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NYY oder NYM in Decken verlegen

Diskutiere NYY oder NYM in Decken verlegen im Forum Elektro 1 auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    NYY oder NYM in Decken verlegen

    Hallo,
    zunächst einmal freue ich mich, dass ich dieses schöne Forum gefunden habe und hoffe ihr könnt mir meine Fragen beantworten.
    Ich habe in einem Neubau gesehen, dass in den Filigrandecken NYY verlegt wurde oder in einem Leerrohr NYM verlegt wurde. Nun meine Frage: Ist es nicht zulässig NYM in Beton zu verlegen oder muss man zwingend bei der Verlegung von NYM in Beton ein Leerrohr vorsehen?
    Gruß Moni
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  2. NYY oder NYM in Decken verlegen

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    Hallo,
    NYM und NYY hat keine Zulassung für die Verlegung in gerütteltem Beton, lassen sie Leerrohre verlegen, am besten etwas stabiles z.B. FFKUS(Fränkische)oder ESPM(Hegler).

    Grüsse
    Jonny
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  4. #3

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    Hmmm...

    NYM ist klar, aber NYY? Habe leider nur "Sekundär- bzw. Tertiär-"Literatur, aber da ist überall die Rede davon, daß NYY in Rüttel-/Stampfbeton zulässig ist. Hat sich da was geändert, oder worauf beziehst Du Dich?

    Da hierzu die DIN VDE 0100-520:1996-01 keine konkrete Aussage (mehr) macht sind dazu die Produktnormen für Kabel und Leitungen relevant. Nach DIN VDE 0276-603:1995-11 sind Kabel z.B. NYY oder NYCY u.a. uneingeschränkt in Beton zu verlegen. Der Einsatz von
    von Leitungen z.B. Mantelleitungen NYM in Beton wird in DIN VDE 0298 Teil 3:1983-08 geregelt. Danach ist die Verlegung im Beton erlaubt jedoch die direkte Einbettung in Schüttel-, Rüttel- oder Stampfbeton nicht möglich.
    Gruss
    Sven
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  5. #4
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    Zitat Zitat von S.Oertel Beitrag anzeigen
    Hmmm...
    worauf beziehst Du Dich?
    Frei aus dem Gedächtniss.
    Anscheinend hab ich mich beim NYY getäuscht,laut Hersteller (z.B. Nexans) gibt's keine beschränkung bei der Verlegung im Beton.(Gab's aber früher,oder ?)
    Ich würds trotzdem nicht direkt einbetonieren

    Grüsse
    Jonny
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  6. #5

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    Ich würds trotzdem nicht direkt einbetonieren
    Warum nicht? Ich habe auch NYY in der Decke (nur die Lampenkreise) und in meinen über 4 Jahrzehnten auf dieser Welt noch nicht ein kaputtes Kabel erlebt (es sei denn, es wurde angebohrt oder -gemeißelt).

    Gruss
    Sven
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    Hallo Sven,
    Vielleicht ist's ja bayerische Dickschädligkeit,Ich verarbeite in der Betondecke schon immer Rohr.
    Aber, wenn das NYY zugelassen ist.
    Ich hätte Angst das es beim Betonieren beschädigt wird.

    Grüsse
    Jonny
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  8. #7

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    ...dann meinst Du sicherlich "Angst" vor Beschädigungen durch die Bauarbeiter und nicht durch Beton/Rüttler?
    So wie meine "Rohrisolierung"!

    Gruss
    Sven
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  9. #8

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    Zitat Zitat von S.Oertel Beitrag anzeigen
    Warum nicht? Ich habe auch NYY in der Decke (nur die Lampenkreise) und in meinen über 4 Jahrzehnten auf dieser Welt noch nicht ein kaputtes Kabel erlebt (es sei denn, es wurde angebohrt oder -gemeißelt).

    Gruss
    Sven
    hallo,

    na dann haben wir ja schon einen grund KEIN NYY zu verlegen. was ist wenn mal angebohrt oder angemeiselt?? im rohr weniger ein problem,einfach neues einziehen und gut.natürlich ohne die schraube für das loch.
    schliesse mich der meinung von Jonny an.ich nehm auch lieber rohr.

    LG
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  10. #9
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    Ja,
    ein beschädigtes Rohr merke ich noch im Rohbau,ein kaputtes Kabel erst später(oder ich messe alle Kabel vor dem verputzen).
    Meine Meinung.
    Aber anscheinend ist es kein so grosses Problem, sonst würden nicht soviele Kabel ohne Rohr einbetonieren.

    Grüsse
    Jonny
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  11. #10

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    Kruzi!

    Aber anscheinend ist es kein so grosses Problem, sonst würden nicht soviele Kabel ohne Rohr einbetonieren.
    Das interessiert mich jetzt aber wirklich mal! Ich habe zwar mal einen artverwandten Beruf gelernt, über 15 Jahre bei einem Energieversorger gearbeitet (das färbt ab! ) und auch schon mehrere Häuser komplett installiert und etliche Erweiterungen/Reparaturen gemacht, aber mit dem "ganz normalen Wahnsinn" auf dem Bau habe ich eher weniger zu tun.
    Geht wirklich soviel kaputt? Auf meinem Bau habe ich wirklich Mühe, die Bauarbeiter von meinen CAT7-Kabeln wegzuhalten - die sind echt empfindlich! Ansonsten gehen Kabel (nach meinen Erlebnissen) eigentlich nur wegen schlampiger Verlegung (Installationszonen nicht eingehalten) kaputt. Kann ja sein, daß Jemand, der Täglich sowas macht, ganz andere Erfahrungen hat.
    Wieviel geht kaputt und wodurch?

    Gruss
    Sven
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  12. #11

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    wieviel und wodurch ist unterschiedlich.es fängt aber schon damit an das der ein oder andere bauherr seine leuchten selber montiert und dabei eine leitung anbohrt,was machst dann mit NYY in einer betonierten decke??fehlerstelle freiklopfen und flicken, na toll,viel spass dabei.und das war nur ein beispiel.weiter gehts mit kernbohrungen die urplötzlich her müssen,dem hängeschrank,bilder,ne trockenwand usw.mit rohr weniger ein problem..........ach ja zu deinen CAT7 auf dem foto!! es kommt nur noch estrich und dämmung drauf oder?? es ist nicht dein ernst das die deine leitungen nicht in rohr gelegt hast.was machst den wen eine deiner messungen nacher nicht stimmt und du leitungen tauschen solltest??wir haben letztes jahr 36´000m datenleitung verlegt,was meinst wie oft da mal eins nicht ok war nur weil einer mal kurz draufgestanden ist.glaubst du wirklich das deine bauarbeiter da ne ausnahme sind?naja vielleicht,ich hoffe es für dich.

    MfG
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  13. #12

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    Schade!

    Ich dachte, hier kommt vielleicht eine konstruktive Diskussion zustande, statt aggressive Statements auszutauschen.
    Damit sind wirklich Erfahrungen gemeint, was kaputt geht und warum! Was die Errichtung/Betrieb von Datennetzen betrifft, habe ich 21 Jahre einschlägige Erfahrungen und dabei kommen Elektroinstallateure leider sehr schlecht weg und Bauarbeiter sind bei weitem nicht immer beteiligt!

    In meinem Bau ist alles doppelt geplant und ich "hoffe" tatsähchlich, daß das reicht! Falls nicht, ist die obere Installationsebene noch komplett frei und ich kann nach belieben Kabel nachziehen.

    Eigentlich wollte ich mal ein "Gefühl" dafür bekommen, ob der "Leerrohrwahn" tatsächlich eine faktische Grundlage hat, oder das einfach nur "modern" ist, genauso, wie der Steckdosenwahn - 80% liegen brach und an der einen, entscheidenen Stelle braucht man doch wieder einen Mehrfachverteiler.
    In meiner aktuellen Mietwohnung gibt es in 4 Zimmern 2 Steckdosenkreise und zwei Lichtkreise und es hat noch immer gereicht....

    Gruss
    Sven
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  14. #13

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    Agressiv?warum den??bitte nicht falsch verstehen. ich habe die vorzüge eines leerrohres genannt.damit sind auch wirkliche erfahrungen gemeint oder hab ich deine frage falsch verstanden??

    Elektroinstallateure kommen schlecht weg?warum?das würde mich interessieren.

    leerrohwahn: 60er jahre war das mit leerrohren bestimmt keine mode,warum heute??und der steckdosenwahn??wenn an der entscheindenen stelle dann doch mehr steckdosen benötigt werden liegt das doch wohl an der planung,da sind wir uns doch einig?

    in deiner (ich darf doch du sagen?) gibt es also 4 zimmer 2 steckdosen und zwei lichtkreise. je zimmer?? 230V mal 16A kannst mit 3680Watt belasten,ok-und was willst nun damit sagen??

    verstehe gerade die fragen,zusammenhänge, nicht so ganz?
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  16. #14

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    Nee - ich wollte Niemandem auf die Füße trampeln, sondern das Thema (möglichst) wertfrei beahandeln....

    Planung: Ja gut! Manchmal klappt das sogar. Aber selbst in meinem Fall, wo "Elektroplaner" und Installateur identisch sind, gibts immer Unwägbarkeiten - sprich: Ich weiß selbst nicht genau, wie es im Endeffekt steht; übernimmt der Vermieter meine Küche und ich plane eine neue oder muß die alte in die neuen Maße passen.....

    ... mit den aktuellen Wohnzimmermöbeln müßte das da und da stehen, aber eigentlich möchte ich ja neue Möbel, weiß aber gar net, ob ich mir die noch leisten kann, aber irgendwie muß ich ja planen....

    Aber, um auf Deine Fragen zurückzukommen - sind ja auch die, die mich interessieren! Das hat natürlich was für sich, alles in Rohre zu packen und reichlich Reserven einzuplanen; andererseits ist das ein beträchtlicher Aufwand (von den Kosten mal abgesehen) und mich interessiert einfach mal, wie "effizient" diese Geschichte ist. Kurz: Meine neue Küche hat 9 Steckdosen (3 Kreise) - die alte hat 4 Steckdosen (1 Kreis) und das hat mich nie wirklich gestört.
    1. Frage: Wie genau kann man planen, wo der Toaster mal stehen wird, wenn man im Baustreß ist und sich mit diversen Mängeln rumschlägt. Wie oft geht das so auf, wie es mal angedacht war?
    2. Frage: Wieviele der tlw. sehr großzügig geplanten Leerrohre werden tasächlich irgenwann mal benötigt, wenn man im Ursprung schon "intelligent" plant, also Multifunktionsverkabelung nach aktuellem Standard?
    Wieviele dieser Rohre sind kurzfristig "voll" und was macht man dann?

    Lohnt sich das Aufwands- / Nutzen-Verhältnis gegenüber EINMAL bei jedem 10ten Haus in 10 Jahren einen Kanal nachzuschlitzen?

    in deiner (ich darf doch du sagen?) gibt es also 4 zimmer 2 steckdosen und zwei lichtkreise. je zimmer?? 230V mal 16A kannst mit 3680Watt belasten,ok-und was willst nun damit sagen??
    Ja - rechnen kann ich schon. Ich wollte einfach mal einwerfen, daß auch (oder grade!) in einem neuen Haus kaum in jedem Zimmer ein 2200 Watt Heizlüfter steht und ob das noch in irgendeiner Form angemessen ist, was wir hier treiben?


    Gruss
    Sven

    Axo: Verschuldigung:
    Elektroinstallateure kommen schlecht weg?warum?das würde mich interessieren.
    Meine ganz persönliche Erfahrung: Unter vielleicht 20 "Elektofachkräften" gibt mit viel Glück EINEN, dem man vermitteln kann, daß Biegeradien wichtig sind, daß man LWL nicht knicken darf, daß auch die letzen Zentimeter paarig verdrillter Adern erst an der LSA-Leiste aufgetrennt werden dürfen, daß ...
    ...jetzt komme ich zum 10Base5-Coax und das ist wirklich off...
    ..ist aber heute eher kritischer geworden und die Monteuere sind mittlerweise noch mieser bezahlt...
    Geändert von S.Oertel (13.10.2006 um 00:32 Uhr)
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  17. #15

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    es ist schon spät und morgen (naja eher heute) noch ein langer tag,aber kurz dazu
    Meine ganz persönliche Erfahrung: Unter vielleicht 20 "Elektofachkräften" gibt mit viel Glück EINEN, dem man vermitteln kann, daß Biegeradien wichtig sind, daß man LWL nicht knicken darf, daß auch die letzen Zentimeter paarig verdrillter Adern erst an der LSA-Leiste aufgetrennt werden dürfen, daß ...
    wenn ein elektroinstallateur das nicht kann oder nicht beherrscht sollte er es lassen(meine meinung).
    mies bezahlt, ein stichwort, wer qualität will sollte für diese auch zahlen wollen.wo durch kommt den "öfter" diese qualität her ( Biegeradien, daß man LWL nicht knicken darf, daß auch die letzen Zentimeter paarig verdrillter Adern erst an der LSA-Leiste aufgetrennt werden dürfen...)? zeitdruck,den zeit ist geld.beim LWL seh ich es ein.knicken sch...... zum thema: die letzen Zentimeter paarig verdrillter Adern erst an der LSA-Leiste.....cat7 leitung.......ich kenne keine cat7 dose??? wir haben messungen gemacht,verdrillt bis zum schluss und auch so wie man es NICHT machen sollte. KEIN unterschied. aber trotzdem machen wir es so wie es sein muss.kostet zeit, sind aber auf der sicheren seite.

    Gute nacht
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