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Kein Versatz unter Fensterbrüstung

Diskutiere Kein Versatz unter Fensterbrüstung im Forum Mauerwerk auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Kein Versatz unter Fensterbrüstung

    Ich habe die erste unschöne Erfahrung bei meinem EFH Bau gemacht.
    Die Maurer haben es nicht geschafft, die Pläne richtig zu lesen bzw. die Angabe Brüstung 1 m falsch interpretiert

    Das heißt, es wurde erst mal das Mauerwerk im Fensterbereich ausgespart - so als ob das Fenster bodentief wäre. Nachdem der Unterauftragnehmer vom Bauträger informiert wurde (Bauleiter ist im Urlaub) wurde die Öffnung bis zur Brüstungshöhe einfach "aufgefüllt". Das Foto sagt glaub ich schon alles.

    Was sollte ich mindestens einfordern, damit ich später keine Probleme mit der Statik bzw. dem Verputz bekomme?

    Es handelt sich hier um 36,5 cm Porenbetonsteine, wo man ja eigentlich ganz gut nacharbeiten kann, oder?!

    Viele Grüße,
    Benni
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  2. Kein Versatz unter Fensterbrüstung

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  3. #2
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    Versatz ist

    das falsche Wort ;-) es heißt Verband!

    Hier DIN 1053 "Mauerwerk Berechnung und Ausführung" 9.3. :" Es muß im Verband gemauert werden, d.h. die Stoß und Längsfugen übereinanderliegender Schichten müßen versetzt sein." Überbindemaß wäre hier 10cm.

    Es kann Mauerwerk auch als Stumpfstoß ausgeführt werden, wobei zugelassene Mauerverbinder eingesetzt werden, damit eine Druck- und Zugfeste Verbindung gewährleistet wird. hier gibt es auch Dübelsysteme...
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  4. #3
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    gerade bei monolithischem Mauerwerk und im vertikalen Verlauf der Fensteranschläge, kann dieses zu Problemen führen.
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  5. #4
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    der Risse innen wie außen sind bereits programiert ...
    als Putzer würd ich gleich mal Bedenken anmelden ...
    wer zahlt eigentlich die jetzt erforderliche Gewebespachtelung ?
    .
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  6. #5
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    @Josef

    vor allem da diese nicht mal gefordert ist! in den Putz muß diese nur bei Materialwechseln! Und auch hier sind Risse nicht auszuschließen! Mauerwerk gehört nunmal Zug und Druckfest verbunden!!!
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  7. #6
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    Brüstung rausnehmen.
    Verzahnung in das seitliche Mauerwerk einscheiden.
    Neu aufmauern der Brüstung.
    Stammes unterfugen der obigen horizontalfugen.
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  8. #7
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    Beste Lösung

    Herzlichen Dank schon einmal an alle für die Erläuterungen!
    Die vorgeschlagene Lösung von Mark halte ich mit relativ wenig Auwand durchführbar. Was ist mit dem Unterfugen gemeint? Soll das "stramm" heißen?

    Wenn ich es richtig verstehe ist das neue Aufmauern die sauberste Lösung und ich sollte mich nicht mit evtl. Einsetzen von Verbindern zufrieden geben.

    Gruß, Benni
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  9. #8
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    Nur...

    bedenken das die hier eingesetzte Dünnbetttechnik nicht viel Platz für unterfugen zulässt!!! Den Platz müßte man per Horizontalschnitt nachträglich schaffen...
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  10. #9
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    Im Bereich der Verzahnungen, muss- immer oberhalb der Schicht, der Stein ca. 1,5 bis 2,0 cm höher rausgeschnitten werden, als die Schicht selber hoch ist, sonst läßt sich weder der Stein setzen (Ohne den DM weg zu schieben) noch läßt sich dass ganze vollfugig unterfugen.
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  11. #10
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    ich würd oben ne 2cm Fuge schaffen und alle
    Fugen mittels Quellmörtel schliessen ansonsten geh
    ich mit den Antworten der Fachleute konform (!)
    .
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  12. #11
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    So, der Rohbauer sagt, er hätte den Stoss vollflächig verklebt und Mauerverbinder eingesetzt. Mein Bauleiter sagt, laut Ytong Bauanleitung sei dies zulässig. Ich habe selbst in der Ytong Verarbeitungsanleitung nachgesehen und würde es so interpretieren, dass eine tragende Mauerwand immer im Verbund auszuführen ist mit entsprechendem Übermaß.

    Die Option mit den Mauerverbinder bezieht sich m.E. nur auf nichttragende Mauern, die bsp. senkrecht auf eine tragende Wand laufen.

    Also die Frage lautet: ist der Verweis von Robby auf DIN 1053 "Mauerwerk Berechnung und Ausführung" 9.3. hier anzuwenden oder schliesst dies Ytong durch die Verarbeitungsanleitung aus?

    Sollte der Einsatz von Verbinder zulässig sein - kann ich dann mitteils eines elektr. Leitungssuchgerätes die Verbinder lokalisieren?
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  13. #12

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    Rotes Gesicht

    Ich finde man sollte die Kirche im Dorf lassen:

    Dein Maurer hat eine nichttragende (Brüstungs-)Wand an eine tragende Wand angeschlossen.

    Ytong und DIN sagen, dass man dafür links und rechts je einen Mauerverbinder einbauen muss und die senkrechte Anschlussfuge ca. 2 cm dick vermörteln muss.

    Leider ist die Fuge nur verklebt und die beiden Mauerverbinder kann man ohne Zerstörung nicht mehr beurteilen. Also MANGEL.

    Aber:
    Deine Wand kippt garantiert nicht um und eine Putzbewehrung zur Rissvermeidung würde ich sowieso im Brüstungsbereich einbauen.
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  14. #13
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    Eine

    "Putzbewehrung" vermeidet keinen Riss sondern mindert die Gefahr das einer auftritt!
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  16. #14
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    Zitat Zitat von Otto´s Enkel Beitrag anzeigen
    Ich finde man sollte die Kirche im Dorf lassen:


    Ytong und DIN sagen, dass man dafür links und rechts je einen Mauerverbinder einbauen muss und die senkrechte Anschlussfuge ca. 2 cm dick vermörteln muss.
    Bitte um Benennung - wo, in welcher DIN ich das nachlesen kann.

    Ich sehe nur EINE Wand - und die ist insgesamt tragend.

    Im Bereich der Öffnungsecken kommt es zu Zugspannungen infolge spreizen der Druckspannungstrajektorien, vertikale Verformungsunterschiede, Kerbspannungen und / oder (möglicherweise) Schwindzugspannungen usw.

    Einfachstes Rezept ist ein durchgehendes Mauerwerk.

    1. Lehrjahr – keine Stoßfuge in der ersten oberen Steinlage im Bereich von Öffnungsecken.
    Oder – gleich eine Trennung der Brüstung und Wand mit beidseitigen Dehnfugen.

    Die Kirche im Dorf hätten wir schon gerne im ungerissenen Zustand - oder?
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  17. #15
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    Uiiiiiih (!)

    da hab ich mich auch schon mal verrannt ... was heisst
    eigentlich verrannt ... ich hab dazu meine eigene Meinung (!)
    .
    Brüstungsbewehrung nach DIN Thalhammer
    .
    http://www.bauexpertenforum.de/showthread.php?t=1378&
    .
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