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  1. #1

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    Schallschutz bei Holzständerwand

    Hallo Forum
    Ich überlege mir gerade ein Haus in Holzstaenderbauweise schlüsselfertig direkt vom Bautraeger zu kaufen.

    Das einzige was mir kopfzerbrechen macht, ist das das Haus direkt an einer nicht wenig befahrenen Dorf-Strasse steht.
    Ich habe jetzt die Befürchtung, dass ich mehr von dieser Strasse mitbekommen werde, als mir lieb ist.

    Nach meinen laienhaften Kenntnissen wird Schallschutz ja meist durch Masse realisiert, die ja eine Holzstaenderwand nicht bieten kann.
    Die Holzwand ist laut Exposee folgendermassen aufgebaut:
    "- Vorgefertigte geschosshohe Elemente in Holzrahmenbauweise mit Massivholz 60/120mm getrocknet und gehobelt.
    - Aussteifende aussenseitige Beplankung mit wetterfesten (zementgebundenen) Holzbauplatten, Dicke 15mm,
    Auf der Giebelseite verputzt.
    - Wärme- und Schalldämmschicht aus mineralischem Wärmedämmstoff (Steinwolle) zwischen den Rahmenhölzern, Dicke 120mm, WLG 035,
    - blaue Dampfsperre, diffusionsoffen von Fa. ProKlima
    - Installationsebene (Ständer werden mit 6cm dickem Holz in 60 cm Abstand waagerecht zum Boden
    ausgesteift und mit 6cm Steinwolle (WLG 035) voll ausgedämmt).
    - Innere Bekleidung mit Gipsbauplatten 12.5mm dick, einlagig tapezierfähig."
    Am Ende wird ein Blower Door Test ausgeführt.


    Sind meine Befürchtungen bezueglich des Schallschutzes begruendet? Wenn ja kann man durch geignete Mittel Abhilfe schaffen? (Z.B Anbringen einer doppelten Fermacell-Schicht im Innenbereich? -- Haette u.U. auch bessere akustische Eigenschaften bez. des Innenraums -- als Hifi Fan kann ich alles brauchen nur keine mitschwingenden Waende..)

    Oder gibt es sonst was am Aufbau der Wand auszusetzen?
    Danke schonmal im voraus

    Gruss Ralf
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  2. Schallschutz bei Holzständerwand

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    kenn ich doch von bau.de?
    nix neues dazu ...
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  4. #3
    Themenstarter

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    Original geschrieben von mls
    kenn ich doch von bau.de?
    nix neues dazu ...
    Hoppla, die Welt ist klein.
    Ein Versuch war's aber wert. Weiss ja nicht wer alles welches Forum liest.

    Gibt es eigentlich irgendwo Unterlagen, Informationen, Web-Seiten um sich selbst schlau zu machen? Wenn ich was festgestellt habe, dann dass ich zu wenig von der Holzstaender-Technik verstehe um sie beurteilen zu können.

    Gruss Ralf
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  5. #4
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    ganz einfach ...

    lies mal hier im forum (übersichtlich und inhaltsschwer ) und in bau.de ("etwas" unübersichtlich)
    trotzdem nochmal die generalempfehlung: auch wenn du kaufst - du brauchst e. fachmann, der auf deiner (!) seite ist.
    gu steht i.ü. für generalunternehmer.
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  6. #5

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    Hatte gerade schon

    einen ähnlichen Verweis. Eine grundlegende Schrift gibt es im Informationsdienst Holz in der Reihe Holzbau Handbuch, Reihe 3, Teil 3, Folge 1 "Grundlagen des Schallschutzes"

    Man kann es von folgender Site downloaden oder bestellen

    http://www.infoholz.de/html/f_page.p...26662&p3=11345


    Die Schriften aus der Reihe INFORMATIONSDIENST HOLZ können Sie hier bestellen. Einzelexemplare erhalten Sie kostenlos. Einfach das Bestellformular herunter laden, ausfüllen und abschicken an folgende Adresse:

    arvato logistics services
    Versandservice Forst & Holz
    Friedrich-Menzefricke-Straße 16 - 18
    33775 Versmold
    Fax: 0 52 41 / 8 04 18 92
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  7. #6
    AP
    Gast

    Schallschutz Holzaußenwand

    Die Masse spielt hier eine untergeordnete Rolle.
    Wichtig ist, dass "außen" und "innen" schalltechnisch entkoppelt werden. Eine Holzwand in Rahmenbauweise hat z.B. nur eine Schalldämmung von ca. 30 dB, was viel zu wenig wäre. Man braucht eine über Kreuzlattung oder Federschienen o.ä. entkoppelte Innen-Vorsatzschale.

    Beispiele gibts auch in DIN 4109 Beiblatt 1, und in den Holzbau-Broschüren.

    AP
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  8. #7

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    Realitätsfremd

    Holzrahmenbauwände erreichen ohne zusätzliche Maßnahmen bei der Innenschale leicht Schalldämmwerte von 43 dB. (z.B. Holzrahmenbau 2. Auflage, 6.16.02 - Außen Putz auf Holzwolle-Leichtbauplatte, Spanplatte, 120 mm Holzrahmen mit Mineralfaser, 12,5 mm GK-Platte).

    Natürlich lassen sich durch Anbringen einer schallentkoppelnden Innenbekleidung (Installationsebene oder Federschienen) das Schalldämmmaß weiter verbessern.

    Stand der Technik ist zu finden in den zahlreichen bauaufsichtlichen Zulassungen für Holzrahmenbauwände (z.B. Fermacell, Knauf, Glunz, Egger, Kronoply etc.)
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  9. #8

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    Über Kreuzlattung allein findet m.E. keine schalltechnische Entkopplung statt: jeder Kreuzungspunkt wirkt als Resonanzsteg. Was AP offenbar meint empfehlen zu müssen, ist eine Akustik-Vorsatzschale, die - vorsichtig gesagt - nicht ganz unaufwendig ist.
    Daher hat NBasque völlig recht, dass diese Idee völlig realitätsfremd und auch überflüssig ist.

    Im Übrigen werden Häuser aus HRB heute meist mit Dämmstärken von 200 mm und darüber ausgeführt.
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  10. #9
    Themenstarter

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    Original geschrieben von berndk

    Im Übrigen werden Häuser aus HRB heute meist mit Dämmstärken von 200 mm und darüber ausgeführt.
    Ich kann leider nur 120mm nach der Aussenschale + 6mm nach der Installationsebene, also 180 mm bieten.

    Wenn wir davon ausgehen, dass die Dämmung wie Herr Basque schon angemerkt hat bei ca. 43 dB liegt, dann waere fuer mich interessant inwieweit sich die Lärmbelästigung von einer "normalen" Steinmauer unterscheidet (wei hoch ist hier der durchschnittliche Dämmwert?).
    Bewegt sich dies im Rahmen von "kaum merklich", oder "signifikant lauter"???

    Gruss Ralf
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10

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    Generell läßt sich sagen, dass in einer Aussenwand fast immer die Öffnungen wie Fenster, Türen sowie Wanddurchgänge aller Arten die schwächsten Glieder darstellen, die letztlich das Gesamt-Schalldämmaß bestimmen.

    Gängige Fenster mit einem Glasaufbau von 4/16/4 kommen etwa nur auf ein Schalldämmmaß Rw von 30-34 dB(A).
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  13. #11
    maryloe
    Gast

    Schalldämmung Holzhaus

    Wir wohnen seit 6 Jahren in einem Holzhaus - selbst ausgebaut - und man hört von aussen nach innen nichts - die dämmung ist absolut mit massivhäusern vergleichbar. aussen holzverkleidung, innen mit irgendwas ökologischem ausgeblasen und darauf fermacellplatten -
    ist jetzt wahrscheinlich weniger technisch ausgedrückt aber so hat es funktioniert.
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