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  1. #1

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    Schallbrücke im Doppelhaus

    Hallo zusammen,

    da habe ich doch ein Problem mit meiner Doppelhaushälfte.
    Ich kann meine Nachbarn (und Ihre 4 Jungens) einfach zu gut hören.
    Vor allem, wenn die Jungens die Treppe hoch und runter hüpfen (die Treppen befinden an der Haustrennwand und sind an ihr verankert), sich an ihrem Schlagzeug vergnügen oder "indoorfootball" spielen. Es ist nicht besonders laut aber trotzdem auf die Dauer sehr störend. Gespräche sind aber zum Glück nicht zu hören.

    Ich habe mir nun die Bauunterlagen (Grundrisse, Bewehrungspläne, statische Berechnungen) von der Kreisverwaltung besorgt. Demnach stehen beide Häuse auf einer Grundplatte. Ob die gegossenen Kellerwände durchgehen konnte ich nicht ersehen. Jedes Haus hat aber eigene Wände (nennt man glaube ich zweischalig) aus 17,5cm Kalksandstein, Keller- und Erdgeschoßdecke sind getrennt. Zwischen den Häusern soll sich ein Luftspalt von 2cm befinden.
    Demnach sollte ich also nochts von meinen Nachbarn mitkriegen. Ich glaube allerdings, dass der Luftspalt reine Illusion ist, die Trennwände also aneinanderstoßen (vieleicht auch nur an einer Stelle) und dadurch eine Schallbrücke entstanden ist.
    Liege ich mit der Vermutung richtig?
    Gibt es bewährte Verfahren um festzustellen ob der Luftspalt existiert oder ob und wo einzelne Steine der beiden Trennwände aneinander stoßen (z.B.:Ultraschall, Rötgen, Endoskopieren...) ohne die Mauern eizureissen.
    Angenommen, die Wände oder Deckenplatten stoßen aneinander, was kann man tun?
    Das Haus durchsägen kann ich wohl vergessen, da der Nachbar da wohl zustimmen muß.
    Also muß ich wohl meine Trennwand einreißen, 2 (oder besser 3?) Lagen Dämmplatten einlegen und alles wieder zumauern lassen.
    Hat da jemand eine bessere Idee?
    Gibt es jemanden, der das schon mal gemacht hat?
    Lohnt sich der Aufwand oder höre ich den Nachbarn trotzdem noch?
    Kann jemand abschätzen, was das wohl kosten würde und wie lange so eine Aktion dauert?
    Ich hatte dann überlegt, die neue Wand nicht wieder aus Kalksandstein sondern wegen der höheren Dichte aus Backstein mauern zu lassen. Bringt das was? Eine unverputzte Bachsteinmauer sieht außerdem im Treppenhaus ganz gut aus.

    Währe toll, wenn mir jemand Tips geben könnte,

    Danke
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  2. Schallbrücke im Doppelhaus

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  3. #2
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Lies Dir bitte mal ...

    ... erst dieses Thema in Ruhe durch:
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  4. #3
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    Danke Volker für den Link.
    Der beantwortet aber nicht all meine Fragen. Es scheint also wirklich der Spalt zwischen den Wänden zu fehlen. Kann man das messen? Hilft wirklich nur Mauer abreißen, Dämmplatten einlgen und neu mauern?
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  5. #4
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Du kannst Dir nicht ...

    ... in dieser kurzen Zeit das Thema aufmerksam durchgelesen haben. Sach ich mal.
    Hier geht´s ja auch um rechtliche Fragen wie zum Beispiel: wer hat das Haus in welcher Eigenschaft in welchem Auftrag auf welcher Grundlage gebaut?

    Im Klartext:
    - Habt Ihr Haus und Grundstück von einem Bauträger gekauft?
    - Wer war/ist für Planung und Bauleitung verantwortlich?

    Davon abgesehen: ein "Luftspalt" von 2cm zwischen zwei Doppelhaushälften war vielleicht vor 20 Jahren noch üblich - heute absolut gegen die allgemein anerkannten Regeln der Technik (aaRdT).
    Die durchbetonierte Bodenplatte dagegen ist o.k.
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  6. #5

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    die Schallübertragung...

    kann man messen lassen.

    Die Haustrennwand abtragen und neu mauern? Das wird sicherlich eine tragende Wand sein

    Gruß aus Hannover
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  7. #6
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    Also

    messen lassen wäre schon mal gut!

    Vor allem Volker´s Ratschlag folgen und lesen!!! aber richtig!!!

    Wie ist die Gebäudetrennwand beschrieben???

    BT Vertrag? Ausführung oder Schallschutz angegeben???

    GU oder Einzelvergabe? Ausführung wie beschrieben???
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  9. #7
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    Also erst mal Danke für die vielen Ratschläge!
    So richtig weiter helfen Sie mir aber nicht.
    Das Haus ist Baujahr 1989. Ich habe es aber erst vor kurzem gekauft. In meiner alten Wohnung (12-Falilien-Haus war etwa gleiches Baujahr) war is immer sehr ruhig.
    Also juristisch kann ich hier wohl nichts machen, es würde mich aber auch erst in zweiter Linie interessieren.
    Der Bauträger ist längst pleite.
    Schallschutzbestimmungen hin oder her, möglicher Weise werden sogar alle Normen erfüllt aber mir ist es trotzdem zu laut. Am meisten leidet meine Tochter, die bei den ständigen Klopfgeräuschen nicht in Ruhe lernen kann.
    Die Trennwand ist natürlich eine tragende Wand. Sie müßte nach dem Einlegen von Dämmplatten (2 oder besser 3 Lagen) wohl um ca. 5cm bis 10cm versetzt wieder aufgebaut werden. Ist das was ich da vorhabe denn so unüblich? Braucht mann eine Baugenehmigung dafür oder wenn man Steine mit höherer Dichte verwendet? Sollte ich besser gleich aufgeben und ein freistehendes Haus umziehen? Bekommt mann in einer Doppelhaushälfte einfach keinen vernüftigen Schallschutz hin?
    Robby schreibt "messen lassen wäre schon mal gut!" aber wie? In das Haus meines Nachbarn komme ich nicht rein. Ich müßte es von meiner Seite aus messen lassen. Besonders Interessant währe für mich rauszufinden, ob der Luftspalt existiert. Ich hatte schon mal an Probebohrungen gedacht, so etwa jeden Meter in Breite und Höhe. Wenn keine Dämmplatten eingelegt wurden müßte ich den Luftspalt zwischen den Trennwänden mit einer handelsüblichen WebCam endoskopieren können. Ultraschallverfahren währe mir aber lieber!
    Wenn jemand schon mal was davon gehört hat, dann lasst es mich bitte wissen.
    Danke
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  10. #8
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Das ...

    Zitat Zitat von X Obermueller Beitrag anzeigen
    Das Haus ist Baujahr 1989. Ich habe es aber erst vor kurzem gekauft.
    ... hättste aber auch gleich sagen können :Roll .

    Rein theoretisch wäre es möglich, die tragenden Wände Geschoss für Geschoss abschnittsweise auszubauen und mit Dämmung zu ersetzen.
    Das erfordert aber einen Aufwand, der in keinem Verhältnis zum (unsicheren) Erfolg steht. Was Du nicht zurückbauen kannst, sind die Decken - höchstens Schallbrücken entfernen (und wenn sich herausstellt, dass sie durchbetoniert sind, ist sowieso alles zu spät).

    Der einzige Rat - außer auszuziehen - ist, einen Akustikfachmann zu Rate zu ziehen, der vielleicht nach Kenntnis dann der Örtlichkeit Vorschläge für machbare Minderungsmaßnahmen machen kann.
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