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OSB und Bitumenbahn

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  1. #1
    Muthmann
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    OSB und Bitumenbahn

    Hallo,

    ist es zulässig auf eine OSB-Platte eine Bitumenbahn (hier V60 AL als Dampfbremse) punktweise aufzuschweißen bzw. aufnageln und Nähte verschweißen? Oder bestehen wegen der Brandgefahr hier Bedenken? In den Dachdeckerregelwerken habe ich hierzu nichts finden können.

    Danke
    F. Muthmann
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  2. OSB und Bitumenbahn

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  3. #2

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    Doch es steht in den Dachdeckerfachregeln unter:

    Hinweise Holz und Holzwerkstoffe
    2 Bauprodukte2.3 Holzwerkstoffe

    Alles punktgenau beschrieben.
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  4. #3
    Avatar von Ryker
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    Viel eher: Band 1, Fachregel Abdichtungen, 2.2.4 Dachschalung, Absatz (4):

    Über Schalungen aus Holz oder Holzwerkstoffen ist eine Trennschicht nach Kapitel 3.2 notwendig.
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  5. #4

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    Danke

    für die Antworten.
    Herr Gross leider konnte ich Ihre Angabe nicht finden. Könnten Sie noch genauer sagen wo Sie meinen ? bei Dachdeckungen? Dachabdichtungen?

    Herrn Rykers Hinweis verstehe ich so, dass auf den Holzwerkstoff eine Trennlage gehört, diese kann aus Bitumendachbahnen sei, und Bitumendachbahnen gelten als Dampfsperre (sd > 100m). Soweit so gut. Aber über die Befestigung der Trennlage, die gleichzeitig Dampfsperre sein soll bin ich weiter im Unklaren.

    Grüße
    F. Muthmnan
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  6. #5
    Avatar von Ryker
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    Wie genau soll denn der Dachaufbau werden - wo liegt die Dämmung:
    Unterhalb oder oberhalb des OSB?
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  7. #6

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    @Herrn Muthmann, darunter finden Sie den Absatz

    Deutsches Dachdeckerhandwerk
    - *Regelwerk HinweiseHolz und HolzwerkstoffeAufgestellt vomZentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks Fachverband Dach- , Wand- und Abdichtungstechnik e.V.in Zusammenarbeit mit demBund Deutscher ZimmermeisterHerausgegeben vomZentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks Fachverband Dach- , Wand- und Abdichtungstechnik e.V.Ausgabe September 2005
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  8. #7

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    ..

    Danke Herr Gross jetzt habe ich die Stelle gefunden, die Sie meinten. Leider steht in meiner Ausgabe von 2000 dort nur wie die Holzplatten beschaffen sein müssen und wie sie zu befestigen sind, aber nichts darüber, wie dann die Bitumenbahnen aufzubrigen sind.

    Mein Fazit: der mutige Dachdecker schweißt auf OSB, der ängstliche nimmt kaltbitumen selbstklebe und der experte nimmt Spezialbahnen zum schweißen aber mit Flammschutz (sicotec).

    Warum konnte mir aber keiner sagen.

    Geplanter Dachaufbau (von oben nach unten):
    -Gründach (mit Vlies und Filter und Wurzelschutz usw.)
    -Mehrlagige Bitumenabdichtung
    -Wärmedämmung
    -DAMPFBREMSE (schweißen??? )
    -OSB-Platte
    -Binder

    Grüße
    F. Muthmann
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  9. #8

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    Nehmen Sie als direkte Auflage eine Bitumenbahn G 200 DD und nageln Sie diese auf die OSB. Darüber dann den vorbeschriebenen Dachaufbau. Dann sind Sie auch bei einem leichten Gründachaufbau auf der sicheren Seite.

    Keine V 13 als Trennlage aufnageln, die ist nicht ausreíßsicher und wird von den Flachdachrichtlinien für diesen Zweck nicht zugelassen.
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  10. #9
    Avatar von Ryker
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    Interessante Frage eigentlich.

    OSB mit abgeklebten Stößen wird im Wandbau als Dampfsperre angesehen, fraglich ist also, ob Abkleben der Plattenstöße in der Dampfsperrwirkung ausreicht.

    Mir gehts jetzt nicht darum, daß eine Ausführung mit G200 DD als Trennlage und darüber einer Bahn
    mit Aluminiumeinlage als Dampfsperre die optimale Ausführung ist, das ist wohl klar,
    würde ich am eigenen Haus definitiv so machen und auch so empfehlen, auch wenn weder Trennlage noch
    Alueinlage zwingend notwendig sind, sondern:
    Kommt man als Ausführender mit Abkleben der OSB-Stöße davon?
    Immerhin kann damit doch kräftig was sparen

    Eine ganz andere Frage:
    Wie gehts mit dem Aufbau nach unten hin weiter?
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  11. #10

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    Hallo Ryker,
    OSB mit abgeklebten Stößen gilt meines Wissens als Dampfbremse (nicht aber als Dampfsperre mit sd > 100m). Ob OSB ausreicht hängt allso vom weiteren Aufbau ab.
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  12. #11
    Avatar von Ryker
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    Ich hatte beim googlen sd-Wertangaben von max. 5,4m gefunden - das bremst den Dampf natürlich ungemein.
    Wie dem auch sei:
    G200 DD, dann Dampfsperre und Du bist auf der sicheren Seite - soviel mehr kostet die Trennlage dann auch wieder nicht.
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  13. #12

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    Ich kann mich Ryker nur anschließen!
    Wir Dachdeckermeister wissen schon wovon wir Reden.
    Geändert von Lukas (23.10.2006 um 21:29 Uhr) Grund: Solche Werbung brauchts hier nicht.
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  14. #13
    Avatar von jetter
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    nur mal zur Richtigstellung

    OSB ist auch ohne abgeklebte Stöße als Dampfbremse einsetzbar.
    Die Stoßabklebung ist für die Herstellung der ebenso wichtigen Luftdichtigkeit notwendig.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Ich möchte hier auch nochmals einhaken:
    Habe einen Auftrag mit Flachdachaufbau wo auf Holzbalkenkonstruktion OSB verlegt wird und anschliessend eine V60S4 Al als Dampfsperre und Notdach einlagig dampf- und Wasserdicht verschweisst ausgeführt werden soll.
    Weiterer Aufbau ist soviel momentan bekannt Dämmung und Abdichtung oberseits.
    Anhand der Diskussion kann ich jetzt noch immer nicht erkennen: Wie befestige ich die Bahn jetzt korrekterweise auf den OSB?
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  17. #15
    Avatar von jetter
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    Auf Vollholzschalung und Holzwerkstoffschalungen ist eine Trennlage notwendig - soweit waren wir schon.
    sinngemäß nach ZVDH-Regelwerk:
    Trennlage ermöglicht:
    - Aufnahme/ Ausgleich von "Bauwerksbewegungen"

    Trennlage kann sein:
    - lose verlegte Extra-Lage
    - lose verlegte bzw. punkt- oder streifenweise verklebte Nachfolgelage

    direkt vollflächig verschweissen wäre demnach wohl grundverkehrt, ob die andere Variante einlagig die Anforderung Notdach erfüllt - weiß ich nicht.

    Vollholz brennt genauso schnell wie OSB aus Vollholz.
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