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Was für ein Filter für Zisterne?

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  1. #1

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    Was für ein Filter für Zisterne?

    Hallo,

    wir planen eine Zisterne fürs Regenwasser. Wir wollen damit den Garten bewässern und die Toilettenspülung betreiben.
    Man hört immer, daß man möglichst einen selbstreinigenden Filter verwenden soll.
    Dabei wird ja der Schmutz, Laub,... in den Überlauf gespült. Wir versickern das Regenwasser in einer Rigole.
    Ist es nicht so, daß sich eine Rigole durch so einen Filter zusetzten würde?
    Wenn der ganze Schmutz und das Laub in die Rigole geraten, würde sie doch verstopfen, oder?
    Soll ich also für diesen Fall doch lieber einen Filterkorb nehmen?
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  2. Was für ein Filter für Zisterne?

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  3. #2
    Themenstarter

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    Weiß denn keiner darüber bescheid?
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  4. #3

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    Je nachdem wen du fragst kriegst du verschiedene Antworten.
    Vorm Jahr habe ich dazu mal was getextet, Anlage läuft nahezu Wartungsfrei.
    SuMa hilft.

    Grob gesagt du "müßtest" 3 Filter haben.
    Einen Grobfilter(Schacht, innen eine Roste, darunter Lavasteine oder so ein Gedöns), einen weiteren Grobfilter mit Rückschlagventil in der Zysterne am Saugschlauch, der 10-15cm überhalb des Bodens schwebt, damit man das Absaugen von Ablagerungen vermeidet.
    Und letztlich der Feinfilter "hinter" dem Hauswasserwerk, ebenfalls mit Rückschlagventil.
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  5. #4
    Avatar von Gartenmatz
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    Hallo

    Das was vom Filter abgeschieden wird ist grösstenteils organisches Material, und davon kann der Feinanteil problemlos in die Versickerung.
    Grobes Laub etc. das vom Dach übers Fallrohr eingetragen wird lässt sich mit einem Fallrohrsieb aufhalten.
    Ist aber meines Erachtens nicht notwendig wenn sich die Menge einigermassen in Grenzen hält.
    Wenn hohe Laubbäume direkt ums Haus stehen insbesondere solche die schlecht verrottendes Laub abwerfen, wie z.B. Eichen und von diesem Laub fällt viel aufs Dach, dann macht es Sinn einen Grobfilter einzubauen.
    Der schönste Filter ist übrigends immer noch ein kleiner stark bepflanzter Teich, oder auch nur eine Kiesgefüllte bepflanzte Feuchtzone durch die das wasser läuft bevor es versickert.
    Das schafft im Garten ein kleines Biotop in dem viele Pflanzen und Tiere gedeihen, die sonst im eigenen Garten keinen Raum fänden.
    Sowas braucht auch gar nicht viel Platz....


    weitere Info gerne...
    Matz
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  6. #5
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    Danke schonmal.
    Laubbäume stehen nicht am Haus. Es sind nur Nadelbäume auf Nachbars Grundstück.
    Einen Teich können wir nicht anlegen, da wir kleine Kinder haben.
    Also müsste es mit einem slebstreinigenden Filter gehen, richtig?
    Verrotten die organischen Sachen in der Rigole?
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  7. #6

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    @djmoehre
    Du brauchst keine Rigole und der Begriff selbstreinigen halte ich für übertrieben.
    Du brauchst im Grunden nur 3 Löcher, nebeneinander. Filterschacht, Zysterne und Sickerschacht. Den Arbeitsraum drumherum verfüllste mit Kies, je nach Boden reicht das für 150-200² Dachfläche. Und du hast noch Spielraum von ca. 2m³ Wasser im Sickerschacht. Kannst alles von oben inspizieren und reinigen.
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  8. #7
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    Leider brauche ich doch eine Rigole. Wasserschutzgebiet!
    Das Versickerungsgutachten sagt auch genau, wie de Rigole beschaffen sein muss.
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  9. #8

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    Ticken doch nicht richtig?
    Wenn der Einlauf in dem Sickerschacht innen durch Kies-groben Sand ebenfall sanft geschieht, dazu noch kontrollierbar, würde ich mal mit deiner zuständigen Stelle sprechen obs nicht doch geht.
    Und überhaupt Versickerungsgutachten? die Kosten dafür und den Wasserverbrauch für Kostenberechnung der Abwassergebühen machen deinen Vorhaben nie wirtschaftlich.
    Aber ein gute Gewissen, was für die Umwelt getan zu haben, holt alles wieder raus, nicht wahr?
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  10. #9

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    ich halte sämtliche Filtersysteme der Anbieter für überteuerten Bullshit, außerdem muss man die auch ständig warten bzw. es besteht die Gefahr der Verstopfung durch das ganze eingespülte Laub.

    im Grunde filtern alle Systeme eh nur grobes Laub etc. raus und das kriegt man auch billiger mit weniger Aufwand hin

    ich hab mir im Baumarkt 3 Fallrohrgitter für ca. 10 Euro geholt und diese zur Sicherheit nochmals mit ner feinmaschigen Abdeckfolie für Regenrinnen umwickelt. Diese dann von oben in der Dachrinnefallrohre gesteckt, somit kann kein Laub etc. in die Zisterne gespült werden.

    fertisch

    funktionale Abdeckplatten bzw. Kunststoffgitter für Regenrinnen sind sauteuer bzw. lassen sich bei mir nicht 100 % dauerhaft sicher (abschmelzender Schnee) montieren.

    d.h. ich muss so oder so regelmäßig die Dachrinnen überprüfen und ggf. säubern. Dann kann ich auch bei meiner Bastellösung den groben Dreck 2 x jährlich aus der Dachrinne holen
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  11. #10

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    http://www.bau.de/forum/wasser/650.htm#1161791356

    soviel zu Berechnungen und Rigolen ohne Wartungsmöglichkeit
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  12. #11
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    noch einiges unklar

    Versickerung in Rigole, oder in Mulden-Rigolen-Kombination?

    Schachtversickerung ist von vorvorgestern, wobei nicht alles von vorvorgestern schlecht ist, aber Schachtversickerung sollte man JA, aus Gründen des Grund- halt, hier sogar Trinkwasserschutzes wirklich nicht mehr machen, und in vielen Bereichen darf man es glücklicherweise auch nicht mehr.

    Wenn es um eine Rigole im eigentlichen Sinn geht, dann hat die im Wasserschutzgebiet gegenüber einer Schachtversickerung in Sachen Grundwasserschutz aber keine Vorteile, da die reinigende Passage durch bewachsene Bodenzonen fehlt. Bei Mulden-Rigolen sieht das anders aus, aber dann stört etwas organisches Geschwemmsel auch nicht.

    Den Argumenten von C. Schwarze und Christ kann ich mich nicht anschließen, und aus dem Beitrag bei bau.de zu schließen, Rigolen wären grundsätzlich nix, ist schon mehr als Humbug.

    Zur Ursprungsfrage: Ich hab seit nunmehr 13 Jahren als Low-Tech-Lösung einen Fallrohrfilter "Regendieb", findet man mit Google. Allerdings geht das -na, nennen wir es mal- Konzentrat in den öffentlichen Abwasserkanal und das gefilterte Wasser in die Zisterne. Habe mit diesem System nur die besten Erfahrungen, völlig wartungsfrei und sauberes Wasser in der Zisterne! Sollte der Fragesteller also eine Mulden-Rigole und keine reine Rigole haben, so kann ich ihm diesen Filter empfehlen. Übrigens gibt es im Servicebereich meiner HP ein kleines Versickerungshandbuch.
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  13. #12
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    Vielen Dank für dei Antwort.
    Es geht um eine reine Rigole.
    D.H. 11m³ Kies mit zwei Drainagerohren.
    Das ganze in der Erde vergraben und mit Drainagevlies eingepackt.

    Meine Sorge ist einfach, wenn man einen selbstreinigenden Filter nimmt. Landet der ganze Schmutz ja in der rigole und bleibt dort. Irgendwann ist die doch zu, oder?
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  14. #13
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    Rohrrigole

    Zitat Zitat von djmoehre Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für dei Antwort.
    Es geht um eine reine Rigole.
    Dann ist es aus Sicht des GW-Schutzes MIST!
    Zitat Zitat von djmoehre Beitrag anzeigen
    D.H. 11m³ Kies mit zwei Drainagerohren.
    Dann nennt sich das ganze Rohrrigole, aber Funktion identisch.
    Zitat Zitat von djmoehre Beitrag anzeigen
    Irgendwann ist die doch zu, oder?
    Ja!
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von djmoehre Beitrag anzeigen
    ... Landet der ganze Schmutz ja in der rigole und bleibt dort. Irgendwann ist die doch zu, oder?
    es gibt für so was Laubabscheider: s. angehängte Grafik

    3P Laubabscheider
    3P Rainus
    Graf Laubabscheider
    um nur drei Beispiele zu nennen.

    Gruß
    Wulf
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  17. #15

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    Zitat:
    Zitat von djmoehre Beitrag anzeigen
    Irgendwann ist die doch zu, oder?

    Zitat: Ja!


    Ahja..., soviel zum Thema Humbug.
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