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Gully im Keller, ja oder nein?

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  1. #1
    Wenny
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    Gully im Keller, ja oder nein?

    Hallo,

    wir überlegen zur Zeit, ob wir den, in der Baubeschreibung vorhandenen, Gully mit Rückstausicherung im Keller weglassen sollen.

    Zuerst würden mich mal die Vor- und Nachteile eines solchen Gullys interessieren. Warum braucht man ihn, warum soll man ihn weglassen?

    Dann interessieren mich natürlich auch die Kosten für den Gully. Würde es sich, unter Abwägung der Vor- und Nachteile, überhaupt lohnen, ihn wegzulassen?

    Ein Waschbecken im Technikraum im Keller, wo der Gully auch wäre, ist vorhanden (geplant).

    Vielen Dank schon mal vorab für eure Tips.

    Grüße

    Wenny
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  2. Gully im Keller, ja oder nein?

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    Ein Gully fehlt einem immer erst wenn man mal einen braucht.....

    Vermutlich ist ein Ablaufkörper mit Rückstauverschluß vorgesehen über den das Ausgußbecken entwässert wird.

    Nachdem ein Rückstauverschluß auf jeden Fall notwendig sein wird (--> Ausgußbecken) kanns auch teurer werden

    Nachdem im Technikraum auch mal Wasser auf dem Boden anfallen kann ist nie ganz ungeschickt, dort nen Bodenablauf zu haben und nicht alles aufwischen zu müssen.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  4. #3

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    Danke erstmal für die schnelle Antwort.

    In der Baubeschreibung stehts so drin:

    Gully (für fäkalienfreies Abwasser) im Raum Technik/Waschen mit herausnehmbaren Zweifachrückstauverschluß, integriertem Geruchsverschluß, PVC-Schlitzrost und Wassersperre.

    Das Ausgußbecken mit Abfluß, Kalt- und Warmwasserzuleitung und Zweigriffmischbatterie ist extra aufgeführt.

    Ich dachte mir, wenn ich da jetzt wirklich einiges sparen kann, dann lass ich den Gully weg und wenn wirklich mal Wasser austritt (WO?), dann muss ich eben wischen oder saugen.

    Weitere Überlegung war, dass ich ein Loch in der Bodenplatte habe, wo Wasser rein kann, wenn das Ventil mal versagt.

    Grüße

    Wenny
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  5. #4

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    Gibts sonst noch irgendwelche Anmerkungen dazu?

    Vor allem, obs sicherheitstechnisch Sinn macht. Ob in die oder die andere Richtung.
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  6. #5

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    Loch in der Bodenplatte , da kann auch Wasser ins Gebäude kommen.

    Wenn die Leitungsführung/Kanalhöhe es zuläßt würde ich auf jedenfall einen Gully mit Rückstauverschluss einbauen. Für das Waschbecken ist sowiso ein RV erforderlich. Der Gully mit RV dürfte so zwischen 200.- und 250.- Euro kosten + eventuell nocheinige Meter Rohrleitung. Ist bestimmt billiger wie irgendwann mal pumpen und trocknen.

    damy
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  7. #6

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    Loch in der Bodenplatte , da kann auch Wasser ins Gebäude kommen.
    Ist so oder ist nicht so?
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  8. #7

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    kann im schlimmsten Fall "IST SO" und im besten Fall "NICHT SO" sein. Irgendwo dazwischen kann es "EIN BISSCHEN SO" sein.

    damy
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  9. #8

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    Akso kann Wasser rein und wenn kein Gully da ist, kann kein Wasser rein.

    Egal was passiert!

    Naja, wirklich schlauer bin ich immer noch nicht, trotzdem danke für die Antworten.
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  10. #9
    Bauexpertenforum
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    noch ein paar Argumente

    es gibt schon Argumente dafür und dagegen.

    O.K., wenn Einlauf in Bodenplatte ist kann da Wasser rein. Einerseits durch den Einlauf selbst infolge Rückstau und nicht funktionierender Rückstaueinrichtung und andererseits bei fehlerhaftem Einbau zwischen Bodenplatte und Einlaufkörper. Beides setzt jeweils eine Abweichung vom Sollzustand voraus, aber dass gibt es ja auch häufiger als erwartet.

    Pro Einlauf
    - Reparatur Waschmaschine, o.k. Wischen geht auch noch.
    - Wartungen und Reparaturen an Trinkwasser- oder Heizungsleitungen, dann ist schon mehr zu wischen
    - mal in den Anschlussbedingungen des Wasserversorgers lesen, ob nicht im Anschlussraum eine Bodenentwässerung gefordert ist
    - Rohrbruch Heizung/Trinkwasser während Urlaub, Wischen ?
    - bei unseren Freunden ist die WaMa vom Sockel gefallen und hat den Hahn abgerissen, 4 Stunden später entdeckt, etwa knietief

    Contra Einlauf
    - Bauträger bauen wahrscheinlich den billigsten Rückstauverschluss ein.
    - wenn später mal Keller gefliest wird, kann man davon ausgehen, dass der Einlauf lagemäßig nie in das Fliesenraster passt.
    - unbenutzter Bodeneinlauf wird oft vergessen, bis es stinkt, dann muss man halt 1 Liter Wasser in den Geruchverschluss füllen. Die zwischen den Klappen der Rückstausicherung liegende Wäscheklammer findet man dann aber nicht
    - Rückstauverschluss setzt daher immer Wartung voraus, zumindest um Versicherungsschutz zu wahren, gemacht wird es erfahrungsgemäß selten.
    - nur für Waschbecken gibt es vielleicht mehr Auswahl bei den Rückstauverschlüssen und ich vermute mal, da sind welche dabei, die man gut und einfach warten kann.
    - evtl. liegt das Waschbecken ja auch schon oberhalb der Rückstauebene (meist, aber nicht immer Straßenoberkante vor Haus)

    Meine bevorzugte Lösung: das an den Kanal angeschlossene Abwasserrohr liegt unter der Kellerdecke. Nur das im Keller anfallende Wasser wird über eigene Leitungen in kleinen Pumpensumpf geleitet, kleine Pumpe fördert dann über Rückstauschleife in Haupt-Abwasserrohr. Alle zwei Jahre hat man dann die Freude, den Pumpensumpf mal sauberzumachen. Vorteil: Rückstauschutz ist systemintern gelöst. Voraussetzung: fäkalienfrei, sonst Hebeanlage!

    Zu Materialien, ob Bodeneinlauf oder Rückstauverschluss: ich steh mehr auf Guss als Plastik, ist auch beim Betonieren der Bodenplatte stabiler, auf jeden Fall muss die Funktionseinheit austauschbar sein.

    Nächster Schritt: Bauherrenentscheidung!
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  11. #10

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    Vielen Dank Herr Wasserbauingenieur aus Köln!

    Damit kann ich wirklich was anfangen und mir meine Entscheidung überlegen.
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  12. #11

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    zur Ergänzung:

    Bauträger bauen nicht nur den billigsten, sondern meistens den für diesen Zweck gar nicht zugelassenen Rückstauverschluß ein.

    Wenn ich lese "Rückstaudoppelverschluß für fäkalienfreie Abwässer"
    krieg ich die Krise, weil in fast allen mir bekannten Fällen dann ein RV eingebaut wurde der nur für "Regenwasser" zugelassen war.
    Wenn eine Entwässerung mit natürlichem Gefälle möglich ist, käme für mich nur in Frage:

    - Kessel Staufix

    wenn nicht:
    - Pumpensumpf mit festem Anschluß der zulaufenden Abwasserleitungen und darin eine kleine Hebeanlage von Sanibroy oder andern.

    DIN 1986 und, oder die Nachfolgeerin sprechen eine deutliche Sprache was geht oder nicht
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  14. #12

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    Den Nutzen des Pumpensumpfes in der Bodenplatte kann man nicht oft genug betonen. 30*30*30 cm reicht schon, um eine tragbare Pumpe hineinsetzen zu können. Der Pumpensumpf hat schon im Rohbau seinen Nutzen und ist bei jedem Wasserschaden von Nutzen. Man sollte jedoch die Pumpe für den Fall des Falles wie einen Feuerlöscher vorrätig halten.
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  15. #13

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    @PMT-Wienert
    So ein Pumpensumpf ist im Bauzustand noch in Ordnung. Wer schaltet aber die Pumpe ein wenn die WaMA gerade am auslaufen ist , dann ist es doch schon zu spät.
    Wenn schon eine Pumpe dann eine mit automatischer Schaltung z. B Kessel "Aqualift" oder Jung "Baufix" oder ähnlich.

    Was spricht in diesem Fall gegen einen Kellerablauf mit Doppel-Rückstauverschluss z.B. Kessel Universal oder Drehfix?
    Doch nur die mangelnde / vergessenen Wartung. Da ist es doch bei allen Schutzvorrichtungen gleich, egal ob Staufix SWA oder FKA, irgendwann steht die Suppe im Keller.
    Dann ist eventuell nur noch abzuschätzen welcher Fall öfter vorkommt:
    Wasser durch Rückstau und ein defektes RV oder Wasser durch eine WaMa.

    damy
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