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  1. #1
    Avatar von eisbaer
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    Unglücklich Grünflächenplan

    Hallo Zusammen,

    ich habe bei meinem letzten Besuch im Landratsamt erfahren, das ich wegen meinem Bauvorhaben im Aussenbereich eine Grünflächenplan vom Landschaftsarchitekten miteinreichen muss. Was darf dieser Plan kosten?
    Bebaute Fläche 300 qm. Grundstücksfläche 1000 qm.
    Habe ein Angebot von einem Landschaftsarchitekten erhalten, der will 2900 Euro brutto. Hm find ich irgendwie ziemlich viel oder?


    Viele Grüße

    Eisbaer
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  2. Grünflächenplan

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  3. #2

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    Kommt auf die Leistungen an ...

    Grundsätzlich ist auch bei Landschaftsarchitekten nach der HOAI abzurechnen.
    Ich gehe bei der Baufläche/Grundstücksgröße mal davon aus, dass es sich bei dem Bau um ein Privathaus handelt - Einordnung gem. HOAI in die Honorarzone V.
    Leistungsbild Grundlagenermittlung, Vorplanung, Entwurfsplanung, Genehmigungsplanung = 34% des Gesamtleistungsbildes. Was diese Leistungen beinhalten, ist hier nachzulesen:
    http://bundesrecht.juris.de/aihono/__15.html

    Anrechenbare Kosten: 700 qm x Richtwert gut 40 €/qm =30.000 € netto. Macht nach der hier nachzulesenden Honorartafel
    http://bundesrecht.juris.de/aihono/__17.html
    bei 30.000 € anrechenbaren Kosten und Honorarzone V Mindestsatz ein Gesamthonorar von 7.836 €, davon 34 % = 2664,- € netto

    Somit ist ihr Angebot plausibel, wenn ein paar Leistungen ausgespart sind oder die geschätzten Kosten niedriger liegen.

    Damit haben Sie dann eine umfassende, gestalterisch und technisch durchdachte Gartenplanung vorliegen.

    Je nach Anforderungen des Planungsrechts (was ist genehmigungsrelevant?) kann man natürlich die Planungsinhalte vereinfachen, Bauherr kann Grundlagen zusammenstellen etc. - damit kann man dann den Preis (und die Qualität?) drücken - ob´s Sinn macht, müssen Sie entscheiden. Irgendwer macht bestimmt auch ein paar Striche für 500 bis 1000 €

    Da dies meine Profession ist, kann ich nur empfehlen, nicht nur bis zur Genehmigungsplanung zu beauftragen, sondern auch die weitere Planung und Bauüberwachung. Schafft kostengünstige Qualität.

    Ich hatte bisher noch keinen Privatbauherrn, der - wenn er erst einmal ob der immer "völlig überteuerten" Plaungskosten (gärtnern kann doch jeder) tief geschluckt und diese Hürde dann überwunden hat - am Ende nicht hoch zufrieden war mit dem Ergebnis - auch aus der Sicht der Baukosten.
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  4. #3
    Avatar von fabelu2002
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    Grundsätzlich kann ich puschel1st nur zustimmen. Der Gang zu einem Fachmann ist bei einem so aufwändigen und für die meisten ja doch einmaligen Projekt "Hausbau" auf jeden Fall (und nicht nur finanziell) lohnend, auch für die Freiflächen.

    Allerdings glaube ich nicht, dass dieser Garten unbedingt in Honorarzone V einzuordnen ist ("Hausgärten ... für hohe Repräsentationsansprüche"). Je nach Ansprüchen des Bauherrn ist durchaus auch eine Einordnung in Zone IV oder sogar III ("Freiflächen bei privaten ... Bauwerken ...") möglich.
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  5. #4

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    Stimmt

    Die Einordnung kam nur zustande, um die genannte Zahl nachzuvollziehen.

    Als Bauherr würde ich mir erst einmal folgende Fragen stellen:

    Was hätte ich gern? Wie sollte mein Garten aussehen, was würde ich gerne kurz-, mittel- oder langfristig realisieren? Und diese Gedanken zunächst abseits von vorh. finanziellen Mitteln.

    Wass muss/sollte gemacht werden? Welche zwingenden Notwendigkeiten sehen Sie (Bodenarbeiten/Zuwegung/Stellplatz/Terrasse), die möglichst schnell umgesetzt werden sollten, damit Haus und Garten "funktionieren.

    Welche finanziellen Mittel habe ich kurzfristig zur Verfügung und was bin ich bereit, ggf. langfristig zu investieren.

    Diese Punkte würde ich mit ihrem Landschaftsarchitekten durchsprechen, daraus ergibt sich ganz schnell ein passendes Leistungsbild und damit dann die passenden Honorare. Und wenn die "Chemie" nicht stimmt, fragen sie noch jemand anderen. Lassen sie sich Bilder von Referenzen zeigen, ob Ihnen der "Bürostil" gefällt.

    Ich halte es für selbstverständlich, einem potentiellen Bauherrn genau zu erklären, welche Leistungen ich erbringen werde, was für Kosten ich abschätze und wie sich daraus das Honorar zusammensetzt - das scheint bei Ihnen bisher in dieser Form noch nicht passiert zu sein
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  6. #5
    Avatar von butterbär
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    Zitat Zitat von eisbaer Beitrag anzeigen
    Hm find ich irgendwie ziemlich viel oder?
    wenn du auf die hälfte deines gehaltes verzichtest... macht dir der landschaftsarchitekt dein plänchen bestimmt auch für die hälfte.
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  7. #6
    Avatar von butterbär
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    Zitat Zitat von puschel1st Beitrag anzeigen
    Da dies meine Profession ist, kann ich nur empfehlen, nicht nur bis zur Genehmigungsplanung zu beauftragen, sondern auch die weitere Planung und Bauüberwachung. Schafft kostengünstige Qualität.

    Ich hatte bisher noch keinen Privatbauherrn, der - wenn er erst einmal ob der immer "völlig überteuerten" Plaungskosten (gärtnern kann doch jeder) tief geschluckt und diese Hürde dann überwunden hat - am Ende nicht hoch zufrieden war mit dem Ergebnis - auch aus der Sicht der Baukosten.

    das problem ist nur... die werden nie wissen zu was planer alles fähig sind, wenn man sie denn erst mal lässt.
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