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Holzschutz an Dachüberständen

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  1. #1
    Avatar von kksk
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    Unglücklich Holzschutz an Dachüberständen

    Hallo

    Hab das Problem schon mal bei den Dächern reingestellt, aber weil es um Holz geht bin ich hier vielleicht richtiger aufgehoben.

    Ich habe folgendes Problem / Frage:
    Mein Neubau wurde jetzt verputzt. Dabei hatte Verputzerfirma mit im Auftrag die Dachüberstände (Naturholz bleibt sichtbar) zu streichen. Der Bauleiter erklärte mir folgende Reihenfolge.
    1. Dachüberstände abkleben, Unterputz aufbringen
    2. Dachüberstände streichen
    3. Dachüberstände abkleben und Scheibenputz aufbringen.

    Ich möchte jetzt gern wissen, wie oft das Holz gestrichen werden muss. (Lt. Zimmermann wurden im Werk die freiliegenden Holzteile imprägniert, sahen auch etwas dunkler als das restliche Holz aus.)
    Bisher wurde einmal mit Xyladekor Aussen Dauerschutzlasur 2 in 1 (Lasur + Grundierung) gestrichen.

    Beim Aufbringen Unterputz hat das Klebeband auf dem Holz nicht gehalten (Wind, feuchtes Wetter) und das Holz hat vom rangespritzen Putz dunkle Stellen bekommen. Die haben leider die Reste auch nicht gleich weggeputzt, so dass alles ins Holz reingezogen ist.
    Dann wurde z.T. über den anhaftenden Putz gestrichen. Das Holz sieht jetzt ziemlich unansehnlich aus.
    Solange das Problem "nur" optisch ist, könnte man ja damit irgendwie leben. Ich habe nur Bedenken, dass die Lasur ihren Zweck bei dieser Ausführung nicht erfüllen könnte.
    Im übrigen hat die Firma einen Preisnachlass von 200 EUR angeboten. Ist das verhältnismäßig? (Dachüberstand ca. 80 cm, Trauflänge ca. 29 m, Ortgänge ca. 38 m)
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  2. Holzschutz an Dachüberständen

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  3. #2

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    ist die Lasur

    farblos? Oder ist eine Pigmentierung vorhanden?

    Bewittertes Holz sollte nicht farblos lasiert werden, da es leicht ergraut und ein farbloser Anstrich deutlich weniger Witterungsbeständig ist.

    Wenn vor dem Putzen auf der Baustelle nicht gestrichen wurde steht zu vermuten:

    1. das Holz wurde nicht vor Einbau grundiert

    oder

    2. das Holz wurde zu "dünn" grundiert

    denn dunkle Flecken sind ein Klassiker bei Putzverschmutzungen.

    Sind Ihnen 200 Euro einen so deutlich sichtbaren optischen Mangel wert?

    Wohl hoffentlich nicht.

    Gruß aus Hannover


    Gruß aus Hannover
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  4. #3
    Themenstarter
    Avatar von kksk
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    wenn ich`s nur wüsste
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    Die Lasur

    die verwendet wurde hat Fabton Kiefer.

    -----Ach stop, ... erst mal Danke für die Antwort----

    Auf dem Bau wurde nicht grundiert. Das Holz wurde nur werkseitig vorbehandelt (wie, habe ich nicht erfahren).
    Auf den Kanistern, welche die Firma erstmal liegen lassen hat, steht bei den Verarbeitungshinweisen, dass kein Voranstrich mit Grundierung erforderlich sei. Bei der Reichweite werden die m² abhängig von der Holzart und der Saugfähigkeit bei "ca. 2 Anstrichen" angegeben. Auf dem Kanister steht weiterhin: "Xyladekor Dauerschutz-Lasur unverdünnt mit weichem Flachpinsel in Holzfaserrichtung 2x zügig streichen. Bei neuen Hölzern kann ein mehrmaliger Anstrich erforderlich sein, um die vorgegebene Aufbringmenge zum Schutz gegen Bläue zu erreichen. Holz-Schnittkanten und -Stirnkanten 3x mit Xylad... lasieren. So wird das Auswaschen farbiger Inhaltsstoffe aus dem Holz vermindert."
    Ich weiss jetzt nicht, ob der erste Anstrich erstmal trocknen muss, oder ob das 2x Streichen in einem Arbeitsgang gemacht wird.
    Wichtig ist mir die Frage, ob die dunklen Flecken der Putzverschmutzung die Wirksamkeit der Lasur beeinträchtigen.
    Und: Der Hersteller schreibt "Bis zu 6 Jahre Wetterschutz". Ist das erfahrungsgemäß realistisch? oder sollte man lieber schon nach 4 oder 5 Jahren nachstreichen lassen?
    Wann würde ich eventuell merken, ob der Anstrich nicht in ausreichender Menge erfolgte?

    Wie könnte der optische Mangel beseitigt werden? Mit Schleifen war fast nichts zu erreichen. Und dunkler sollte das Holz auch nicht werden.
    Geändert von kksk (12.12.2006 um 02:32 Uhr)
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Nightwatch Beitrag anzeigen
    1. das Holz wurde nicht vor Einbau grundiert
    als öbv Zimmererhandwerk müssten Sie eigentlich wissen, das Holz werkseitig, also vor Einbau, gemäß DIN 68800 nicht grundiert sondern imrägniert wird.
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  6. #5

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    Ergänzend zu nightwatch:
    Grundierung oder Grundbeschichtung wird auf das rohe oder Imprägnierte Holz aufgetragen.
    Grundierung verbessert die Lackhaftung auf dem Holz.(von Fa. Brillux)
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  7. #6

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    Dachüberstand...

    Zitat Zitat von Schwabe Beitrag anzeigen
    als öbv Zimmererhandwerk müssten Sie eigentlich wissen, das Holz werkseitig, also vor Einbau, gemäß DIN 68800 nicht grundiert sondern imrägniert wird.
    Was soll das denn. Dachüberstandsschalung ist sicht- und somit prüfbar. Kein Holzschutz erforderlich. Oder habe ich irgendwas an der DIN 68800 falsch verstanden. Dann bitte mal Teil, Absatz, Nr. usw benennen.
    MfG
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  8. #7

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    tja Herr Schwabe..

    im Sprachgebrauch hier ist Grundierung=Imprägnierung, das mag im Osten anders sein. Aber Sie mögen ja Recht haben, schön gelesen am Wochenende?
    Der Fragesteller hat verstanden was ich meinte, das ist Ihr Problem, Sie können nur zitieren und in DIN-Norm-Sprachweise reden.
    Das gilt auch für Ihre anderen Antworten, ich erspare mir die Zeit, auf Ihren Unsinn zu antworten.
    Ach übrigens, wir öbuvSV müssen jedes Jahr unsere Qualifikation nachweisen, Sie auch?
    Gruß aus Hannover
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  9. #8
    Avatar von MaMa
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    68800, T3, 2.2.2 und 2.2.3

    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Was soll das denn. Dachüberstandsschalung ist sicht- und somit prüfbar. Kein Holzschutz erforderlich. Oder habe ich irgendwas an der DIN 68800 falsch verstanden. Dann bitte mal Teil, Absatz, Nr. usw benennen.
    MfG
    Hi Ralf,
    Dachüberstände gehören in den Bereich der Gefährdungsklasse 2 oder sogar 3, zumindestens wäre das so, wenn man das Regelwerk sehr hart handhabt. Wenn Du bei GK2 nicht imprägnieren willst, mußt Du zusätzlich zur offenen Konstruktion die Resistenzklasse 1, 2 oder 3 bei der Holzart verwenden. Bei GK3 bleiben nur noch die Resistenzklasse 1 und 2. Hier wurde bestimmt nur stino Fi/Ta verwendet, die schafft nur die Resistenzklasse 4. Ob das dann auch, mal abgesehen von den formalen Vorgaben, praxisbezogen so nötig ist, bleibt mal ´ne ganz andere Frage. Beim Wald- und Wiesen-Satteldach, halte ich die sichtbaren Pfettenköpfe für sehr viel gefährdeter als die Sparrenköpfe.
    @kksk: Soweit mir bekannt, kann das Zeug nass-in-nass gestrichen werden, zumindestens mußte ich es häufig so machen. Wenn der Hersteller schon schreibt "BIS zu 6 Jahren", dann ist ein kürzerer Wartungsintervall bestimmt nicht verkehrt. Letztendlich ist das abhängig von der Witterungsbeanspruchung.
    Grüße aus Leipzig
    Martin Malangeri
    P.S.: @nightwatch: der Wessi im Osten (inzwischen sozialisiert, also Wossi) kennt beide Begriffe für die Imprägnierung, nutzt aber das Wort "Grundierung" dafür nicht, um sich den Anschein von Professionalität zu wahren...
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  10. #9

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    @MaMa

    ok, akzeptiert, der "Ostspruch" war nicht bös gemeint, sorry, bin selber weder Ost noch West

    und ich habe unseren Maler mal gefragt, der gerade hier war, nass in nass ist richtig, und das kürzere Watungsintervall (schönes Wort) ergibt sich durch den optischen Anschein und der der Witterung am meisten ausgesetzten Seite

    und ich meine, Dachüberstände gehören immer in GK3, darum sind Deine Schlußfolgerungen sehr schön (und professionell) dargestellt

    Gruß aus Hannover
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10

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    Erläuterung...

    @ MaMa
    Ich bin hier von einer Überstandsschalung ausgegangen. Diese gehört (sofern geschlossener Kasten) in die GK 0 (Luftdichtigkeit + Dampfbremse sind für mich selbstverständlich aus anderen Gründen), da von aussen kontrollierbar. In so weit würde ein Anstrich reichen.
    Die Sparrenköpfe dahinter sind zu imprägnieren, da nicht kontrollierbar.
    Bei sichtbaren Sparrenköpfen können wir jetzt wahrscheinlich einen Kommentar zur 68800 schreiben, ob die bei entsprechendem Innenausbau zur GK 0, 1 oder 2 gehören.
    Wobei ich da immer vorsorglich imprägnieren würde. Und zwar im Kessel! Und nicht im Tauchbad
    MfG
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  13. #11

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    hallo
    ralf ich versteh die welt nicht mehr.
    wie machsten das: sichtbare sparrenköpfe in den kessel und was passiert mit dem rest.
    sichtbare sparrenköpfe werden gehobelt, evtl profiliert oder sonstwas 2x mit holzschutzlasur gestrichen ob jetzt farbig deckend oder ölig natur ist doch jacke wie hose.
    ich hab noch nie erlebt, daß da einer kesseldruckimpränierung macht.

    regt euch doch nicht über den HERR SCHWABE auf, mit DIN-normen hat noch keiner sparrenköpfe gestrichen oder grundiert oder imprägniert.
    derartige gutachter kennen wir doch zur genüge, da werden im gutachten seitenlang DIN-normen zitiert die evtl. verletzt wurden oder die bei der ausführung anzuwenden wären und zu guter letzt weis keine s.. wo der schaden ursächlich herkommt.
    ralf wenn ich für alle unsinnigen sanierungsvorschläge von solchen gutachtern 10 € bekäme ( ich meine du warst das mit den euro) können wir zusammen in urlaub fahren.

    gruss aus de pfalz g.bl.
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