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Schimmel an den Sparren

Diskutiere Schimmel an den Sparren im Forum Dach auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Schimmel an den Sparren

    Hallo,

    diese Woche wurde endlich unser Dach fertig gedeckt, nach langer Verzögerung. Unser Dachdecker bediente wohl zuviele Baustellen und ließ das Dach wochenlang nur mit Unterspannbahn stehen.
    So, nun will ich endlich Dämmung zwischen die Sparren klemmen. Doch heute sehe ich an den Sparren stellenweise schwarze Flecken. Nicht viel, aber sieht klar nach Schimmel aus.
    Die Sparren sind alle KVH. Jedoch war die Unterspannbahn (Dörken Delta Maxx Plus) nicht ganz regendicht - Bei starkem Regen tropfte es durch. Mögliche Ursache: Der Dachdecker hatte die USB mit Querlatten provisorisch befestigt, bevor die Konterlattung draufkam. Regen kam also vermutlich durch kleine Nagellöcher nach Ablösen der alten Lattung.
    Auch die Fenster sind noch nicht drin (Mann, diese Lieferzeiten ...)
    So, nun sind, wie gesagt, die Ziegel drauf und das Dach komplett regendicht.

    Frage: Was tun? Mangels Fenstern kann ich noch keinen Bautrockner / Heizlüfter aufstellen. Jedoch bläst ja ordentlich Wind durch die Sparren.
    Also einfach ein paar Tage ablüften lassen? Oder müssen wir da schwerere Geschütze auffahren bevor die MiWo-Dämmung reinkann?

    Gruß, Peter
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  2. Schimmel an den Sparren

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  3. #2
    Avatar von Ryker
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    Zitat Zitat von Sandburgenbauer Beitrag anzeigen
    Mögliche Ursache: Der Dachdecker hatte die USB mit Querlatten provisorisch befestigt, bevor die Konterlattung draufkam.
    Der Fantasie sind offenbar keine Grenzen gesetzt - die Konterlattung gleich
    aufzubringen hätte die USB ebenfalls in Schach gehalten und zusätzliche
    Arbeit vermieden, zusätzliche Löcher ebenso.
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  4. #3

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    Hier gibt es wohl aktuelle Rechtssprechungen die besagen, das Schimmel im Dachstuhl etwas sehr risikoreiches sind. Austausch der kompletten Teile usw.
    Bitte hier sollte wirklich ein Fachexperte draufschauen.
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  5. #4

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  6. #5
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    Frischundfromm meint:

    BGH, Urteil vom 29.06.2006, Aktenzeichen: VII ZR 274/04

    Ist mit den Daten nachzulesen unter:

    www.Bundesgerichtshof.de
    Entscheidungen
    dann: Datum und/oder Aktenzeichen.
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  7. #6
    Themenstarter

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    Hallo,

    Danke für die Antworten. So wie auf den Horrorfotos der entsprechenden Internetseiten sieht's bei uns zum Glück noch nicht aus. Es sind halt in der letzten, regnerischen Woche Verfärbungen aufgetreten. Bläuepilz und schwarze Schimmelflecken - siehe Bilder. Dieser Befall beschränkt sich jedoch auf wenige Sparren. Da das Dach mittlerweile regendicht ist, rechne ich nicht mit einer weiteren Ausbreitung. Eigentlich wollte ich heute mit der Zwischensparrendämmung beginnen. Doch mein Dachdecker empfiehlt, damit noch einige Tage zu warten, bis die Sparren getrocknet sind. Die Feuchtigkeit sei nur oberflächlich, da es sich ja um KVH handele.
    Grund für die Eile mit der Dämmung: Nächste Woche kommen die Fenster rein und danach kommt der Innenputz. Deshalb möchten wir schleunigst den Dachstuhl per Dampfbremse dicht machen, sonst wird er erst richtig feucht.

    Jetzt frage ich mich: Muss man die verfärbten Stellen irgendwie behandeln (Borsalz o.ä.), oder reichts, wenn wir ihn fortan schön trocken halten?

    Sollten wir besser warten, bis die Fenster drin sind und erst trockenheizen / lüften, bevor die MiWo zwischen die Sparren kommt?


    Gruß, Peter
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  8. #7

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    Hallo Peter,

    „Bläuepilz und schwarze Schimmelflecken“

    Bläuepilz an sich ist kein Mangel. Da Bläuepilze sich nur von den Inhaltsstoffen des Splintholzes, vor allem der nährstoffhaltigen Parenchymzellen, ernähren und weder Lignin noch Cellulose verwerten können, führt der Befall durch Bläue nicht zu ernsthaften statischen Problemen.
    Auch wenn die Holzfestigkeit durch die den Befall mit Anstrichbläue nicht wesentlich verringert wird, so zeigt ihr Erscheinen aber an, dass der Feuchtegehalt des Holzes ausreichend für das Wachstum auch von holzzerstörenden Pilzen ist.
    Daher ist die Anstrichbläue keineswegs nur als reiner Schönheitsfehler anzusehen, sondern als Beginn eines im Endeffekt kostenträchtigen Zerstörungsprozesses, der sich aber durch eine rechtzeitige und fachgerechte Behandlung noch stoppen läßt.
    KVH wird technisch getrocknet und hat dann eine Holzfeuchte unter 18%. Diese ist nicht ausreichend für das Entstehen und wachsen von Pilzen (Voraussetzung für die Entstehung der Anstrichbläue ist Feuchtegehalt > 30%).
    Das Vorhandensein von Bläuepilzen bei Ihnen zeigt, dass die Holzfeuchte nicht unter 18% ist.
    Somit dürfte hier ein Verstoß gegen die Anforderungen an KVH vorliegen. Sie sollten eine Holzfeuchtemessung (allerdings eine Tiefenprüfung mit z.B. Rammelektrode Fa. GANN) durchführen.
    Ist der gemessene Wert > 18% liegt ein Mangel vor. Unabhängig von diesen Pilzen kann es dann durch die zu hohe Feuchte zu Schwindrissen kommen, die ja eigentlich vermieden werden sollten – wieder ein Mangel.
    Je nach gemessenen Wert ist das weitere Vorgehen abzustimmen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Schwabe
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  9. #8
    Themenstarter

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    Danke für den Rat - wir werden jetzt einen Sachverständigen einschalten und die Holzfeuchte messen.

    Gruß, Peter
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  10. #9
    Avatar von Ryker
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    Risse sind nicht grundsätzlich ein Mangel bei KVH:



    http://www.kvh.de/img/upload/KVH_Inf...t_KVH_2004.pdf Seite 7


    Und ich bezweifele auch, daß ein paar Tropfen Regenwasser die Sparren stark
    genug durchfeuchten um überhaupt Risse auftreten zu lassen.
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  11. #10

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    nein

    es kiegt kein Mangel vor, wenn das KVH im jetzigen Zustand eine Holzfeuchte >18% hat, da das Holz ja anscheinend schon länger ungeschützt der Witterung und herrschenden Luftfeuchte ausgesetzt ist. Der Wert gilt bei Anlieferung und Einbau.

    Gruß aus Hannover
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  12. #11
    Avatar von Peeder
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    im jetzigen Zustand eine Holzfeuchte >18%
    Das ist richtig, wir hatten einen Fall, das Dach war längere Zeit offen, danach kam gleich der Estrich und Putz , die Balken hatten Schimmel angesetzt.
    Aus diesen Grunde hatten wir bedenken , die Dämmung und Folie einzubauen.
    Die Messergebnisse lagen zwischen 28 und 25 % Feuchte.
    Bautrockner wurden eingesetzt, und Messungen im Abstand von drei Tagen gemacht.
    Innerhalb einer Woche wurden ergebnisse zwischen 17 und 19 % erreicht, der Schimmelbewuchs hörte auf.
    Holz ist nunmal ein Baustoff, der gerne Feuchtigkeit aufnimmt, aber auch wieder schnell abgibt. Holz ist hygroskopisch.
    Man kann davon ausgehen,das das Holz beim Einbau, bzw. bei der Lieferung den richtigen Wert hatte.

    Peeder
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Nightwatch Beitrag anzeigen
    es kiegt kein Mangel vor, wenn das KVH im jetzigen Zustand eine Holzfeuchte >18% hat, da das Holz ja anscheinend schon länger ungeschützt der Witterung und herrschenden Luftfeuchte ausgesetzt ist. Der Wert gilt bei Anlieferung und Einbau.
    Gruß aus Hannover
    Wenn der Bauherr selber die Gewerke vergibt- haben Sie recht. Ansonsten muß die Baufirma, Bauträger, Architekt, Bauleiter dafür sorgen, dass die Holzfeuchte nicht über 18% steigt( z.B. regensichere Unterspannbahn), aus genannten Gründen. Und dann liegt doch ein Mangel vor. Denn im Umkehrschluß würde es bedeuten, wenn die vorgenannten Personen das Holz durchfeuchten lassen, dann "einpacken" mit Zwischensparrendämmung, Unterspannbahn und Dampfbremse- und dann Schimmel entsteht dann wäre dies kein Mangel ?

    MfG
    Schwabe
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  14. #13

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    ich kann...

    Ihrem Umkehrschluß nicht folgen, bin aber auch nicht bereit hier einen Streit vom Zaun zu brechen, indem ich wie Sie Vermutungen anstelle, so nach dem Motto: was wäre wenn. Damit ist dem Fragesteller nicht geholfen.

    Ein Teil Ihrer Ausführungen ist ja auch richtig, kann man woanders auch wörtlich nachlesen

    Gruß aus Hannover
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    ich glaube sogar "Wortwörtlich"
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  17. #15
    Themenstarter

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    Hallo,

    morgen mittag lass ich die Feuchte der Sparren messen. Dann wissen wir mehr. Ist's trocken genug, legen wir sofort mit der Dämmung los und dichten ab. Dann kann der Putzer kommen. Ansonsten müssten wir den Innenputz verschieben und erstmal trocknen.
    Grrr ... und alles nur, weil unser Dachdecker offenbar zu viele Baustellen bediente und mit dem Dachdecken nicht voran kam.

    Gruß, Peter
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