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  1. #1

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    Frage Gewebe einspachteln bei T9??

    Hallo zusammen,

    der Gipser meinte man müsse bei einem T9 Mauerwerk ein Gewebe einspachteln um auf der sicheren Seite zu sein.
    Bringt das was, oder ist das eine unnötige Investition?

    Viele Grüße
    Gerhard
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  2. Gewebe einspachteln bei T9??

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    "hmmm"

    kommt immer auf die Verarbeitung des T9´s an ... bzw.
    wieviele Fremdkörper (XPS etc.) die Fassade intus hat (!)
    .
    ein paar Bilder davon würden hier weiterhelfen (!)
    .
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  4. #3

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    Gewebespachtelung

    zum Nachlesen: z.B.

    http://www.schwenk-putztechnik.de/do...e_Normen_2.pdf

    Mein Kenntnisstand vom Frühjahr ist, dass die Putzhersteller und Stucki-Verbände im Normungsausschuss die Gewebespachtelung auf Mauerwerk der Wärmeleitgruppe 014 und besser in der "näxten" Norm DIN 18 550 verankern "wollen"...

    Wie Josef schreibt, kommts drauf an...

    Und es ist nach statistischen Erhebungen so, dass grade mal 15% der Massivbauten, die mit "hochwärmedämmendem Mauerwerk" erstellt werden auch "fachgerecht" (PLANUNG STATIK AUSFÜHRUNG) erstellt sind. UND!!! nur für diese "fachgerecht" erstellten Gebäude gilt die Putznorm. Für den in unsren Breiten anzutreffenden status quo in der Praxis gilt: MAN KANN ES EIGENTLICH NICHT FACH-UND NORMGERECHT VERPUTZEN!!!

    Frank Frössel *sto hat dazu erst jetzt einen Aufsatz in ausbau & fassade veröffentlicht... *es kann nicht angehen zu erwarten dass auf modernstem Mauerwerk vorsintflutliche Putztechniken zur Ausführung kommen...

    Der Stucki hat RECHT, wieso soll er ein juristisches und finanzielles Risiko eingehen, wenn er nachher - in einem Schadensfall - dann mitbezahlen darf was andre (Planer, Statiker, Maurer und der sparsame Bauherr) verbockt haben?

    Natürlich gibt es keine "Garantie" darauf, dass der Putz dann mängelfrei bleibt aber es wurde alles technisch mögliche unternommen, dass es funktionieren kann... auf den besagten 15%!!! Wie es auf den andern 85% funktionieren soll? Mit Glück, Zufall, "höherer Gewalt"


    MfG Michael
    Geändert von MichaelG (10.12.2006 um 11:12 Uhr) Grund: wieso ist hier nach der Rechtschreibprüfung soviel Wechselstabenverbuchselung??? Hää, Siggi? :-D
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  5. #4
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    Danke für den Link Michael ... denn kannte ich noch nicht (!)
    bin wohl zulange aus dem Putzergeschäft raus
    .
    hast Du auch eine Quelle für die 15% der fachgerechten
    Massivbauten ... iss ja interesant wär ne gute Marketingstrategie
    wenn der nächste Mal wieder damit kommt daß wir zu teuer sind
    .
    daß sollten wir in http://www.bauexpertenforum.de/forumdisplay.php?f=75 mit aufnehmen
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  6. #5
    bauworsch
    Gast
    Zitat Zitat von Josef Beitrag anzeigen
    kommt immer auf die Verarbeitung des T9´s an ... bzw.
    wieviele Fremdkörper (XPS etc.) die Fassade intus hat (!)
    Das sollte auf alle Fälle beachtet werden.

    Ich hatte vor geraumer Zeit in Verbindung mit einem Schaden eine rege Unterhaltung mit Herrn Weimer von Schlagmann. Ich füge mal ein paar Auszüge ein:

    Auszug 1

    "Bei ordnungsgemäßem Putzgrund wie in den einschlägigen Merkblättern dargestellt (insbesondere Feuchtigkeit!!!) und entsprechender Verarbeitung (Misch- und Fördereinrichtung am Silo, Putzdicke, Standzeiten der einzelnen Putzlagen, Schutz des frischen Putzes und dessen Nachbehandlung) lässt sich mit einem herkömmlichen Maschinenleichtputz ein Mauerwerk mit dickeren Außenstegen genauso schadenfrei verputzen wie Mauerwerk mit filigranerem Lochbild und dünneren Stegen."

    Auszug 2

    "Hier noch das angefragte grundsätzliche Statement zum Putz auf hochwärmedämmendem Mauerwerk:

    Wie bereits oben erwähnt, bin ich absolut der Meinung, dass bei ordnungsgemäßem Putzgrund (Feuchtigkeit!!) und entsprechender Verarbeitung des Putzes (Putzdicke und Standzeit!!) auch Mauerwerk aus dünnstegigen Außenwandziegeln bis zu einer Wärmeleitzahl 0,12 mit einem normgerechten Maschinenleichtputz (DIN 18550, Teil 4) schadenfrei verputzt werden kann.

    Einen normgerechten Leichtputz vorausgesetzt bedeutet aber auch:

    - angemessene Bauzeit, Beachtung des Feuchtegehalts im Putzgrundes und ggf. Wartezeit bis zum Verputzen!?

    - fachmännische Putzausführung, die auch einen entsprechenden Preis voraussetzt!!

    Genau hier liegt die Krux:

    Möglichst hohe Wärmedämmung, kurze Bauzeiten und Ausführung so billig wie möglich – sorry, das funktioniert nicht, auch wenn es der Bauherr gerne so hätte!! Die Grundgesetze der Physik sind, Gott sei Dank, nun mal unbestechlich und lassen sich durch Geld und Wunschvorstellungen nicht beugen.

    Also muss irgendwo eine Grenze gesetzt werden um Schäden wegen Unwägbarkeiten bei der Ausführung weitestgehend auszuschließen und einen akzeptablen „Stand der Technik“ unter dem Gesichtspunkt bautechnischer Notwendigkeiten zu etablieren.

    Wir haben unsere Aussagen mit den meisten großen Putzherstellern abgestimmt und sagen heute:

    Beim T12 kann es aus Gründen der Sicherheit gegen Putzrisse generell sinnvoll sein einen Faserleichtputz zu verwenden.

    Bei allen anderen Produkten (T9, S12, T14 usw.) ist ein Maschinenleichtputz nach DIN 18550-T4 ausreichend.

    Ungeachtet dessen sind bei feinkörnigen Oberputzen und/oder sehr glatt verriebenen Putzoberflächen besondere Maßnahmen erforderlich. Bei stark wetterbelasteten Fassaden kann eine vollflächige Gewebespachtelung auf dem Unterputz zusätzlich Risse vermeiden.

    Anm.: Es handelt sich dabei um putzbedingte Maßnahmen unabhängig vom Putzgrund.

    Eine erhöhte Schadenhäufigkeit bei Mauerwerk aus Lochziegeln mit einer Wärmeleitzahl kleiner 0,12 ist mir zwar bekannt, habe selbst damit noch nicht zu tun gehabt, da wir solche Produkte nicht fertigen. Wie bekannt haben wir den Weg der dickstegigen (größer 15 mm) Ziegel mit innenliegendem Dämmstoff gewählt. Für diese Produkte stellt sich die Frage nach der Verputzbarkeit nicht.

    Es ist schwierig diese Thematik in wenigen Worten und/oder Zeilen erschöpfend zu beantworten. Letzten Herbst haben wir (TÜV-München, quick-mix, Schwenk und Schlagmann) diese Thematik an der Bauakademie in Feuchtwangen zusammen mit etwa 100 Baufachleuten in einer Eintagesveranstaltung erschöpfend behandelt. Meine Ausführungen oben stellen eine Essenz daraus dar.

    Ich habe kein Problem damit, wenn Sie auf meine Ausführungen auszugsweise oder in Zitaten hinweisen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Manfred H. Weimer

    -Leitung Produktmanagement-
    Schlagmann Baustoffwerke GmbH & Co KG"
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  7. #6

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    15%-Quelle

    Markus Weissert von http://www.stuck-verband.de/
    und
    Herr Steinlechner von Schwenk, der schon über 20!!! Jahre Vorträge darüber hält , dass eigentlich eine Gewebespachtelung auf "wärmedämmendem Mauerwerk" zu einem funktionierenden Putzsystem gehört.

    In einem Vortrag im Rahmen unsres "Frühjahrseminars zum Stand der Putznormung"

    Die beiden stehen wegen Ihrer Forderung im Normungsausschuss unter Feuer seitens der ******-Steinhersteller ´(Die *chens stehen für so rote Scherben, mit denen angeblich schon die Römer gebaut haben sollen)
    Aber in diesem Punkt können "unsere" Vertreter im Ausschuss mit der Rückendeckung der Stuckis rechnen. Es kostet nämlich ganz schön Geld, selbst wenn du nur 25% der "Sanierungskosten" tragen sollst. Und das für etwas was andre verbrechen...

    Die 15% sind natürlich umstritten. Aber so wie Du deine Details darstellst findet man die hier bei uns in der Gegend nie...

    Seien es Deckenrandabmauerungen, Ringanker, Zuganker, Rolladensturzkästen undundund. Von Überbindemaß mittels systemzugehöriger Anfangs- Ecksteine und Einzelsteinbearbeitung, offenen Fugen undundund. Es macht einfach keinen Spass so arbeiten zu sollen,dass man schon mit Angebotsabgabe gezwungen ist auf die ganzen Mängel, hinzuweisen nur um nachher nur für das Gewährleistung zu verantworten, für die man selbst auch was kann. Ja und wenn de dann die Bedenkenanmelderei nur n bischen betreibst sindse stinkig, unsre Herren der Bauleitung.

    Ommmm, Michael
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    lässt sich mit einem herkömmlichen Maschinenleichtputz ein Mauerwerk mit dickeren Außenstegen genauso schadenfrei verputzen wie Mauerwerk mit filigranerem Lochbild und dünneren Stegen."
    .
    damit geh ich "nicht" konform (!) ... vielleicht hätte der Manfred dazu
    schreiben müssen warum man daß heute so formuliert (!) ... Grund
    dafür ist eine Laboruntersuchung im Auftrag der Ziegelindustrie/AMZ-Bericht
    und zugrundlegung Laborbedinungen ... das Ergebnis ein Schlag in´s
    Gesicht für die gesamte Putzindustrie die bis dato alle Steine unter
    0,8 Rohdichte mit Faserleichtputz geführt hatte ... auch die alte
    Regel nach außen hin immer weicher (E-Module) wurde mit diesem
    Laborbericht erschlagen ... die Ziegelindustrie hat offensichtlich ihre ganze
    Macht da reingeworfen ... die Wahrheit liegt darin daß man einige
    Steine einmotten könnte wenn man die Nebenwirkungen gleich listen müsste (!)
    .
    sei´s drum die Putzindustrie geht seitdem neue Wege mit eigenen
    Richtlinien ... und es iss verständlich daß sie sich auf keinen Kuhhandel
    einlassen ... besonders nett find ich diesen Satz der bald bei
    allen Leichtziegeln steht:
    .
    Beim T12 kann es aus Gründen der Sicherheit gegen Putzrisse generell sinnvoll sein einen Faserleichtputz zu verwenden.
    .
    daß ist das Sicherheitstürl für die Ziegelindustrie im Schweifelsfall
    "JA" darauf hingewiesen zu haben (!) ... komisch nur die Putzindustrie
    mag des Satzerl ned anerkennen (!)
    .
    Ich bin Praktiker und hafte durch Gewährleistung für mein
    Zeug daß ich verbaue ... egal was die Ziegelindustrie da
    zusammen schuster bzw. zusammenschustern lässt ...
    es gibt Perlitgefüllte Steine und es gibt nen T14 und es gibt
    dazwischen "NICHTS" daß ich in der Praxis verbaue werde ...
    lieber verzichte ich auf nen Auftrag (!)
    .
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  10. #8
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    Unglücklich

    "ja" Michael ... Deine Aussage Deiner Putzprofis decken sich
    in etwa mit den meinigen ... früher haben Ziegler und Putzerindustrie
    mal zusammen Händchen gehalten und heute kocht jeder seine
    eigene Suppe (!)
    .
    kennste Prof. Pefferkorn (Rissexperte in Sachen Putz und Ziegel) ...
    in jeden Fachbuch weißt er drauf hin daß Ziegelsteine mit Stegdicken
    <10mm zu Rissen neigen ... wenn man heute nach der Ziegelindustrie
    gehn würde wär das ja der reinste Scharlatan (!) ... für mich ist
    daß einer der besten in Punkto Erforschung von Rissen im Mauerwerksbau (!)
    .
    Unsere Details wurden zusammen mit Schlagmann (Manfred Niedermayer)
    über Jahre entwickelt und sind eigentlich "nur" aus Schadensbilder die
    man abstellen wollte entstanden ... in dieser Hinsicht hat die Firma
    Schlagmann großartiges geleistet ... es wär an der Zeit davon einiges
    zu normen bzw. in den anerkannten Regeln der Technik aufnehmen zu
    lassen ... bei manchen Details ist man bereits auf den Weg dahin (!) ...
    es kann ned angehn das der Putzer der Depp iss und haftet für
    Geschichten die die ausführenden vor ihm versaubeutelt haben (!)
    .
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