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Muss Dampfsperre auf Flachdach vollflächig verklebt werden?

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  1. #1
    Avatar von wimala
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    Muss Dampfsperre auf Flachdach vollflächig verklebt werden?

    Hallo,
    habe folgende Frage:
    muss eigentlich die Dampfsperre (Bitumenschweißbahn "Mogat-Bärenhaut" DIN 52131 - Typ V60 + AL S4) auf einem Garagenflachdach nicht vollflächig verklebt werden?
    Habe festgestellt, dass unser Dachdecker nur an den Stößen verklebt hat; auf meine Nachfrage meinte er, dass eine vollflächige Verklebung nicht üblich und auch nicht notwendig sei. Ich habe da so meine Bedenken .....:
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  2. Muss Dampfsperre auf Flachdach vollflächig verklebt werden?

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  3. #2

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    Beschreib doch mal den kompletten Aufbau.
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  4. #3
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    Avatar von wimala
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    Mann, bekommt man hier schnell Antworten ....-toll!
    Also, habe gerade nochmal im LV nachgesehen:
    1. Voranstrich Bitumenlösung (Voranstrich für Dachabdichtungen - Untergrund Stahlbetondecke)
    2. Dampfsperrschicht Bitumenschweißbahn (ausgeschrieben war hier: Al + G 200 S 5 - ausgeführt wurde V60 + AL S 4)
    3. Wärmedämmschicht aus PUR schwerentflammbar nach DIN 4102 100 mm, Wärmeleitfähigkeitsgruppe 030, Platten mit Stufenfalz, Verlegung nach einschlägigen Vorschriften
    4. Abdichtung mit BAUDER TEC KSA (1. Lage) und BAUDER Plant E (2. Lage)

    Im übrigen fällt mir gerade auf, dass auch die Pos. 1 (Voranstrich Bitumenlösung nicht vollflächig erfolgte, sondern nur an den Stößen) - wäre dies ein weiterer Punkt der zu beanstanden wäre?
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  5. #4

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    Der Voranstrich wird von mir immer vollflächig aufgetragen.

    Anschließend sollte er 24 Stunden ablüften können. Das ist leider oft aus Kostengründen nicht machbar.

    Die Dampfsperre sollte zu 100 % also vollflächig verschweißt werden.

    Wenn der Dachdecker jetzt nur nie Nähte verschweißt hat fliegt dein Dach nicht unbedingt beim nächsten Sturm weg. Beim verschweißen der Nähte verklebt er auch automatisch etwas in der Fläche.

    Evtl. hat dein Dachdecker, bevor er die Nähte verschweißt hat einen streifen in der Mitte der Bahn verschweißt. Dieses währe in meinen Augen auch in Ordnung und die Dampfsperre währe zugleich eine Dampfdruckausgleisschicht.

    AL V60 ist ok. Bauder auch

    Wenn aufs fertige Dach noch eine auflast ( Kies, Plattenbelag usw. ) kommt ist die lose Dampfsperre nicht so tragisch.
    Das mache ich in so einem Fall auch immer um Zeit zu sparen.
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  6. #5

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    Flachdachrichtlinien:

    1. Das Aufbringen der Haftbrücke (Bitumenvoranstrich) kann durch Streichen, Rollen oder Spritzen auf die gereinigte Unterlage teil- oder ganzflächig erfolgen. Vor dem Aufbringen weiterer Schichten muss die Haftbrücke durchgetrocknet sein.
    2. Dampfsperren können lose aufgelegt, punktweise, streifenweise oder vollflächig auf der Unterlage aufgeklebt werden. Die Überdeckungen sollen verklebt werden.
    3. Dampfsperre V 60 S 4 + Al 0.1 ist grundsätzlich i.O. Geschuldet ist jedoch
    die Al + G 200 S 5. Verhandeln Sie in diesem Punkt wegen Preisnachlaß.
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  7. #6
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    Nochmals danke für die schnellen Antworten.
    Wenn ich das richtig verstehe ist also bauphysikalisch die lose Verlegung nicht zu beanstanden. Beide Statements beruhigen mich insofern schon, zumal später auf den von mir beschriebenen Dachaufbau noch eine komplettes Gründachsystem (Bauder oder zinCo) aufgebracht wird -das hatte ich vorhin vergessen zu erwähnen.
    Trotzdem denke ich, dass ein vollflächiges Verkleben wohl besser gewesen wäre, denn zum Zeitpunkt der Aufbringung war es trocken; aufgrund der derzeitigen Wetterlage ist aber unter der Bitumenschweißbahn nun Wasser eingedrungen. Das wäre wohl nicht passiert, wenn vollflächig verklebt worden wäre -aber was hilft's ....-werde nun abwarten müssen, bis sich das Wetter bessert und alles austrocknet. Oder wäre es besser die Bahnen nun aufzuschneiden, um das Wasser raus zu kriegen? Welche Tipps bzw. Empfehlungen gibt es da?

    @ Klaus Gross - danke für den Tipp bzgl. Preisnachlassverhandlungen. Ist zwischen beiden Materialien tatsächlich ein so großer Preisunterschied? Angeboten hat der Dachdecker die AL + G 200 S 5 mit 9,70 EURO/qm (incl. Verlegung). Da ich mit dem Dachdecker (er hat auch die Zimmerarbeiten ausgeführt) eigentlich sehr zufrieden bin, wollte ich nun nicht unbedingt auf Preisnachlass drängen, wenn nur ein geringer Preisunterschied gegeben ist und die eingebaute V60 + AL S 4 (fast) gleichwertig ist.
    Ich bin nicht der Typ, der dann in solch einem Falle dem Handwerker gleich das Messer auf die Brust setzt. Kommt vielleicht daher, dass ich als Pensionär bei meinem Bauvorhaben täglich gesehen habe, was die Handwerker bei Wind und Wetter so leisten (müssen) -mein Respekt vor diesem Beruf ist gewaltig gestiegen...
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  8. #7

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    Jetzt ist Wasser zwischen der Betondecke und der Dampfsperre oder?

    Da hier bei guten Wetter gearbeitet wurde hätte dieses nicht passieren dürfen.

    Die Schweißbahn mus aufgeschnitten werden damit mann das Wasser absaugen kann.

    Das ist aber nichts tragisches, solange dem Dachdecker dieses bei den anderen Abdichtungslagen nicht noch mal passiert.

    Der Preisunterschied der Dampfsperre bei einer kleinen Fläche wie hier ist nicht so gravierend das wirklich jemand reich wird. Das mus jeder selbst mit seinem gewissen ausmachen.
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  9. #8
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    Zitat Zitat von Flachdach Beitrag anzeigen
    Jetzt ist Wasser zwischen der Betondecke und der Dampfsperre oder?
    exakt -und besten Dank für die weiteren Tipps!
    Noch'n schönen Abend!
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  11. #9

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    Wenn Wasser zwischen Beton und Dampfsperre eingedrungen ist heißt das, die Schweißbahnen sind im Randbereich oder in der Fläche nicht vollständig geschlossen. Das ist aber nicht hinnehmbar. Wenn die Dampfsperre bei trockenem Wetter aufgebracht wurde und davon muß man ausgehen, wieso kommt dann Niederschlag darunter ?? Auf Nachbesserung bestehen...
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  12. #10
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    Dachdecker hat bereits Nachbesserung zugesagt. Er will hierzu die Bitumenbahnen aufschneiden, das stehende Wasser mit einem Wassersauger absaugen und die Bahnen anschließend wieder verkleben. In den Randbereichen wird ebenfalls entspr. nachgebessert/nachverdichtet. Die Restfeuchte würde angeblich "ausdünsten" ohne, dass Schimmel o.ä. entsteht.....
    Ist diese Vorgehensweise richtig oder eine andere Lösung zu empfehlen?
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