Werbepartner

Ergebnis 1 bis 13 von 13

Zu geringe Rohdicht und daraus Steinfestigkeitsklasse?

Diskutiere Zu geringe Rohdicht und daraus Steinfestigkeitsklasse? im Forum Mauerwerk auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

    Registriert seit
    01.2006
    Ort
    Wismar
    Beruf
    Student
    Benutzertitelzusatz
    Wissen ist Macht, nichts wissen macht aber auch nix...
    Beiträge
    21

    Zu geringe Rohdicht und daraus Steinfestigkeitsklasse?

    Hallo...

    Ich habe folgendes Problem:

    In Folge eines Hausentwurfes (fürs Studium) haben wir ein MFH mit EG, OG und DG, Decken aus Stahlbeton, entworfen, bei den Außenwänden haben wir uns für einen DIN V 4165 PP 8-0,8-49,9x36,5x24,9, DM, beidseitig einen PII. Nun haben wir das Problem bei dem Energieeinsparungsnachweis, dass unser U-Wert zu hoch ist (0,60)...können wir da jetzt einfach, um den Durchlasswiderstand zu erhöhen, in der Rohdichte runtergehen? Das schliet natürlich auch eine Reduzierung der Steinfestigklasse von 8 auf 4 ein...

    Oder hat jemand evtl Vorschläge für ein anderes Material, bei dem wir bei unsere r Wandbreite von 36,5cm bleiben können? Oder reicht die SFK und Rohdichte auch noch aus? (in hinsicht auf die Belastung der Wand)

    gruß zootzen
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Zu geringe Rohdicht und daraus Steinfestigkeitsklasse?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    Avatar von VolkerKugel (†)
    Registriert seit
    01.2006
    Ort
    63110 Rodgau
    Beruf
    Architekt
    Benutzertitelzusatz
    Architekt . Nachweisberechtigter für Wärmeschutz
    Beiträge
    6,966

    Einschalig ...

    ... mit dem Material geht´s nicht.
    Probiert´s mal mit 24cm (17,5 würden auch reichen) KSV und 12-14 cm WDVS WLG 035 - oder so in der Richtung .
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    34,325

    Bei 36,5...

    komme ich auf einen U-Wert lt Tabelle Porenbetonverband von 0,52.
    Obwohl, dolle is das auch nicht.
    Und es wären alle Anschlüsse mindestens so "gut" durchzuplanen.
    MfG
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4
    Themenstarter

    Registriert seit
    01.2006
    Ort
    Wismar
    Beruf
    Student
    Benutzertitelzusatz
    Wissen ist Macht, nichts wissen macht aber auch nix...
    Beiträge
    21
    Danke erstmal für eure Antworten!
    Einschaliges MW ist uns leider vorgegeben...

    gruß Zootzen
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    Avatar von VolkerKugel (†)
    Registriert seit
    01.2006
    Ort
    63110 Rodgau
    Beruf
    Architekt
    Benutzertitelzusatz
    Architekt . Nachweisberechtigter für Wärmeschutz
    Beiträge
    6,966

    Bei 36,5 ...

    ... + 15mm Innen- und 20mm Außenputz mit Lamda 0,70 müsste Euer Wandbaustoff einen Lamda-Wert von 0,18 haben, um den von der EnEV geforderten Mindestwert von U = 0,45 bei Mauerwerksersatz im Bestand haben.
    Ein Porenbetonstein mit Rohdichteklasse 0,6 und einem Lamda von 0,16 würde das zwar locker bringen (Tragfähigkeit überhaupt kein Thema), aber ist halt "nicht ganz dolle" und auf keinen Fall "Stand der Technik".
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    Themenstarter

    Registriert seit
    01.2006
    Ort
    Wismar
    Beruf
    Student
    Benutzertitelzusatz
    Wissen ist Macht, nichts wissen macht aber auch nix...
    Beiträge
    21
    uh das hört sich schon gut an (schon wegen der Tragfähigkeit

    Also du meinst jetzt, eine Rohdichte von 800 + diesen Putz oder die 600er Rohdichte + den Putz...Ist das ein PII, LW ? oder ein anderer? kannst du mir mal die genaue bezeichnung davon schreiben?
    Achso, laut Schneider, hat nur ein PP 500 ein Lamdba von 0,16...

    gruß Matze
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7
    Avatar von VolkerKugel (†)
    Registriert seit
    01.2006
    Ort
    63110 Rodgau
    Beruf
    Architekt
    Benutzertitelzusatz
    Architekt . Nachweisberechtigter für Wärmeschutz
    Beiträge
    6,966

    Was bitte ...

    ... hört sich denn da gut an?
    Ein U-Wert über 0,30 für die Außenwand ist nicht mehr Stand der Technik. Und auch nicht mehr Stand der Erwartungshaltung der künftigen Bewohner.
    Schau´ mal hier: http://www.porit.de/index.27.15.php
    Gebt Euch mal ein bisschen Mühe, Jungs .
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8
    Avatar von JDB
    Registriert seit
    05.2002
    Ort
    Weserbergland
    Beruf
    Tragwerksplaner
    Beiträge
    4,924
    Ein U-Wert über 0,30 für die Außenwand ist nicht mehr Stand der Technik.
    Belege bitte!

    Aus meiner Sicht ist das eine Sache der Prioritäten.
    Wenn ich durch Materialwahl der Außenwand einen U-Wert nicht besser als z.B. U=0,35 W/M²K erreiche, dann ist das innerhalb einer Anforderung, die absichtlich als Bilanz formuliert ist, voll in Ordnung.

    @zootzen
    Wenn's also mit dem EnEV-Nachweis nicht auf Anhieb klappt, dann ist nicht gleich zwingend die Außenwand zu verbessern.
    Vorausgesetzt die Nebenanforderung H'T passt auch mit der großen Rohdichte (6er Festigkeit reicht übrigens im Normalfall, einen 8er habe ich auf der Baustelle noch nicht gesehen), dann würde ich die Heizung mal unter die Lupe nehmen. Da gibt's auch noch eine Menge Stellschrauben. Wie sieht's aus mit regenerativen Energien?

    Es gibt auch andere Gründe, die Außenwand bei MFHn nicht zu "leicht" zu gestalten : Statik, Schallschutz, insbesondere Schalllängsleitungsprobleme,...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9

    Registriert seit
    11.2005
    Ort
    Darmstadt-Dieburg (Bachgau)
    Beruf
    Maurermeister/Fasi/SiGeKo
    Benutzertitelzusatz
    Maurermeister, SiGeKo, Fachkraft für Arbeitssicherheit
    Beiträge
    586
    Zitat Zitat von JDB Beitrag anzeigen
    Es gibt auch andere Gründe, die Außenwand bei MFHn nicht zu "leicht" zu gestalten : Statik, Schallschutz, insbesondere Schalllängsleitungsprobleme,...
    Ist es daher nicht erst einmal Sinnvoll die Mindestanforderungen für Dämmung, Statik und Schall abzustecken?
    Das erste was ich doch brauche ist die statische Belastung der Wände, denn das ganze muss doch erst einmal von alleine stehen bleiben.
    Danach kann ich dann versuchen das ganze mit verschieden Materialien in Richtung Dämmung oder Schall zu optimieren.

    damy
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10
    Avatar von JDB
    Registriert seit
    05.2002
    Ort
    Weserbergland
    Beruf
    Tragwerksplaner
    Beiträge
    4,924
    ...Sinnvoll die Mindestanforderungen für Dämmung, ...abzustecken?
    Klar : Mindestanforderung Wand U~1.0 ! (DIN 4108-2)
    Und nu?

    Nur weil keiner mehr planen will/kann, ist "der Staat" auch noch der Bösewicht, weil er in der EnEV so viel Spielraum lässt.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11
    Avatar von VolkerKugel (†)
    Registriert seit
    01.2006
    Ort
    63110 Rodgau
    Beruf
    Architekt
    Benutzertitelzusatz
    Architekt . Nachweisberechtigter für Wärmeschutz
    Beiträge
    6,966

    Der Sinn dieser Rede ...

    Zitat Zitat von JDB Beitrag anzeigen
    Nur weil keiner mehr planen will/kann, ist "der Staat" auch noch der Bösewicht, weil er in der EnEV so viel Spielraum lässt.
    ... verschließt sich mir leider .
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  14. #12
    Avatar von JDB
    Registriert seit
    05.2002
    Ort
    Weserbergland
    Beruf
    Tragwerksplaner
    Beiträge
    4,924
    Ich dachte, ich hätte es mit dem von mir gebrachten Zitat deutlich gemacht.

    Es gibt keine einfache Antwort auf die Frage:
    - Welchen U-Wert muß meine Außenwand mindestens haben?
    Jedenfalls keine Antwort, die nicht mehr erläutert werden sollte.

    Grund: Es gibt für den Neubau seit Beginn der EnEV (2002) keine einfachen bauteilbezogenen Grenzwerte mehr! Der U-Wert selbst darf "grottenschlecht" sein. (Mindestwärmeschutz DIN 4108-2). Natürlich will das keiner haben und in der Berechnung kann man sich das nicht leisten, denn die Bilanz muss passen und der Stellenwert der Außenwandverluste ist aufgrund der großen Fläche enorm.

    "Bilanz" heißt rechnen und da gibt es Gegner: Seit Inkrafttreten der EnEV gibt es immer wieder Rufe nach einfach formulierten Anforderungen.
    Diese gibt es aber nicht mehr und das ist gut so.

    Nachtrag:
    Der Spruch oben geht in Richtung Damy, dem man unterstellen muss, dass er das mit den grottenschlechten Mindestanforderungen im Wärmeschutz nicht gewußt hat. Ich bin noch einen Schritt weiter gegangen und habe ihm zusätzlich unterstellt, dass er zu denjenigen gehören würde, die hier nach "sinnvollen" Mindestanforderungen rufen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. #13

    Registriert seit
    11.2005
    Ort
    Darmstadt-Dieburg (Bachgau)
    Beruf
    Maurermeister/Fasi/SiGeKo
    Benutzertitelzusatz
    Maurermeister, SiGeKo, Fachkraft für Arbeitssicherheit
    Beiträge
    586
    Hab mir doch gedacht das ich Haue bekomme

    Ich hab eigentlich damit gemeint das zoozen noch nicht weiß was er für eine Steinfestigkeitsklasse braucht. Und ich meine es ist doch erst einmal das wichtigste damit die Hütte stehen bleibt. Irgendwie hab ich das Gefühl zoozen sitzt erst einmal verkehrt herum auf dem Gaul.

    Zu der erf. Steinfestigkeit und der gewählten Wandstärke kann er sich jetzt einen passenden Stein aussuchen und damit rechen und optimieren. Und wenn das nicht passt muss er halt ein anderes Materiel wählen und wieder rechnen.

    Und wenn er mit seiner Bilanz nicht hinkommt muss er sich halt eine Änderung der Konstruktion (Siehe VolkerKugel) überlegen.

    damy
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen