Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 16

Trittschall Altbau

Diskutiere Trittschall Altbau im Forum Estrich und Bodenbeläge auf Bauexpertenforum.de


  1. #1
    Avatar von matzi
    Registriert seit
    03.2003
    Ort
    bei Rendsburg im schönsten Bundesland.
    Beruf
    Zimmermeister / Hochbautechniker
    Beiträge
    463

    Trittschall Altbau

    Ich soll in einer 100 Jahre alten Kate im Obergeschoss den Trittschall verbessern. Eigentümer wohnt unten, oben vermietet.
    Decke ca 30 cm dick unten Bretter, oben Bretter mit Teppich.
    Dazwischen liegt Glaswolle. Oben soll maximal 5 cm rauf. Ich kann auch die alten Bretter nicht abbauen weil da Zwischenwände drauf stehen. Ich wollte jetzt Fermacellplatten mit Mineralwolle schwimmend verlegen,oder 30 mm Rockwoll mit 22 mm OSB Platten. Oder weiß einer was besseres ?
    Gruß Matzi
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Trittschall Altbau

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von mls
    Registriert seit
    10.2002
    Ort
    obb, d, oö
    Beruf
    twp, bp
    Beiträge
    13,790

    hmm ...

    schlechter wird´s nicht werden, einstürzen wird hoffentlich auch nix
    übertrieben viel würde ich mir aber auch nicht davon versprechen - obwohl, manchmal glaub ich, für decken gilt eine eigene logik der schallübertragung
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    C.. Schwarze
    Gast
    vieleicht mal bei ww.sopro.de schauen
    Sopro TDP 565? unter Zubehör
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4
    Gast
    Gast
    Vielleicht auch mal den Statiker fragen?

    Zu prüfen ist in jedem Fall, ob die Decke die Zusatzbelastung auch mitmacht, da Decken in so alten Häusern häufig eh nicht mehr den heutigen statischen Erfordernissen entsprechen und schon ohne zusätzliche Belastung manchmal schwer, oder garnicht nachzuweisen sind. Erhöhter Trittschall kann z.B. auch aus einer Unterdimensionierung der Decke (Schwingungen durch Begang) resultieren.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    Lebski
    Gast
    Ich denke da fehlt Masse. Nur Bretter und Glaswolle. Da wäre u. U. eine dünne Filzlage und dann 45 mm Estrich der bessere Weg.

    Ich könnte die Firma Glass (Lieferant) empfehlen, sollen die sich das mal ansehen. Die haben gute Fachberater.

    http://www.baustoffwerke.de/

    Statiker nach Festlegung was gemacht wird, würde ich auch empfehlen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von mls
    Registriert seit
    10.2002
    Ort
    obb, d, oö
    Beruf
    twp, bp
    Beiträge
    13,790

    hurra ...

    Original geschrieben von Lebski
    Statiker nach Festlegung was gemacht wird, würde ich auch empfehlen.
    wenigstens darf der statiker auf die baustelle, wenn alles zu spät is?

    ich unterstell einfach
    - lebski ist profi genug, um zu wissen, wann er allein nicht weiterkommt.
    - 25 kg mehrgewicht bringen die decke nicht um
    - schlechtachter und drittelfinanzierung is ausgeklammert
    - e. auftragsausweitung kann zum vorteil von ag und an sein - wenn´s ergebnis passt.

    für endfertige balkendecken hat onkel doktor ein gutes rezept:
    http://www.bauexpertenforum.de/showt...&threadid=1115
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7

    Registriert seit
    01.2003
    Ort
    elsdorf
    Beruf
    Planer
    Beiträge
    109

    Masse für den Schallschutz

    hallo Matzi:
    Ihre Vorstellung vom Trttschallschutz ist doch schon mal ganz wirksam.
    Wenn jetzt im Balkenzwischenraum Glaswolle steckt, muss doch schon mal saniert worden sein. Wo ist der alte 100 Jahre alte Lehmverschlag geblieben? Das war noch Masse! Jedenfalls wäre anzunehmen, dass noch einege Tragfähigkeitsreserven da sein könnten.
    Wie mls zu Recht bemerkt, sollte ein Statiker die Reserven ausloten.
    Wenn im EG noch Raumhöhe genug vorhanden ist, würde ich eine biegeweiche Unterdecke aus GKB vorschlagen, damit lässt sich die Schalldämmung noch verbessern.

    mfg Hajo Scholl
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8
    MAB
    Gast

    Wieder eine Frage der Frage

    Wie kommt denn der Auftrag zustande? Hatte der Auftraggeber einfach festgestellt, daß man es unten hört, wenn oben einer tritt?

    Oder weiß er, daß rechnerisch der Trittschallschutz nicht ausreicht?

    Der Auftrag "Verbessere den Trittschallschutz" hätte ich auch gerne. Filzmatte draufknallen und schon ist der Auftrag erfüllt. Ist so.

    Oder ist es Flankenübertragung?

    Die Beauftragung ist einfach nicht konkret genug. Hier muß doch erstmal festgestellt werden, was genau eigentlich stört, und dann, warum das so ist.

    "Da stehen Wände drauf" macht den Auftrag im Grunde nicht mehr erfüllbar. Jedenfalls nicht ohne größeren Aufwand.

    Der Auftrag könnte auch folgendermaßen bei anderen Gelegenheiten so lauten:
    "Mach mein Auto blauer"
    "Mach den Kaffee genießbarer"
    "Mach, daß ich weniger Heizkosten habe, und zwar garantiert" (und läßt fortan sämtliche Türen und Fenster offen)
    "Mach die Fenster durchsichtiger"

    Es ist eben ein Altbau und der erfordert nun mal einfach höhere Planungsansprüche. Witzig ist ja, daß der Vermieter ja gerne das Mietgeld hat, aber den Mieter nicht hören will. Umgekehrt (der Mieter beschwert sich) ergäbe ja Sinn.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9
    Bauexpertenforum Avatar von mls
    Registriert seit
    10.2002
    Ort
    obb, d, oö
    Beruf
    twp, bp
    Beiträge
    13,790

    ganz klar:

    martin kennt noch nicht die eisernen grundsätze des bauens und renovierens:

    1. fachleute brauchen wir nicht, dafür gibt´s baumärkte und internet
    2. "wea zoid, schoffd o" (wer zahlt, bestimmt)
    3. der bauherr kennt seinen murx am besten
    4. nur der bauherr selbst weiss, was er wirklich braucht

    wie passend: http://www.bau.de/forum/neubau/2984.htm
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10
    Themenstarter
    Avatar von matzi
    Registriert seit
    03.2003
    Ort
    bei Rendsburg im schönsten Bundesland.
    Beruf
    Zimmermeister / Hochbautechniker
    Beiträge
    463
    Danke für die vielen Antworten.Ich nehme jetzt Fermacell mit Glaswolle darunter.Und die Wohnung ist bewohnt. Das heißt Möbel auf die eine Seite,Fermacellplatten verlegen,Möbel auf die Fermacellplatten dann den Rest. An die Zwischendecke komme ich nicht ran. Und mein Auftrag war ganz klar. Der Trittschall soll besser werden . Gruß Matzi
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11
    Avatar von jetter
    Registriert seit
    05.2002
    Ort
    natürlich Mecklenburg
    Beruf
    Bau-Ing.
    Benutzertitelzusatz
    Dat löppt
    Beiträge
    1,061

    die Variante ist

    unter den gegebenheiten nicht die schlechteste.
    #
    Hoffentlich passt díe Steifigkeit der MiWo, ansonsten wirds ziemlich "weich" - Anwendungstyp TK ist gefragt!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12

    Registriert seit
    10.2002
    Ort
    Mönchengladbach
    Beruf
    Bauunternehmer
    Benutzertitelzusatz
    Bauunternehmer
    Beiträge
    437
    Ich würde auch auf jeden fall Fermacell nehmen.

    TAMKAT
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13
    MAB
    Gast

    @mls

    Wozu schreiben wir eigentlich?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14
    Avatar von jetter
    Registriert seit
    05.2002
    Ort
    natürlich Mecklenburg
    Beruf
    Bau-Ing.
    Benutzertitelzusatz
    Dat löppt
    Beiträge
    1,061

    auch wenn

    letztendlich andere Lösungen ausgeführt werden, ist es wichtig dass andere mögliche Lösungsansätze bzw. Vorgehensweisen aufgeführt werden - auch mit all ihren Vor-/Nachteilen.

    Die Entscheidung muss jeder für sich selbst fällen. Dafür kann man niemanden verurteilen.

    Es spricht nicht wirklich was gegen die gewählte Lösung (Kennen wir hier alle Randbedingungen?) genauso wie vieles für die vermutlich bessere, aber hier nicht gewollte Lösung spricht.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15
    Bauexpertenforum Avatar von mls
    Registriert seit
    10.2002
    Ort
    obb, d, oö
    Beruf
    twp, bp
    Beiträge
    13,790

    eben!

    martin, das frag ich mich manchmal auch *ernst*

    dabei isses doch ganz einfach: es gibt doch fermacell
    (kann aber tatsächlich funktionieren, wenn die decke "hält" - aber das wissen wir ja nicht).

    ich beschreib e. "krasse" deckensanierung - is zwar traurig, aber auch typisch:

    schlauer bauherr, technisch unbelastet, schreibt deckensanierung aus - "statische und akustische anpassung an die geltenden normen" (etwa wörtlich) - abgefragt werden pauschalangebote von mind. 4 bietern (4 kenn ich jedenfalls) - billigstbieter bekommt den auftrag - nicht ausgeschrieben sind kosten für deckenentkernung, schlacke ausbauen usw. - dann kommt was immer kommt, die eingeplanten nachträge schlagen voll durch, die kosten verdoppeln sich (ohne wucherzuschläge), aber der auftrag is gesichert....
    der zweitplazierte hat den fehler gemacht, fair zu kalkulieren und anzubieten (sonst hätte ich auch nicht die vordimensionierung gemacht): angebotskosten für bestandsaufnahme, ingeniöse planung für schall (gehob. anforderungen), brand (f120 von oben, f60 o. 90 v.u., rauchdicht usw.), schwingungen ... statik sowieso ... und die ausführung der bauarbeiten - lagen bei knapp 60% von den 200% des "erstplazierten".

    so, jetzt der hammer: die wohnung ist immer noch nicht vermietet, weil die decke schwingt! der schlaue bauherr war schon beim anwalt, um die aussichten für e. klageerfolg (?) prüfen zu lassen...toi, toi, toi!

    noch ein aspekt: lösung 1 dauerte etwa 6 wochen, ich schätze über 300 mannstunden (unrentabel; ausserdem viele aussetzer); lösung 2 (mit meiner beteiligung) war anhand von vergleichsobjekten mit 40+30+80+10 h. (bestandsuntersuchung+planung+ausführung+puffer) kalkuliert -
    d.h. auch, die fertigstellung wäre 2-3 wochen schneller erreicht

    gut, das bauherren alles wissen - oder zumindest besserwissen
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

Ähnliche Themen

  1. Energiepass beim Altbau ( wie möglich ? )
    Von Georg Fiebig im Forum EnEV 2002 / 2004 / 2007 / 2009
    Antworten: 21
    Letzter Beitrag: 22.03.2006, 01:01
  2. Trittschall im Altbau
    Von holwein im Forum Bauphysik allgemein
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 15.09.2005, 08:13
  3. Trittschall - fehlerhaftes Gutachten?
    Von LAERMI im Forum Bauphysik allgemein
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 12.07.2004, 18:06
  4. Trittschall
    Von Laermi im Forum Mauerwerk
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 04.06.2004, 15:52
  5. Antworten: 13
    Letzter Beitrag: 07.05.2003, 15:20