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Meinhard von Gerkan

Diskutiere Meinhard von Gerkan im Forum Architektur Allgemein auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Meinhard von Gerkan

    Darf ein Architekt so einfach über das Geld des Bauherren verfügen?
    Als normal denkender Mensch würde ich sagen der Architekt hat im Sinne des Bauherren zu planen, und wenn der Bauherr eine Kosteneinsparung wünscht dann hat der Architekt das gefälligst zu berücksichtigen.
    Oder haben solche Architekten Sonderrechte und Freischeine zum Geldausgeben.

    damy
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  2. Meinhard von Gerkan

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Das ein Architekt...

    ein derartiges Problem daraus macht, wenn sein AG eine Planung ändern möchte, find ich schon peinlich, aber dann auch noch zu klagen, ist unbeschreiblich - und fördert den Ruf der Architekten ungemein .
    Das grösste an der Nummer ist jedoch ein Gericht, daß diesem Architekten auch noch Recht gibt.
    MfG
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  4. #3
    Avatar von Ryker
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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    ein derartiges Problem daraus macht, wenn sein AG eine Planung ändern möchte, find ich schon peinlich, aber dann auch noch zu klagen, ist unbeschreiblich - und fördert den Ruf der Architekten ungemein
    Sei getröstet:

    Die Bauherren werden zwischen den Staralüren eines (Bahn)Hofbaumeisters
    und Wohnhausarchitekten zu unterscheiden wissen.
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  5. #4
    Avatar von MaMa
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    Im Prinzip...

    stimme ich ja mit Euch ja überein, aber wenn ich die Sache richtig verstanden habe, hat Meister Mehdorn noch ´n zusätzlichen Archi ohne Wissen von Onkel Meinhard eingeschaltet und den mit den Änderungen beauftragt. Das bei sowas der Archi stinkig reagiert, das wäre auch anderen passiert, oder?
    Gruß
    Martin
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von Marion
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  7. #6
    Avatar von Ryker
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    Aus Marions zweitem Link:

    Die Interessen des Architekten an seinem geistigen Werk hätten Vorrang vor den wirtschaftlichen Interessen der Eigentümerin.
    Das ist eine sehr gewagte Urteilsbegründung.
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  8. #7
    Bauexpertenforum Avatar von Marion
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    Den Satz habe ich auch gelesen. Dann aber weiter:

    Zitat Zitat von WiWo
    Die Bahn habe Gerkans ursprüngliche Pläne genehmigt. Die nachträgliche Änderung hätte ebenfalls der Zustimmung des Architekten bedurft, die aber nicht eingeholt worden sei. Der Einbau der Flachdecke sei daher als Verstoß gegen die Rechte des Architekten aus dem Urheberrechtsgesetz zu werten.
    Wenn aus Kostengründen Änderungen notwendig sind hätte das im Einklang mit GMP passieren müssen.

    Zitat Zitat von SZ
    Ursprünglich sollten die fraglichen Decken rund sieben Millionen Euro kosten. Bei der Vergabe zeigte sich, dass die Decken teurer geraten könnten. Daraufhin wollten die Architekten den Entwurf optimieren. Schließlich, so Gerkan, „fanden wir eine Lösung, welche die Gestaltqualität des Bahnhofs bewahrt hätte und zugleich im Kostenrahmen realisierbar gewesen wäre“. Aber Mehdorn wollte sich darauf nicht mehr einlassen. Das war am 1. April 2004. Die Flachdecke wurde eingebaut. Auf der Winkens-Homepage sind auch die Kosten dafür genannt: acht Millionen Euro.
    Marion
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  9. #8
    Avatar von Ryker
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    Die SZ habe ich auch grade gelesen und muß sagen:

    Je mehr ich lese, desto mehr tendiere ich in diesem speziellen Fall dazu, dem Architekten
    moralisches Recht zuzugestehen - immerhin wollte gmp den Entwurf optimieren
    um die Kosten in den Griff zu bekommen.
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  10. #9
    Bauexpertenforum Avatar von Marion
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    Um moralisch geht's da nicht.

    Marion
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  11. #10
    Avatar von Ryker
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    Und die Moral von der Geschicht:
    Schaffe für den Mehdorn nicht.
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  12. #11
    Bauexpertenforum Avatar von Bruno
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    Das Urteil ist für mich in großen Teilen nachvollziehbar. Klar ist, dass Entwürfe und Gebäude schutzfähige Werke nach dem Urheberrecht sind. Der Auftraggeber hat ebenso schutzfähige wirtschaftliche Interessen. Kollidieren die beiden Rechte, muss abgewogen werden. Oft bekommt dann der Auftraggeber recht, weil ihm wirtschaftliche Nachteile nicht zugemutet werden sollen. Allerdings muss dem Architekten dann die Übernahme der Umplanung angeboten werden.

    Die Abwägung hat hier ergeben, dass die wirtschaftlichen Interessen weniger schutzwürdig waren. Der Architekt hätte den Konflikt nahezu oder ganz kostenneutral lösen können, womit sich der wirtschaftliche Aspekt in Luft aufgelöst hätte. Dass dem Architekten die Umplanung nicht beauftragt wurde, ist eher ein Nebenschauplatz.

    Eine weitere Frage ist, ab wann der Werkschutz nach dem Urheberrecht entsteht. Ein halbfertiges Werk kann m.E. noch nicht schutzfähig sein. Hier wird deshalb nicht das Bauwerk, sondern der Entwurf das Schutzfähige gewesen sein. Der war lt. Architekt abgestimmt und damit fertig. Schließt man sich dem an, ist das Urteil konsequent.

    Die Bahn hätte diese Argumentation durch anderes Verhalten leicht aushebeln können. Sie hätte sagen müssen: gut, das ist dein Entwurf. Der ist fertig und geschützt. Ich muss den aber nicht umsetzen und kündige hiermit die noch nicht erbrachten Leistungsphasen. Als Ausgleich, den du Architekt dir anrechnen lassen musst, erhältst du den Auftrag für einen neuen Entwurf mit Flachdecke und neuem verminderten Kostenrahmen. Mache das Beste daraus. Damit wären keine Urheberrechte verletzt worden. Hätte der Architekt dann geschmollt und den neuen Auftrag abgelehnt, hätte er Pech gehabt. Einen Anspruch, dass etwas einmal Geplantes auch gebaut werden muss, hat er nicht.

    Das wäre sonst das Ende für die ganze Architektenzunft. Niemand würde einen Architekten beauftragen, wenn der nach der Entwurfsphase sagen könnte: ab jetzt sind gegen meinen Willen keinerlei Änderungen mehr möglich. Du musst jetzt genau so bauen. In diesem Sinn darf das Urteil nicht missverstanden werden. Da besteht Aufklärungsbedarf. Leider driftet aber die Diskussion in den Medien auf ein niedriges Niveau ab.
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  13. #12
    Bauexpertenforum Avatar von Bruno
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    Rainer Hank von der FAZ hat es nicht verstanden.

    http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF41...~Scontent.html

    Für ihn ist der Architekt zickig und das bißchen Urheberrecht an einem Bahnhof angesichts wirklich schutzfähiger Werke wie Paul Cézannes Aquarelle, James Joyce' Ulysses oder dem Dom in Florenz nichts wert.

    Ein bißchen Urheberrecht gibt es aber nicht. Schutzfähig ja oder nein ist die Frage. Wäre es anders, sollte sich Herr Hank viel eher über Stadtplanverlage auslassen, die teure Abmahnungen verschicken wenn jemand einen Schnipsel aus einem Stadtplan mit 100x100 Pixeln ins Internet stellt, und vor Gericht damit durchkommen.
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  14. #13
    Avatar von Ryker
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    Unveränderlichkeit des Entwurfs als Grundsatz wäre eine zusätzliche Einnahmequelle für Architekten:

    Einfach mal die früheren eigenen oder gar von den Ahnen geplanten Bauwerke abklappern und nachsehen,
    ob diese nachträglich baulich verändert - und somit das Kunstwerk geschändet - wurde
    und munter drauflosklagen. Rückbau erfolgt in zuvergütender Leitung des Architekten.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Bauexpertenforum Avatar von Bruno
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    Auch dein Beitrag geht in die falsche Richtung Ryker und versucht, ein "Feindbild Architekt" aufzubauen. Warum passiert dein Szenario nicht schon längst? Weil die Welt in dieser Beziehung noch in Ordnung ist, sowohl seitens der Moral der Architekten als auch der Tendenz in der Rechtsprechung. Vielleicht solltest du es selbst mal übers Urheberrecht versuchen, wenn ein anderer Handwerker mal eines deiner Dächer, deiner Werke, durch Umdeckung verschandelt.
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  17. #15
    Avatar von Ryker
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    Ich bin DDM, nicht Feindbildbauer. Meinen letzten Beitrag hast Du fehlinterpretiert.
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