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  1. #1
    Jörg als Gast
    Gast

    Lichtschachtflutung

    Guten Abend, Fachleute,
    auch ich möchte Euch ein kniffliges Problem vorstellen und erhoffe mir von Euch einige hilfreiche Antworten.

    Grundsätzliche Informationen:
    -Haus mit Grundstück komplett vom Bauträger, Kellergeschoss weisse Wanne (mit Mängeln, aber das ist eine andere Geschichte...), 2 Lichtschächte an der Südseite auf Putz und Dämmung geschraubt, nicht wasserdicht und ohne Abdeckung, aber mit Bodenauslauf in eine Sickerpackung hinein, weitere Lichtschächte: je 2 Nordseite (ohne Dämmung) und 1 Ostseite (mit Dämmung)
    -Aufschüttung des Grundstückes um knapp 2 Meter mit etwas lehmigen Humus
    -Grundwasserstand im Normal bei ca. 6,5 Metern unter der aufgeschütteten Geländeoberkante (bekannt von Brunnenbohrungen)
    -die Dämmung an der Keller-Südseite wurde nachträglich angebracht über Zusatzauftrag direkt an die die Erdarbeiten ausführende Firma (das Grundstück war zu diesem Zeitpunkt leider schon vollständig aufgefüllt)
    -das Bodenverdichtungsprotokoll für diese erste Anfüllung liegt beim Bauträger

    Problembeschreibung:
    -nach ergiebigen Regenfällen dringt Wasser durch den Bodenauslauf, jedoch nicht von oben in den Lichtschacht ein – Vermutung: aufstauendes Schichtenwasser
    -eine Flutung des Kellers konnte bisher nur durch rechtzeitiges Ausschöpfen des Lichtschachtes verhindert werden
    -es sind nur die 2 Lichtschächte nach Süden betroffen, alle anderen Lichtschächte ohne Wasserrückstau

    Bisheriger Ablauf:
    -Problem betraf zuerst den Lichtschacht Südwest, Lichtschacht wurde freigelegt, Sickerpackung war ungenügend, zuerst korrekte Sickerpackung hergestellt, bei nachfolgenden ergiebigen Regenfällen lief der Lichtschacht wieder voll, erneut Lichtschacht freigelegt, eine ausreichende Versickerung wurde über (teure!) Versickerungsbohrung und Wiederherstellung der Sickerpackung sichergestellt
    -ca. ein Jahr später tritt der Rückstau auch beim Lichtschacht Südost auf, auch diesen Lichtschacht freigelegt, diese Sickerpackung war ebenso ungenügend, gleiche Diskussion mit BT, Bedenken angemeldet und funktionierende Versickerungslösung verlangt, dann Bausachverständigen eingeschaltet, die ausführende Firma stellte jedoch nur das angeblich geschuldete Werk – die Sickerpackung – wieder her, da eine erneute Bohrung nicht bezahlt werden sollte
    -jetzt warten wir auf die nächsten heftigen Regenfälle und die nächste Aufgrabung der Terrasse– uns nervt v.a. die Unsicherheit, gerade nicht zu Hause zum Eimertragen zu sein, wenn es wieder mal reichlich regnet!

    Auszüge aus der Baubeschreibung:
    „Entwässerung nach DIN 1986 – Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke – sowie den örtlichen Vorschriften“
    „Regenentwässerung, Kanalbau, Kanalanschluss, Sickerschächte (siehe Zusatz-Baubeschreibung)“ In dieser jedoch nicht beschrieben.
    „Stellenweise natürlicher Baugrund mit Mutterboden, darunter bis ca. 1,7 m unter OK Gelände eine Schicht schluffigen Sandes, unterlagert von teilweise grundwasserführenden Sand-Kies-Gemischen. Höchstgrundwasserstand unterhalb des Kellerbodens ca. 4 m unter OK Gelände.“
    „Geländeauffüllung ... mit Mutterboden“

    Ich hatte mich bereits an den Bausachverständigen gewendet, dem das Bodengrundachten vorliegt. Trotz intensiver Recherche sind keine Ansätze für die Notwendigkeit z. B. einer Drainage oder anderer wasserabführender Einrichtungen vorhanden. Damit habe ich z. Zt. keine ausreichenden Argumente, eine sichere Lösung von Bauträger und ausführender Firma einzufordern. Bitte gebt mir ein paar Hinweise, wie ich den Knoten zerschlagen kann.

    Mit nachdenklichenen Grüssen Jörg
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  2. Lichtschachtflutung

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    Grundsätzlich

    hätte hier eine komplette Abdichtung des gesamten Bauteils Keller nach DIN 18195-6 Lastfall drückendes Wasser aus aufstauendem Sickerwasser hingehört! Hierzu gehören auch alle Randparameter z.B. Lichtschächte! In Ausnahmefällen kann ein sogenatter Schluckbrunnen das im Lichtschacht anfallende Wasser abführen! Dies besagt jedoch nicht das der Keller als Bauteil entsprechend hätte abgedichtet werden müssen!

    Eine Kiespackung alleine ist nur so gut wie der Boden in den sie entwässern kann! Die hier eingebauten Schluckbrunnen funktionieren nur solange sie frei entwässern können und zwar in ausreichend ableitfähiges Erdreich!

    Grundsätzlich muß festgestellt werden:" Was wurde vereinbart?" "Wer hat geplant ausgeführt? Bauunternehmer? oder Bauträgergeschäft?"

    Problem hier sind auch die kiesigen Zwischengelagerten Fraktionen, die dem Arbeitsraum noch zusätzlich Wasser zuführen!

    Edit hat festgestellt Bauträgergeschäft! Also bleibt nur noch was vereinbart wurde im Bezug auf die Kellerausführung!
    Geändert von Robby (20.01.2007 um 22:38 Uhr) Grund: Den BT überlesen
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  4. #3
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    Und
    Wer hat Überwacht?
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  5. #4
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    @Mark

    na der Bauleiter des BT wie meist
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  6. #5

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    Hallo,

    möchte die Fragen gleich beantworte:

    Kauf von BT und BT hat eigenen, gestressten Bauleiter. BT war auch für die Bauplanung verantwortlich. Was in der Baubeschreibung schriftlich vereinbart war, habe ich oben mit reingeschrieben. Mündliche Nebenabreden gab es nicht.

    Meine Vermutung: Angefüllter Mutterboden ist evtl. sehr lehmig. Deshalb ist die Aufnahmefähigkeit der Sickerpackung nicht ausreichend. Die Versickerung durch die Sickerbohrung (deren Länge mir leider nicht bekannt ist) erfolgt wahrscheinlich bis zur Kiesschicht. Ich glaube nicht, dass die Versickerungsbohrung gleich als Schluckbrunnen bezeichnet werden sollte.

    Die teilweise wasserführenden Kiesschichten unterhalb der Kellerbodenebene sollten das Wasser eigentlich nicht bis in die Ebene der Auffüllung fördern...

    Gruss Jörg
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  7. #6
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    ich lese oben:

    „Stellenweise natürlicher Baugrund mit Mutterboden, darunter bis ca. 1,7 m unter OK Gelände eine Schicht schluffigen Sandes, unterlagert von teilweise grundwasserführenden Sand-Kies-Gemischen. ???

    Da gehts bei 1,70m abwärts schon los...

    ist aber auch nicht der Punkt! Was hier hilft?

    Selbständiges Beweisverfahren mit eigenem SV und Fachanwalt für Baurecht!

    Die hier beschriebene Ausführung entspricht nicht dem was hier an Abdichtung gefordert wäre!

    Ob der Bauleiter des BT überfordert war oder nicht ist egal! War ja nicht deiner sondern auf der Lohnliste des BT!
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  8. #7

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    Interessant, also doch eher Planungsmangel statt Ausführungsmangel...? Würde ja heissen, dass der BT doch nicht alles auf die ausführende Firma "abschieben" kann!

    Koll. Carden sitzt leider etwas weit weg von meinem 01er PLZ-Bereich. Gibt es hier einen empfehlenswerten SV für mein Thema?

    Danke und Gruss Jörg
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  9. #8
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    ich vermute mal, die leitungen münden direkt in die sickerpackung?
    das rohr braucht auf jeden fall einen freien auslauf in einen schacht hinein, da es sonst bei starkem regen einen rückstau gibt. da kann dann auch die sickerpackungung so groß sein wie sie will. wenn man dann auf nummer sicher gehen will > pumpe im schacht oberhalb des einlaufs und unterhalb rückstauebene mit schwimmer installieren um bei hohen wasserständen "woanders hin" entwässern zu können.
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  10. #9

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    *Thema-noch-mal-nach-oben-geholt*

    @Ingo: Die Ausläufe der Lichtschächte münden jeweils direkt in eine eigene Sickerpackung. Eine Pumpe, die man regelmässig warten und probelaufen lassen muss - ist das die richtige Lösung für einen Lichtschacht?

    Kann bitte jemand noch ein paar Ratschläge übermitteln oder eigene Erfahrungen mit solch einem Problem schildern....? Danke!

    Und kann jemand einen guten SV in meiner Gegend empfehlen?

    Gruss Jörg
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10
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    Beste wäre, jeden Lichtschacht Rückstausicher an den Regenwasserkanal anzuschließen.
    Zweibeste, Rückstausicher an den Übergabeschacht der Dränanlage, wobei fast egal ist an welchen, Hauptsache Rückstausicher.
    Drittbeste, Lichtschacht mit eigenem Rückstauverschluss. Dann von mir aus in die Kiespackung, wenn, genügen Stauraum im Lichtschacht vorhanden ist und gewährleistet ist, das kein Oberflächenwasser in den LS einlaufen kann.
    Viertbeste, Druckwasserdichter Lichtschacht ohne Ablauf, aber mit Abdeckung.
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  13. #11
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    Zitat Zitat von Joerg Beitrag anzeigen

    Und kann jemand einen guten SV in meiner Gegend empfehlen?

    Gruss Jörg
    Ruf bei Deiner HWK an, laß Dir einen Empfehlen.
    Ob das dann ein guter ist und ob Abdichtung und Lichtschächte zu seinem Wissensgebiet gehören kann ich Dir leider nicht versprechen.
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