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  1. #1

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    Fußbodenheizung bei 7 cm ?

    Hallo,
    so wie ich das gelesen habe braucht man wohl mind. 45mm Estrich über dem Rohrsystem.
    Aber fangen wir erstmal an.
    Wir haben einen Einfamilienreihenhaus von 1954 gekauft.
    Da ist seit dieser Zeit bautechnisch auch kaum was geändert worden.
    Nachtspeicher hat der Verkäufer entsorgt.
    Wir haben bei den Stadtwerken jetzt Gas beantrag, was auch zur Warmwassernutzung dienen soll.
    Nachdem wir die 'modernen' PVC Böden beseitigt hatten kam ein interessanter
    Bodengrund zum vorschein.
    Eine art Pressholzgemisch von ca. 4cm Höhe.
    Schwimmender Estrich oder so ähnlich soll das sein.
    Keine Ahnung, bin halt nicht vom Fach.
    Von einer Bekannten hatte ich von einer relativ 'flachen' Fußbodenheizung gehört. Die soll man sogar in relativ hohen Fliesenkleber kriegen.
    Das klingt für mich aber nach keiner guten Lösung.
    Als erstes wollte ich fragen, ob ich in die 4cm + 3cm bis zur Terassentür
    eine Fußbodenheizung auf Warmwasserbasis hinbekomme.
    Aber ich schätze 7cm sind wahrscheinlich zu wenig.
    Falls es zu wenig ist und ich 'normale' Heizkörper nehmen muß:
    Ist diese komische Holzestrich überhautp für ein direktes 'Überfliesen'
    geeignet ?
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  2. Fußbodenheizung bei 7 cm ?

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  3. #2
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    Mit an Sicherheit

    grenzender Wahrscheinlichkeit ist das Pressholz ein Steinholzestrich. Kann man gut herausfinden wenn man den nass macht. ( Wird weich und fängt meist an zu müffeln. Dersollte natürlich raus. Warmwasserfußbodenhzg. gibt es auch mit dünneren Rohren und Systemplatten ( Rohrdurchmesser 1cm) z.B. Polytherm o. Ä. hierbei kann man sogar auf Aufbauhöhen, ohne Belag, von 5,5-6,5 cm kommen.
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  4. #3
    Bauexpertenforum
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    Die FBH gibt auf jeden Fall eine *Sonderlösung*.

    Den konventionellen 08/15 Aufbau - ohne besondere Anforderungen an die Dämmung - mit *mindestens* 30 mm Dämmung und 65 bis 70 mm Estrich kann dort nicht eingesetzt werden.

    Die Sonderlösungen wie die von Robby angsprochene Polythermlösung bedarf eines tragfähigen Unterbaus und wird dann *zusätzlich* aufgebracht.
    Das dürfte hier nicht unbedingt ein System sein das man einsetzen kann, da der Estrichaufbau ja komplett neu erfolgen muss.

    Als erste Frage ist zu klären ob das Presszeugs noch verwendungsfähig ist.
    Anschliesend ist der max. mögliche Fußbodenaufbau festzustellen und die Tragfähigkeit der Fußbodenkonstuktion zu prüfen. Anschliesend können die Anforderungen an die Dämmung festgelegt werden und danach ist zu prüfen ob mit dem verbleibeneden Aufbau eine Rohrfußbodenheizung noch realisiert werden kann.

    Anstelle eines ZE 20 kann ein ZE 30 Estrich beispielsweise eingesetzt werden *wenn* es um ein oder zwei Zentimeter an der Aufbauhöhe geht....brauchts extrem geringe Aufbauhöhen gibts dann entweder Spezialhochleistungsestrichkunstharzgemische oder u.U. auch Trockensysteme bei denen man aber besser vor dem Lesen des Angebots dafür sorgt dass man gut sitzt beim lesen des Kostenvoranschlags.

    Alles in allem eine Sonderlösung die mit Sicherheit *teuer* werden wird und einige ungewöhnliche Klimmzüge erforderlich macht.

    Die von der Bekannten angeführte Fußbodenheizung dürfte eine Elektromatten Fußbodenheizung sein, die in den Kleber direkt unter den Fliesen eingesetzt wird.

    Für große Flächen und Hauptheizlasten ist dieses Heizsystem ziemlich kräftig in den Betriebskosten, da hier eine Elektrodirektheizung betrieben wird.

    In ner kleinen Fläche wie 2 bis 5 m² Badzimmer durchaus unter Komfortgründen bei kurzen Laufzeiten *für nen warmen Boden während der morgendlichen Badezimmernutzung* überlegenswert.

    Als Hauptheizsystem für den Dauerbetieb würd ich mir den Einsatz allerdings schon sehr überlegen...könnte weh tun, wenn der Stromzähler seine Runden dreht.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  5. #4
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    Erstmal danke für die guten Informationen.

    >Als erste Frage ist zu klären ob das Presszeugs noch verwendungsfähig ist.

    Unter dem 'Steinholzestrich' (der noch wirklich brauchbar aussieht,
    ist Beton.
    Die 7 cm hätte ich aber nur ohne diese Presszeugs.
    Das würde ich (wenn eine halbwegs finanzierbare FBH machbar wäre)
    rausreißen.
    Ich hätte dann eine Beton Grundlage + ca. 7cm.
    Falls es unrealistisch ist würde ich mir das Rausreißen dieses
    Presszeug natürlich sparen wollen.
    Wie der Nachbar sagte, ist das mal zur Dämmung gelegt worden,
    was durchaus sein kann.
    Also gehen wir mal von Beton + 7cm inkl. Fliesen aus.
    Ach so, noch was.
    Ich hab von mehreren Leuten was von 'Verschlacken' oder ähnlichem bei FBH gehört.
    Ist das noch aktuell, ein Gerücht, oder liegt so etwas an den Rohren ?
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  6. #5

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    Hallo,
    eine Fussbodenheizung mit extrem geringer Aufbauhöhe wird auch von
    http://www.lindner-armaturen.de/
    angeboten.
    Erfahrungen bezüglich des Zusetzen der Leitungen liegen mir nicht vor - allerdings halte ich die Lösung für eine interessante Möglichkeit.
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  7. #6

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    Mir wurde kürzlich hier im Forum dieses hier empfohlen:
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  8. #7

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    Wenn du ein bischen was zum recherchieren brauchst.

    Guck mal hier:

    http://www.heizflaechen.de/Heizen/FB...z_Produkte.htm

    Da gibt es jede menge Hersteller usw.

    Man sollte sich darauf einrichten das diese flachen Heizungen, ohne Einbau, in der Regel deutlich teurer sind als eine normale Fußbodenheizung inkl. Einbau. Mit Einbau kann man mindestens das doppelte einer normalen FBH rechnen. 100€/m² sind da absolut keine Seltenheit.
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  9. #8

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    hallo aus österreich,
    hab mich jetzt extra registriert weil ich die problematik kenne und selber unwissend dagestanden habe.
    ich bin kein bauexperte und man möge mir verzeihen wenn ich keine fachausdrücke verwende!
    ich bin gerade am umbau eines alten bungalows (ohne heizung) zu einem EFH.
    ich hatte etwa die selben umstände nur dass ich 5cm estrich auf unterlagsbeton hatte (ohne dämmung nach unten). noch dazu ist das haus nicht unterkellert.
    da ich gröbere eingriffe in die zimmergestaltung geplant hatte sprach ich mit meinem architekten und der deprimierte mich mit seinen ersten worten:
    "wir müssen uns mit dem fussbodenaufbau an die bestehende türe im wintergarten halten - das heisst maximal 7cm (ohne belag) wenn sie den estrich entfernen!"

    tja das habe ich dann im ganzen haus gemacht -knochenarbeit!! was dann zutage kam war auch nicht besonders erfreulich, denn der unterlagsbeton war sehr uneben und teilweise hatte ich nur 5,5cm für den fussbodenaufbau (ohne belag).
    da blieb mir nichts anderes über als die stellen die erhaben waren mit einer betonfräse abzufräsen (kennt jeder vom strassenbau - sanierung - gibts auch in klein!) - knochenarbeit!!!

    ich hatte also dann für meinen bodenaufbau 7-8cm platz.

    vorher habe ich mich schon sehr genau erkundigt -jetzt zu deiner fragestellung:

    ich musste die noch vorhandenen kleinen unebenheiten ausgleichen ohne viel platz für die FBH zu verschwenden.
    das beste (nicht das billigste) hierfür ist ein styroporbeton (styroporkugeln die in beton angemischt werden und verteilt und abgezogen (wird dann etwa so hart wie styroporplatten (hat fast die gleiche dämmwirkung)
    dann verwendete ich noppenplatten für die FBH und ein rohrsystem mit 16x2mm rohren (bei mir von Kelit). noppenplatten+rohr benötigen nur 2cm!!
    der bei mir verwendete fliessestrich ist ein spezialprodukt von BAUMIT (weiss nicht ob es das in D auch gibt) er kann ohne dehnfugen im ganzen stockwerk verlegt werden (bei mir 1x 80m2 + 1x 124m2) die erforderliche höhe dabei ist nur 3,5cm!! vorteil dabei ist auch noch dass er nicht abgekehrt werden muss!
    also:
    estrich: 35mm
    FBH: 20mm

    ergibt: 55mm

    der rest wurde durch den styroporbeton ausgeglichen.
    wobei ich sagen muss dass 15mm das minimum waren, in manchen bereichen waren es 40mm, in manchen zimmern sogar 80mm.

    sicher nicht die beste dämmung aber wer ein altes haus renoviert/umbaut muss eben einschränkungen in kauf nehmen!
    habe dafür nicht bei fenstern und fassadendämmung gespart!!

    hope this helps

    andi
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  11. #9
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    Danke für die tollen Antworten.
    Ich habe mich dann jetzt doch 'gegen' einen FBH entschieden.
    Es gibt zwar einige unterschiedliche Lösungen, aber ich habe ehrlich gesagt keine Lust
    auf neue Technik zu setzen die 1. extrem teuer und 2. vielleicht in ein paar Jahren schon zu problem führen kann und ich 3. nicht wieder alle Fliesen rausreissen möchte.
    Na ja, vielleicht gefallen mir die Fliesen in 20 Jahren ja nicht mehr, und es
    gibt bis dahin was langjährig erprobtes.
    Als Trost werde ich mir eine flache FBH auf strombasis für Bad gönnen.
    Die Matten mit allem Zubehör gibt es jetzt fast überall für kleines Geld.
    Die 4qm sollten nicht allzusehr ins Geld gehen, wenn man eine gute Steuerung hat.
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  12. #10

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    Hallo,

    vor 30 Jahren hat mein Nachbar ein Fußbodenheizung in seinem Neubau bekommen. Damals war bei den führenden Firmen etwa 3 bis 4 cm Dämmung vorgesehen.

    Wir gingen in den Keller und ich legte die Hand an die Unterseite der Decke.

    Die Decke war schön warm, an der Unterseite!!

    Man braucht natürlich dann weniger Heizkörper im Keller, aber sie sind eben auch nicht abschaltbar.

    Aber damals war das der Vorschlag der Firmen!!

    Für eine FBH unmittelbar auf der Bodenplatte ohne Keller darunter wurden so bei 5 bis 7 cm Dämmung vorgesehen.

    Auch die heutigen "dünnen" Systemaufbauten können nicht zaubern. Das kostet eben später Heizenergie.

    Es kostet besonders viel wenn das Haus wenig Dämmung an den Außenwänden hat, denn dann muß die FBH eben mit höherer Temperatur betrieben werden. Und das ist wiederum besonders der Altbau.

    Also überlegt euch das gründlich, ob es unter diesen Umständen eine FBH sein muß.

    peter
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