniger Wärme an den Innenraum abgibt als Mineralwolle (ca. die Hälfte) und 3. die Wärme zeitverzögerter an den Innenraum weiterleitet (rund 1 1/4 Stunden später) und das bei 4. gleicher winterlicher Dämmwirkung.

    Nachteil is': Hanf kostet auch das Doppelte, das is' aber immer noch billiger, als zusätzliche Dämmplatten aufzubringen...

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  9. #8

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    ja und zu rauchen hat man auch immer was.

    und später vielleicht auch keinen sondermüll.
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  10. #9

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    Flachs

    ist eine weitere Möglichkeit, da gibt es bis Ende 2006 auch noch Fördermittel für Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen. Flachs läßt sich nur ein bißchen schlecht schneiden.

    Auf die Unterdeckung mit Holzleichtbauplatten würde ich auf keinen Fall verzichten, egal ob Pavatex, Gutex oder gleichwertig.

    Was steht denn ersatzweise als Unterdeckung zur Diskussion? - hoffentlich keine Unterspannbahn!!!!
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  11. #10

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    Zum Thema sommerlicher Wärmeschutz

    gibt es u.a. auch hier weitere Informationen, unter der Rubrik Bauphysik:

    http://www.pavatex.de/
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  12. #11
    Themenstarter

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    Doch...

    Hallo Wilhelm,

    doch, eine Unterspannbahn wäre die Alternative...

    Pavatex-Platten sind halt sauteuer - vom U-Wert und Preis her würden wir besser fahren, wenn wir ggf. einfach die Hanfdämmung noch ein bisserl dicker machen... oder überseh' ich da irgendwelche Haken bzw. umgekehrt irgendwelche Vorteile der Pavatex-Platten?????
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  13. #12

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    Eine Unterspannbahn

    halte ich persönlich für äußerst schadensträchtig, insbesondere wenn sie frei über die Sparren verlegt wird:
    - das Zeug hängt durch und ist durchtrittgefährdet
    - beult sich nach oben, wenn von innen gedämmt wird
    - kann unterströmt werden
    - Stöße der freihängenden USB können nicht gut verklebt werden
    - wie lange wird die Verklebung im freien Durchhang halten?
    - hoffentlich kommt bei der freien Bewitterung kein Sturm oder starker Regen

    Bei Unterdeckungen mit Holzleichtbau- bzw. Holzfaserplatten:
    - hängt nichts durch
    - trägt mit zur Dämmstoffersparnis bei
    - übernimmt einen wesentlichen Anteil des sommerlichen Wärmeschutzes
    - kann nicht unterströmt werden
    - Dachdurchdringungen können ordentlich abgedichtet werden
    - Randabschlüsse lassen sich stabil abkleben
    - ist völlig diffusionsoffen
    - ist, wenns lang dauert monatelang frei bewitterbar
    - usw. usw.

    Wenn ich die Beiträge zum Thema Unterdeckung betrachte, ist festzustellen, dass es offensichtlich regionale Unterschiede gibt. Ich habe seit vielen Jahren bzw. überhaupt noch kein Dach mit USB geplant, mußte allerdings bei einer Bauleitung leider einen derartigen Aufbau mitmachen - murksverdächtig. Mit der Ausführung diffusionsoffener Dachaufbauten in Verbindung mit Vollsparrendämmung und Isolair-Unterdeckplatten hatte ich bisher keine Probleme.

    Warum hält denn der Bauunternehmer 2.300 € für rausgeschmissen? Die Unterdeckung führt doch normalerweise der Zimmerer aus - oder handelt es sich um eine Bauträger? Was verlangt denn der Handwerker für die Unterdeckplatten? Ich würde mir den sommerlichen Wärmeschutz einfach berechnen lassen und dann urteilen.
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  15. #13
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    Iss'n Argument, letzte Frage:

    Hallo Wilhelm,

    danke für die umfangreiche Antwort, das is' schwer von der Hand zu weisen. Der Bauunternehmer denkt einfach, das is' vom Kosten/Nutzen-Verhältnis zu teuer, die Denke greift aber vielleicht ein bisserl kurz.

    Noch 'ne letzte Frage, die Du mir vielleicht grob überschlägig beantworten kannst:

    Wenn ich den Listenpreis für die Platten nehme und davon die Kosten für die Unterspannbahn abziehe, bleiben (Arbeits-)Mehrkosten für die Pavatex-Platten in Höhe von gut 900 Euro. Ist das realistisch bei 'nem ca. 110qm-Dach, dass das Aufbringen von Pavatex-Platten vielleicht 20 Stunden Mehrarbeit bedeutet??
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  16. #14

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    Mehrkosten

    Wenn es um Mehrkosten geht, dann sollte man Angaben über die Einheitspeise haben, denn bei 2.300,00 € / 110,00 m² = ca. 21,00 €m². Wenn es sich angenommen um 35 mm Pavatex handelt, dann ist der EP etwas überzogen, er dürfte bei ca. 17 € liegen. Für 21 € bekommt man schon die 52-er Plattendicke.

    Wie viel länger das Aufbringen der Holzfaserplatten dauert, ist schlecht zu beurteilen. Jedenfalls werden alle nachfolgenden Gewerke froh sein, nicht auf eine lapprigen USB herumtapsen zu müssen.

    Wenn Du jetzt noch etwas gegen den Juckreiz unternehmen willst, dann dämme das Dach beispielsweise mit Flachs. Auch dem Ausblasen mit einer Zellulosedämmung steht nichts mehr im Weg und der sommerliche Wärmeschutz dürfte auch im Trockenen sein. Ich würde mir die bauphysikalischen Werte auf alle Fälle berechnen lassen.
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